Charlotte Brontë – Jane Eyre: eine Rezension

50-jane-eyreAutorin Charlotte Bronte
Übersetzer Gottfired Röckelein
Titel Jane Eyre
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 672 Seiten
Verlag dtv Verlag
ISBN  3423125403
Preis 9,90 € bei amazon

Genre Klassiker, slice of life, Liebesgeschichte
Erschienen 1. Juli 1998

Inhalt

Jane Eyre wächst als Waise bei ihren nicht so netten Verwandten auf und wünscht sich nichts sehnlicher, als ihrer gemeinen Tante und den fiesen Cousinen zu entfliehen. Als sie auf das Internat Lowood geschickt wird, wo sie sich alsbald als talentierte Schülerin herausmustert und auch nach ihrem Abschluss noch zwei Jahre als Lehrerin arbeitet, ändert sich ihr Leben schnell.

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Doch Jane Eyre wollte noch mehr sehen und nach einem Stellenangebotschreiben in der örtlichen Zeitung wird sie von Mrs Fairfax kontaktiert und soll fortan Gouvernante der kleinen Adele auf Thornfield Hall sein. Ein ruhiges Leben, bis der Hausherr Mr Edward Rochester sein Gut aufsucht und wieder die hitzköpfige und leidenschaftliche Jane Eyre aus der sonst so nüchternen Gouvernante rauskitzelt. Doch in den Hallen von Thornfield Hall ist noch viel mehr versteckt, als nur Staub, Steine und Glanz….

Meine Meinung

Ein goddamn Klassiker, den ich mich lange gesträubt habe, zu lesen. Einfach weil mein kindliches Herz so voller Stolz war und eine geheime Ablehnung gegen Charlotte Bronte und ihre Schwestern gehegt hat.

jane-eyre»I am no bird; and no net ensnares me: I am a free human being with an independent will.«

Denn die drei haben meine liebe Jane Austen einst herablassend als schlechte Autorin bezeichnet und ab diesem Zeitpunkt, war mein Wille die Klassiker der drei Schriftsteller Schwestern zu lesen äußerst gering. Da ich das Buch allerdings in Englisch und Deutsch in meinem Regal stehen habe, war nun endlich der Zeitpunkt gekommen und ich hab mich doch tatsächlich den gesamten Januar förmlich durch das Buch gequält.

»I had not intended to love him; the reader knows I had wrought hard to extirpate from my soul the germs of love there detected; and now, at the first renewed view of him, they spontaneously revived, great and strong! He made me love him without looking at me.«

Das Cover ist ganz nach dtv-Klassiker äußerst schlicht in Rot gehalten und mit einem Audrey Hepburn-Verschnitt auf dem Cover, der wohl Jane darstellen soll, gesegnet. Meeeep – negativ, Dude, das ist ein Grauen und wirklich so gar nicht DIE Jane Eyre.

»Do you think, because I am poor, obscure, plain and little, I am soulless and heartless? You think wrong! – I have as much soul as you, – and full as much heart! And if God had gifted me with some beauty and much wealth, I should have made it as hard for you to leave me, as it is now for me to leave you.«

Die Geschichte ist realistisch, authentisch und auch interessant, denn immerhin war Jane Eyres Leben, das hier offen gelegt wird, nicht gerade das, was man langweilig nennen würde. Vor allem die Zeit, als sie das Internat Lowood besucht hat, haben mir gut gefallen. In Thornfield Hall gab es allerdings die eine oder andere Länge und man ist nicht so einfach durch fast 700 Seiten durch, wenn man blöderweise schon die Geschichte kennt, weil man ausmr-rochester gegebenen Gründen den Film bereits angesehen hat, weil man es ja nicht mehr lesen wollte. Außerdem müssen wir auch ehrlich mit uns selbst sein, denn diese Bücher sind nunmal keine Durchrenn-Bücher mit Suchtfaktor für eine lange Nacht, sondern viel mehr gemütliche Kapitel-für-Kapitel-Bücher, denn die braucht man auch manchmal.

»It does good to no woman to be flattered [by a man] who does not intend to marry her; and it is madness in all women to let a secret love kindle within them, which, if unreturned and unknown, must devour the life that feeds it; and, if discovered and responded to, must lead, ignis-fatuus-like, into miry wilds whence there is no extrication.«

Jane Eyre ist als Kind ein Kind: leidenschaftlich, für sich selbst einstehend und am Internat ausgesprochen fleißig und folgsam. Je älter sie wird, desto stärker wird der Schutzpanzer und die Ernüchterung. Ihre Leidenschaft wird unter einer schweren Decke aus Gesellschaftsregeln und Steifheit, sowie Pragmatik versteckt. Das ist Jane Eyre.

»There is no happiness like that of being loved by your fellow creatures, and feeling that your presence is an addition to their comfort.«

Mr Rochester ist kein gutaussehender, aber beeindruckender Mann, so sagt man. Er ist zynisch, unverschämt und so tieftraurig. Er ist eine wirklich tolle fiktive Figur, man fühlt sein Wissen, seine Erfahrung und seine Weltgewandtheit in jeder Bewegung und jedem Satz, den er von sich gibt – sehr interessant, aber auch nicht mehr.

Der Schreibstil ist gut, aber nüchtern und pragmatisch, nicht ausschweifend und metaphorisch, genau wie Jane Eyre eben, die diese Geschichte ja auch erzählt.

Autor

Charlotte Brontё wurde am 21. April 1816 als älteste der drei berühmten Schwestern in Thornton, Yorkshire, geboren. Schon als Kind begann sie zu schreiben, arbeitete jedoch zunächst einige Jahre als Lehrerin und Gouvernante, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Wie ihre Schwestern veröffentlichte sie ihre Werke unter einem männlichen Pseudonym; die wahre Identität der Autorinnen gab sie 1850 in einem Vorwort zu Emily Brontёs ›Wuthering Heights‹ preis. Neben ›Jane Eyre‹ hinterließ Charlotte Brontё drei weitere Romane sowie einen gemeinsam mit ihren Schwestern publizierten Gedichtband. Sie starb 1855 in Haworth, Yorkshire.

Fazit: Jane Eyre ist ein Klassiker, spröd wie die Engländer eben, mit Aufblitzern von Leidenschaft. Ein Buch für alle, die gerne Geschichten von Jane Austen, Thomas Hardy oder anderen englischen Autoren der klassischen Literatur lesen. Für alle die, die auf interessante Frauenfiguren stehen, die ihren Weg erkämpfen und sich nicht von Männern den Weg weisen lassen. Jane Eyre – ein Klassiker, der eben ein Klassiker ist, ohne Suchtpotential aber dafür mit einer angenehmen, melancholischen Stimmung.

Plot                       ✪✪✪/5✪
Cover                   ✪✪✪/5✪
Charaktere         ✪✪✪✪/5✪

Dexy’s Midnight Runners: Come On Eileen

Come on Eileen, oh I swear what he means
At this moment, you mean everything
With you in that dress my thoughts I confess
Verge on dirty, ah come on Eileen

Während euch im Moment diese Zeilen wohl noch nicht so viel sagen, werdet ihr später sicher sagen »Ach das Lied, ja das kenne ich!«, denn für uns junge Menschen von heute (Die Jugend von heute!) ist dieses Lied wohl nicht mehr eine ganz so große Nummer.

Ganz im Gegensatz zu 1982, als dieses Lied von Heute auf Morgen auf Platz 1 der Charts in Großbritannien, den USA und Australien rutschte. In Nordamerika hat es sogar Billy Jean von Michael Jackson abgelöst!

Geschrieben und komponiert haben es der Sänger, Kevin Rowland, der Posaunenspieler Jim Paterson und der Gitarrist Al Archer der Dexys und veröffentlicht wurde es am 25. Juni 1982 auf dem Album »Too-Rye-Ay«.

Ja die Dexys, die Dexys, eine britische Pop-Band der 80er Jahre mit Soul-Einflüssen haben sich ursprünglich Dexy’s Midnight Runners genannt und haben sich 1978 aus Kevin Rowland und Kevin „Al“ Archer in Birmingham in England gegründet.

Das besondere an »Come On Eileen« ist, dass es zwar ein Song der 80er Jahre ist, aber ganz ohne Synthesizer, dafür unter anderem mit einem Banjo, einem Akkordeon, einer Geige und einem Saxophon produziert wurde.

Laut Aussagen von Kevin Rowland hat er in dem Lied  den schmalen Grat zwischen Lust und Liebe in seiner katholischen Weltsicht verarbeitet.

Demnach steht Eileen für ein Mädchen mit dem Rowland aufgewachsen ist und mit der er im Alter von 13 Jahren die ersten romantischen, ein Jahr später auch sexuelle Erfahrungen gemacht hat. Da er katholisch erzogen wurde und auch als Ministrant in der Kirche tätig war, war Sex ein Tabu-Thema und wurde als »dirty« vermittelt. Das Lied war für ihn eine Art seine Gefühle des Erwachsenwerdens auszudrücken und damit auch den Wunsch nach Freiheit von der strengen Gesellschaft.

Toora loora toora loo rye ay

Come On Eileen von Dexy’s Midnight Runners

Und habt ihr das Lied gekannt? Oder erkannt? Wie findet ihr die coolen folkigen Souleinspieler? Ah und diser absolut knorke Arbeiter-Look im Video? Wollt ihr auch wie blöd dazu tanzen? Wie fühlt ihr euch? Welche Farbe hat euer Oberteil heute? – Lasst es mich wissen!

Lasst euch nicht unterkriegen, lasst euch nicht den Mund verbieten!
Itchy

Supergalaktische Bücherjagd des Todes

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Ich bin BLOG NUMMER 1 in dieser Bücherjagd!

Freaks und Freunde  des Buches AUFGEMERKT!
Heute feiern wir, die fantastischen Anhänger DER Sekte unser größtes Heiligtum:

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Heute  am WELTTAG DES BUCHES gibt es eine wunderbare Aktion.

BLOGGER SCHENKEN LESEFREUDE

Im Zuge dessen haben sich wir, ein Haufen cooler Leute, etwas überlegt, womit ihr euch ein bisschen die Zeit vertreiben könnt. YUHEE!
Eine supergalaktische Schnitzeljagd auf den Spuren der Bücher. Durch den Jungle von Fragen und die Wüsten der Rätsel werdet ihr euch schlagen und am Ende wird etwas großartiges auf euch warten (und mit GROSSARTIG, meine ich GROSSARTIG).
Die Idee geplant haben 10 nette Buchblogs zusammen, um euch aber nicht zu sehr zu fordern 😉 haben wir uns für eine Aufteilung in zwei Gruppen (zu je 5 Blogs) entschieden.

GROSSARTIGES
1. Platz: Bücher/Buch im Wert von 20€ (ein Hardcover/zwei Taschenbücher)
2. Platz: Buch im Wert von 10€ (ein Taschenbuch)

Vorgehen:

  1. Dieser Blog ist der erste in einer Reihe von 5 Blogs
  2. Im Folgenden wird eine Frage zu einem Buch gestellt, die in den Kommentaren beantwortet werden soll
  3. Es ist ja eine »Lesefreude« für unsere Follower – demnach sind nur Stalker (aka liebe Menschen, die gerne unsere Einträge lesen) zugelassen:
    Bitte im Antwortkommentar erwähnen, ob ihr per WordPress oder Mail folgt!
  4. Außerdem werden drei Tipps für den folgenden Blog gegeben (so könnt ihr euch von Blog zu Blog weiterarbeiten! – Es soll ja eine Schnitzeljagd werden )
  5. Wenn ihr alle 5 Blogs gefunden habt und eure Antworten auf jedem Blog abgegeben habt, werden die Gewinner aus denjenigen gezogen, die die meisten richtigen Antworten haben
  6. Das Gewinnspiel endet um 23.59 Uhr am 23.04.2016

Rechtlich:

  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • Versandkosten übernehmen wir
  • dem Gewinner schreiben wir eine Mail; Adressen werden nicht weitergegeben
  • ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein oder eine Erlaubnis eurer Eltern vorlegen
  • die Auszahlung des Gewinns ist nicht möglich
  • bei Verlusten auf dem Postweg haften wir nicht
  • die Teilnahme ist nur innerhalb Deutschlands möglich

DAS RÄTSEL

Ich denke mir ein Buch – ein wunderbares Buch ohne Ende (oftmals Teil meiner schrecklich schlechten Witzekampagne) mit einem Helden, der gerne anders/besser wäre! Mit einem Jungen der auf einem Drachen reitet um zu retten, was noch zu retten ist vom magischen Land, beherrscht von der kindlichen Kaiserin. Ein Buch wie ein magisches Portal in eine Welt, geschaffen von einem Autor, der auch von zeitraubenden Männern und einem kleinen Mädchen mit Schildkröte schreibt. Ein Buch über einen Kreis aus Schlangen und eine unmissverständliche Botschaft, die dir sagt »TU WAS DU WILLST«.
(Ich hab auch eine Rezension dazu auf dem Blog 🙂 – Sucht um euer Leben)

Wie lautet der Buchtitel (inklusive Autorenname) und wie heißt die Hauptfigur der Geschichte?

Der nächste Blog als Teil unserer Schnitzeljagd

  • wird von zwei Bloggern betrieben (die auch ihre eigene Story schreiben)
  • wurde von Isa bei ihrem letzten Liebster Award getaggt
  • kommt mit auf das Bloggertreffen im Mai

Viel Spaß bim Mitmachen und Rätseln und einen wunderbaren Tag des Buches!
Wir sehen uns wieder, weil die Welt sich dreht.
Itchy

Fahrenheit 451 – Ray Bradbury: eine Rezension

09-fahrenheit-451Autor Ray Bradbury
Übersetzer Fritz Güttinger
Titel Fahrenheit 451
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 240 Seiten
Verlag Diogenes
ISBN 3257208626
Preis 9,90€ bei amazon
Genre Dystopie; Philosophie
Erschienen am 1. September 1981

Inhalt

451 ‚Fahrenheit 451‘ ist die Temperatur, bei der „Bücherpapier Feuer fängt und verbrennt“. In Ray Bradburys Zukunftsvision ist die Feuerwehr nicht mehr mit Wasserspritzen ausgerüstet, sondern mit Flammenwerfern, die genau diesen Hitzegrad erzeugen, um die letzten Zeugnisse individualistischen Denkens – die Bücher – zu vernichten. Da -beginnt der Feuerwehrmann Guy Montag, sich Fragen zu stellen… Die beängstigende Geschichte von einer Welt, in der das Bücherlesen mit Gefängnis und Tod bestraft wird, ist ein zeitloses Plädoyer für das freie Denken.

Meine Meinung

Dieses Buch ist ein weiterer Klassiker, den ich mir bei rebuy gebraucht erstanden habe, um seinen Wert zu testen.

Das Cover meiner Diogenes-Ausgabe ist nicht so wirklich schön. Man kann einen Mann mit einer Art Waldgeist tanzen sehen, doch was sie uns hier mit dem Buch in Verbindung bringen lassen wollen, kann ich nicht erkennen. Der Künstler könnte natürlich damit den Freiheitsdrang und die Muse an sich darstellen, aber so wirklich schön finde ich das nicht. Aber es gibt ja, vor allem bei den englischen Ausgaben, auch schönere Gestaltungen. Ansonsten hat das Buch im Inneren keine wirklichen Besonderheiten, abgesehen von den schwarzen Buchstaben auf weißem Grund.

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Die Geschichte ist eine Utopie bzw. viel mehr eine Dystopie und diese Geschichte ist wirklich sehr real dargestellt. Bei vielen Dystopien müsste ja doch einiges – von unserem heutigen Standpunkt aus – geschehen, um es so weit kommen zu lassen. So zu Beispiel »1984« von George Orwell oder »Schöne neue Welt« von Aldous Huxley. Es erinnert mich an eine etwas ältere Version von »Die Rebellion der Maddy Freeman« von Katie Kacvinsky, wo die Protagonistin auch gegen die absolute Desozialisierung der Welt durch den ständigen Onlinewahn kämpft. Bei Fahrenheit 451 ist das Verbrennen von Büchern eben noch einmal ein weiterer Schritt, um die Kontrolle über die Bevölkerung nicht zu verlieren. Das absurde ist ja, dass die Feuerwehr nicht mehr Feuer löscht, sondern nur noch existiert, um Bücher ins Feuer zu werfen. Enorm und genial sozialkritisch.

»Nun sah er den Mond tief am Himmel. Der Mond dort und er Mondschein, woher hatten sie ihr Licht? Von der Sonne natürlich. Und was gibt der Sonne ihr Licht? Ihr eigenes Feuer. Und die Sonne verbrennt immer weiter, Tag für Tag. Die Sonne und die Zeit. Die Sonne und die Zeit und das Verbrennen. Das Verbrennen. Sachte dümpelte er flussabwärts. Das Verbrennen. Die Sonne und jede Uhr auf Erden. Alles verschmolz ihm innerlich zu einem einzigen Ganzen. Nachdem er sich lange hatte treiben lassen auf dem Land und eine kurze Zeit auf dem Wasser, erkannte er, warum er zeit seines Lebens nie mehr brennen durfte. Die Sonne verbrannte jeden Tag. Sie verbrannte die Zeit. Die Welt raste im Kreis herum und drehte sich um ihre Achse, und die Zeit war ohnehin fleißig daran, die Jahre und die Menschen zu verbrennen, ohne daß er dabei nachhalf. Wenn auch er noch Dinge verbrannte, und die Sonne verbrannte die Zeit, dann hieß das, daß alles verbrannte.«

Die Hauptperson Guy Montag ist eben Mitglied dieser Feuerwehr und verbrennt Bücher zusammen mit seinen Kollegen. Er ist mit Mildred verheiratet und die beiden haben keine Kinder. Mildred ist ein Vorbild für die angepasste Bevölkerung. Sie verbringt den ganzen Tag immer verbunden und Fernsehend. Die Geschichte beginnt, als Guy ein kleines Mädchen, Clarisse kennenlernt und diese sich mit ihm unterhält, denn Clarisse sieht die Welt und die Menschen und auch die Probleme. Sie lebt und in Guy Montag hat sie etwas entdeckt, dass sie dazu verleitet ihm das alles zu zeigen.

Als Clarisse schließlich verschwindet, beginnt aus dem braven Feuerwehrmann Guy Montag eine lange brodelnde Revolution gegen das System hervorbrechen. Er lässt Bücher mitgehen immer eines nach dem anderen. Und als er auffliegt, begibt er sich auf die Flucht.
Ray Bradburys Schreibstil ist teilweise ein bisschen holprig, aber dann wieder so unglaublich poetisch.

Autor

Ray Bradbury gehört zu den großen Science-Fiction-Autoren Amerikas. Geboren 1920 in Waukegan, Illinois, begann Bradbury unmittelbar nach der Highschool mit dem Schreiben fantastischer Geschichten. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich anfangs noch als Zeitungsverkäufer, bald aber konnte er seine Erzählungen in diversen Zeitschriften veröffentlichen. 1953 wurde Bradbury mit seinem Roman „Fahrenheit 451“ schlagartig weltberühmt, nicht zuletzt auch dank der Verfilmung durch François Truffaut. Mehr als 600 Geschichten und über 30 Bücher hat der Vater von vier Töchtern seither publiziert. Aber auch außerhalb der Literatur ist Bradbury immer wieder gefragt: U. a. engagierte er sich als Experte für das Fantastische bei Disneyland Paris. Heute lebt Bradbury in Los Angeles

Fazit: Ein Klassiker und eine Dystopie, die ich jedem empfehlen kann, vor allem den Bücherliebhabern und den Freunden poetischer und sozialkritischer Bücher und Geschichten, denn das hier ist die Liebesgeschichte vom Leben und dir selbst!
Plot ✪✪✪✪✪/5✪
Cover ✪✪✪/5✪
Charaktere ✪✪✪✪/5✪

»Alles will ich jetzt sehen. Wenn es in mich hineingeht, gehört zwar noch nichts davon zu mir selbst, aber nach einiger Zeit schließt sich innwendig alles zusammen, und dann gehört es zu mir selbst. Schau dir die Welt dort draußen an, du mein Gott, schau sie dir an dort draußen, vor deiner Nase, und die einzige Möglichkeit, überhaupt an sie heranzukommen, ist, sie dorthin zu tun, wo sie schließlich zu mir gehört, zu meinem eigene Fleisch und Blut. Ich will sie mir aneignen, daß sie mir nie wieder entrinnt. Ich will sie mir einverleiben, mit einem Finger rühre ich bereits daran, das ist ein Anfang.«

Der Zauberer von Oz – Lyman Frank Baum: eine Rezension

Autor  Lyman Frank Baum
Übersetzer Felix Mayer
Titel Der Zauberer von Oz
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 191 Seiten
Verlag Anaconda
ISBN 3866478569
Preis 4,95 € bei amazon
Genre Klassiker, Kinderbuch, Abenteuer, Fantasy
Erschienen am 05. August 2012

Inhalt

Ein Wirbelsturm hat die kleine Dorothy und ihren Hund Toto weit von zu Hause fortgeweht. Nun machen sie sich auf den Weg zum Zauberer von Oz, damit er ihnen hilft. Die Vogelscheuche, der ängstliche Löwe und der Blechmann werden zu ihren Gefährten, denn auch sie erhoffen sich vom Zauberer, was sie sich jeweils am meisten wünschen: Verstand, Mut und ein Herz.

Meine Meinung

Das Cover meiner Ausgabe der Geschichte aus dem Anaconda-Verlag ist nicht schlecht gezeichnet, aber etwas merkwürdig und eben auch recht unrichtig. Vor allem bei wichtigen Details, finde ich eser ein bisschen unpassend. Aber das habe ich ja schon bei meinen Jane Austen Büchern (ebenfalls von Anaconda) bemerkt. Aber was soll man machen, es war recht günstig bei rebuy.de zu ergattern und ist eben ein Kinderbuch-Klassiker.

»Ich bin der Große und Schreckliche Oz. Wer bist du, und weshalb suchst du mich auf?«

Umrahmt ist das Coverbild von eine gestreiften breien Rand, auf dessen roten Bereiche die Silhouette einer Hexe zu sehen ist. Im oberen Bereich ist in schwarzer Schrift der Titel zu lesen und darunter ist eine Szene aus dem Buch dargestellt, als Dorothy und der Löwe von der einschläfernden Wirkung des riesigen Mohnfeldes langsam ins Land der Träume entschwinden. Die Farbe von Dorothys Kleid ist ein großer Makel, dieses hat schließlich blau kariert und nicht rot zu sein. Ebenso das Fehlen des kleinen Hundes und die Existenz eines weiteren Mannes (wer ist das?) verwirrt ein bisschen, oder? Davon abgesehen haben wir ein Hardcover vorliegen und das Buch ist im Inneren sehr schlicht gehalten mit Untermalung kleiner noch unpassender Zeichnungen. Dorothy sieht aus, als wäre sie 5 Jahre alt.

»Ich finde, du bist ein sehr schlechter Mensch«, sagte Dorothy
»Nein, meine Liebe, ich bin viel mehr ein sehr gute Mensch, aber, wie ich zugeben muss, ein sehr schlechter Zauberer.«

Den Inhalt kann ich recht positiv bewerten, denn es wird Kindern doch so einiges aus der Welt gezeigt, was schlecht ist und man wird ganz gut unterhalten. Dieser Klassiker ist wohl nicht unbedingt fälschlicherweise noch so bekannt und angesagt.
Dorothy ist ein kleines Mädchen von vielleicht 14 Jahren und lebt mit ihrer Tante und ihrem Onkel in einer sehr trockenen Gegend. Als sie von einem Wirbelsturm nach Oz getragen wird, erlebt sie dort einige Abenteuer, eckt einen Schwindel auf, verhilft ihren neuen Freunden zu ihrem Begehren und kann das Land von allem Unglück befreien. Sie ist etwas naiv, aber gleichzeitig lieb und mutig. Sie möchte im Grunde niemanden etwas Böses, sondern nur nach Hause, damit sich dort niemand Sorgen machen muss.

»Ich bin sicher, dass du ausreichend Mut besitzt«, antwortete Oz. »Was dir fehlt, ist Selbstvertrauen. Kein Lebewesen ist frei von Angst, wenn es sich Gefahr ausgesetzt sieht. Wahrer Mut besteht darin, sich der Gefahr zu stellen, obwohl man Angst hat, und diese Art von Mut besitzt du reichlich.«

Ihre Freunde die Vogelscheuche, die sich nichts sehnlicher wünscht, als Verstand bemerkt gar nicht, dass sie diesen bereits besitzt. Der Blechmann stellt seine Gutherzigkeit auch nicht fest und der Löwe verwechselt Angst mit fehlendem Selbstbewusstsein. Sie sind beindruckende Gestalten und Charaktere. Die böse Hexe und Oz sind ebenso durchdachte und interessante Personen.

Für ein Kinderbuch fehlt ihnen allen die Tiefe, aber sie erscheinen trotzdem annehmbar. Aber auch die fliegenden Affen und anderen Fabelwesen sind eine wunderbare Erfindung, welche für Kinder einen Schubs in Richtung der eigenen Fantasie beeutet.
Geschrieben ist das Buch eben kindgerecht und flüssig zu lesen. Ein schönes Buch.

Autor

Frank L. Baum wird am 15. Mai 1856 in Chittanango im Staate New York geboren. Zu seinem 15. Geburtstag schenkt ihm sein Vater eine Druckerpresse. Dieses Geschenk weckt Baums Interesse am Schreiben. Allerdings versucht sich der Schöpfer von Oz vor seinem großen Erfolg in zahlreichen Geschäftsfeldern. Erst als Familienvater entschließt sich Baum, Geschichten für Kinder zu erfinden. Mit 44 Jahren schreibt er schließlich die märchenhafte Erzählung um das Mädchen Dorothy mit dem Titel Der Zauberer von Oz. Die Veröffentlichung macht ihn im Jahr 1900 schlagartig berühmt. Frank L. Baum stirbt am 6. Mai 1919 in Hollywood.

Fazit: Ich denke, ich könnte es den Liebhabern von ruhiger Literatur und Literatur insgesamt empfehlen. Die Menschen, die nur Bücher mit enormer Spannung lesen, sollten sich lieber einen Krimi zur Hand nehmen. Aber zum Vorlesen für Kinder, kann ich es nur empfehlen.

Plot – Bewertung: ✪✪✪✪/5✪
Cover – Bewertung: ✪✪✪/5✪
Charaktere – Bewertung: ✪✪✪/5✪

I am SHERlocked

Heute reden wir wieder einmal über eine fiktive Figur, die es schon eine geraume Zeit in den Köpfen der Menscheit gibt. Ein absolut beliebter Klassiker, der schon öfters verfilmt wurde, als jedes Jane Austen Buch.

Meine Damen und Herren

Sherlock Holmes

Der einzig wahre. Ich bin nicht nur Fan des geschriebenen Sherlock von Sir Arthur Conan Doyle, sondern auch von 07-sherlockder neueren Verfilmung mit Robert Downey Jr. und natürlich hauptsächlich die liebe Serie von BBC »Sherlock«. Wer Sherlock Holmes nicht interessant und beeindruckend findet, hat entweder etwas gegen Unmenschlichkeit oder kennt ihn nicht. Denn dieser facettenreiche Charakter ist einfach berauschend interressant. So verschroben und gleichzeitig absonderlich menschlich. Er, der gerne Geige spielt, sich bisweile einigelt und sich manchmal auch wochenlang nur von Alkohol ernährt.

Und zusammen mit John Watson sind sie das bekannteste Duo der Detektivgeschichten. Dass ich ihn so gerne mag, wird wohl an meinem früheren Wunsch Detektiv zu werden, keinerlei Anteil nehmen.

»Sie senken den IQ der ganzen Straße.« – Sherlock

Er benimmt sich fast immer Vernunft-gesteuert und wenn dann manchmal das Kind aus ihm heraus kommt, wird man so unglaublich überrascht, dass man ihn noch fester ins Herz schließt. Denn was ist ein Sherlock Holmes schon ohne seine Aussetzer der eigenen Person. Und von seinen unglaublichen Fähigkeiten haben wir ja noch gar nicht gesprochen.

Er kann dir einen 20 Seitigen Essay über einen Menschen schreiben, indem er ihn sich nur 1 Minute lang anguckt. Er kann anhand deiner Haare erkennen, dass du gerne Frischkornbrei zum Frühstück isst und nur durch das Betrachten eines Bogen Papiers kann er dir eräutern, wer der Möder des Premierministers ist.

Und dann wäre da noch seine Arroganz und Ignoranz, die uns an jeden anderem Mann stören würde, aber diesem Typen genau das richtige gibt, was er braucht, um uns zum seufzen zu bringen.

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Dass Sherlock Holmes dann auch noch so wunderbar britisch ist, bringt ihm auch noch Sympathiepunkte. Denn das ist es, was wir wollen. Intelligente Männer mit seltsamen Marotten und britischen Akzent. ♥

Benedikt Cumberbatch ist zwar nicht unbedingt mein Fall, was die Ästhetik anbelangt, doch seine Schauspielkunst ist das, was ihn uns ebenso lieben lässt, wie die Figur, die er verkörpert. Und weil wir dann schon bei den ganz anderen Dingen sind, sollte ich noch meine Freude über »Johnlock« äußern.

Das Ship schlechthin, dass wahrscheinlich ebenso viel fanart auf google-Suche auftauchen lässt, wie Harry Potter. Der Otter und der Igel. Der Hobbit-Darsteller Martin Freeman ist eben auch unser perfekter John. Und zusammen lieben wir sie und sie sich. Denn nichts und niemand ist für Sherlock so wichtig, wie sein John, sein wertvoller kleiner Hund. Der Blogger. 🙂

Und wenn ihr BBC Sherlock noch nicht kennt, dann solltet ihr das schleunigst nachholen. Es ist übrigens eine moderne Adaption von Sherlock Holmes, aber deswegen nicht weniger gut. Wirklich ein muss!

Dann wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag oder dann eine wunderbare Woche, aber keine Sorge:

»nächstes Wochenende ist wieder Wochenende« und »nur noch ein Tag, dann ist morgen«

Keep your head up! Es wird schon wieder!

(Vielleicht sollte ich doch Motivator werden. Das kann ich fast schon so gut, wie ein schlechtes Gewissen machen. :))

Cheerio

E.G.

Woche 8

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Hallo www,

heute sind wir am letzten Tag dieser so wunderbaren Ferien angekommen und das ist wahrlich deprimierend. Gerade diese letzte Woche war wirklich nett. Das Wetter war perfekt, meine Liste so gut, wie abgearbeitet, mein Kopfchaos wieder aushaltbarer. Ich hab ein bisschen zu mir selbst gefunden. Den Montag und Dienstag nicht wirklich zu zählen, wäre wahrscheinlich einleuchtend. Ich habe ausschließlich, wie immer in den Ferien bis ca 10.00 Uhr geschlafen und hab den Rest des Tages damit verbracht, unnötiges Geklimper auf meiner Gitarre zu fabrizieren und diese bescheuerte Zwischenstandpräsentation für die Facharbeit zu basteln.

Am Mittwoch war ich im Himmel auf Erden, dem Elternhaus meiner Mutter, wo das Gasthaus meines Onkels residiert und dort haben wir mitgeholfen lieferbares Essen zu zaubern. Toller Tag.

Den Donnerstag, Freitag und Samstag habe ich doch tatsächlich, wie gewöhnliche Ferientage verbracht: Ein Besuch des ortsnahen Freibades. Einfach wunderbar. Andererseits hatte ich am Donnerstag, so fürchte ich, einen kleinen Sonnenstich. Wahrlich nicht angenehm, aber ich habe es überlebt.

Und heute am Sonntag war ich mit meiner Mami und einer Freundin auf einem Kunsthandwerksmarkt, auf dem ich ein wunderbares Lesezeichen erstanden habe. Im Anschluss waren wir noch am See und haben »Phase 10« gespielt. Ich fordere noch Revenge!

Und die nächste Woche wird sicher ganz nett. Bis auf die Rückgabe der Deutsch- und Geschichts-/Sozialkundeklausur. Außerdem haben wir am morgigen Tag, wohlgemerkt dem freien Nachmittag unserer vollgestopften Woche noch diese blöde und vor allem unnötige Zwischenstandpräsentation unserer Facharbeit. Nicht nur, dass ich mich wirklich über einen freien Nachmittag gefreut habe, nein blöderweise hat morgen auch noch mein kleiner Cousin Geburtstag und wegen diesem Mist, komme ich erst so spät dort hin. Manno 😦

Hoch kommt auch noch, dass unsere Seminarlehrerin so eine merkwürdige und anstrengende Person ist, dass ich mir manchmal nicht ganz sicher bin, ob sie nicht schwere, schwere soziale Probleme hat.

Aber genug des Ärgers. Ich werde mich jetzt entspannt in mein Bettchen kuscheln, Französischvokabeln angucken und Fahrenheit 451 von Ray Bradbury lesen (es wird immer besser und besser).

Cheerio und einen guten Start in die Woche!

Itchy