Wir schreiben #7: Zusammenfassung

Nachdem ich diese ach so spektakuläre Reihe jetzt offiziell beendet habe, wollte ich einfach nocheinmal eine kleine Zusammenfassung des GANZEN schreiben. Mit dem Abstand von mehreren Wochen, kann ich jetzt auch entspannt sagen, dass ich damit zufrieden bin.

SCHREIBEN ist für mich wichtig, ganz gleich ob es jetzt eine fiktive Geschichte, ein Deutschaufsatz oder ein Blogeintrag ist.
Ich werde dem Beruf eines Videobloggers niemals so viel abgewinnen können, wie so viele junge Menschen. Naürlich sind Medien gleich Medien, aber das geschrieben Wort ist doch nunmal so viel aussagekräftiger, als das Gerede mit einer Videokamera und sich selbst.
In der heutigen Welt werden so oder so viel zu wenige Texte mit wirklicher Bedeutung geschrieben und genau deswegen ist das hier nicht nur eine Zusammenfassung, sondern ein Appell:

Schreibt meine Freunde unter der Sonne! Schreibt bis euch die Finger bluten und der Kopf fast platzen möchte, vor Bedeutung! Denn irgendwie müssen wir das ewige Speichern des Internets ja nutzen: indem es bedeutend schwere Texte und Geschichten speichert, die wir schreiben und demnach für die Nachwelt aufheben lassen!

Die Reihe in einer echen Liste:
#1: eigene Songs
#2: Kurzgeschichten#3: Romane
#4: Deutschaufsätze
#5: Blogeinträge
#6: Gedichte

Vielleicht interessiert euch einer der Beiträge ja noch! Viel Spaß beim Stöbern.

Liebe Grüße, Itchy

 

Wir schreiben #6: Gedichte

»Schreibst du auch Gedichte?
»Nein. Ich schreibe nicht.«
»Siehst du!« Augustus Waters schrie beinahe. »Hazel Grace, du bist der einzige Mensch in Amerika, der lieber Gedichte liest, als welche zu schreiben. Das sagt so viel über dich aus.«

-»Das Schicksal ist ein mieser Verräter« vn John Green

Gedichte zu lesen ist wunderbar, die kurzen poetischen Wunder aus der Feder von Künstler, die entweder nicht so wirklich etwas aussagen und einfach nur gut klingen oder die eben eine so tiefe Bedeutung haben, dass ich mich ganz schwindelig fühle, wenn ich es ganz erfasst habe. Ich mag gerne Gedichte von Rilke, aber auch den einzig waren Meister Goethe würde ich zu einem Poeten zählen, den ich mir immer wieder gerne durchlese. Ich schätze Bücher sehr, Romane in denen die Gedichte eine zentrale Bedeutung bekommen haben. Ich liebe den Film »Der Club der toten Dichter«, weil Gedichte so magisch sind.

Im Gegensatz zu Hazel Grace jedoch schreibe ich gerne ab und an ein Gedicht aus üblen Schüttelreimen oder aber eben auch – in meinen so berauschten Stunden – etwas mit mehr »Anspruch«. Wenn ich also dann da sitze und nach den richtigen Worten in meinem Kopf suche, fühle ich mich so »poetisch« und das ist schön. Freunden und Familienmitgliedern schreibe ich manchmal gerne zum Geburtstag einfache, aber sehr persönliche gereimte Zeilen. Für mich schreibe ich meine Gedanken in Gedichte um. Im Grunde ist es nicht anders, als Musiktexte zu schreiben, nur dass du nicht darauf achten musst, dass man es gut zusammen singen kann.

Aber im Gegensatz zu Geschichten und Romanen, für die du ein Konzept und Durchhaltevermögen benötigst, ist für Gedichte eine Sache unumgänglich: die Muse. Wenn diese nicht da ist, klingt jedes Gedicht nach nichts und da kann mir niemand etwas vormachen. Gedichte sind oftmals so kurz, dass du deine gesamte Leidenschaft in hoher Dosis miteinbringe musst, damit man etwsa beim Lesen fühlt.

Nicht immer aber manchmal schreibe ich gerne Gedichte, niemals die besten, aber das ist relativ, denn Schreiben tun wir schließlich hauptsächlich für den Moment und das Schreiben an sich

Mögt ihr Gedichte? Lest ihr Gedichte ? Schreibt ihr Gedichte? Oder beides? – Lasst es mich wissen!

Mit besten Grüßen an eure Katze, Itchy

 

 

Wir schreiben #5: Blogeinträge

Ein ECHTER Internetblog! Mit ECHTEN Einträgen! Und ECHTEN Followern! Unglaublich! Und soooo cool!

Neben Musik, Kurzgeschichten, Romanen und Klausuren schreiben wir auch hier auf unserem bevorzugten Medium der Mitteilung: unserem Internetblog! Es gibt uns Kontrolle und Verantwortung, denn hier sind wir die Chefs und die, die es gebacken kriegen müssen, dass relativ regelmäßig Einträge mit tollen Themen hochgeladen werden.

Diese Idee zu einem Blog hatte ich bereits vor mindestens 2,5 Jahren. Mit meinen süßen 15 Jahren habe ich das beobachtet und bemerkt, dass nicht alles so einfach ist, wie es erscheint. Ich hab – unwissend wie ich bin – mit tumblr begonnen und auch ziemlich schnell bemerkt, dass das nicht so die optimale Plattform für deinen Textblog ist. tumblr ist ja doch eher Bildlastig oder zumindest Englisch. Also habe ich mir einfach mal Blogger nächer angeguckt: es sah nicht so kompliziert aus, war kostenlos erhältlich und wurde von sämtlichen Ratgebern auch als optimales Starterpaket empfohlen. Und genau dort habe ich dann auch meinen Auslandsblog angefangen. Lief nicht so übel, die Designs waren alle nicht so wirklich mein Fall und mr erschien es auch nicht professionell genug. Vielleicht steht orange nicht für ein sicheres Umfeld und dem freundlichen Hellblau traue ich mehr? Ich habe keine Ahnung und das ist vielleicht auch ganz gut. Kurzum war nun schlussendlich WORDPRESS diese eine Plattform für meinen Blog, mit der ich mein Design wunderbar meinen Wünschen entsprechend umformen konnte, es sah in meinen Augen so vertrauenserweckend aus, man war nicht mit seinem google-Account angemeldet und du kannst dich so viel leichter mit den anderen Menschen vernetzten. (Vielleicht war ich aber auch zu blöd und habe diese Möglichkeit bei blogger nicht gefunden). Heute bin ich hier glücklich, versuche ca. sechs Blogeinträge (mal länger, mal kürzer) die Woche zu posten, besitze ein eigenes Notizbuch, extra für freigedichtung, bin seit fast einem Jahr dabei, schreibe ungefähr seit Mai aktiv und halte meinen Plan ein. Vielleicht habt ihr es bemerkt, vielleicht auch nicht: ich habe doch tatsächlich ein System dahinter, meistens!

Und ich schreibe sie gerne, denn damit habe ich eine Möglichkeit meinen Mist im Kopf loszuwerden, neue Leute kennenzulernen und natürlich auch einfach jeden Tag zu schreiben. Einfach zu tippen und dabei den Schreibfluss freien Lauf zu lassen, das ist wirklich wunderbar.

Hier kann ich meine Notizen zur momentanen Welt machen, ich dokumentiere mein Leben und das hält mich dazu an, noch mehr nachzudenken und ihr wisst doch, das kann man nie genug.

Das Schreiben dieser Blogeinträge ist ein wenig wie meine  Erlösung, denn es ünterstützt mich auch durch kleine Egopushs von netten Kommentaren und das ist schön!

Wenn ich in meinem gewöhnlichen Alltag plötzlich eine Idee habe, wird sie sofort aufgeschrieben, du bist angehalten wirklich regelmäßig zu lesen und ich lerne, ich lerne so viel! Nicht nur über die Welt, über Kultur oder andere Menschen, nein auch über mich selbst. Das macht mich glücklich

Warum bloggt ihr? Warum schreibt ihr über das, über das ihr schreibt? Über welche Themen würdet ihr gerne einmal schreiben? Und was schäzt ihr so am Bloggerleben? Lasst es mich wissen!

Mit freundlichen Grüßen und bleib das was du gerade bist! Du bist wunderbar!

Itchy

 

Wir schreiben #3: Romane

Der Beste fängt fast immer früh an, denn Übung macht den Meister und vor allem im kreativen Bereich ist es ohne das selbstkritische Überdenken der Arbeit meist nichts.
Wenn du im zarten Alter von 9 Jahren in den alten Computer, den du dir mit deiner Schwester teilst, auf der Tastatur mit den hohen Tasten und nur mit zwei Fingern etwas tippst, das in deinen Augen das nächste große Ding werden kann, dann nennt man sich leichtfertig eine Autorin und schmückt sich auch gerne vor allen Freunden und der Familie mit diesem Titel.
Jahre später, wir sind bereits Teenager sind wir vorsichtiger und bringen nur noch mit leicht ironischen Unterton das blöde Wort »Möchtegern-Schriftstellerin« über die Lippen. Denn schließlich haben wir bereits Sachen geschrieben, die wir auch nach 15 Seiten wieder aufgegeben haben: mal ehrlich als Kind fand ich es spannend und interessant am Amazonas entlang zu wandern und mitten im Wald eine Art »Ninja-Kolonie« zu entdecken. (Wie gesagt, es waren nur 15 Seiten, aber ein ganzes Notizbüchlein voller bescheuerter Infos).
Ich finde selbstgebastelte Notizbüchlein über meinen ersten beendeten Roman, ein Fantasyroman, mit eigenen Spezies, eigener Landkarte und einem Helden der nicht nur die mögliche männliche Version meiner selbst ist, sondern auch noch dieses große Problem der Rettung seines Landes aufgedrückt bekommt. Und während ich mir mit meinen ca. 14/15 Jahren eingebildet habe, ich würde irgendwie eine ganz neue und noch nie dagewesene Auflösung dieser Problematik darbringen, habe ich ein Klischee an das andere gehängt, von den wunderschönen Menschen geredet, die sich eben in den Jugendromanen so finden und Feenähnliche Wesen erfunden, die einfach einen anderen Namen bekommen haben.
Ich hab es beendet, bis zum Epilog getippt, in der Zwischenzeit natürlich überarbeitet und dann wieder für irre bescheuert befunden und schlussendlich einfach belassen und vielleicht tatsächlich aufgegeben.
Wenngleich aufgeben sicher nicht negativ gesehen werden kann: schließlich ist es nicht einfach nur ein Text, der nie beendet wurde: es ist sicher nicht gut und es gibt Logikfehler, aber wir lernen die Personen kennen, allesamt natürlich noch sehr oberflächlich, aber ich betrachte diesen 257 DinA4-Seitigen Roman als eine Übung, als Beispiel, dass ich es eigentlich besser kann und nur einfach, in meiner Unerfahrenheit nicht lange genug vorher geplant habe. Vielleicht hat jeder Bestseller-Autor Zuhause noch diese merkwürdigen ersten Übungen und wir wissen nur nichts davon. Vielleicht nehme ich mir auch irgendwann noch einmal dieses Wunderwerk der Fantasie vor und versuche etwas Meisterhaftes daraus zu machen. In meinem »Geschichten«-Ordner trägt sie den liebevollen Namen »Eine klischeehafte Öko-Traumtyp-und-Elfengeschichte« und das trifft es vielleicht am besten.
Das Schreiben eines Romas muss gelernt sein und erfordert so viel mehr Arbeit, als man sich wirklich vorstellt. Aber in eben jener gewissen Hinsicht (die für mich wirklich zählt) bist du mit einem Buch unsterblich, denn komme was wolle, irgendwer hat, sobald es veröffentlicht ist, einen Teil deines Innersten im Regal stehen. Und so lebt ein Teil ewig und das Vergessen ist erfolgreich bekämpft.
Denn in der Hinsicht bin ich ganz und gar nicht wie Hazel Grace, sondern zu 100% Augustus Waters: Ich habe Angst vor dem Vergessen und deswegen ist einer meiner größten Träume, einen Roman zu veröffentlichen, der die Menschheit berührt und vielleicht eine Weile nicht mehr loslässt und wenn es auch nur einer wird, dann bin ich schon froh und kann unbesorgt sterben, denn wer etwas mit Herzblut Geschriebenes zurücklässt, ist niemals wirklich tot!
Es lebe das ewige Leben und das Erinnern und auch die Geschichte an sich, denn wir sind das Wort und das Wort sind wir!

Habt ihr euch auch schon einmal an einem Buch versucht? Schreibt ihr im Moment etwas? Wie kommt ihr voran? Mit Etappen oder eher kontinuierlich? Wie organisiert ihr euch? Mit Pinnwänden oder einfach das geheime Notizbuch?

Wir schreiben #2: Kurzgeschichten

Bei einer Kurzgeschichte hast du bestimmte Regeln zu befolgen: das Ende muss offen sein, niemals aus der Ich-Perspektive und Spannung soll eigentlich auch nicht aufgebaut werden, schließlich sollte es sich um eine alltägliche Situation handeln.
Das würden uns unsere Deutschlehrer erzählen und womöglich auch irgendwelche Autoren, die das ein bisschen enger sehen. Ich hab mich sowohl an der »strengen Form« versucht, als auch zahlreiche etwas freiere Texte verfasst. Ich meine, wenn ich schon wo meine eigenen Regeln festlegen kann, dann ja wohl in den von mir angefertigten Geschichten.
Ich schreibe nicht nur Songs, sondern auch Geschichten, manchmal kurze, manchmal längere. Ich hab mich auch, wie die meisten Leser, schon an einem Roman versucht, meiner selbstkritischen Seite nach, habe ich kläglich versagt und es, das Schreiben erst einmal an den Nagel gehängt. Bis ich wieder auf die Idee gekommen bin, diesen Blog ins Leben zu rufen. Demnach schreibst du fast täglich (vorausgesetzt, das klappt auch wirklich!) und das hilft, um wieder das Interesse und die Freude daran zu spüren.
Auf meinem Computer habe ich noch alte Geschichten aus meinen jungen Jahren der Schöpfung. Angefangene Geschichten über Feen und Elfen, über eine Art Engel-Teufel-Geschichte. Ich kann Unmengen an Notizbücher vorweisen mit detaillierten Beschreibungen der Hauptcharaktere und der Welt. Nur die Geschichten sind nicht ausgereift, der Plot fehlt. Mein 11 jähriges Ich hatte keine Ahnung, dass das das Wichtigste daran ist, der Plot. Aber Schreiben ist Schreiben und demnach habe ich auch immer weiter und weiter geschrieben.
Vor drei Jahren an Weihnachten habe ich mir wieder einmal aus den Fingern gesogen, welches kreative Geschenk ich meinen Waldmenschen schenken kann, hab danach gesucht, was ich beherrsche und auch anwenden kann, um ihnen ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern: mit dem Nähen und Stricken oder dem Basteln habe ich es jetzt nicht so unbedingt und außerdem hatte ich das schon das Vorjahr versucht.
Also habe ich eine kurze Geschichte für jeden verfasst. Über Leavy, den Blattcowboy, über ein Mädchen und ihre schwulen Väter, über eine Dame, die ihren ehemaligen Liebhaber umbringt und über eine stinknormale Kuh, die gegen das Böse kämpft.
Wenn ich jetzt zurückblicke sind das alles Kindergeschichten, die sich bestimmt sehen lassen können. Es sind kurze Geschichten, auf Papier gedruckt und in unprofessionelle »Papyrusrollen« gebastelt in kleine Teedosen verpackt und bereit gelesen zu werden.
Und in diesem Jahr fand bei uns im Landkreis ein Jugendliteraturpreis zum ersten Mal statt und das war alleine schon ziemlich spannend. Wir sollten Geschichten über die Jugend für die Jugend von der Jugend schreiben. Kurzgeschichten. Nachdem ich fast ein ganzes Jahr und noch ein bisschen mehr nicht mehr eine fiktive Geschichte geschrieben hatte, war das wie die Erlösung, die Wunderheilung aus der Starre: alles stand still, ich schlich nur nervös um mein Geschichtennotizbuch herum und versuchte nur ab und an daran zu denken. Ich will es nicht Schreibblockade nennen, es war mir einfach nicht danach, also ließ ich es erst einmal und fand durch ein Wunder wieder zurück. Heute sitze ich vor der Schule auf der Bank und warte, dass ich abgeholt werde, während ich die Menschen beobachte und mich selbst beobachte. Ich erwische mich dabei, wie ich die kleinen Mädchen, die lautstark »Lauda to si« singen in mein Notizbuch kritzle und mit Notizen versehe. Ich erwische mich dabei, wie ich in meinem Kopf bereits Handlungsstränge bastle und ihnen einen merkwürdigen Opa andichte, der Schleich-Tiere aus der Wild-West-Kollektion sammelt. Ich erwische mich dabei, wie ich mich freue diese Mädchen zu Geschichten werden zu lassen.

Die Textart Kurzgeschichte ist wahrlich nicht meine liebste, denn die Bindung zu den Figuren erlebst du als Leser nie so, wie im Buch. Und demnach ist es auch sehr schwer für mich diese Geschichte wirklich zu lieben. Aber jetzt mag ich diese Art der Geschichtenerzählung sehr gerne, denn ich habe ihr etwas zu verdanken und das vergesse ich ihr nicht:
Ich weile jetzt wieder unter den Schreibenden und das möchte ich auch nicht mehr missen.
Hi, ich bin Itchy, ich schreibe und ich liebe es!

Was haltet ihr von Kurzgeschichten? Habt ihr schon einmal eine geschrieben? Habt ihr eine liebste Kurzgeschichte? Oder eben eine, die euch nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist?
Was schenkt ihr euren Freunden zu Weihnachten? Lasst es mich wissen!

Wir schreiben #1: eigene Songs

Wie wahrscheinlich im Leben der meisten Blogger, spielt auch für meine Person das Schreiben eine mehr oder weniger große Rolle, denn Schreiben tun wir immer und überall und das ist auch wichtig und wunderschön, denn Schreiben kann dich fortbringen und lässt dich kommunizieren, sogar einen Therapeuten kannst du dir sparen!
Ich habe mir eine Art Reihe überlegt, bei der ich auf verschiedene Aspekte des »Kreativen Schreibens« oder des »Schreibens« eingehe und meine Gedanken, Erlebnisse und Ideen in Form eines geschriebene Texts mitteile.

Den Beginn macht die Musik, oder vielmehr der Text zur Musik. Ich denke, es ist an der Zeit mich endlich zu offenbaren: ich spiele Gitarre, gerne und auch mit Gesang, vielleicht nicht unbedingt perfekt, aber durchaus so, dass es nicht in den Ohren schmerzt, wenn man mich spielen hört, hehe.
Und neben dem Gitarre spielen, singe ich auch gerne, sogar im Oberstufenchor und auch so freizeitlich am Lagerfeuer oder bei Nachtwanderungen mit Freunden durch den Wald.

Dies zusammen, kombiniert mit dem Drang der Kreativen, gibt eine gute Voraussetzung, um Songs zu schreiben, mal lustige, mal rockige oder diese schmalzig Schönen, die man den Liebsten zum Geburtstag oder zu Weihnachten dichtet.

Und auch schon früher, wenn ich mit einer meiner Freundinnen aus der Grundschule (wahrlich der Gitarre noch nicht fähig), wie wild auf dieser rumgestrichen habe und dabei eine ruhmvolle Hymne auf »Die biesten Biester« verfasst habe (ihr wisst schon, die Feinde der Wilden Kerle im 3. (?) Teil mit ihren grünen mini,mini Röcken).
Oder als mein Papa irgendwann nur noch genervt war, als ich eine schrecklich schiefes Lied auf das Nuss-Schockoladen-Müsli mit dem Namen »Die Harmonie« jedes Mal angestimmt habe, wenn ich in der Küche am Schrank vorbeigelaufen bin.
Letzte Weihnachten, habe ich »Die Ode der Freundschaft« für meine Waldmenschen verfasst, die zwar mit einfachen Akkorden, aber durchaus nicht schlecht sogar aufgenommen wurde, mit einem billigen Aufnahmegerät. Jeder hat eine Strophe bekommen und dazu gab es einen Refrain, der (vielleicht ein bisschen zu) emotional gezeigt hat, wie sehr ich sie als Freunde schätze.

Und vielleicht wegen dieser frühen oder auch jetzt späteren Ergüsse der Kreativität, meiner Leidenschaft für die Musik und das Schreiben und dem Wunsch, Teil einer coolen Band zu sein, habe ich dann zusammen mit meinen eher weniger musikalischen Waldmenschen (nur eine Querflöte ist noch am Leben) mehr aus Spaß am Planen, als am eigentlichen Durchführen, in unserem gemeinsamen Mallorca-Urlaub unsere abartig coole Girl-Group-Band »GOOSE-OUT« gegründet. Ihr könnt euch jetzt vorstellen, dass der Name wahrscheinlich auf einer irre witzigen Gänse-Geschichte basiert (nicht wirklich! – viel banaler, aber nicht weniger witzig) und wir eine Art Punk-Rock-Genre spielen, aber weit gefehlt: in unseren Vorstellung sind wir eine bunte Musikmischung von Heavy Metall, über guten Rap, Reggae, Classic Rock, Folk und Ska. Wir covern Kinderlieder und singen Songs zu unserer sadistischen Seite und Vampirismus und in den blödesten Situationen kommen wir auf die Idee, dass wir doch eine Hymne auf Erbsen schreiben können (auch wenn Erbsen nur nach Erbsen riechen).
Und obwohl mir klar ist, dass das nicht wirklich Wirklichkeit werden kann und wir niemals die absolute Coolheit von 4nonblondes haben werden (abgesehen davon, dass wir 2 Blondinen dabei haben), ist diese Vorstellung irre witzig und rein aus der Freude daran, werde ich, bei Zeiten eben genau diese Lieder schreiben.
In der Zukunft, wenn ich groß bin (ha!) und mir die Zeit nicht mehr so durch die Finger rinnt (also in weiter Zukunft), werde ich mir das Piano aneignen und sicher Teil einer coolen Rockband sein! Träume sind erlaubt und nicht von irgendwelchen Realisten zu zerstören!!

Und wie sieht es bei euch aus? Spielt ihr ein Instrument? Und habt ihr schon mal ein Lied oder mehrere Lieder geschrieben? Wie fändet ihr das, wenn ihr Teil einer Musikband wärt? Oder seid ihr viel mehr Solokünstler? Wie würde euer Bandname lauten?

Lasst euch nicht unterkriegen, lasst euch nicht den Mund verbieten!

Itchy