#myfandomidentity »Die Bestimmung«

Verflucht nochmal! »A reader lives a thousand lifes – f*** yeah!«
[Anmerkung an mich: vielleicht sollte ich nicht immer so viel fluchen in meinen Beiträgen, das sind Worte, die ich gar nicht in meinem gewöhnlichen Sprachgebrauch nutze – ist ja auch nicht cool. Ich werde an mir arbeiten.]

Aber die Aussage bleibt bestehen:

»A reader lives a thousand lifes.«

Denn zusammen mit Harry haben wir Voldemort besiegt, wir haben mit Frodo und Sam den Ring reingeschmissen, sind mit Gwendolyn durch die Zeit gereist, haben Zamonien mit dem Blaubär erkundet, sind durch die nächtliche Stadt Praha mit Karou geschlichen und haben uns über die feinen Herren von Pemberly mit Elizabeth zusammen lustigt gemacht. Aber das war noch nicht mal wirklich ein kleiner Bruchteil des ganzen, was wir schon erlebt haben. In all den Universen sind wir ein Teil davon gewesen, haben uns stundenlang ausgemalt, was wäre wenn ich in dieser Welt leben würden, was wäre wenn, was wäre wenn…

Genau dadurch entstehen verschiedene Identitäten in verschiedenen Welten. Was bin ich nun? – So viel! Und ich werde noch so viel mehr sein!

fandom identity

Diese neue Reihe nenne ich innovativ und weil man sich am meisten darunter vorstellen kann: #myfandomidentity

Wir stellen uns die Fragen: Was wäre ich in diesem Universum? Welcher Gruppe fühle ich mich zugehörig? Wie sieht meine Geschichte aus?

HEUTE: »Die Bestimmung« mit der Frage:
Welcher Fraktion fühle ich mich zugehörig?

[EINE WARNUNG: wer die Buchreihe/das Buch vollkommen unwissend starten möchte, sollte erst das passende Schriftstück lesen – ich werde aber sicher nicht auf die krassen Ereignisse engehen, sondern nur dezent auf die Rahmenhandlung]

Die Bestimmung (engl. Divergent) von Veronica Roth ist eine Dystopie. Wir befinden uns in einer Großstadt mit einem ganz eigenen Gesellschaftssystem. Die Bewohner der Stadt sind aufgeteilt in Fraktionen: Die Ken – die Wissbegierigen/ Die Candor – die Wahrheitssuchenden/ Die Amite – Die Friedliebenden/ Die Altruan – Die Selbstlosen/ Die Ferox – die Furchtlosen. Vor dem Eintritt ins Erwachsenenalter wird jeder durch eine Simulation für eine Fraktion bestimmt. Die »perfekten« Menschen sind die, die sich problemlos in eine Fraktion einordnen lassen. Aber es gibt einen Dorn in den Augen der Regierenden: »Die Unbestimmten«, durch keine eindeutige Zuordnung sind sie nicht so leicht unter Kontrolle zu halten und damit eine Gefährdung des Systems.


Welcher Fraktion fühle ich mich zugehörig?

  • das eigene Gefühl

Bevor wir uns durch blöde eindeutige Fragen eines Quizes einer Fraktion zuordnen lassen, hören wir zuerst ganz tief in uns hinein.
Was macht mich aus?Ich bin schon ziemlich neugierig und wissbegierig, aber nicht so 100% ehrgeizig.
Ich habe zwar einen gewissen Gerechtigkeitssinn und plädiere auch für Freundlichkeit und mehr Zurückhaltung, aber so selbstlos bin ich nicht. Egozentrik hat auch die stärksten im Griff!
Ich bin ein loyaler Mensch und auch durchschnittlich direkt, aber ich bin auch großer Fan von Lügenduellen und Geheimnissen.
Ich habe eine gewissen Höhenangst und Angst vor dem Versagen, wahrscheinlich auch noch vor tausend anderen Dingen, aber das macht Menschen ja aus. Ich bin nicht der sportlichste Mensch, bin aber echter Fan von Adrenalin – ob ich das mit einem Bungeesprung erzeugen möchte, ist fraglich.
Ich bin grundsätzlich ein Freund des einfachen Lebens, mag gerne Gruppengemeinsamkeit und auch das Banjo, bin eben doch ein kleiner Hippie! Allerdings ist dieses »immer entspannt und alles easy« auch ziemlich heuchlerisch, das könnte ich nicht für immer!

Müsste ich mich entscheiden: trotz allem wäre das dann ein Kopf an Kopf – Rennen Amite Itchyzwischen den Ferox und den Amite.
Ken sind mir zu ehrgeizig und egoistisch, zu viel Wissenschaft, zu viel Logiknotwendigkeit, kein Platz für Wunder.
Candor sind genauso: es fehlt die Magie, es fehlt das Geheimnis, es fehlt der Reiz des Abenteuers.
Altruan: das ist Selbstgeiselung und so viel ich auch von »lebe dein Leben EINFACH« halte, das ist dann schon zu krass!Die Ferox versprechen Herausforderung, Abenteuer, Emotionen, freche Sprüche und Spaß!
Gleichzeitig aber auch viel Training, Gewalt und Druck.
Amite hingegen sind entspannt,  trämerisch, Natur pur und Komumenlifestyle!
Gleichzeitig aber auch die Unterdrückung großer Gefühle, einfaches Leben und zu viele Menschen.


  • drei Internettests

Test 1:

Test 1

Den Test findet ihr hier

Test 2:

Test 2

Den Test findet ihr hier

Test 3:

Test 3

Den Test findet ihr hier

Ooookay Candor, Unbestimmt und unbestimmt (bzw. Ken und Ferox) – jetzt wird es wirklich spannend!


  • der Test aus dem Buch

[Ich hab den Schuber aus 2014 und da ist am Ende von Buch 3 ein Fraktionen Quiz. Die Rechte liegen daher beim Verlag und wir zitieren nur das Notwendigste (Veronica Roth: Die Bestimmung – Letzte Entscheidung S.535 – 539):]

  1. Du möchtest vor allem, dass deine Freunde und Familie dich als jemand betrachten, der …
    » c. …vertrauenswürdig ist.
  2. Wenn du vor einem schwierigen Problem stehst, wirst du…
    » d. …die Sache direkt angehen. Was solltest du sonst tun?
  3. Was machst du am ehesten am Wochenende oder wenn du unerwartet einen freien Tag hast?
    » b. Malen , Tanzen oder Dichten
  4. Für welchen der folgenden Berufe würdest du dich entscheiden?
    » a. Sozialarbeiter (aber nur weil der Rest noch schlimmer ist)
  5. Welche Kleider ziehst du morgens an?
    » b. Etwas Bequemes, das interessant wirkt.
  6. Wenn du entdeckst, dass der feste Partner eines Freundes oder einer Freundin untreu ist, wirst du…
    » b. … sie zusammenbringen und vermitteln, wenn sie die Sache klären.
  7. Was hat im Augenblick in deinem Leben Vorrang?
    d. Deinen Charakter zu entwicklen.

Ergebnis: c-d-b-a-b-b-d
Simples Auswertverfahren: Am meisten Antwort a ist Altruan, Antwort b ist Amite, Antwort c ist Candor, Antwort d Ferox und Antwort e ist Ken.
Meine meisten Antworten hab ich mit b beantwortet, knapp gefolgt von d
» Also Amite und ein bisschen Ferox


Fazit:

Ferox ItchyInternetquizze und auch das Quiz aus dem Buch sind Unsinn – natürlich und ihr dürft mich auch verteufeln, weil ich damit 60% meines Beitrags aus den Inhalten anderer klaue und nicht selbst erzeuge: Es tut mir Leid!
Allerdings zeigen sie trotzdem Ergebnisse (auf meinen Versuch hin, so unverfänglich und gleichzeitig ehrlich wie möglich an die Fragen ranzugehen, dass irgendwas daran ja stimmen muss).
Zusammenfassung meiner eigenen Einschätzung und den Ergebnissen der Tests:
Ich bin wohl genetisch nicht defekt und deswegen »unbestimmt«. Mein Test würde wohl Amite, Ferox, Candor und Ken anzeigen. Einzig Altruan ist nicht eindeutig im Paket mit dabei.
Für welche Fraktion ich mich dann am Auswahltag entscheiden würde?
Trotz allem wahrscheinlich schweben wir über dem Ferox- und Amite-Behälter und dann wird das eine Impuls-Handlung.

Was haltet ihr denn von der Idee, unsere Identität unsere Fanwelten genauer unter die Lupe zu nehmen? Habt ihr »Die Bestimmung« gelesen? Wie findet ihr die Tests? Wie findet ihr die Auswertung? Wisst ihr, welche Fraktion ihr wählen würdet? – Lasst es mich wissen!

P.S.: Gerne auch in die Kommentare schreiben und ein bisschen dazu warum? Oder ihr macht einen eigenen Blogeintrag dazu, wenn ihr einen Blog habt.

P.P.S.: Es wird noch weitere #myfandomdidentity geben!

Meer als nur Seen – eine Radiokampagne

Radiokampagne 6

Ich hab das ja jetzt schon öfters in einem Nebensatz fallen lassen, aber hier nochmal direkt ins Gesicht: ich mache Radio!

Für jeden, für den es sich jetzt nicht so spannend anhört: Radio ist genial, es macht unglaublich viel Spaß und lässt mich immer wieder aufs Neue tolle, spannende Momente erleben, von denen ich so viel lerne.

Ich mache mein FSJ Kultur bei einer Jugendradioredaktion und bin also in einer Zwischenposition zwischen Betreuer und Redaktionsmitglied. In Bayern werden öfters für alle jungen Radiomacher Workshops angeboten, bei denen wir von erfahrenen Redakteuren praktisch aus erster Hand unglaublich viel Know-How lernen.

Ich bin schon länger am journalistischen Bereich interessiert, aber erst seit Beginn meines FSJs bin ich mir sicher, dass Radio genau das ist, was ich später auch beruflich machen möchte. Denn Radio ist genial!

2016/17 ist das Wissenschaftsjahr mit dem Thema »Meere und Ozeane« und das Medienzentrum München hat infolge dessen eine Projektförderung für die »Radiokampagne Ozeane« beantragt. Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und besteht aus drei Teilen.

Es ist ein Radioprojekt für das Jugendradio, entsprechend werden unsere Beiträge (die Großteils dem Ressort Wissenschaft zuzuordnen sind) auf sämtlichen Jugendradios Bayerns ausgesendet (Störfunk auf M94.5, Junge Talente auf EgoFm, SoFm auf der Bayernwelle, Hörarena auf der Inn-Salzach-Welle uvm.), aber auch beim BR.

Radiokampagne 3

Die Planer der Kampagne waren dann aber ein wenig skeptisch, ob junge Erwachsene aus Bayern wirklich das Meer als Beitragsthema entsprechend verarbeiten können, ohne wirklich das Meer vor Augen zu haben.

Genau deswegen waren wir am Meer. Am deutschen Meer sogar, an der Ostsee. Gerade eben, wenn dieser Text verfasst wird, sitzen wir schon wieder auf der Rückfahrt unseres Ausflugs ans andere Ende Deutschlands.


Teil 1 der Kampagne war ein zweitägiger Workshop in München, das Wochenende vor Ostern: wir haben von Susi Weichselbaumer, Wissenschaftsjournalistin beim BR so viel nochmal über die Radioarbeit gelernt, von dem ich tatsächlich eine ganze Menge noch nicht wusste. Wir haben außerdem bereits einige Themen erarbeitet und die Experten wurden kontaktiert.

Radiokampagne 1

Teil 2 ist eine Reise, eine Reise ans Meer, eine Reise an die Ostsee!
Wir sollten das Meer sehen und nebenbei noch den größten Museumskomplex über Meere in Deutschland ansehen, das Ozeaneum und das Meeresmuseum.
Von Donnerstag bis Sonntag sollte unsere Reise gehen, wobei sowohl Tag 1, als auch Tag 4 für die An- und Abreise notwendig sind, denn von Bayern fährst du schon mal 10 Stunden bis Stralsund.
Unsere Jugendherberge war am Ende der Welt, direkt am Meer, die Endstation der Linie 3 in Stralsund und nach der langen, langen Anreise waren wir auch furchtbar froh, als wir dann den Hof betreten haben und uns mit Bettdecken bewaffnet endlich in unser kleines Hüttchen begeben konnten. Vor dem Schlafengehen, obwohl jeder hundemüde war, musste das Meer noch vor dem Schlafengehen besichtigt werden – das Erlebnis!

Radiokampagne 2

Am Freitag waren wir den gesamten Tag unterwegs im Ozeaneum und im Meeresmuseum, haben eine Führung bekommen, Umfragen gemacht, Experten zu unseren Themen getroffen, Interviews geführt, Fotos gemacht und am Abend noch beim Asia ein tolles Buffet erlebt. Den Abend über wurde dann schon kräftig alles gesichert, benannt und weiter geplant.

Am Samstag war ursprünglich ein Besuch der Insel Hiddensee geplant, allerdings war die Anreise auf die Insel von Stralsund aus so ein ewig langes Geschraddel (das ist ein sympathisches Dialektwort für »umständlicher, ungemütlicher Reiseweg«), dass wir uns kurzerhand für das touristische Rügen entschieden haben.
Wir waren in Ostseebad Binz und haben dort erst in einem Fischrestaurant Mittag gegessen und im Anschluss noch den Strand und die Promenade für Atmosphärengeräusche und Umfragen genutzt. Zurück in der Jugendherberge wurde erst wegen dem wechselndem Wetter das gegrillte Essen in der Pfanne gebraten und drinnen verzehrt und im Anschluss haben wir noch weiter gearbeitet.

Radiokampagne 5

Der Abend und dann auch die Nacht wurde, ganz typisch für den letzten Abend vollkommen ausgekostet und mit lustigen Standardtanzeinlagen und leidenschaftlichen Alligatoah – Karaokeorgien beendet.

Nach der zu kurzen Nacht haben wir die Zimmer geräumt, uns noch ein Lunchpaket gepackt und dann auf dem Heimweg gemacht. Elf Stunden über Berlin und Leipzig, einfach weil ein Intercity sooo langsam fährt! Von München heißt es dann noch zwei Stunden mit dem Zug wieder zurück zu meinem Bett und dann ab ins Land der Träume, denn Schlaf ist auch für die Radioredakteure ein knappes Gut, das mit aller Kraft beschützt werden muss!

Teil 3 wird dann in zwei Wochen wieder ein Wochenende in München sein und dann werden die Beiträge produziert! Die Wochen danach wird ausgestrahlt.

Radiokampagne 7

Wenn ihr noch mehr darüber erfahren wollt, einfach vorbeischauen: Radiokampagne Ozeane – Meer als nur Seen.

Radio ist ein bisschen sehr nüchtern bisweilen, super technisch und manchmal auch sehr strikt, aber noch viel mehr ist es Magie, Spaß und ein Abenteuer!

Genauso sind die Ozeane: eine Anhäufung an Biologie und Wissenschaft, aber ebenso Kunst, ein Erlebnis und wohlige Gefühl von rauen Sommernächten.

El futuro – ich bin Idealist!

Uns Teeenager beschäftigz natürlich nichts anderes, als unsere eigene Person, das ist doch wohl klar! Schließlich sind wir die egozentrischsten Menschen auf diesem Planeten:

»I feel stupid and contagious
Here we are now, entertain us«
– Nirvana: Smells like Teen Spirit

Genau deswegen beschäftigen wir uns auch nur mit unseren Problemen und alles was uns alleine betrifft – so sind wir nuneinmal!?!  Bullshit! Aber trotzdem muss man sagen, dass MENSCHEN nuneinmal so sind und ich bilde da keine löbliche Ausnahme.

Deswegen heute hier und jetzt wieder einmal ein Rumgejammer wegen der schrecklichen Zukunft – der einzigen Sache, die uns wirklich schrecken kann.

In den nächste Wochen machen wir zum letzten Mal das, was wir schon unsere Leben lang bis jetzt gemacht haben: lernen für ein paar wenige Prüfungen, die im Nachhinein keinen mehr interessieren und zwar das Wissen, dass niemand mehr später abfragen wird. Klasse. Aber damit haben wir uns schon abgefunden, schließlich ist es trotz allem noch irgendetwas, das wir in unserer kleinen Welt verkraften und nachvolziehen können. Aber die Zeit danach, das ist es, was wirklich ein flaues Gefühl am ganzen Körper verursacht:

DIE ZUKUNFT

Uns wurde schon vor Jahren und auch jetzt immer noch ein bisschen Information zugesteckt, die uns dennoch nicht weniger sondern im Gegenteil absolut panisch hat werden lassen: etwas Info lässt immerhin noch viel mehr Fragen offen!
Selbst wenn wir dann einen Plan haben, besteht immer noch eine so unwahrscheinlich große Wahrscheinlichkeit, dass wir versagen, sich alle Träume in Luft und Abgase verwandeln und die Dunkelheit über das Auenland hereinbricht.

Und dann gibt es da noch die Menschen – oh ja diese die Welt-bevölkernde Spezies mit langen Fingern – die dich noch viel »zuversichtlicher« werden lassen.
Diese elenden vom Leben gezeichneten Pessimisten, die dir vorhalten wollen, dass Sicherheit und Einkommen das Einzige sind, dass du anstreben solltest:
hau Spaß und Freude in die Tonne – Schuften bis zum Burn-out, welch eine Wonne!

Das Beste ist, wenn dir das die erzähen, die selbst so schrecklich unglücklich sind in ihren Beruf, in dem sie ziemlich gut verdienen und am liebsten etwas ganz anderes machen wollen. Oder die, die selbst darüber klagen, dass ihnen in der Schule immer nur eingetrichtert wurde, dass Sekretärin der einzige Beruf für ein Mädchen ist, rümpfen die Nase, wenn du deine blendende und supercoole (aber leider fast unerreichbare) Zukunft in der Musikjournalismusbranche beschreibst: so kann man einem wirklich fast alles schlecht reden.

Endgültig sitzen wir dann wieder über dem dicken Heft mit den Lehrberufen oder dem über die Studiengänge in Deutschland und seufzen jedes Mal aufs Neue laut auf, wenn wir die Beschreibung von Wirtschaftsinformatik durchlesen und uns schon bei dem Gedanken daran die Magensäure und der Schlaf überkommt.
Die Realisten werfen dir dann vor, wenn du ihnen alle Berufe aufzählst, die du NICHT machen möchtest, dass du immer so pessimistisch bist: Entschuldigung, wenn ich mal nicht super gelangweilt sein möchte, sondern das halbe Leben, dass ich nunmal im Beruf verbringe auch zu meinen glücklichen Stunden zählen möchte. Entschuldige, dass Lehramt nunmal nach einem der unangenehmsten Berufe im Universum klingt und dass ich auch mit Medizin oder BWL überhaupt kein Interesse verbinde. Entschuldige, dass die Geisteswissenschaften soviel verlockender klingen und meine Anpassungsfähigkeit fahneschwenkenden untergeht, wenn die sichere Alternative-Abenteuerinsel in Sicht kommt.

Ich habe manchmal das Gefühl, als würde von »Erwachsenen« absichtlich jeder Traum zerstört werden, weil alles so fürchterlich ernst ist: ich brauche kein so sicheres Einkommen, wenn ich keine Familie durchzufüttern habe und wenn der IDEALISMUS bereits bei uns jungen Menschen bei der »Telecom« oder beim »International Management« endet, wann werden wir je wieder mit frohen und mutigen Schritten einfach das tun, das uns inspiriert und antreibt?

Wenn jemand diese Berufe anstrebt, dann wir, die noch nicht wirklich viele Enttäuschungen im Leben erlebt haben und im Gegensatz zu den anderen noch fliegen und nicht auf dem Boden der Tatsachen angekommen sind. Oder?

Schließlich lerne ich hier noch Menschen kennen, die sich genau das Gleiche überlegt haben und deswegen wirklich entzückend sind, mich doch bestärken, wenn ich vollkommen vernebelt mit dem Kopf in den Wolken diesen »unerreichbaren« Träumen nacheifere: ich möchte kein freischaffender Maler werden oder Bildhauer, nein ich möchte Buchhändlerin werden und später im Kulturjournalismus über Theaterabende, neue Filme und Literatur schreiben: das klingt nicht so verrückt, aber sooo UNSICHER in den Ohren der Menschen mit ihren Berufen als Krankenpfleger/in, Lehrer/in oder Ingenieur/in.

Deswegen ist das ein Jammern und gleichzeitig ein Appell an alle da draußen, die mit sich hadern: seid mutig und versucht euch!

Nennt mich einen Idealist, denn genau das bin ich!
Itchy

2015 in Zahlen, weil man das eben macht :P

So und nachdem ich diesen Beitrag bei allen anderen auch interessiert beobachtet habe, zeige ich euch auch mein Jahr in merkwürdigen Zahlen und poste dann demnach meinen letzten Blogeintrag im Jahr 2015.

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 3.400 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 57 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Das war mein erstes Jahr, des Bloggens: ich habe eine Menge netter und auch interessanter Menschen kennengelernt und mich auch selbst wieder besser erkannt, schließlich sind wir auch nur ein kleines Mädchen, das gerne allen davon berichtet, was es erlebt: denn Teilen macht Spaß!

Aber bis dahin wünsche ich euch allen einen wunderbaren  Silvesterabend und einen Start in das neue Jahr ohne blöden Familienstreit oder andere Probleme, die einem ganz klar die Feier vermiesen! Erlebt die Nacht, wie ihr es wünscht und freut euch einfach auf eine neue Chance sich Unmengen an Pläne aufzuschreiben und diese auszuarbeiten, bevor wir wieder hier stehen und uns mit uns und dem vergangenen Jahr beschäftigen.

Liebe Grüße auch an dich du alte Hutschachtel in der dritten Reihe!
Itchy

DIE Villa 1.0

Hallo Welt,

heute leg ich euch meine intimsten Wünsche zu Füßen: Die Zukunft!

Ja ich rede wahrlich gerne über meine Zukunftspläne und dazu gehört, neben meiner beruflichen Laufbahn natürlich auch meine Villa, die sich, immer wieder verändert, weil ich mich selbst verändere. Und eigentlich ist das hier schon die 5 Version, aber es ist die Erste, die ich hier vorstelle. Mesdames et Mesieurs:

Die Traumvilla, die nebenher bemerkt eigentlich noch einen guten und poetisch bis bizzar liebreizenden Namen braucht. Irgendwelche Vorschläge?

die-villa-seitenansicht

Ja, ich bin kein Architekt und der Winkel und die Längen stimmen nicht ganz. Und der Boden der Terasse sieht zu schräg aus und ich weiß auch, dass ich das in ein paar Jahren nicht mehr so witzig finde, aber hier ist es. Mit dem Zeichen der Heiligtümer des Todes und der Engelsrune aus den Chroniken der Unterwelt.

die-villa-erdgeschoss

Das Erdgeschoss und wenn ihr genau hinguckt, könnt ihr die Haustür erkennen. Wenn man zur Haustür hereinkommt, tritt man in den Flur. Rechter Hand ist eine Bank, über der die Jacken aufgehängt werden. Linker Hand sieht man einen Türbogen mit einem blauen Vorhang mit Sternen. Wenn man durch ihn hindurchtritt, findet man sich im Wohnzimmer wieder, welches einen hübschen Kamin und ein Sofa beinhaltet, ebenso wie einen runden Tisch, 5 Stühle und eine Komode. Das Zimmer gegenüber nennt sich im Allgemeinen Küche und ist bekannt für die kulinarische Vielfalt in jedem Haushalt. Mit einem kleinen Tisch, einer Tür die auf die Terasse führt, einem Gasherd, einer Spühle, einer Arbeitsplatte und dem großen Kühlschrank haben wir aber noch nicht genug, denn in der Mitte steht eine Kücheninsel über der, ganz wie in den amerikanischen Filmen die Pfannen, Kellen und getrockneten Kräuter an einem Gerüst hängen. Durch die Küche kommt man weiter in die Speißekammer mit einer Kühltruhe, Regalen und Kisten voller Getränke. Das letzte Zimmer in diesem Stockwerk ist die Waschküche mit einer Toilette, einem Waschbecken, einer Waschmaschine und diversen Schränken zum Aufbewahren.

Über eine Wendeltreppe gelangen wir ein Stockwerk nach oben.

Die Villa 1 Stock.jpg

Im 1. Stock gibt es 3 Zimmer, die man sich näher ansehen sollte. Wählt man die Tür, die gerade vor einem liegt, betritt man das mystische Schlafzimmer, das einen großen Schrank und ein noch viel größeres Bett beinhaltet (man vergleiche nur einmal mit der Badewanne). Überall an den Wänden muss man sich noch Tücher und ähnliches vorstellen. Durch das Schlafzimmer kommt man weiter in das Badezimmer und dort hat man die Möglichkeit zwischen einem Bad und einer Dusche zu wählen. Ein bisschen Luxus muss schon sein. Und dann kommen wir zum Prachtstück meiner Sammlung äh meiner Villa:

Die Bibliothek

An den Wänden entlang verläufen fast überall die Reihen an Büchern. Dazwischen kann man kleine Fenster bemerken. In der Mitte sind auch Regale angebracht und auf diesen in der Mitte liegenden Regalen liegt eine Matraze, überspannt mit einem Tuch und mit Kissen, zum Lesen. Zusätzlich ist noch eine Sesselschaukel in Schwindelnden Höhen zu erkennen. Dies alles lässt sich über die Leitern erreichen. In der einen Ecke ist der große Sessel zum Lesen und blöde Bilder machen 🙂 und daneben ist mein Schreibtisch mit dem Laptop. Ein Traum, was?

Aber nicht mehr lange, denn wir wissen was wir wollen und wir bekommen das auch.

Cheerio und bis die Tage

Itchy