Barack Obama – Yes, we can talk about him!

Ja Barack, jetzt ist es dann vorbei mit deiner Präsidentschaft. Dann haben wir die Wahl zwischen einem Republikaner oder deiner ehemaligen Kontrahentin und Mit-Demokratin Hillary Clinton. Ob den Amerikanern da die Entscheidung noch so leicht fällt. Aber dich kann man jetzt nicht mehr wählen, das sagt uns das Gesetz.

Change will not come if we wait for some other person or some other time. We are the ones we’ve been waiting for. We are the change that we seek.

Aber du warst ein guter Präsident der USA in meinen Augen, du bist auch heute noch ein ziemlich cooler Typ. Deine Reden gefallen mir und dein Grinsen ist ansteckend. Du bist intelligent udn tolerant, hast viel versprochen und einiges auch eingelöst. Das könnte man als Streitpunkt anbringen, tun wir aber nicht, weil du auch nur ein Mensch bist: Wenn auch seit 6 Jahren einer der mächtigesten Menschen der Welt.

Ich hab ein bisschen über dich gelesen, Mr. President und das klingt alles nicht so übel. Einen Papa aus Kenia und eine Mutter mit zahlreichen europäischen Wurzeln, geboren auf Hawaii und zur Grundschule gegangen in Indonesien. Die viel zu frühe Scheidung deiner Eltern tut mir Leid, aber du hast ja auch eine Zeit lang bei deinen Großeltern gelebt, während der Highschool. Und du hast gerne Basketball gespielt? Tja bei der Größe kann ich das verstehen. Da warst du bestimmt gut.

Why can’t I just eat my waffle?

President Barack Obama is photographed during a presidential portrait sitting for an official photo in the Oval Office, Dec. 6, 2012.  (Official White House Photo by Pete Souza)

Jura ist jetzt nicht so unbedingt das spannendste Fach in meinen Augen und das geht sicher einigen so, aber du hast das  gemeistert und hast deine Frau Michelle auch noch während des Studiums kennengelernt. Aber einfach die Chefin zu heiraten, obwohl man nur Praktikant ist, das kann ich nicht so ganz gutheißen… hihi.

Und im einen Moment bist du noch Senator von Illinois und dann auch schon 2009 Präsident der vereinten Nationen. Richtig beeindruckend finde ich, dass du nur kurz im Amt warst und dann auch schon sämtliche Beschlüsse durchgesetzt hast: Und dann auch noch diese irre wichtigen und tollen Dinge, die vor deiner Zeit verbockt wurden. Nice! Vielleicht hast du deswegen noch im gleichen Jahr den Friedensnobelpreis bekommen?

 

 

To avoid being mistaken for a sellout, I chose my friends carefully. The more politically active black students. The foreign students. The Chicanos. The Marxist professors and structural feminists and punk-rock performance poets.

Und heute bist du ein Präsident, dem oft – wie wohl jedem Politiker – vorgerworfen wird, du hättest dein Land ein bisschen enttäuscht, weil du nicht alle deine Versprechen einhalten konntest. Das tut mir Leid, aber nimm es nicht zu persönlich, wenn das Volk mit ihrer Regierung zufrieden ist und nicht mehr alles überkritisch sieht, dann kann Demokratie nicht funktionieren: du bist nur ein Teil in der Maschinerie.

Wie so oft, kann ich nicht sagen, ob du alles richtig oder falsch gemacht hast, aber ich kann sagen, dass du mir nicht so unympatisch bist. Du bist jemand, dem ich gut und gerne auch nocheinmal ein paar Jahre die Macht über Nordamerika und den Rest der Welt übergeben würde. Denn trotz allem gefällt mir dein Spruch: Yes, we can!

Was haltet ihr von Barack Obama? Hat er euch enttäuscht? Und ist er euch sympathisch oder eher nicht?

Hasta la vista, Baby!

Itchy

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Ursula von der Leyen – »die andere Mutti« :/

Heute besprechen wir wieder einmal eine Person aus dem echten Leben und dann auch noch aus der Politik. In den letzten Jahren wohl eine der umstrittendsten deutschen Politikerinnen, die ich kenne:

Ursula Gertrude von der Leyen geb. Albrecht

ihres Zeichens 7-fache Mutter, noch mit dem Vater verheiratet, CDU-Politikerin und seit dem Dezember 2013 Bundesministerin der Verteidigung im 3. Merkelkabinett.

23-ursula-von-der-leyenMit ihren Eltern und 5 Brüdern (von denen einer sogar CEO ist) zusammen ist sie in Brüssel aufgewachsen, hat dann erst einmal 3 Jahre lang Volkswirtschaftslehre an der Uni Göttingen studiert und 1980 dann zum Studienfach Medizin gewechselt. Ihren Mann hat sie wohl während des Studiums kennne gelernt, denn dieser ist Medizin-Professor und Unternehmer. 1991 konnte von der Leyen sich dann Doktor der Medizin schimpfen und war zu diesem Zeitpunkt auch schon zweifache Mutter. Fünf weitere Kinder, darunter Zwillinge sollten folgen. Die Namen sind wahrlich gewöhnungsbedürftig. Da sollte jeder von uns zufrieden sein, mit dem, was er oder sie hat. Seit 1990 ist sie Mitglied der CDU und zwischen 1992 und 1996 hat die gesamte Familie eine Weile in den USA gelebt. Von 2003 bis 2005 Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit in Niedersachsen, von 2005 bis 2009 dann Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von 2009 bis 2013 Bundesministerin für Arbeit und Soziales: Das nenne ich mal ein paar bemerkenswerte Punkte im Lebenslauf! Und seitem ist sie für die Verteidigung Deutschlands zuständig. Es war ja recht umstritten, dass die nette »Mami«, die sich zuvor mit sozialen Angelegenheiten, Frauen, Senioren und Kindern beschäftigt hat, plötzlich die gesamte Streitmacht Deutschlands befehligt, aber im Grunde war sie, meines geringen Wissens nach, bestens gerüstet: Mal ehrlich, wer 7 Kinder großziehen kann, der kann auch mit Soldaten umgehen und hat sicher so einiges an Erfahrung in Sachen Planen und Strategie! Und einmal davon abgesehen: Währe sie ein Mann gewesen, wären die beisenden Kommentare sicherlich um einiges geringer ausgefallen. Aber ich hab ja eigentlich keine Ahnung davon, was sie alles falsch gemacht hat; ich sehe tatsächlich nur, was sie ganz gut gemacht hat, immerhin sitzt sie in der politischen Führungsebene Deutschlands, entscheidet in erster Linie über Krieg und Frieden und ist fast international bekannt, ich ziehe meinen imaginären Hut mit Bügelfalten vor ihr und ihren Fähigkeiten.

Aber ich kann weder für sie noch gegen sie sprechen, nur eine weitere Person des öffentlichen Lebens, deren privater Hintergrund jetzt etwas genauer bekannt ist. Ich hoffe ihr konntet etwas lernen, Kinder!

Wir sehen uns wieder, weil die Welt sich dreht!

Itchy

Angela Merkel – die mächtigste Frau der Welt?

Vor diesem Post habe ich mich lange gesträubt. Andauernd war ich nicht in der richtigen Stimmung dafür und habe es immer wieder aufgeschoben. Und natürlich sollte ich mir eingestehen, dass ich das lieber einfach lassen sollte, als ohne Muse loszuschreiben. Andererseits gelingt es mir oft, dass ich dann während des Schreibens wieder mehr Lust habe und deswegen ist das hier ein Projekt:

Heute geht es um die weltweit mächtigste Frau der Welt, um Angela Dorothea Merkel, derzeit Bundeskanzlerin unseres schönen Deutschlands. Sie kennen wirklich viele Menschen der ganzen Welt, sie wird bewundert und geschätzt und im eigenen Land bisweilen als »Mutti« bezeichnet. 61 Jahre alt ist sie heute und trägt Kostüme, bei denen über die Mode diskutiert wird. (Ein großes Problem, dass sich ohne Feminismus nebenbei gesagt nicht abschaffen lässt. Bei männlichen Personen in gewichtigen Positionen ist soetwas absolut unwichtig, bei Frauen ist die Frisur oftmals wichtiger, als ihre Leistungen. Geht’s noch?!?!)

09-angela-merkelTochter eines Theologen und einer Lehrerin ist sie in der DDR geboren und hat dort wahrlich Physik studiert und auch eine geraume Zeit als Naturwissenschaftlerin gearbeitet. Mit zwei Geschwistern und dem gemeinsamen wichtigen christlichen Glauben, hat sie laut eigenen Angaben eine ganz schöne Kindheit verbracht – eben weniger die tragische Heldin, als vielmehr eine starke Frau, die sich eiskalt hochgeboxt hat. Chacka!

Ich mag meine Arbeit. Ich denke mich gern in ganz unterschiedliche Themen ein und freue mich, mit sehr verschiedenen Menschen zusammenzukommen. Bei vielen Aufgaben kommen wir nur gemeinsam in der Welt voran. Deshalb bin ich viel unterwegs und spreche mit vielen Menschen. Dann bin ich aber auch froh, wenn ich Zeit habe, Probleme und Lösungswege in Ruhe zu durchdenken und mich mit meinen Mitarbeitern zu beraten. Ich glaube, dass es in unserer schnelllebigen Zeit ganz wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, um die Dinge sorgfältig zu durchdenken und dann zu entscheiden.

1973 hat sie ihr Abitur bestanden und gleich im Anschluss ihr Studium in Leipzig angefangen. Bereits 1986 konnte man Angela Merkel eine Doktorin schimpfen. Schon während der Studentenzeit hat Angela Kasner ihren ersten Mann Ulrich Merkel getroffen, doch nur bis 1981 hat dieser Bund gehalten. Dafür haben wir ja 1998 nochmal geheiratet und zwar den werten Konditorensohn Joachim Sauer. Verbindenden sind für die beiden klassische Musik und die Wanderlust. Hach, wie romatisch! Ansonsten liest sie noch gerne und ist eine leidenschaftliche Gärtnerin.

Nach der Widervereinigung wurde sie dann politisch aktiv und wurde stellvertretende Regierungssprecherin für die neue Regierung der DDR. Bei den ersten gesamtdeutschen Bundestagswahlen 1990 bewarb sie sich um einen Platz im deutschen Bundestag für den Wahlkreis im Nordosten Deutschlands.

1991 nannte man Angela Merkel dann die Bundesministerin für Frauen und Jugend und ab 1994 Bundesministerin für Umwelt. Bei der Planung des UN-Klimagipfels 1995 erkannte sie dann, wie man Beharrlichkeit und Überzeugungskraft als hervorragende Strategie ausschöpfen kann.

Seit 2000 sitzt sie an der Spitze der CDU und seit 2005 an der Spitze unseres Landes,als erst Bundeskanzlerin in Deutschland.

Eine bemerkenswerte Frau, wenn man bedenkt, dass sie unser Land trotz dieser ganzen im Grunde fiesen Anspielungen gut lenkt. Kein Mann könnte das besser machen! Und sie hat ihren Job garantiert nicht wegen »nur weil sie eine Frau ist« bekommen, sondern mit Beharrlichkeit und Überzeugungskraft!

Euch noch eine wunderbare Woche!

Itchy

Alice Schwarzer – »Nachteule mit dem Sex-Appeal einer Straßenlaterne«

»Gedanken über Menschen«

Im Leben einer jeder Frau ist sicher schoneinmal die Tatsache, dass sie eine Frau ist zu ihren Nachteil gerechnet worden. Menschen, die sich gegen diese Benachteiligung des Geschlecht wegens und für eine Gleichberechtigung der Geschlechter aussprechen, das sind Feministen. Und nicht etwa, wie die Welt denkt: Frauen, die die Weltherrschaft an sich reisen wollen.

Feministen sind für die Gleichheit aller Menschen, vor allem im Bezug auf das Geschlecht!

Und in Deutschland, aber auch weltweit gibt es eine Frau, die für diesen Begriff steht und meist auch im gleichen Atemzug genannt wird: Alice Schwarzer

Im Wuppertal ist sie als uneheliches Kind zur Welt gekommen und wurde von ihren Großeltern aufgezogen. In dieser Familie gab es eine Rollenumverteilung, denn während ihr Großvater die fürsorgliche und pflegende Position einnahm, war ihre Großmutter die Dame mit der politischen Meinung und dem Fachwissen.

04-alice-schwarzerIm Laufe des Erwachsenwerdens hat sie in Frankreich gelernt und sich der Frauenbewegung angeschlossen, hat Freundschaft mit Simone de Beauvoir und Satre geschlossen und ihr erstes Buch geschrieben, das den Bezugspunkt »Verbot von Abtreibung« hatte. Sie hat begonnen Essays zu schreiben, wurde durch die Diskussion über Feminismus mit der deutsch-argentinischen Autorin Esther Vilar im Fernsehen als »Hexe mit dem stechenden Blick« bekannt und gründete ihre feministische Zeitung »EMMA« im Januar 1977. Seit dem hat sie noch zahlreiche Bücher veröffentlicht und diese wurden auch in mehrere Sprachen übersetzt.

Alice Schwarzer vertritt den Gleichheitsfeminismus und schreibt Atrikel über Schwangerheitsabbruch, freie Sexualität, finanzielle Unabhängigkeit der Frau, gegen Sadomaso und Gewalt gegen Frauen und noch vielen weiteren politisch-brisanten Themen.

Ihre feministischen Ansichten vertritt sie, wie eh und jeh sehr laut und aktiv und dafür ist sie auch bekannt. Für manch einen mag das vielleicht ein bisschen zu viel auf der Spitze des Feminismus sein, aber jeder hat das Recht seine Position offen zu vertreten und man muss ja nicht in allem einer Meinug mit dieser Frau sein. Doch in meinen Augen ist sie bemerkenswert, denn sie hat nie aufgehört und immer weiter an ihrer Überzeugung festgehalten, was ihr auch in den weg gelegt wurde. Sie hat in Zeiten, in denen es noch problematisch war, alleine für ihre Sache gekämpft und hat sich ein Netz aus Menschen aufgebaut, welche ihren Weg gutheißen und ebenso leben. Sie hat ein eigenes Magazin aus dem Nichts heraufbeschworen und obwohl sie mittlerweile 71 Jahre alt ist, bestreitet sie ihr Leben als Chefredakteurin und Vorsitzende zahlreicher feministischen Verbände, eine echte Power-Person.

05-emma-alice-schwarzer

Was ich von ihr halten soll, weiß ich nicht recht. Sie beeindruckt mich aber andererseits hat sie auch diese enormen Seiten, die mich ein bisschen stutzig machen. Wer weiß, wer weß.

Cheerio und bis bald, Itchy

Und selbst wenn – who cares?

Diese Bezeichnung ist ja nicht irgendwie aus der Luft gegriffen oder? Und wenn mir nun wieder einer sagen will, dass ich viel zu streng mit mir und den Menschen meines Alters bin, dann soll er oder sie mich nur versuchen vom Gegenteil zu überzeugen. Ich bin momentan in dieser Streitlust, in der nicht ich mal ich selbst gerne mit mir streite.

Mein heutiges Thema betrifft etwas, dass mich vor ein paar Jahren noch bis zu Weißglut getrieben hat, was ich allerdings heute – dank überarbeiteter Ansichten des Lebens – etwas entspannter betrachten kann:

Generation »ist-mir-doch-egal«

Sie sind jung, sie haben gewisse Privilegien oder eben auch nicht, sie tragen gerne Hip-Hop-Kappen und Hipster-Dreiecke. Ohne ein Electronic device sind sie aufgeschmissen. Ihre Viedeospielsucht wird nicht mehr ernst genommen. Ihr Ergebnis vom Pisatest ist wahrlich unterirdisch und die Sprache ist einfach »echt gar nicht knorke*«

Und während ich das wieder schreibe, bemerke ich, dass ich komischerweise wieder von IHNEN gesprochen habe und mich damit wieder ausgeschlossen habe. Aber warum? Das sind doch eben genau diese Menschen, mit denen ich täglich in die Schule gehe oder nicht? Das sind die Menschen, mit denen ich mir ein Geburtsjahr teile. Warum also möchte ich mich von ihnen differenzieren? Das ist wohl klar, denn das ↑ ist wohl eher weniger die Vorstellung, die ich gerne von mir habe oder die irgendjemand gerne von sich hat, oder hab ich etwa unrecht?

Denn das dort oben ist die in meinen Augen damit recht trefflich beschriebene Generation »ist-mir-doch-egal«. Denn wen kümmert schon, wie die Situation in der Ukraine ist oder was geht es mich an, dass dieses kleines Mädchen in Lateinamerika verschleppt wurde? Wer schert sich schon um Politik? Was hat dieser Flugzeugabsturz mit mir zu tun? Schule ist doch so egal, ich geh harzen, yeah!

Diese Stimmung ist ätzend und doch allzu oft bemerkbar. Kennt ihr das nicht? Nein? Dann hab also nur ich solche enorm ehrgeizigen Personen an meiner Schule! Aber das ist unsere Generation. Politik ist langweilig und sich dafür zu interessieren ist nicht im Mindesten etwas wert und bevor ich mich ein bisschen informiere, nehme ich lieber mein Smartphone zu Hilfe und spiele 3 Stunden Candy-crush.

Und das ist unsere Zukunft? Wird da nur mir ein bisschen Angst und Bang um die Existenz Deutschlands? Wir stellen den Fortbestand dieses Landes da und alles was uns im Alter von 15-18 Jahren interessiert, ist wie man am besten PARTY macht und was am besten zu diesen Sknny-Jeans passt. Wahrlich traurig.

Und dazu gehören möchte ich natürlich auch auf keinen Fall und deswegen ruf ich auf, sich das Interesse für Politik, Wirtschaft und Kultur nicht ebenso absprechen zu lassen, wie dieser Generation. Seid offen und neugierig in dieser Welt und nicht so absolut desinteressiert, denn das ist nicht Coolness, nein das ist Lethargie und die ist bekanntlich nicht einmal sexy. Get High! interested in science, bitch! Und mach morgen besser als heute!

Peace out und bis morgen E.G.

P.S.: Bin heute wohl ein bisschen empfindlich und wieder nicht so in Fahrt… aber wir schreiben weiter, weil muss ja, ne? Ich bin übrigens nicht immer so anstrengend vorwerfend, wenngleich ich normalerweise wirklich Talent dafür habe, anderen Menschen ein schlechtes Gewissen zu machen. In irgendetwas muss man ja gut sein, was?

* in sämtlichen Artikeln und Schriftstücken über Teenager ist das Wort »knorke« als Jugendwort abgestempelt. Wie passiert so etwas? Ich habe wirklich noch nie jemanden, geschweige denn einen Teenager, dieses Wort sagen, hören… merkwürdig. Weiß jemand woher das kommt?

Hillary Clinton – wahrlich »Gelebte Geschichte«

Heute ist in meiner Reihe »Gedanken über Menschen« eine real existierende Person dran und nachdem ich momentan versuche, mir Politik auf diesen Wege näher zu bringe, stelle ich in den folgenden Wochen eben auch immer Politiker von der ganzen Welt vor. Heute wurde die Wahl zwischen Angela Merkel und Hillary Clinton kurz und schmerzhaft von meiner lieben Mami gelöst. Einen Grund hat sie mir nicht genannt. Vielleicht ist Angela Merkel aber auch schon zu langweilig für die deutsche Gesellschaft. Aber sei es drum, hier präsentiere ich euch »Hillary Clinton« – ein Bild, wie ich sie bis jetzt sehe.

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In ihrem Lebenslauf erscheint diese Frau durchaus beeindruckend. Eine echte Karrierefrau eben. Sie hat tolle Augenbrauen und naja wie bei den meisten Menschen der Fall, sah sie früher einmal besser und vor allem auch warmherziger aus. Auf ihren Wahlfotos für die Präsidentschaftswahl für 2016 sieht sie so eiskalt und unbrechbar aus. Da kann man sich kaum noch vorstellen, dass diese Frau sich für Kinderrechte einsetzt und ehrenamtliche Tätigkeiten unterstützt hat.

Aber trotzem hat sie eine gewisse Austrahlung an sich, die eine umfassend abenteuerliche Geschichte erzählt: Schließlich ist sie als einziges Mädchen in einer Familie von sehr gläubigen Republikanern groß geworden. Und bereits in jüngsten Jahren hat diese Frau sich um Politik und Weltgeschehen geschert, während wir, die Jugend von heute nur die Bewohner von World of Warcarft aufzählen können (nicht mal das kann ich… erschreckend). Und obwohl sie bis zu ihrem 18 Lebensjahr eine Republikanerin war und auch schon in diesem Alter sogar zur Präsidentin der »Jungen Republikaner« gewählt worden war, legte sie dieses Amt nieder, weil sie, wie selbst sagte »dem Verstand nach konservativ, aber im Herzen linksliberal« war.

Nachdem sie dann Jura studiert hatte und Bill Clinton 1975 geheiratet hatte, hat sie sich immer mehr für Politik eingesetzt und wurde dann ja, wie bekannt ist an der Seite ihres Mannes First Lady der USA. Während dieser Zeit hat sie sich vor allem für Kinder eingesetzt und haha für Frauenrechte (Das ist wohl darauf zurück zuführen, dass sie abgelehnt wurde, Astronautin zu werden, nur weil sie eine Frau war). Nach der Amtszeit ihres Mannes als Präsident, hat sie sich weiterhin politisch engagiert und hatte sich 2008 für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten beworben. Hier hat sie allerdings gegen Obama verloren und hat es dann nur als Außenministerin zur beliebtesten Politikerin der USA geschafft.

Und jetzt ist sie wieder so weit, so vielversprechend, wie noch nie: Sie tritt wieder als Präsidentschaftskandidatin an und hat laut Umfragen enorm große Chancen.

Und jetzt steh ich da und runzle ein bisschen die Stirn. Einige Stimmen werden laut, die Hillary Clinton nicht als sonderlich vielversprechend einstufen und auch ich werde diesen Hauch Kälte in ihren Augen nicht los.

Jedoch würde sie dann die erste weibliche Präsidentin der USA werden und das wäre schon irgendwie genial. Und vielleicht ist hier auch der Grund ihrer kalten Ausstrahlung zu finden. Diese Dame muss sich in einer Welt voller Männer behaupten und das ist ja eines der Phänomene bei Frauen in Führungspositionen: Sie müssen immer diese Eiseskälte ausstralen, um ernst genommen zu werden…

Aber wir werden sehen und naja, sie ist mir immer noch lieber als ein Republikaner und schlussendlich kann ich es ja doch nicht beeinflussen.

Cheerio Itchy