Tessa Gray – »If no one in the entire world cared about you, did you really exist at all?«

Tessa Gray ist ein Mysterium für mich.
Als Heldin der Clockwork-Reihe war sie mir immer eine interessante Persönlichkeit.

09 Header Gedanken über Persönlichkeiten mit Wasserzeichen

Es gibt eine Menge starker Frauen in Büchern und auch Tessa ist eine davon, aber sie ist gleichzeitig auch nicht die einzig ware.

»Men may be stronger, but it is women who endure.«

Tessa Gray, heißt eigentlich Theresa ist in New York geboren und aufgewachsen und hat da zusammen mit ihrem Bruder Nathaniel bei ihrer Tante Harriet das Leben eines Menschen gelebt, ohne von der Existenz der Schattenjäger und Schattenweltler zu wissen. Erst als sie mit 17 Jahren zu ihrem Bruder nach London zieht, weil ihre Tante gestorben ist, wird sie hineingezogen in die dunkle und düstere Welt der Schattenjäger.

Kommen wir zu einem unglaublichen Charakterstilmittel, das man in der Literatur oft findet und hier auch genutzt wurde – ironisch, wie ich finde.

Theresa Gray (also Grau) ist ein Mädchen mit regenGRAUEN Augen und mausbraunen Haaren. Sie bezeichnet sich selbst als Durchschnitt und hat einen ernsten Gesichtsausdruck. Sie ist nicht so auffällig, weder durch Aussehen, noch durch ihr besonders extravagantes Auftreten. Sie ist eine junge Frau, die eher zurückhaltend ist, aber auch ihre eigene Meinung kundtun kann. Man könnte meinen, sie wäre eine graue Maus und genau das soll ihr Name auch implizieren. Clever Frau Clare, wirklich clever.

49-tessa-grayTessa ist also die »durchschnittliche« Hauptfigur aus einem Jugendbuch, mit der sich jeder identifizieren kann, die in ihren eigenen Augen natürlich eher weniger beeindruckend ist, aber von vielen anderen als besonders und unglaublich schön wahrgenommen wird – das ist dann wieder einmal ein Klischee!

Tessa für sich, wenn man sie auf den ersten Blick sieht, scheint also nicht wirklich aufzufallen, außer durch ihre Größe (sie ist ziemlich groß…). DOCH!

Irgendetwas muss sie haben, dass sie zu einer so beeindruckenden jungen Frau macht, dass sie nicht nur einige Bösewichte Londons für sich haben möchten, sondern sich auch zwei der besten Freunde auf dieser Welt wegen ihre voneinander »distanzieren«.

Denn Tessa hat nicht nur alle anderen Schattenjäger des Londoner Instituts verzaubert, sondern auch Will Herondale und Jem Carstairs, die besten Freunde und Parabatei, die die Welt je gesehen und gerochen hat vollkommen für sich gefangen.

Will, der sich geschworen hat, dass er niemanden mehr an sich heranlässt und der schon für Jem eine Außnahme gemacht hat, öffnet sein Herz und bringt es nicht über dieses so gemein und fies zu Tessa zu sein, wie er eigentlich möchte.

Auch Jem, der nie jemanden die Bürde seiner Krankheit mitauflegen wollte, war Tessa so weit verfallen, von Kopf bis Fuß, dass er gar nicht mehr in der Lage war, selbstaufopfernd zu sein.

Theresa Gray – ein magisches Mädchen mit ganz wundersamen Fähigkeiten. Die einzige ihrer Art und einfach amazing. Sie verzaubert Menschen, nicht nur durch ihr Aussehen, sondern viel mehr durch ihre Schlagfertigkeit und ihrer starken Liebe und Zuneigung.

Außerdem ist sie auch noch ein ungemein großer Bücherwurm, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ein Leben wie in einem ihrer Lieblingsromane zu leben.
Lucie, ihre Tochter wurde nach einer der Figuren aus Charles Dickens Roman »Eine Geschichte von zwei Städten« benannt, das nenn ich mal librophil!

Tessa Gray soll uns den Eindruck vermitteln, sie wäre eine graue Maus und nichts besonderes, aber jeder der ihr gegenübersteht und mehr als nur fünf Minuten mit ihr verbringt, der erkennt, dass das nicht stimmt: das sie eine fantastische, intelligente, warmherzige, selbstbewusste und starke junge Frau ist, die in einer männerdominierenden Gesellschaft trotz widriger Umstände ihren Willen durchsetzt und Berge versetzt!

Kennt ihr Tessa? Habt ihr die Clockworkreihe gelesen? Was haltet ihr denn davon? Was denkt ihr über das Setting? Wie empfindet ihr Tessas Darstellung im Buch? – Lasst es mich wissen!

Lasst das Licht an, Itchy

Cassandra Clare – Lady Midnight: eine Rezension

55 Lady MidnightAutorin Cassandra Clare
Sprecher Simon Jäger
Titel Lady Midneight (Die Dunklen Mächte 1)
Dulogie/Trilogie (1/3)
Hörbuch
Zeit
28 Stunden 7 Minuten
Verlag dhv der HÖRverlag
ISBN  3844521283
Preis 15,95 € bei buecher.de
Genre Jugendbuch, Fantasy, Romance, Abenteuer
Erschienen 13. Mai 2016

[WENN DU CHRONIKEN DER UNTERWELT UND CHRONIKEN DER SCHATTENJÄGER NOCH NICHT GELESEN HAST, DANN WIRST DU IN DIESER GESCHICHTE GESPOILERT – DAMN!]

Inhalt

Emma und die Blackthorne-Geschwister sind ein eingeschworenes Team, denn immerhin mussten sie seit dem dunklen Krieg alleine  überleben und erwachsen werden und dabei nicht eingehen wie die kleinen Pflänzchen. Denn Julien ist seit er zwölf Jahre alt ist nunmal Vater und Mutter für seine jüngeren Geschwister und nebenher muss er auch noch auf die impulsive, risikofreundliche und alles andere als pflegeleichte Emma aufpassen, denn das ist es, was Parabatai füreinander machen. Wenn dann die Mordserie durch Los Angeles gar kein so weit entferntes Problem mehr ist, sondern auch für die jungen Schattenjäger des dortigen Institutes von enormer Bedeutung wird, da folgt eins dem anderen und wir sind wieder ein der Welt der Schattenjäger und Schattenweltler und Dämonen.

Meine Meinung

Ich war ein Kind und sie war ein Kind
Am Meeresufer allhie,
Doch wir liebten uns heißer als Liebe liebt,
Ich und schön Annabel Lee,
Liebten uns so, dass die Engel im Blau
Bedräueten mich und sie

Das ist ein ziemlich langes Hörbuch mit unglaublich vielen Stunden an Hörzeit und zahlreichen Autofahrten, in denen ich dann immer noch ein bisschen im Stillstand sitzen musste, damit ich noch weiter in Emmas und Juliens und Marks und Christinas Welt reinhören kann.

Ich hab dieses wunderbare Hörbuch vom Bloggerportal bekommen (wofür ich mich auch jetzt einige Wochen später noch sehr herzlich bedanke) und dann eben wegen der 28 Stunden Hörzeit ziemlich lange gebraucht, bis ich fertig war mit dieser verrückten und aufreibenden Geschichte.

Ich mag das Cover nicht. Punkt.

Die Geschichte hinter den Worten im Gegensatz sehr gerne. Wir haben eine bezaubernde Familiengeschichte mit viel Liebe und Kampf, um Zeit und Verantwortung und Zusammenhalt. Wir haben nicht nur Liebesgeschichten, die an manchen Ecken etwas zu schnell gehen für meinen Geschmack. Mitreisen tun sie trotzdem, aber so richtig. Wir haben einen Bösewicht mit einem ausgezeichneten Plan und wirklichen Motiven, wir haben das Gegenspiel zweier Parteien in einem ausgewogenen Mächteverhältnis mit einer guten Lösung für den Konflikt. Es gibt einen ausgezeichneten finalen Kampf und das nicht nur nach außen, sondern auch im Herzen und im Kopf und überhaupt.

Lady Midnight trägt eine ähnliche tragische Hintergrundstimmung mit, wie schon Clarys und Jace‘ Geschichte und der von Tessa und ihren beiden liebsten Menschen.
Aber gleichzeitig schafft es Cassandra Clare auch wieder, verdammt lustige Dialoge zu schreiben, bei denen man auch gerne herzhaft lachen darf, wenn man sich traut.
Vor allem Emma ist so wunderbar unverblümt und sarkastisch, dass ich sie nur lieben kann.

»Ich dulde dich in meiner Nähe, weil ich Publikum für meine geistreichen Bemerkungen brauche.
– S. 310

Emma und JulienEmma ist die natural Beauty und nicht so ganz wie Clary das Kindchenschema, sondern eher die Art von Mensch, vor der man ruhig Angst haben kann. Gleichzeitig zeigt sie hier so viele weiche und verletzte Seiten, die uns daran erinnern, dass sie nuneinmal erst 17 Jahre alt ist und nur ein sehr großes Mundwerk hat. Sie ist ein bisschen wie Jace Herondale in weiblich – sarkastisch, arrogant und verdammt verletzt.

Julien ist das ruhige und beständige Gegenstück zu Emma, der viel zu schnell erwachsen werden musste, um seinen Geschwistern der große Bruder zu sein, der ihnen alles das geben kann, was sie durch den Verlust ihrer Eltern nicht haben können.
Außerdem ist Julien Künstler und spricht viel mehr durch Farben und Pinselstrichen über seine Gefühle.

Die Blackthorne Geschwister sind hillarious – Ty ist mein Kieren und Markspecial precious potatoe-boy, der in seinen übergroßen schwarzen Hoodies und den Röhrenjeans einfach immer nur sehr punkig und nerdig ist. Livvy würde alles für ihren Bruder tun, denn nichts auf dieser Welt liebt sie mehr. Dru und Tavy sind ebenfall absolut entzückend!

Christina ist abgefahren cool, mit spanischen Schimpftiraden und einem gebrochenen Herzen und so viel Mut!

Cassandra Clares Schreibstil ist wie immer grandios (ich mag den wirklich sehr, sehr gerne!) und Simon Jägers Stimme passt super in diese Welt von Meer, Sonne, Schatten und den dunklen Seiten der Lebenden.

Autor

Schon als Kind hat Cassandra Clare viel gelesen. Bücher waren ihre treuesten Begleiter in einer Zeit, in der ihre Eltern mit ihr durch die Welt zogen. Cassandra Clare lebte, noch bevor sie zehn Jahre alt war, in vielen Ländern, darunter die Schweiz, England und Frankreich. Nach dem College ging sie nach Los Angeles und New York, um für diverse Unterhaltungsmagazine zu schreiben. Die Welt von Britney Spears und Paris Hilton war jedoch nicht wirklich die ihre. 2004 begann Cassandra Clare ihren ersten Roman zu schreiben, inspiriert vom Bezirk Manhattan in ihrer Lieblingsstadt New York. Mit ihren „Chroniken der Unterwelt“ war sie schnell so erfolgreich, dass sie 2006 den Job als Societyreporterin an den Nagel hängen konnte. Heute lebt sie mit ihrem Freund und zwei Katzen in Brooklyn, New York.

Fazit: Lady Midnight ist anders, als erwartet. Du merkst den Charakteren ihr Alter an, kannst dich in ihren Problemen verlieren und fieberst mit bei dem Abenteuer, das so schrecklich schön dramatisch ist. Ein Buch für alle, die bereits die Chroniken der Schattenjäger und die Chroniken der Unterwelt super fanden, für alle, die gerne Bücher über absolut liebenswerte Charaktere lesen, ein Buch für die Feuerherzen unter uns, denn Emma ist so Badass!

Plot                          ✪✪✪✪/5✪
Cover                         ✪✪✪/5✪
Charaktere         ✪✪✪✪✪/5✪

Abendessen mit fiktiven FREUNDEN

7 fiktive Charaktere

Yep it’s beautiful! (Und von tumblr geklaut)
Aber die Qualität einmal auf die Seite gelegt: die Frage ist für uns Buchnerds sicher nicht einfach zu beantworten. Nichtsdestotrotz (tolles Wort) habe ich mich heute vor mein Bücherregal gesetzt und bin alle meine liebsten Charaktere durchgegangen und das sind eine Menge. Von denen habe ich mir dann die perfekte Gesellschaft herausgesucht, die (hoffentlich) auch einen Abend lang miteinander harmoniert.

Meine Wenigkeit hat sich auch noch ein bisschen mit den Gesprächsthemen und deren mögliche Beziehungen zueinander beschäftigt (wobei letzteres ja auch bei der Platzwahl wichtig ist!)

DIE AUFSTELLUNG

1 Celaena Sardothien aus »Throne of Glass« von Sarah J. Maas
2 Baz Grimm-Pitch aus »Carry On« von Rainbow Rowell
3 Remus Lupin aus »Harry Potter« von Joanne K. Rowling
4 Elizabeth Bennet aus »Stolz & Vorurteil« von Jane Austen
5 Magnus Bane aus »Die Chroniken des Magnus Bane« von Cassandra Clare
6 Tessa Gray aus »Die Chroniken der Schattenjäger« von Cassandra Clare
7 Carswell Thorne aus »Die Luna – Chroniken« von Marissa Meyer

Celaena möchte ich einfach neben mir haben, weil sie so frech ist und wir uns den gesamten Abend über alle anderen lustig machen können.
Baz und Remus hab ich zusammengesetzt, weil sicher beide keine Lust haben und dann gemeinsam unglaublich sarkastische Kommentare abliefern können oder über ihre heißen festen Freunde reden können.
Elizabeth habe ich gerne gegenüber, weil sie eine Frohnatur ist und deswegen sicher nur ein Blick auf sie genügt, um mich glücklich zu machen (außerdem ist sie meine Schwester im Geiste!).
Sie kann zusammen mit Magnus und Tessa ein bisschen über das Großbrittanien der Industrialisierung quatschen (immerhin haben alle fast zur gleichen Zeit dort gelebt).
Thorne ist einfach ein Mensch, der in Gesellschaft aufblüht und zusammen mit Magnus würde er so oder so die Runde schmeißen. Gleichzeitig können wir zwei von Cress schwärmen und über Cinder und ihre Badass-Rebellinnen-Seite quatschen.
Die Altersstufe liegt zwischen 16 (Baz) und über 1000 (Magnus) und wir haben veschiedene sexuelle Orientierungen (bisexuell, homosexuell und heterosexuell). Außerdem kommt (wen überrascht es?) der Großteil – also alle außer Thorne (und irgendwie auch Magnus) aus Großbrittanien, ha!

Das Essen ist übrigens feinstes »Chili con Carne«, weil es super gut ist und auch aufgewärmt noch bezaubernd schmeckt. Der Nachtisch ist Mousse au Chocolat – tadaa!

So: und jetzt seid ihr dran! Setzt euch vor euer Bücherregal und schnappt euch 7 Charaktere mit denen ihr an einem Tisch sitzen wollt und ein Abendessen essen möchtet! Ob in einem Kommentar oder als eigener Beitrag (wenn ja hätte ich gerne den Link!!), damit wir alle unsere liebsten 7 Charaktere für eine supercoole Gesellschaft wissen.

Yappadappaduu!
Itchy

 

Jace Wayland/Herondale/Lightwood – whatever?

Die Chroniken der Unterwelt sind Bücher, die sich wunderbar lesen lassen, die dich mitnehmen und die du lieben kannst, auch wenn Dämonen und solche Fantasy-Geschichten nicht mehr ganz so dein Fall sind. Denn die Figuren sind das Wunderbare dabei. Ich bin nicht einer dieser Fans, der Jace für den einzig wahren hält. Zusammen mit Clary ist er super, aber nicht so unbedingt mein Typ (Da ist Will, sein Vorfahr schon viel mehr die Art von junger Mann, die mich ein bisschen verzaubert).

01-jace-waylandJace ist auf den ersten Blik arrogant, eingebildet und irre unfreundlich. Ein Engel mit goldenen Haaren und goldenen Augen, feingliedrigen Pianistenhänden und einem durchtrainierten Körper – perfekt könnte man meinen, haha. Wenn doch da nur nicht diese elende Vorgeschichte wäre und seine inneren Dämonen. Eingepflanzt durch einen enorm manipulativen abartigen Vater, der nichs besseres zu tun hatte, als seine Kinder zu mutierte Wesen zu verändern. Wer tut denn soetwas?

»Und ich bin naturblond«, sagte Jace. »Nur um das mal festzuhalten.«

Kein Wunder das Jace zum einen nicht weiß, wer er ist und wo er hingehört, sondern, dass er auch versucht sich vor der Welt zu beschützen, indem er seine arroganten  Blick aufsetzt und zumacht. Einzig und allein dem Mädchen, das er liebt und vielleicht auch noch seinen beiden Geschwistern Alec und Izzy zeigt er manchmal, wer er ist. Ein Kind, das zwischen die Fronten seines Volkes und eines abgedrehten Idioten gekommen ist. Wir empfinden kein Mitleid, aber  Verständnis für ihn, der in den Augen vieler eine ungemeine Anziehung auf die Menschen ausübt: das liegt dann wohl am Engelsblut, dass vermehrt durch seine Adern fliest.  Oder tatsächlich an seinem unverschämt guten Aussehen.

Grundsätzlich ist Jace durchaus ein interessanter junger Mann, der unendlich liebt und seine Familie beschützt. Er kämpft für das Gute und versucht das zu retten, was ihm lieb ist.

Habt ihr die Chroniken der Schattenjäger gelesen? Wie findet ihr Jace oder die anderen Personen? Wer ist euere liebste Figur? Lasst es mich wissen!

Bis die Tage!
Itchy

 

Cassandra Clare – Clockwork Princess: eine Rezension (Achtung! – SPOILER)

Autorin Cassandra Clare
Übersetzer Franca Fritz/ Heinrich Koop
Titel Clockwork Princess
Reihe Trilogie (3/3)
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 616 Seiten
Verlag Arena
ISBN 3401064762
Preis 19,99€ bei amazon
Genre Fantasy, Young-Adult, Liebe, Freundschaft
Erschienen am 1. September 2013

ACHTUNG SPOILER!

Inhalt

Tessa Gray sollte glücklich sein – sind das nicht alle Bräute? Doch während sie noch mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckt, zieht sich die Schlinge um die Schattenjäger des Londoner Instituts immer weiter zu. Denn Mortmain hat eine riesige Armee zusammengestellt, um die Schattenjäger endgültig zu vernichten. Nur ein letztes Detail fehlt Mortmain zur Ausführung seines Plans: Er braucht Tessa. Jem und Will, die beide Anspruch auf Tessas Herz erheben, würden alles für sie geben. Die Zeit tickt, sie alle müssen eine Wahl treffen.

Meine Meinung

Das Cover ist auch diesmal nicht so Hundertprozent mein Geschmack. Vor allem die Frau auf dem Cover könnte bestimmt Tessa darstellen, aber die Frisur ist eben so überhaupt nicht ihrer Zeit angepasst und deswegen nicht schön.

»Ich habe gerade darüber nachgedacht, mir Cecily zu schnappen und sie in den Hyde Park zu schleppen und an die dortigen Enten zu verfüttern«, erwiderte Will, schob sich die dunklen Haare aus der Stirn und schenkte Jem eines seiner seltenen Lächeln. »Ich könnte etwas Hilfe dabei gebrauchen.«
»Bedauerlicherweise wirst du deine Pläne für einen Schwestermord wohl noch ein bisschen aufschieben müssen. Gabriel Lightwood ist unten in der Eingangshalle und ich sage nur zwei Worte … zwei deiner Lieblingsworte, zumindest wenn man sie kombiniert.«
» >Extremer Einfaltspinsel< ?«, fragte Will. » >Nichtswürdiger Emporkömmling< ?«
Jem grinste. » >Dämonenpocken< .«

Der Schutzumschlag ist aber wunderbar, weil auf der Innenseite die Stammbäume von den Carstairs, den Herondales und den Lightwoods abgebildet sind. Von Tessa, Jem, Will, Gabriel, Cecily, Sophie und Gideon bis Jace, Alec, Isabelle und Emma.

»Du glaubst, dass ich nicht kämpfen kann … «, entgegnete Tessa und erwiderte seinen Blick mit erhobenen Kopf, »… weil ich ein Mädchen bin.«
»Ich glaube, dass du nicht kämpfen kannst, weil du ein Brautkleid trägst«, erklärte Jem. »Und wenn du mich fragst, wäre selbst Will nicht in der Lage, in diesem Kleid vernünftig zu kämpfen.«
»Möglicherweise nicht kämpfen«, kommentierte Will, der Ohren hatte, wie eine Fledermaus, »aber ich würde eine strahlende Braut abgeben.«

Und jetzt kann ich es ja endlich loswerden (zum dritten mal auf dieser Website): Nach dem Beenden dieses letzten Teils der dreiteiligen Reihe war ich so aufgelöst, sogar mehr, als nach City of Heavenly Fire und da war ich schon in sämtliche Einzelteile zerlegt und nicht wieder zusammenbaubar, grundlegend und für immer berührt und sicher auch nicht mehr zu reparieren: Einen Schaden fürs Leben, könnte man meinen, denn diese Reihe ist nicht eines dieser gewöhnlichen Liebesdreiecke, das ist Herongraystairs!!

DIE HÖLLENGERÄTE KENNEN KEINE GNADE
DIE HÖLLENGERÄTE KENNEN KEINE REUE
DIE HÖLLENGERÄTE KENNEN KEINE GRENZEN
DIE HÖLLENGERÄTE WERDEN NIEMALS AUFGEBEN
(MÖGE GOTT ERBARMEN MIT UNSEREN SEELEN HABEN)

Und obwohl ich es offen zuegeben muss, dass Will einfach für mich ein unglaublicherer Charakter ist, liebe ich Jem nicht weniger und wenn Tessa beide Jungs haben möchte, dann bekommt sie auch beide Jungs!

Großes Lob an Cassie, das sie sich nicht der üblichen Jugendbuchproblematik angeschlossen hat und ein Buch so voller Liebe geschrieben hat, das trotzdem nicht so unbedingt kitschig und romantisch-schnulzig wird.

»Wer bin ich?«, flüsterte Will. »Jahrelang habe ich so getan, als ob ich jemand anders wäre. Und dann habe ich mich schon bei dem Gedanken gefreut, dass ich zu meinem wahren ich zurückkehren könnte – nur um dann festzustellen, dass es kein wahres Ich gibt, zu dem ich zurückkehren kann. Ich war ein ganz gewöhnliches Kind und danach kein besonders guter Mann und jetzt weiß ich nicht mehr, wie ich das eine oder das andere sein soll. Ich weiß nicht, was ich bin und wenn Jem nicht mehr ist, gibt es niemanden, der es mir zeigen könnte.«
Tessa antwortete nur: »Ich weiß genau, wer du bist. Du bist Will Herondale.«

49-tessa-grayTessa Gray ist eine wunderbare junge Frau, die womöglich eine meiner absoluten Lieblingsheldinnen ist, einfach weil sie so grundlegend gut ist, obwohl ihr das Leben nicht immer nur Gutes geschenkt hat. Und zusammen mit ihren Jungs sind sie nicht nur ein klasse Team sondern auch einfach die purste Darstellung der Liebe, die mir in Büchern je begegnet ist.

»Ich kann dich nicht hier zurücklassen, damit du dem Tod allein gegenübertrittst«, wisperte Will, doch er wusste, dass er geschlagen war – die Sanduhr seiner Willenskraft war abgelaufen. Jem berührte die Parabatairune auf seiner Schulter durch den dünnen Stoff seines Nachtgewands. »Ich bin nicht allein«, sagte er. »Wo auch immer wir sind, wir sind eins.« […]
»Wenn es ein Leben nach diesem hier geben sollte«, sagte er, »dann lass mich dich dort wiedertreffen, James Carstairs.«
»Es wird ein anderes Leben geben.« Jem steckte seine Hand aus und einen Moment hielten sich die beiden jungen Männer fest an den Händen – wie damals während ihres Parabatai-Rituals, als sie über zwei Feuerkreise hinweg die Finger miteinander verschränkt hatten. »Die Welt ist ein Rad«, fuhr Jem fort. »Ob wir steigen oder fallen, wir tun es gemeinsam.«

Aber nicht nur diese drei sind an den Büchern das Wunderbare, wenngleich sie natürlich den größten Pluspunkt ausmachen. Aber es gibt auch noch die Menschen, die um sie herum lieben und leben und helfen und da sein müssen. Angefangen mit Charlotte und Henry, die zusammen das Institut leiten, wobei natürlich eher sie sich um alles kümmert und er, das verplante Genie weiter an seinen Maschinen tüftelt.

»Es gibt wesentlich Schlimmeres als den Tod«, erwiderte Will. »Nicht geliebt zu werden. Oder nicht lieben zu können … das ist viel schlimmer.«

Aber nicht nur diese beiden, wachsen dem Leser nach und nach ans Herz, nein auch die beiden Lightwood-Brüder Gabriel und Gideon sind ganz »liebliche« Charaktere. Während Gideon der ruhige und auch erfahrenere Bruder ist, hat Gabriel das Temperament und die Leidenschaft dreifach abbekommen und die Sticheleien zwischen ihm und Will sind einfach atemberaubend amüsant.

»Erstens hab ich nicht gewusst, dass er sich in einen gewaltigen Wurm verwandeln würde«, konterte Will. »Das Endstadium von Dämonenpocken äußert sich in der Verwandlung zu einem Dämon. Aber es hätte auch jede andere Art von Dämon sein können. Und zweitens dauert es Wochen, bis der Umwandlungsprozess abgeschlossen ist. Ich hätte gedacht, dass selbst ein behördlich anerkannter Idiot wie Gabriel davon Notiz genommen und jemanden benachrichtigt hätte.«
[…]
»Ich bin kein behördlich anerkannter Idiot …«
»Der Mangel einer offiziellen Bescheinigung ist noch lange kein Zeichen von Intelligenz«, murmelte Will.

Und genauso erwähnenswert sind die beiden Frauen, die die Brüder um ihr Herz bringen. Sophie Collins war, bevor77-cecily-und-gabriel sie bei den Branwells im Institut als Hausmädchen angestellt wurde, ein Mädchen mit dem zweiten Gesicht und ohne Hoffnung. Aber sie ist so eine starke und talentierte junge Frau, die so manchen Menschen und eben Gideon Lightwood besonders den Atmen nimmt.

Sophie beobachte jeden seiner Schritte, als der den Raum durchquerte und zu ihren Füßen niederkniete. Das Leben war eine Abfolge von Ungewissheiten und es gab bestimmte Momente, die man sich unbedingt ins Gedächtnis einprägen musste, damit man die Erinnerung daran später wieder hervorholen konnte – wie eine getrocknete Blume zwischen den Seiten eines dicken Wälzers, die man bewundernd betrachtet und dann vorsichtig zurücklegt. Und Sophie wusste, dass sie niemals vergessen wollte, wie Gideon mit zitternden Fingern ihre Hand nahm und er sich auf die Lippe biss, ehe er sprach.

Und Gabriel hätte sich bestimmt auch nie träumen lassen, dass es doch tatsächlich William Herondals Schwester Cecily sein wird, die ihm den Kopf verdreht.

Tessa schenkte ihm ein zittriges Lächeln. »Aber ich bin froh, dass ich zur Hälfte Nephilim bin«, sagte sie, »denn das bedeutet, dass ich bei euch bleiben darf, hier im Institut. Und dass die Familie, die ich hier gefunden habe, auch weiterhin meine Familie bleiben kann. Charlotte sagt, wenn ich will, könnte ich den Namen Gray aufgeben und den Geburtsnamen meiner Mutter annehmen. Ich könnte eine Starkweather sein. Ich könnte einen richtigen Schattenjägernamen tragen.«
Geräuschvoll ließ Will Luft aus seiner Lunge weichen, die sich als weiße Wolke in der Kälte abzeichnete. Seine Augen waren blau und groß und klar und schauten Tessa unverwandt an. Seine Miene erinnerte sie an einen Mann, der sich für eine Furcht einflößende Aufgabe wappnete und diese nun angeht. »Selbstverständlich kannst du einen richtigen Schattenjägernamen tragen«, sagte er. »Du kannst meinen Namen tragen.«
Tessa starrte Will an, der sich schwarz und weiß vor dem Hintergrund aus weißem Schnee und schwarzem Mauerstein abhob.
»Deinen Namen?«
[…]
»Heirate mich«, sagte er. »Heirate mich, Tess. Heirate mich und werde Tessa Herondale. Oder Tessa Gray oder wie auch immer du dich nennen willst. Aber heirate mich und bleibe bei mir und geh niemals fort, denn ich könnte keinen weiteren Tag in meinem Leben ertragen, in dem du nicht bei mir bist.«

Wie ihr seht eine ungemein große Liebesgeschichte, die vielleicht für meinen Geschmack schon wieder zu viel von dieser romantischen Liebe hat. Aber gleichzeitig sind alle Liebesgeschichten untereinander so verschieden wie auch die Charaktere und das macht es noch schöner.

»Komm mit mir«, sagte Tessa. »Bleib bei mir. Sei einfach bei mir. Schau dir alles mit mir zusammen an. Ich habe die ganze Welt bereist und vieles gesehen, aber es gibt noch so viele Dinge, die ich gerne tun möchte – und mit niemanden lieber als mit dir. Zusammen mit dir, James Carstairs, würde ich übrallhin gehen.«

Die Autorin

Schon als Kind hat Cassandra Clare viel gelesen. Bücher waren ihre treuesten Begleiter in einer Zeit, in der ihre Eltern mit ihr durch die Welt zogen. Cassandra Clare lebte, noch bevor sie zehn Jahre alt war, in vielen Ländern, darunter die Schweiz, England und Frankreich. Nach dem College ging sie nach Los Angeles und New York, um für diverse Unterhaltungsmagazine zu schreiben. Die Welt von Britney Spears und Paris Hilton war jedoch nicht wirklich die ihre. 2004 begann Cassandra Clare ihren ersten Roman zu schreiben, inspiriert vom Bezirk Manhattan in ihrer Lieblingsstadt New York. Mit ihren „Chroniken der Unterwelt“ war sie schnell so erfolgreich, dass sie 2006 den Job als Societyreporterin an den Nagel hängen konnte. Heute lebt sie mit ihrem Freund und zwei Katzen in Brooklyn, New York.

Fazit: Ein ABSOLUTES Muss für alle Fans der Schattenjäger und auch für jeden anderen, der gerne besondere Geschichten liest und der etwas Spannung und Kitsch auch aushält. Wirklich berauschend schön, sodass man es fast nicht in Worte fassen kann.

Plot :             ✪✪✪✪✪/5✪
Cover :            ✪✪✪✪/5✪
Charaktere : ✪✪✪✪✪/5✪

»Das Leben ist ein Buch und es enthält Tausende Seiten, die ich noch nicht gelesen habe.«

 

Cassandra Clare – Clockwork Prince: eine Rezension

Autorin Cassandra Clare
Übersetzer Franca Fritz/Heinrich Koop
Titel Clockowork Prince
Reihe Trilogie (2/3)
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 688Seiten
Verlag Arena
ISBN 3401064754
Preis 19,99€ bei amazon
Genre Fantasy, Young-Adult, Liebe, Freunschaft
Erschienen am 1. Juli 2012

Inhalt

Tessa hat im viktorianischen London bei den Schattenjägern ein neues und sicheres Zuhause gefunden. Doch da wird die Leiterin des Instituts entlassen – ohne ihren Schutz ist Tessa Freiwild für den grausamen Magister. Zusammen mit den beiden jungen Schattenjägern Will und Jem versucht sie, das Rätsel um den Magister zu lösen und findet heraus, dass er einen sie ganz persönlich betreffenden Rachefeldzug führt. Als dann aber auch noch ein Dämon eine Warnung an Will überbringt, wissen sie, dass sie einen Verräter unter sich haben.

Meine Meinung

Auch diesmal entspricht das Cover nicht so wirklich meinem Geschmack. Das Gesicht darauf soll wohl Jem darstellen, aber es bleibt trotzdem die Frage, ob die Designer das Buch auch nur einmal näher betrachtet haben, als nur den Klapptext.

»Wiedergutmachung«, stieß Jem plötzlich hervor und legte den Federhalter beiseite, den er in der Hand hielt.
Verwirrt musterte Will seinen Freund. »Ist das jetzt eine Art Spiel? Wir platzen einfach ungeniert mit jedem Wort heraus, das uns gerade in den Sinn kommt? In diesem Falle hätte ich >Gunphobie< anzubieten. Es bezeichnet die unangemessene Angst vor Knien.«
»Und wie heißt nochmal das Wort für die vollkommen angemessene Angst vor nervigen Blödmännern?«, erkundigte Jessamine sich.

Aber Anstoß nehme ich auch nur am Gesicht, die Schrift und der Rest der Gestaltung spricht mich schon mehr an.
Die weitere Geschichte im zweiten Teil nimmt weniger rasant an Liebesdramatik zu, aber das kann man sicher auch symbolisch deuten, schließlich geht im ersten Teil fast jede Aktion dieser Art von Will aus, dem Stürmischsten der drei. Im zweiten Teil ist Jem am Zug und er ist und bleibt nun mal ein ruhiger junger Mann.

»Eisenbahnen sind große, schmutzige, qualmende Kolosse«, erklärte Will. »Sie werden dir nicht gefallen.«
Doch Tessa ließ sich nicht davon beirren. »Ob mir eine Zugfahrt gefällt oder nicht, weiß ich erst, wenn ich es ausprobiert habe, richtig?«
»Und ich bin noch nie nackt in der Themse geschwommen, aber ich weiß genau, dass mir das nicht gefallen würde.«
»Aber bedenk doch einmal, wie amüsant das für auswärtige Sommergäste wäre!«, erwiderte Tessa und sah, wie Jem rasch den Kopf senkte, um sein Lachen zu verbergen.

74-sophie-und-gideonAber Abenteuer und Spannung hinsichtlich der Bekämpfung des Bösen bleiben konstant und lassen auch weiterhin noch diverse Fragen offen, die am Ende des Buches zu so einem gemeinen und bösen Cliffhanger führen.
Die Charaktere sind mittlerweile schon deutlich mehr, die sich als Hauptfiguren mausern. Angefangen mit unseren eigentlichen dreien: Tessa, Will und Jem.

Grinsend ließ Will sich auf den Boden sinken, lehne sich mit dem Rücken gegen den Sessel und riss die Arme in die Höhe. »Die Dämonenpocken auf eure Häuser!«, verkündete er und gähnte zufrieden.
»Oh Gott, jetzt bekommen wir wochenlang Shakespear-Wortspiele zu hören – alles, was sich irgendwie auf Dämonenpocken ummünzen lässt.«, stöhnte Jem.

Theresa Gray aus New York, ihres Zeichens Gestaltenwandlerin, aber eigentlich weiß sie gar nicht, wer sie ist und das ist ein weiteres Mysterium, das niemand lieber lüften würden als Tessa ist wohl klar. Und dass es ihr, nach dem Verrat ihres Bruders und der nach wie vor drohenden Gefahr des Magisters nicht sonderlich gut geht, wird wohl jeder sehen und auch vermuten.

»Dämonenpocken, Dämonenpocken,
Wo steckt man sich damit an?
Im schlimmsten Teil der großen Stadt
Lock Laster für jedermann.
Dämonenpocken, Dämonenpocken,
Ich hab es schon immer gesagt,
Und ihr lagt daneben und habt mich gescholten,
doch ich hab mich niemals beklagt.«

Und Will quält sich nach wie vor durch seine Probleme, die wie wir jetzt erklärt bekommen mit einem Fluch 47-jem-carstairszusammen hängen. Der arme kleine Jungen. Und dass er trotzdem und nach wie vor ein Goldjunge ist, kann er gar nicht erkennen, aber das tun wir für ihn. Und manchmal bemerkt er, dass er zu viel fühlt und taucht deswegen ab und ist ganz garstig, selbst zu Jem. Aber trotzdem rennt er auch die ganze Nacht durch die Stadt, nur um seinen Freund das zu bringen, was er braucht. Die Liebe ist wohl unendlich.

»Bitte sag etwas, Tessa.« Jems Stimme zitterte. »Ich fürchte, du denkst, ich würde vorgestern Nacht bedauern. Aber das tue ich nicht.« Seine Daumen strichen über ihr Handgelenk, über die nackte Haut zwischen Ärmel und Handschuh. »Ich bedaure lediglich, dass alles so schnell gegangen ist. Ich … ich hätte dir gerne den Hof gemacht. Dich vielleicht zu einem Ausflug mitgenommen, natürlich in Begleitung einer Anstandsdame.«
»Anstandsdame?« Tessa musste unwillkürlich lachen.
Doch Jem fuhr unbeirrt fort: »Ich hätte dir gerne zuerst von meinen Gefühlen erzählt, ehe ich sie dir gezeigt hätte. Hätte Gedichte für dich verfasst…«
»Aber du magst Gedichte doch gar nicht«, warf Tessa ein, mit einer Mischung aus Erleichterung und Lachen in der Stimme.
»Nein, Aber du weckst in mir den Wunsch, welche zu schreiben. Zählt das denn gar nicht?«

Aber Jem, der gute und liebe Jem, der verbringt viel Zeit mit Tessa, zeigt ihr ganz London und noch viel mehr. Er ist der Ruhepol und gleichzeitig auch stürmisch und nervös und eben ein richtiger Teenager. Und er macht Tessa einen Heiratsantrag und komponiert ihr ein Lied und das ist eben einfach alles so dämlich und wunderschön romantisch.
Charlotte und Henry sind nicht weniger süß. Charlotte ist die kleine und so starke Leiterin der ganzen Gruppe und des Instituts und deswegen so cool. Genauso, wie ihr lieber Mann Henry, der verrückte und sogleich geniale Erfinder. Magnus Bane, der Magnus Bane nennt ihn schließlich nicht einfach so ein Genie!
Und Cassandra Clares Schreibstil ist natürlich, wie schon so oft und auch immer wieder gerne erwähnt, einfach super!

»Es ist ja nicht so, als würde Mortmain auf offiziellem Weg eine Beschwerde gegen die Nephilim einreichen. >Bin sehr verstimmt über die Weigerung aller Schattenjäger zu sterben, wo dies doch mein inniglichster Wunsch war. Verlange Entschädigung. Barscheck bitte an folgende Adresse: A. Mortmain, 18 Kensington Road…<«

Die Autorin

Schon als Kind hat Cassandra Clare viel gelesen. Bücher waren ihre treuesten Begleiter in einer Zeit, in der ihre Eltern mit ihr durch die Welt zogen. Cassandra Clare lebte, noch bevor sie zehn Jahre alt war, in vielen Ländern, darunter die Schweiz, England und Frankreich. Nach dem College ging sie nach Los Angeles und New York, um für diverse Unterhaltungsmagazine zu schreiben. Die Welt von Britney Spears und Paris Hilton war jedoch nicht wirklich die ihre. 2004 begann Cassandra Clare ihren ersten Roman zu schreiben, inspiriert vom Bezirk Manhattan in ihrer Lieblingsstadt New York. Mit ihren „Chroniken der Unterwelt“ war sie schnell so erfolgreich, dass sie 2006 den Job als Societyreporterin an den Nagel hängen konnte. Heute lebt sie mit ihrem Freund und zwei Katzen in Brooklyn, New York.

Fazit: Ein Muss für jeden Schattenjägerfan und auch für jeden, der gerne Liebesgeschichten einer anderer Dimension liest, denn wer braucht schon ein Liebesdreieck, wenn es einfach noch besser geht? Und dann ist auch noch Aktion und Witz dabei, was will man mehr!!

Plot : ✪✪✪✪✪/5✪
Cover : ✪✪✪✪/5✪
Charaktere : ✪✪✪✪✪/5✪

»Ich habe die Briefe selbst aus dem Feuer gefischt. Und jeden einzelnen gelesen. Jedes deiner Worte. Du und ich, Tess, wie sind einander sehr ähnlich. Wir leben nur für das geschriebene Wort. Denn es waren Bücher, die mich davon abgehalten haben, mir das Leben zu nehmen, als ich dachte, ich würde niemals jemanden lieben können, niemals geliebt werden. Es waren Bücher, die mir das Gefühl schenkten, dass ich vielleicht doch nicht ganz allein auf der Welt bin. Bücher konnten mir die Wahrheit sagen und ich ihnen. Als ich deine Worte las – das was du geschrieben hast … dass du manchmal einsam warst und Angst hattest, dabei aber immer tapfer und mutig geblieben bist … die Art und Weise, wie du die Welt gesehen hast , ihre Farben und Strukturen und Geräusche … da hatte ich das Gefühl … das Gefühl, genauso zu empfinden wie du. Ich dachte, hoffte, fühlte, träumte wie du. Ich spürte, dass ich zusammen mit dir träumte, dachte und fühlte. Ich träumte von den Dingen, von denen du träumtest, wollte alles, was du wolltest – und dann ist mir bewusst geworden, dass ich im Grunde dich wollte, nur dich. Das Mädchen, das sich hinter diesen Briefen verbarg. Ich habe dich vom ersten Moment an geliebt, von dem Moment, in dem ich deine Briefe las. Und ich liebe dich noch immer.«

Cassandra Clare – City of Heavenly Fire: eine Rezension (ACHTUNG! – SPOILER)

14-city-of-heavenly-fireAutorin Cassandra Clare
Übersetzer Franca Fritz/Heinrich Koop
Titel City of Heavenly Fire
Reihe Hexalogie (6/6)
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 896 Seiten
Verlag Arena
ISBN 3401066749
Preis 24,99€ bei amazon
Genre Fantasy, Young-Adult, Liebe, Freundschaft
Erschienen am 5. Februar 2015

ACHTUNG SPOILER!

Inhalt

Jace trägt das Himmlische Feuer in sich und Sebastian verkündet den finalen Schlag gegen die irdische Welt. Um zu verhindern, dass Dämonen über die Städte herfallen, müssen Clary und Jace mit ihren Freunden in die Schattenwelt eindringen. Wird es ihnen gelingen, Sebastians finstere Pläne zu stoppen, ohne selbst Schaden zu nehmen? Als sie auf Clarys dunklen Bruder treffen, stellt er Clary vor eine schier unlösbare Aufgabe: Entweder sie kommt an seine Seite oder er vernichtet ihre Familie und Freunde, die Welt und alle Schattenjäger … Für die Liebe müssen Opfer gebracht werden. Der sechste Band der Chroniken der Unterwelt wartet mit einem spektakulären und unerwarteten Finale für dieses gewaltige Epos auf.

Meine Meinung

TÜRKIS! Alles ist Türkis: Der Einband, der Umschlag und das Lesebändchen und wir sehen wieder Wasserspeierdämonen.

Schwarz für die Jagd in tiefer Nacht
Weiß für den Tod und Totenwacht
Gold für die Braut im Hochzeitskleid
Und Rot für Magie und Zauberzeit.
Weiß die Seide bei der Kremation,
Blau das Banner für den verlorenen Sohn.
Flammendrot zur Geburt der Schattenjäger
Und auch für Büßer und Sündenträger.
Grau ist für alles geheime Wissen,
Elfenbein für die die früh sterben müssen.
Safran leuchtet dem Sieger kühn,
Gebrochene Herzen lindert das Grün.
Silber für der Dämonen Türme
Und Bronze für allmagische Stürme.
Elfenbein für die, die früh sterben müssen.

Die Stadt kann ich nicht identifizieren. Wahrscheinlich New York, New York, New York. Oh ihr merkt es wahrscheinlich schon. Ich bin so durcheinander und verwirrt und aufgelöst und berauscht. Und das obwohl ich es bereits zwei Tage bevor ich das hier schreibe fertig gelesen habe. Um 2.00 Uhr nachts. Ich hab mich bildlich vor Augen, mit fiebrig glänzenden Augen und Haaren, die in alle Richtungen stehen.

Jordan schnaubte. »Ohne mich würdest du jetzt über die Madison Avenue hopsen und Funken aus jeder Körperöffnung sprühen.« Er stand auf und streifte seine grüne Jacke über. »Dein Freund ist total durchgeknallt«, sagte er zu Clary.
»Stimmt, aber auch total sexy«, erwiderte Clary. »Das darf man nicht vergessen.«

Denn jetzt ist dieser Epos um Clary, Jace, Simon, Izzy, Magnus, Alec, Sebastian (bzw Jonathan – ich möchte mich eigentlich weigern ihn Sebastian zu nennen. Jonathan finde ich schöner und passender), Raphael, Jordan, Maia, die Familie Blackthorne, Fairchild, Herondale, Lightwood, Carstairs und Morgenstern vollständig erzählt. Und mir bleiben zwar immer noch Clockwork Prince und Clockwork Princesse, Die Chroniken des Magnus Bane (worauf ich mich natürlich explizit freue) und der Schattenjägercodex, aber es ist ja doch irgendwie anders. Und obwohl ich eigentlich nach dem Ende eines jeden guten Buches ein bisschen schwindelig berauscht bin, war ich es dieses Mal wieder noch mehr.

»Vermutlich wird das mal auf meinem Grabstein stehen: >Er war heterosexuell und hatte geringe Erwartungen.<«

Die Geschichte spielt witzigerweise diesmal doch tatsächlich in der Hölle oder wohl eher in Edom, einer anderen Dimension. Denn in diese Dimension hat Jonathan Christopher Morgenstern, der nun mit den Feenwesen zusammenarbeitet Clarys Eltern Jocelyn und Luke, Raphael, den Anführer des New Yorker Vampirclans und Magnus Bane entführt und er wartet darauf, dass Clary, Jace, Alec, Izzy und Simon kommen, um sie zu retten.

»Wir haben nicht geturtelt«, sagte er.
»Aber ein gewisser Funke war da schon«, meinte Simon. […]
»Da war nichts«, sagte Alec knapp.
»Also ich hab da durchaus was gespürt«, erwiderte Simon.
»Darüber kannst du dir gerne allein den Kopf zerbrechen«, sagte Alec und bückte sich an dem Trageriemen seines Rucksack.

In der Zwischenzeit verwandelt er munter weitere Schattenjäger mit seinem bösen Dämonenkelch und lässt Alicante angreifen und Kinder werden Waisen und wir werden traurig und Bruder Zachariah aka Jem Carstairs wird wieder menschlich und trifft wieder auf Tessa und hach.

»Bruder Zachariah«, sagte Isabelle. »Monat Januar bis Dezember im Sexy Stille Brüder-Kalender. Was macht der denn hier?«
»Es gibt einen Sexy Stille Brüder-Kalender?«, fragte Alec. »Wo kann man den kaufen?«

Und für alle, die keine Ahnung haben, wovon ich rede, die sollten jetzt schleunigst das Buch lesen, denn das ist wirklich gut und für alle Freunde der Romantik: Es gibt heißen Höhlesex bei Clary und Jace und eine glorreiche Versöhnung! Und entschuldige für den Spoiler und ja ich bin wieder von den Socken.

Jace‘ Augen leuchteten abenteuerlustig und Clary spürte, wie sie von einem vertraueten Sog erfasst wurde, der sie schon bei ihrer ersten Begegnung so fasziniert hatte. Zwar konnte sie nicht genau sagen, in welchem Augenblick sie sich in Jace verliebt hatte, aber er hatte seit jeher etwas an sich gehabt, das sie an einen Löwen erinnerte, an ein wildes Tier, das keine Regeln kannte – das Versprechen eines Lebens in Freiheit. Bei ihm gab es kein »Ich darf nicht«, sondern immer nur ein »Ich will und ich werde«. Immer Risiko und Selbstsicherheit, nie Furcht und Zweifel.

72-jace-und-claryUnd weil das das letzte Buch ist, werde ich jetzt noch ein bisschen genauer die von mir so geliebten Charaktere beschreiben. Die eigentliche Hauptperson ist Clarissa Adele Fray (oder eigentlich Morgenstern) und hat ursprünglich mit ihrer Mutter und deren besten Freund in New York gelebt, bis sie festgestellt hat, dass ihr Leben eine Lüge war und um sie herum Magie und Vampire und Werwölfe und Feen und Schattenjäger existieren. Und wie es der Zufall will ist unsere liebe Künstlerseele eine Schattenjägerin, die auch noch besondere Fähigkeiten hat.

»Wir alle sind die Summe dessen, woran wir uns erinnern. In uns tragen wir die Hoffnungen und Ängste derjenigen, die uns lieben. Und solange die Liebe und die Erinnerung in unserem Herzen lebendig bleiben, ist niemand jemals wahrhaftig vergessen und vergangen.«

Denn sie kann noch nicht existierende Runen entwerfen und somit teilweise Unmögliches möglich machen. Feuerrote Haare und grellgrüne Augen (denn in Büchern, vor allem Fantasy-Jugendromanen haben wir keine stinknormalen Augen, das wäre ja nicht tragbar) und ein Kapuzenjacken-Kleidungssytle. Also genau richtig, damit sich jeder identifizieren kann. Und aus dem unschuldigen Mädchen wird eine Kriegerin, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat, mit Witz und Ernst und Kampfkunst und der Fähigkeit des Entwickelns. Ein wirklich nettes Mädchen, das eigentlich jeder gern haben müsste.

»Ach, und wer streitet jetzt?«, warf Simon ein.
»Du solltest besser den Mund halten.« Alec musterte ihn mit leicht angewiderter Miene. »Jedes Mal, wenn ich dich sehe, muss ich daran denken, wie ich hier reingekommen bin und dich halb nackt auf meiner Schwester angetroffen habe.«
Ruckartig setzte Jace sich auf. »Davon weiß ich ja gar nichts.«
»Ach, komm schon…«, winkte Simon ab.
»Simon, du wirst ja rot«, beobachtete Jace. »Dabei bist du ein Vampir und die werden fast nie rot. Also sollte diese Geschichte jetzt besser echt anrüchig sein. Und bizarr. Haben Fahrräder dabei auf irgendeine perverse Weise eine Rolle gespielt? Oder Staubsauger? Schirme vielleicht?«
»Richtige Regenschirme oder diese kleinen Cocktailschirmchen?«, fragte Alec.

Und ihr Seelenverwandter ist Jace Wayland/ Morgenstern/Lightwood/Herondale oder so ähnlich. Ja das Problem mit dem Namen ist ein bisschen komplizierter. Jace weiß eben mit seinen 16 Jahren noch nicht wirklich wer er ist und wo er hingehört, bis er Clary trifft, die ihm ein Zuhause gibt und die ihn bedingungslos liebt, auch nach 6 Monaten schon…

»Ich hab doch gesagt, ihr sollt warten«, fauchte er Alec an. »Tust du eigentlich nie, was ich dir sage?«
»Genau genommen, hast du überhaupt nichts gesagt«, wandte Clary ein. »Du hast nur gestikuliert.«
»Gestikulieren zählt auch«, entgegnete Jace. »Ich gestikuliere sehr vielsagend.«

Er hat immer die nette Beschreibung stur, selbstsicher, enorm lebensmüde, frei und eigenwillig. Und das alles macht er extrem. Aber gleichzeitig liebt er auch extrem. Zum Beispiel seine Geschwister und eben auch Clary und das ist schön, denn er ist manchmal vielleicht ein arroganter Arsch mit naturblonden Locken, aber trotzdem ein toller Typ. Er ist übrigens Linkshänder und isst am liebsten Mangos und Tomatensuppe.

»Alec«, sagt er, »entspann dich. Ich glaube nicht, dass du in mich verknallt bist. Genau genommen habe ich eher das Gefühl, dass du mich hasst.«
Alec hielt einen Augenblick inne und sagte dann: »Ich hasse dich nicht. Warum sollte ich dich hassen?«
»Vielleicht weil ich ein Schattenwelter bin? Weil ich ein Vampir bin, der deine Schwester liebt, und weil du glaubst, sie sei zu gut für mich?«
»Denkst du das denn nicht?«, sagte Alec ganz ohne Groll. Und nach einem Moment schenkte er Simon sogar ein kleines Lächeln – jenes Lightwood-Lächeln, das sein Gesicht zum Leuchten brachte und Simon an Izzy erinnerte. »Sie ist meine kleine Schwester. Ich denke, sie ist für jeden zu gut Aber du… du bist ein guter Kerl, Simon – egal ob du ein Vampir bist oder nicht. Du bist loyal und clever und… du machst Isabelle glücklich. Keine Ahnung, wieso, aber so ist es nun mal. Ich weiß, dass ich dich nicht mochte, als wir uns kennengelernt haben. Aber das hat sich geändert. Und ich kann meiner Schwester ja wohl kaum Vorwürfe machen, weil sie mit einem Schattenwelter zusammen ist.«

Und ein toller Typ ist Simon Lewis auch, unser jüdischer Teilzeit-Vampir, der von den Toten wieder auferstanden ist. Im Grunde ein Nerd, mit einer mehr schlecht als rechten Band. Clarys bester Freund seit Ewigkeiten. Sein liebstes Computerspiel ist Dungeons&Dragons und er ist ein schlechter Tänzer. Ein bisschen unsicher, aber ein toller Freund und ich mag ihn sehr gerne, weil er, was auch kommt Clary immer vor seine eigenen Bedürfnisse stellt, denn sie ist wie eine Schwester für ihn.

»Clary«, sagte er. »Du bist Clary. Meine beste Freundin.«

Und als er dann zu einem Vampir wird und damit so zu kämpfen hat, obwohl er ein Tageslichtler ist (also er kann auch ins Sonnenlicht gehen), da tut er uns so Leid wie nie, denn wer möchte das schon.

»Ich kann dich nicht wärmen. Mir fehlt die nötige Körperwärme.« Seine Stimme klang ein wenig gepresst.
Isabelle schob ihre Nase in die Vertiefung zwischen Simons Schlüsselbein und Schulter. »Hatten wir nicht schon hinreichend klargestellt, dass ich für uns beide heiß genug bin?«

Und obwohl Isabelle mehr auf die starken und selbstsicheren Badboys steht, hat sie sich so in Simon verknallt, dass man sie einfach mal ganz gerne fest drücken möchte. Alec, ihr großer Bruder, findet das immer nicht so lustig, wenn er sie erst in seinem Zimmer knutschend findet und dann auch noch in Edom, denn »Heteros können sich auch nicht beherrschen«, was Alec?

»Es ist besser, zu lieben und sich zu sorgen, als gar nichts zu empfinden. Denn dann erstarren wir innerlich«

Aber Isabelle, die starke und unerschrockene Schattenjägerin, die fast immer ein langes Kleid trägt und mit ihrer Elektrumpeitsche schon zig Dämonen in ihre Dimension zurückbefördert hat. Sie bricht Jungen das Herz und trampelt mit ihren hohen Schuhen darauf herum, bevor sie auch nur irgendjemanden näher an sich heran lässt und deswegen ist es noch schöner, dass sie Simon gefunden hat.

»Mein kleiner Bogenschütze«, höhnte sie, »ich habe dich unterschätzt. Spitz sind die Pfeile eines gebrochenen Herzen.«

Und Ihr Bruder Alec, das älteste Kind der Lightwoods, mit seinen etwas längeren schwarzen Haare und strahlend blauen Augen und einem Beschützerinstinkt, der sich sehen lassen kann.

»Ich habe keine Pastete keinen Kuchen gemacht«, wiederholte Alec und gestikulierte mit einer Hand. »Und zwar aus drei Gründen: Erstens, weil ich keine Zutaten für eine Pastete einen Kuchen hatte. Zweitens, weil ich gar nicht weiß, wie man eine Pastete einen Kuchen macht.« Er hielt inne und wartet eindeutig auf eine Reaktion der beiden.
Bedächtig legte Jace sein Schwert ab, lehnte es gegen die Höhlenwand und fragte: »Und drittens?«
»Weil ich nicht eurer Sklave bin Because I’m not your bitch!«, erwiderte Alec, offensichtlich sehr zufrieden mit sich.
(Weil mir einfach die Übersetzung nicht so taugt.)

Eher schweigsam und ruhig. Nicht der Wortakrobat, wie Jace, aber und vielleicht deswegen von allen so geliebt, denn während Jace das Gold ist, ist Alec Silber und er ist unser kleiner Hund, den wir beschützen müssen und das hat nicht nur der Fandom entdeckt, sondern auch Magnus Bane.

Magnus atmete langsam aus. Einen Augenblick lang fühlte er sich nicht länger sterbenskrank oder wütend oder bitter und jede Todesangst war verflogen. Stattdessen erfasste ihn eine Woge der Erleichterung, so allumfassend wie tiefe Trauer, und er hob eine Hand und fuhr mit seinen zerschundenen Knöcheln über die Wange des jungen Mannes, der sich über ihn beugte. Alecs Augen waren groß und blau und voller Qual
»Ach, mein Alec«, sagte Magnus schließlich. »Ich hatte keine Ahnung, dass du so traurig warst.«

Magnus Bane, der höchste Hexenmeister von Brooklyn, der schon über 400 Jahre alt ist und schon mehr als genug gesehen hat und trotzdem noch so viel sehen möchte. Er hat einen Kater, kommt ursprünglich aus Indonesien und sein Vater ist einer der 9 Dämonenfürsten, aber er ist nicht so ein Papakind…

»Dann bin ich also dein allererster Schattenjäger?«, fragte Alec, als sie sich schließlich voneinander lösten.
»Du bist in so vielen Dingen mein Allererster, Alec Lightwood«, erklärte Magnus.

Katzenartige Augen und eine enorme Vorliebe zu Glitzer und auffälligen Kleidungsstücken machen ihn äußerlich aus und das leuchtet ein, weil wer 400 Jahr alt ist, der hat sicher schon alles ausprobiert. Aber was auch kommt, wir mögen das, dass er eine ruhige Stimme hat und immer einen Witz auf den Lippen, denn das ist MAGNUS BANE. Einfach zauberhaft!
Und dann ist da noch Jonathan Christopher Morgenstern, der sich selbst Sebastian nennt. Ein bisschen, wie bei Lord Voldemort. Wenngleich dieser wenigstens einen neuen Namen herausgesucht hat und nicht einfach den Namen einer seiner Leichen genommen hat. Aber jeder muss eben etwas finden, womit er sich identifizieren kann…

»[…] Nie zuvor habe ich mich so… leicht gefühlt«, sagte er leise.

Clarys Bruder ist ein wunderbarer Charakter. Schön, wie die Nacht und die Hölle. Groß, knochig und muskulös und 56-sebastian-verlacmit grellweisem Haar, dass ihn so blass erscheinen lässt. Er will die Welt ins Unglück stürzen und das mit Clary an seiner Seite und das ist abartig, aber wohl zu verzeihen, denn in seinen Adern fließt Dämonenblut und das macht ihn böse oder zumindest nimmt es ihm die Fähigkeit zu lieben und das ist grausam. Und für uns alle war es grausam, als das himmlische Feuer seine böse Seite ausbrennt und er plötzlich grüne Augen hat und der Mann ist, der er ohne Valentins verderbende Hände hätte werden könne und genau deswegen müssen wir diesen Mann anklagen und nicht diesen von Grund auf bösen Jungen, der enorm einsam und traurig und verlassen ist.

»Ich hab ja immer gewusst, dass die meisten von euch unsäglich dumm sind. Selbst du, Jace… Na ja, du bist attraktiv, aber auch nicht gerade der Hellste, oder? Vielleicht wäre es etwas anderes gewesen, wenn Valentin dich noch ein paar Jahre bei sich behalten hätte… Nein, vermutlich auch dann nicht. Die Herondales waren schon immer eine Familie, deren Männer eher für ihr kantiges Kinn als für ihre scharfe Intelligenz gelobt wurden. Und was die Lightwoods betrifft… Je weniger Worte man darüber verliert, desto besser. Generationen von Idioten. Aber du, Clary…«
»Du hast mich vergessen«, warf Simon ein.
Gequält warf Sebastian eine Blick auf Simon, als sei dessen Anblick ihm zuwider. »Stimmt – du tauchst ja auch wie Falschgeld immer wieder auf«, erwiderte er. »Du langweiliger kleiner Vampir […]«

Wir lieben dich, aber eher in guter Erinnerung, als direkt vor uns. ♥
In diesem Teil lernen wir noch die Familie Blackthorne und Emma Casrstairs kennen, die alle ihre Eltern durch Jonathan verlieren und deswegen als Waisen noch eine Rolle im finalen Showdown spielen. Alles bezaubernde Charaktere.
Und auch der Schreibstil ist wie immer schön und verständlich und gut lesbar und zaubrig und ich bin immer noch entzückt von allem, vom Ende und vom Anfang und von dir und mir und der Geschichte.

»Frei dienen wir, weil wir freiwillig auch
Ihn lieben, weil’s in unserm Willen liegt
Zu lieben oder nicht, was unser Glück
Was unser Fall ist.«

Autorin

Schon als Kind hat Cassandra Clare viel gelesen. Bücher waren ihre treuesten Begleiter in einer Zeit, in der ihre Eltern mit ihr durch die Welt zogen. Cassandra Clare lebte, noch bevor sie zehn Jahre alt war, in vielen Ländern, darunter die Schweiz, England und Frankreich. Nach dem College ging sie nach Los Angeles und New York, um für diverse Unterhaltungsmagazine zu schreiben. Die Welt von Britney Spears und Paris Hilton war jedoch nicht wirklich die ihre. 2004 begann Cassandra Clare ihren ersten Roman zu schreiben, inspiriert vom Bezirk Manhattan in ihrer Lieblingsstadt New York. Mit ihren „Chroniken der Unterwelt“ war sie schnell so erfolgreich, dass sie 2006 den Job als Societyreporterin an den Nagel hängen konnte. Heute lebt sie mit ihrem Freund und zwei Katzen in Brooklyn, New York.

Fazit: Jeder, wirklich jeder, der angefangen hat, muss es auch beenden, denn erst dann ist es auch schön und vollständig und das Gute hat das Böse besiegt. (Nebenbei bemerkt ist das Schwarz-Weiß-Denken in diesem letzten Teil verschwunden und wir haben auch böse Schatten im Guten). LESEN! LESEN! LESEN!

»Atque in perpetuum, frater, ave atque vale. Und in Ewigkeit sei gegrüßt und leb wohl, mein Bruder.«