Fleetwood Mac – I will go my own way!

Es ist einer dieser Momente, wenn ich den alten Plattenspieler meiner Mama wieder einmal vom Deckel befreie und dann einmal kurz versuche nur mit der Kraft meines Lungenvolumens den einen Staubflusen von der Nadel zu bekommen; dann genau dann nehme ich die Platte aus der Hülle, entferne noch den Papiereinschlag und treffe natürlich erst nach einigem Suchen den genauen Platz der Platte.

Dann putze ich mit dieser fancy Bürste nocheinmal „Rumors“ ab und platziere die Nadel kurz vor Beginn des ersten Songs.

Und los geht’s! Musik ab! Oder wie Aligatoah sagen würde: Melodie~~~

Fleetwood Mac ist mir das erste Mal begegnet, da war ich 13 Jahre alt und hab die gute Musik meines Papis noch mehr für mich entdeckt. Besonders beeindruckt hat mich »Go Your Own Way«, praktisch die Titelmelodie für mich, den rebellischen Teenager, der zur der Zeit absolut stolz darauf war, immer genau das Gegenteil zu machen, was sonst alle taten (in deinen Träumen Baby!).

Nach und nach hab ich mich in »Tusk« und »Dreams« verliebt und irgendwie auch in Stevie Nicks und den Rest der Band, die zusammen so wunderbar verschlagen und wild aussahen.

Doch ganz gleich wie lange ich diese Lieder schon rauf und runter höre, noch nie habe ich mir Gedanken zu der Entstehung, der Probleme, der Geschichte dieser Band gemacht.

Aber jetzt können wir hier gemeinsam etwas lernen, hört gut zu!

Fleetwood Mac hat seinen Namen ganz uneinfallsreich von zwei der Gründungsmitglieder bekommen. Ursprünglich war der Name noch »Peter Green’s Fleetwood Mac«, aber nachdem das dritte Gründungsmitglied Peter Green (neben Mick Fleetwood und John McVie) die Band verlässt, bleibt »Fleetwood Mac« über.

Wir haben das Jahr 1967 und die drei oben genannten Herren lernen sich durch die Bluesband »The Bluesbreakers« kennen und gründen »Peter Green’s Fleetwood Mac«, die Bluesband, die bis Ende der 60er Jahre besteht – die Mitgliederbesetzung wechselt ständig, nur Fleetwood und McVie bleiben bestehen.

Christine Perfect (Sängerin und Keyboardspielerin und spätere Frau McVies) kommt zur Band, doch die Band hat bereits eine Krise, da der Drogenkonsum bei den Mitgliedern immer mehr zunimmt und Peter Green die Gruppe deswegen verlässt. Das erste Rockalbum der Band »Kilin House« zeigt nicht die erwünschten Ergebnisse und das Verschwinden des Gitarristen Jeremy Spencer hilft da auch nicht (dass er bei der Sekte »Children of God« auftaucht macht es nicht besser – warum nur Jeremy?)

101 Fleetwood Mac

Aber vielleicht ist das mit den Schwierigkeiten auch etwas, das einen stur macht und genau deswegen bringen sie »Future Games«, eine Pop-Platte raus. Der neue Gitarist ist Bob Welch. Zwei Alben und zig Umbesetzungen später, steigert sich die Bekanntheit der Band trotzdem irgendwie.

Typisch Rockstarleben streitet die Band bei fast allen Auftritten und der Manager fasst aus Angst vor Minusgeschäften einen Plan: er stellt ein paar Musiker zusammen und verkauft diese Komposition als »Fleetwood Mac« an die  Zuschauer. Der gewonnene Gerichtsstreit gegen den Manager inspiriert zu »Heroes Are Hard To Find« und sorgt für einen neuen Aufschwung.

BÄM und plötzlich ist er da, der Erfolg, ebenso Stevie Nicks und Lindsey Buckingham und sie können sich auch Chartstürmer nennen. »Rumours« startet durch wie nochmal was, denn es sind so viele Gefühle und Tränen und Schmerz darin verarbeitet. Nach»Tusk« und ein paar Platin-Auszeichnungen trennt sich die Band vorrübergehend.

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1982 gibt es eine Wiedervereinigung und 1993 verlässt nach Lindsey Buckingham auch Stevie Nicks die Band. »Behind the mask« ist das letzte Album in der erfolgreichen Combo.

Vorerst, denn April 2003 sind sie dann plötzlich wieder gemeinsam unterwegs und kündigen nicht nur eine Tour an, sondern auch ein neues Album – wow!

Was für ein Auf und Ab, das klingt nicht so romantisch wie die eine Garagenband, die sich nach Jahrelanger Freundschaft und unzähligen Jamsessions endlich in die Öffentlichkeit traut. Eher nach Geschäft und kalkulierter Liebe zur Musik. Für das Romantiker-Rockstarherz tut das weh, aber was soll man machen?

(By the way: geniales Video!)

Kennt ihr Fleetwood Mac? Was ist euer liebstes Lied? Wie empfindet ihr die Geschichte der Band? Spielt das eine Rolle für euch, ob die Band hinter der Musik eine leidenschaftliche Beziehung zur Musik und dem Bandgefüge hat oder reicht es euch, wenn die Musik gut ist? Welche Band hört ihr schon lange und wisst aber kaum etwas über deren Geschichte? – Lasst es mich wissen!

Immer der Nase nach, Itchy

Nothing But Thieves: Itch

Das ist wirklich punkig! Das ist wirklich etwas EMO! Das ist wirklich gewöhnungsbedürftig! Das ist Alternativ!

There’s a rumbling in my head
It’s getting louder and louder
There’s a shaking in my bones
It’s getting stronger and stronger

Britisch sind die Mitglieder der Band mit dem sehr, sehr verruchten Namen »Nothing But Thieves« und sie machen Musik, die einen schüttelt. Die Musik, die in einer Tonlage gesungen wird, dass sie einen direkt unter die Haut kriecht.

By the way finde ich den Bandnamen wirklich sehr, sehr cool, das hat etwas das mich an eine Steampunk-Diebesbande-Nebel-und-Schatten-Geschichte erinnert.

Die waren im letzten Jahr in der Szene richtig schön angesagt und auf der anderen Seite dann wieder so artsy, dass sie ihr nächstes Album »Broken Machine« nicht nur als Schallplatte, sondern auch noch als Kasette rausbringen. Oh – das ist ziemlich Hipster boys!

Mit Leadsänger Conor Mason, seiner sanften aber auch gleichzeitig dezent kratzenden Stimme, die mich sehr an die Grungeszene erinnert und einer unglaublichen Mischung aus Indie, Pop, Folk und Rock stehen die fünf Jungs aus Essex auf der Bühne und bringen den Saal zum Kochen.

Inspiriert von Muse und Placebo wurden sie erst jetzt, schon eine Weile nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums, auch inernational bemerkt und zeigen mit ihrer bunten Mischung an Musikgenres in nur einem Album gekonnt, dass nicht jeder Song gleich klingen muss.

Sänger Conor Mason,  Gittarist Joe Langridge-Brown ,Bassist Philip Blake, Drummer James Price und Gitarrist und Keyboarder Dom Craik kommen aus Essex, genauer noch aus Southend-on-Sea und haben sich da 2012 zu einer Band zusammengefunden, die ihre ganze eigene Stimmung verbreitet. Irgendwie scheinen sie genau zu wissen, was sie machen, auf der anderen Seite aber sind sie auch nur ein paar kleine Jungs mit unsicherem Lächeln auf den Lippen. Das ist eine unglaublich menschliche Mischung. – I like!

So ganz durchblicken kann man die Gruppe aber dennoch noch nicht, dafür geben sie einfach so faktisch nicht genug preis. Sind ein bisschen geheimnisvoll und sexy.
Am meisten erzählen da wohl wirklich die Lieder!

‚Cause I, I just wanna feel something real
‚Cause I, I just wanna feel something

»Itch« ist ein Lied, in dem Conor von Sehnsucht singt, von der Sehnsucht etwas zu erleben, etwas zu leben, etwas zu fühlen, zu sein, vielleicht auch mehr zu sein.

Das Lied erschien 2015 auf ihrem Debütalbum »Nothing But Thieves« und wird von Kritikern in das Alternative-Rock Genre eingeordnet. Meinem Gefühl nach klingt das aber sehr viel grungiger.

Im Musikvideo sehen wir ein schönes Mädchen, das allerlei wundersame Dinge, Menschen, Kunst, Bewegung und das Leben sieht, dabei aber keine Miene verzieht. Aus ihren Augen spricht die Lustlosigkeit, das innere Sterben und eine milde Sehnsucht. Das Video ist komplett in Schwarz-Weiß, es wird ganz viel mit Schatten und Licht gearbeitet und es sind tolle Bilder dabei, allerdings ist es an einigen Stellen schon sehr, sehr skuril und so künstlerisch-anspruchsvoll – Platz für Interpretation und so. Ja.

»Nothing But Thieves« erzählt mit ihrem Song »Itch« eine Verzweiflung, einen Juckreiz, ein Verlangen danach, etwas zu fühlen, in einer sonst sehr belanglosen, reizlosen Welt.

In einem Interview meint Conor:

»I wanted to do something rocky and upbeat. That is what we grew up listening to and Joe wanted to put in more of a (Jeff) Buckley vibe.«

Die Band erzählt in anderen Interviews, dass das Album aus vollkommen unterschiedlichen Songs zusammengesetzt ist, was schon beim Schaffensprozess beginnt. Für manche Lieder brauchst du eine halbe Stunde, für andere vier Wochen.
»Itch« ist ein schnelles Lied, dessen Riff und Bridge beim jammen entstanden sind und im allgemeinen unglaublich schnell und einfach zusammengebaut wurde.

There’s a blood red on my shirt
And it’s shining, shining
There’s a sharp pain from my face
I kinda like it, I like it

Wie findet ihr die Musik? Kennt ihr Nothing But Thieves? In welches Genre würdet ihr Itch einfügen? Wie interpretiert ihr die Lyrics und das Musikvideo? – Lasst es mich wissen!

Keep on Burning!
Itchy

Tokio Hotel – you’ve changed a lot guys!

Das sind die richtig harten Erinnerungen aus der Kindheit, die mit Vollgas auf deinen Körper treffen und du wirst ersteinmal, mit einer dramatischen Schusswundenbewegung auf den Boden geschleudert.

2005 – Massen an Teenager kleiden sich, ganz gegen die Vorstellungen ihrer Eltern plötzlich schwarz und jeder einen dicken, fetten Lidstrich unter dem Auge. Reihenweise fallen junge Menschen in Ohnmacht, sobald die ersten Gitarrenriffe von »Durch den Monsun« erklingen. Auf der anderen Seite schimpfen böse Zungen anonym in Internetforen und Radiosender weigern sich diese vier Jungs aus Magdeburg auf ihrem Sender zu spielen.

89 Tokio Hotel 2

Bill, Tom, Georg und Gustav sind 15 Jahre alt, als sie die Schule nicht mehr besuchen können, weil sie von heute auf morgen plötzlich unmöglich berühmt sind.

Die Kaulitz – Zwillinge Bill und Tom haben schon früh Unterstützung im musikalischen Bereich durch ihren Stiefvater erfahren und sind erst noch unter dem Duettnamen »Black Questionmark« aufgetreten. Nachdem sie Gustav und Georg kennengelernt haben und Toms Gitarrenspiel in einer Tageszeitung als »teuflisch« beschrieben wurden, wurde der Bandname in »Devlish« gewechselt. Die Exzentrik der Zwillinge hat schon im frühen Alter in der Schule (mit Lehrer und Klassenkamerade) Probleme bedeutet. Das ging sogar so weit, dass manche Lehrer sie nicht unterrichten wollten.
Mit 15 dann der Durchbruch und plötzlich konnten sie nicht mehr in die Schule gehen, sondern waren Superstars, ja eigentlich sogar Weltstars.

87 Tom KaulitzTokio Hotel war kurzzeitig die weltweit komerziell-erfolgreichste Band aus Deutschland. Die meisten Fans der vier Jungs sind in Frankreich und in den USA zu finden.

Eine unmögliche Popularisierung hat ihnen die absolut krasseste Publicity beschert und wenn du mit 15 Jahren berühmt wirst und dann Jahre lang nichts anderes machst, als immer auf Tour durch die Welt und immer auf Achse sein und ein Preis nach dem anderen, ein Interview dazwischen und immer und überall unter Beobachtung, immer belagert von Fans, teilweise sogar verfolgt von Neidern, dann wirst du doch irgendwie blöd oder?

ODER? – Wer würde das nicht werden?

Immer wieder ein Album, immer wieder der eine oder andere Skandal. Wir waren in der Grundschule, als der größte Erfolg der Band war, nur noch die »Bravo Hits 2005« mit »Durch den Monsun« erinnern noch daran, dass da ja was war, aber sonst, sind die ja irgendwie verschwunden.88 Tokio Hotel

Korrekt nicht nur irgendwie verschwunden, sondern ganz klar und deutlich geflohen. Nach Jahrelanger Fanverfolgung (die haben Tagein-Tagaus vor deren Haus gecampt!?!) sind die Zwillinge dann nach Los Angeles geflohen, denn unter Stars fallen Stars nicht so leicht auf.

Meine Person ist durch ein empfohlenes Video auf YouTube wieder einmal darauf aufmerksam geworden und nachdem ich mir das angesehen hatte, war ich irgendwie positiv überrascht, dass aus Kinderstars (und irgendwie waren sie ja nichts anderes) so reife, nachdenkliche und auch sehr eloquente Menschen werden können, die aber trotzdem noch auf dem Bode geblieben sind. Dieses Video ist zum Totlachen:

Zahlreiche Interviews aus den ersten Jahren, aber vor allem die Interviews auf ihrer letzten Tour zu »Kings of Suburbia« finde ich irgendwie sehr interessant.
Wie sie sich entwickelt haben und ganz gegen ihre ersten Jahre, als sie einfach das Rockstarklischee gelebt haben, sind die vier jungen Männer jetzt erwachsen.

90 Bill KaulitzBill Kaulitz ist immer noch sehr extravagant, tritt modisch sehr auffällig auf und hat auch nach wie vor eine sehr feminine Seite an sich. Aber auf der anderen Seite hat er jetzt irgendwie auch ein anderes Styling, ist sehr ruhig, ziemlich entspannt und reif.
Bill kann auch heute noch kein Instrument spielen, sondern »nur« singen, liebt seinen Hund Pumba über alles und ist auch immer noch der, der die Antworten in Interviews gibt.

Tom Kaulitz macht immer noch blöde, perverse Witze, trägt jetzt aber weder Dradlocks, 91 Tom Kaulitznoch Rastas, noch sehr weite Hosen oder Pullis. Stattdessen hat er jetzt wirklich wunderschönes langes Haar, meist zu einem Zopf zusammengebunden, ist immer noch eher im HipHop-Bereich zu finden, aber trotzdem wirkt er sehr viel erwachsener.
Ich bin wirklich beeindruckt, was er so an Musikinstrumenten spielt. Schließlich ist er nicht nur ein sehr talentierter Gitarrist, nein er spielt auch Schlagzeug und hat für das neue Album »Dream Machine« fast alles selbst produziert.

Gustav ist mittlerweile schon verheiratet, hat eine Tochter und liebt das absolut, er hört immer noch gerne Metalbands und ist im Gegensatz zu dem Rest der Band auch nicht vegetarisch. Interviews findet er immer noch grausam und deswegen ist er nunmal ein echtes Drummerklischee: ruhig und etwas murrig.

92 Georg ListingMit Georg ist die Dynamik der Band perfekt ergänzt, denn wenn Bill und Tom dann mal in den Interviews schweigen, wirft der einen sarkastischen Satz ein und schweigt dann wieder ganz cool. Seine langen, glänzenden Haare hat er aber leider gegen einen flotten Kurzhaarschnitt getauscht.

Zusammen sind die vier eine Band, ja wie sie selbst sagen eigentlich schon fast eine kleine Familie. Kein Wunder, die kennen sich immerhin schon 12 Jahre und haben da bisweilen auf engsten Raum miteinander gelebt. Die Dynamik zwischen den vier ist genau passend, super harmonisch, bis kindlich und irgendwie auch Geschwister-ähnlich.

Bis letzte Woche waren sie jetzt auf der Tour für ihr neues Album »Dream Machine«, das gefühlt nochmal so viel anders, als ihre anderen Alben ist. So wird es auch beworben, denn »Dream Machine« ist retro, das zeigt uns das Albumcover (erinnert an Stranger Things, wovon Bill auch großer Fan ist by the way) und auch der Look für die Pressefotos ist eher auf 70er Jahre getunt. Mit der Platte wollten sie wieder Musik machen, wie am Anfang: ohne Druck, ohne Vergleiche mit den anderen Platten, ohne Aussicht auf Erfolg, fast schon jungfräulich. Die Musik hingegen ist nicht wirklich Tokio Hotel, sondern sehr, sehr modern und als Kontrast zum Look eher technisch-popig-modern. Obwohl meine Wenigkeit davon nicht wirklich der größte Fan ist, muss ich sagen, dass genau dieses Lieder den Magdeburgern gar nicht so schlecht stehen und sie klingen auch gut.
Vor allem »What If« hat mir einen unglaublichen Ohrwurm verpasst und peppt auch irgendwie wieder auf. Das ist richtig energetisch.

Der Hype um Tokio Hotel ist abgeflaut, alle sind älter und reifer geworden, die Musik hat sich gewandelt, sie müssen nicht mehr nur in den großen Hallen spielen, sondern haben für die neue Tour auch einmal kleine Locations ausgesucht.
Sie sind immer noch unglaublich selbstbewusst, immer noch exzentrisch und haben auch weltweit immer noch unglaublich viele Fans, aber jetzt sind sie immerhin schon fast 12 Jahre dabei und das macht sie schon zu alten Hasen im Showgeschäft.

Tokio Hotel – ein Phänomen für sich und irgendwie (und ich kann es auch nicht wirklich erklären) finde ich diese Band nicht unsympathisch. Sie sind ja immerhin auch ein Stück Kindheit für mich und deswegen beobachte ich gerne und höchst fasziniert, wie die Menschen hinter den Rollen immer mehr durchblitzen und wie die vier Jungs aus Deutschland mit dem Welterfolg heute umgehen.

Kennt ihr Tokio Hotel? Fan, Feind oder mittendrin? An die Jüngeren: habt ihr überhaupt schon von denen gehört? Wie findet ihr das neue Album, wie den neuen Look? Wie empfindet ihr die vier jungen Männer? – Lasst es mich wissen!

Fiddler’s Green -Blarney Roses, Bitches!

Can anybody tell me where the Blarney Roses grow
It might be down in Limerick town, it might be in Mayo
It’s somewhere in the Emerald Isle and this I want to know
Can anybody tell me where the Blarney Roses grow

Genau dann steigen wir ein, wir schwingen die Beine und heben die schottigen Röckchen, denn wen bewegt Fiddler’s Green mit den berauschenden irischen Klängen nicht?

Aus den sechs Musikern Ralf »Albi« Albers, Pat Prziwara, Tobias Heindl, Stefan Klug, Rainer Schulz und Frank Jooss besteht die Band, die sich 1990 in Erlangen gegründet hat und mittlerweile nicht nur in Deutschland bekannt ist.

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Ja und was genau spielen die jetzt? Irische Nationallieder?
Weit gefehlt, mein lieber Leser!
– Irish Speedfolk ist eine wunderebare Neuschöpfung der Musikgenre; eine Mischung aus Folk, Ska, Punk, Reggae und Einflüsse des Rock – nicht schlecht, nicht schlecht!

Ihre erste Platte mit dem wirklich einprägsamen Namen »Fiddler’s Green« wurde bereits im August 1990 fertig und einige Monate später erschien bereits das zweite Album »Black Sheep«, gefolgt wird das in den Jahren danach durch 12 weitere Alben, die die Fangemeinde stetig wachsen lassen.

Aber was genau macht diese Band nun so besonders, abgesehen von ihrer nicht endend wollenden Leidenschaft Musik produzieren zu wollen?
Das ist ganz klar die stimmungsvolle Musik, die so viele verschiedene Elemente vereint, dass es nicht nur eine kleine Randgruppe anspricht und das ist die Kreativität der Musiker, die sich immer wieder gerne neu erfinden und nicht in jedem Lied gleich klingen.

Konzerte sind nicht nur eine Abfolge der Lieder, nein das ist eine Gruppe von Musikern, die auf der Bühne stehen und gerne blöde Witze bringen, die wissen, wie sie das Publikum begeistern und das tollste ist, es ist für alle Altersgruppen; das sind die Fans der ersten Stunde, die mit ihren grau melierten Haaren begeistert mitsingen und das sind junge, verrückte Menschen, die diese Musik immer noch genauso feiern, wie die älteren Semester und dabei ihr Beine nicht aufhalten können, mitzuhüpfen.

Ja und das glaub ihr mir nicht? Na dann hört mal rein und lasst euch vom Gegenteil überzeugen. Schwingt eure Hüfte zu Fiddler’s Green und erweckt eure Lebensgeister!

Kennt ihr Fiddler‘ Green? Wie findet ihr die Musik? Welches Lied mögt ihr denn am liebsten? Wie findet ihr im allgemeinen Irish-Folk? – Lasst es mich wissen!

Bis die Tage meine Irren!
Itchy

Pixies – eine Rebellion gegen die langhaarigen Klischee-Rocker!

Musik in meinen Ohren: Kennt ihr etwa einen besseren Namen für eine Band?
Und dann der Sound! Das ist pure Nostalgie und im Gegensatz zu Nirvana kann man von ihnen wirklich jeden Song hören, ohne an der Qualität zweifeln zu müssen (versteht mich nicht falsch, ich mag Nirvana sehr gerne, aber mehr als 3 Akkorde sind trotzdem in keinem Lied enthalten!)

When I heard the Pixies for the first time, I connected with that band so heavily I should have been in that band – or at least in a Pixies cover band.
– Kurt Cobain

Eine Indie/Folk/Grunge/Whatever-Band aus Boston, die nicht nur als Idol für so viele Weltstars galten, sondern auch DIE Indieband aus den USA sind.
1986 gegründet von Black Francis und Joey Santiago in Bosten an der University of Massachusetts. Die Suche nach weiteren Mitgliedern ging ganz einfach über eine Suchanzeige nach Musikern mit ähnlichem Musikgeschmack: die Auserwählten sollten »Hüsker Dü« und »Peter, Paul und Mary« cool finden und natürlich auch irgendwie Bass bzw. Schlagzeug spielen können 🙂 Der Witz dabei ist, dass sich auf die Anzeige nur Kim Deal meldete, obwohl sie weder einen Bass, noch die Fähigkeit diesen zu spielen besaß.

Entschieden wurde sich endgültig trotzdem und aus der Mangelan Ersatz für Kim Deal als Bassistin und einem Kumpel von ihr, Dave Lovering als Drummer. Entdeckt hat sie Gary Smith und nach der Aufnahme des Demoalbums wurden sie von 4AD unter Vertag genommen.

Einer ihrer größten Hits und mein absoluter Favorit von ihnen wurde bereits nach einem Monat Probe in einer Garage und bei ihrem ersten Gig gespielt: »Here comes your man«.

Zwischenzeitlich gab es eine Trennung, wegen Spannungen in der Gruppe, Black Francis, der den absoluten Boss in der Band raushängen lassen wollte und anderen unüberbrückbaren Differenzen und zahlreiche Solotouren, aber 2003 (!) kam es zur Wiedervereinigung und einem Bassistenwechsel. Die USA-Comeback-Tour war ausverkauft, 12 Jahre nach der Veröffentlichung des letzten Albums. Einfach genial!

Oh – stop

With your feet on the air and your head on the ground
Try this trick and spin it, yeah
Your head will collapse
But there’s nothing in it
And you’ll ask yourself

Where is my mind?
Where is my mind?
Where is my mind?

10 Alben sind es heute, die aufgenommen wurden, »Where is my mind?« ist ihre bekannteste Single (enthalten in zahlreichen Film-Soundtracks) und die Inspiration für unzählige Musiker sind sie seit Jahren!

Wer kennt und liebt die Pixies noch? Was ist euer liebster Song von den Rockopis? Und was haltet ihr im Allgemeinen von Indie? – Lasst es mich wissen!

Wir hören wieder von der Welt und den Gedanken der Menschheit!
Itchy