19 – und jetzt?

Vor so ziemlich genau 2,5 Wochen hat sich wieder einmal der Tag meiner Geburt gejährt.
Wir sind jetzt 19 Jahre alt, kommen uns tatsächlich auch endlich mal krass erwachsener vor und sind irgendwie trotzdem ein bisschen neben der Spur.

An besagtem Tag war das Gefühl des älter werdens nicht so wirklich da, denn wenn dir dann um 0.00 Uhr die lieben Waldmenschen eine wunderbar bescheuerte Geburtstagsnachricht schicken und du darauf nur mit Sarkasmus und ein paar Emojis reagieren kannst, dann ist das zwar echt schön, aber auch nur so halb Geburtstag.

Denn du wachst nicht auf, gehst in die Küche und Mama schmeist den grausamen Geburtstagstusch an, wie eigentlich schon immer.

Du isst nicht etwa schon mal ein Stück vom russischen Zupfkuchen, den es jedes Jahr an deinem Geburtstag gibt.
Du hältst nicht die Blödmänner von Klassenkameraden auf, sobald sie von deinem Ehrentag wissen, einen jeden Lehrer davon zu überzeugen, dass dir alle ein Lied schmettern müssen (immerhin ist das ja auch überhaupt nicht eigennützig, um den Unterricht zu verzögern).Du kommst auch nicht Mittags nach Hause und wartest auf die Verwandtschaft, mit denen du dann erst nochmal Kuchen isst, sämtliche Playmobilsachen vom Dachboden holst oder zusammen Ubongo bis zum Umfallen spielst.
Du fällst auch nicht am Abend vollkommen erschöpft ins Bett und strahlst trotzdem noch.

Stattdessen bist du am Morgen deines 19. Geburtstags etwas neben der Spur, vergisst auf dem Rausweg deine Kopfhörer, machst dich dann auf den Weg zur Arbeit durch diese graue Kleinstadt, die du vorrübergehend deinen Zweitwohnplatz nennst und landest auf der Arbeit, wo alle erst ganz geschäftig wirken und dann nachdem etwas weniger wichtiges geklärt ist, stellen sich deine Arbeitskollegen auf und singen „Happy Birthday“ für dich.

Dann überreichen sie dir einen total süßen Gutschein für einen Kinobesuch inklusive Popcorn und Spezi (ich bin großer Spezifan!) und du musst noch eine Stunde später grinsen.

Den ganzen Tag auf der Arbeit bekommst du dann nette Nachrichten von deinen Freunden und der Familie und hast dann noch bis um 19.00 Uhr zu tun, weil ja noch eine Reportage über die Tanzgarde aufgenommen werden muss.
Nach den Aufnahmen setzt du dich aber endlich fast schon zu müde, aber voller Vorfreude ins Auto und fährst die zwei Stunden in die Heimat, um da von den Eltern in die Arme geschlossen zu werden und ersteinmal gemeinsam mit einem kleinen Gläschen Eierlikör anzustoßen.

Noch nie in meinem Leben hab ich meinen Geburtstag am offiziellen Tag so wenig gefeiert und ich fand es erstaunlich gut den Tag der Existenz nicht direkt am Tag der Existenz zu feiern. Wir haben dann den Tag drauf gefeiert, dass ich jetzt 19 Jahre zähle und da genauso wie immer und das war super, weil nicht am laufenden Band das Telefon geklingelt hat, sondern viel mehr alles entspannt war.

Jetzt bin ich 19 Jahre alt und das auch schon fast 3 Wochen lang und es fühlt sich gut an und wirklich fast schon ernstnehmbar, denn nicht mehr lange und ich bin kein blutiger Anfänger mehr.
Eine tolle Kollegin (die mir ein Harry Potter-Ausmalbuch geschenkt hat!!) meinte, dass sie findet, dass man mit 18 noch so »Hach, süß 18, gerade so nicht mehr Teenager« ist und mit 19 schon eher »solide 19, das ist ein Mensch der ins Leben startet, aber schon auch wirklich krass cool ist« (also der letzte Satz ist von mir…) und genau so geht es mir. Ich bemerke nun, dass ich mich tatsächlich abhängig von einer winzigen Zahl (und einem Jahr) erfahrener und selbstständiger, in mir ruhender fühle.

schwindeligManchmal überrennt mich das dann auch und ich wanke für einen Moment, oder mir geht alles zu schnell, wie gerade jetzt. Alles geht so schnell und reisend und mir schwirrt der Kopf. Mir ist nicht mal nur metaphorisch schwindelig, wenn ich aufstehe, wenn ich die Augen schließe oder wenn ich um eine Ecke biege.

Als würde auch mein Körper nicht mehr so ganz durchblicken was passiert, ein bisschen wie Schleudertrauma nur nicht so negativ oder nicht so klar.

Wir hatten in der letzten Woche unser zweites FSJ-Seminar mit dem Thema Identität und da gibt es doch diese Karten mit den Wesen, die mal ausschauen wie Toast, mal wie eine Kartoffel, mal wie ein Marshmallow und die geben alle eine Stimmung wieder und genau da ist mir aufgefallen, dass ich mich schwindelig fühle:

Die Zeit rennt, mein Kopf rennt, mein Leben rennt und das immer schneller und wilder und manchmal drehen sie auch alle zusammen Ehrenrunden, weil sie ja nicht zu schnell sein wollen, weil das nicht gut geht und dann wird mir ganz schwündelig, weil…
… ja weil halt.

Vielleicht sollten wir diesen Blogeintrag hier beenden.
Das ist ein Verwirrungspost, weil sich die Welt manchmal zu schnell dreht und wir es ja doch nicht schaffen mitzuhalten und deswegen sollten wir nicht immer wie verrückt versuchen mitzuhalten, weil das viel zu viel ist.

Ich werde mich jetzt für einen Moment entspannt an den Spielfeldrand setzen, ein paar Flaschen Wasser trinken und meinen Hochroten Kopf dabei abkühlen lassen.

Nicht alles ist ein Wettrennen, aber alles ist eine Schlacht und manchmal muss man sich und seine Schar zurückziehen, um dann wieder gestärkt und gefestigter in den Tag zu starten.

Hi, mein Name ist Itchy und ich ruhe mich jetzt nochmal ein bisschen aus, bevor ich wieder voll durchstarte.

Peek-A-Boo

Mein Statement zur Kunst

Nach einer kurzen Wiedereingliederung von drei Arikeln, kommt jetzt eine kleine Erkärung.

Gerüchte wurden schon über mich gestreut, manch einer dachte, ich wäre gestorben.
Das Leben in dieser Welt steht am Zenit.

»Und was hast du so gemacht über Weihnachten?«
»Ich hab Fanart für meinen Blog gemalt.«
»Ich finde das toll, man soll ja selbst sein größter Fan sein.«

Und genau das hab ich jetzt gemacht – nicht etwas Fanart von mir und meinem lieben Blog – nein ich hab Fanart gezeichnet, gemalt, eingescannt und bearbeitet.
Für den Blog, damit alles seine Urheberrechtsrichtigkeit hat.

Deswegen gibt es jetzt zu sämtliche Rezensionen, Gedanken über Persönlichkeiten und zu ein paar andere Artikel selbstgezeichnete Kunstwerke.

Das ist übrigens nicht nur eine Erklärung, sondern auch ein dezenter Hinweis darauf, dass ihr gerne meine älteren Beiträge durchstöbern dürft!
Ja, also das ist wirklich nur ein dezenter Hinweis!
Ganz subtil, ganz subtil.

Ja und dann gibt es da noch das Blogtheme, das zwar beibehalten wurde, aber um ein tolles neues Header erweitert wurde! (Oh, was bin ich stolz darauf!)

fertiges-header

Ja und überhaupt sieht es jetzt endlich mal so aus, wie ich es schon immer gerne haben wollte!

erstes-design-mit-dem-ich-zufrieden-bin

Deswegen oder vielleicht auch einfach, weil mein Kopf keine Zeit für so viele Sachen gleichzeitig hat oder vielleicht auch weil die Muse fehlte, war ich in der Zeit einfach nicht so bereit weierhin den Blog mit Inhalten zu füttern.

Das hat mir eigentlich wirklich gut getan! Jetzt bin ich auch wieder bereiter und überhaupt zufriedener mit mir und meinem Blog.

Einzig alleine eine Sache fehlt mir jetzt noch: eine eigene Blogdomain!
Ohne ».wordpress.de «, das wäre toll.
Ein Problem stellt sich mir jetzt noch: Wie mache ich das genau?

  • Kaufe ich bei wordpress.com den Tarif »persönlich« (inklusive eigener Domain und mehr Speicherplatz)?
  • Oder lade ich mir bei wordpress.org wordpress auf den PC und hoste dann meine eigene Domain bei einem anderen Service?
    Wobei dann auch die Frage nach dem richtigen Service aufkommt?

Ich hab schon die Vor- und Nachteile erforscht, bin mir aber nicht sicher, ob ich das wirklich möchte, dass ich mich komplett selbst absichere vor Hacker etc.?
Andererseits kann man bei wordpress.org ein eigenes Theme programmieren, aber da ich jetzt noch nicht so wirklich in HTML fit bin ist das eh noch kein Thema.

Das ist eine entscheidente Frage/wichtige Fragen! Und ich bin wahrlich überfordert!
Wie sieht das denn bei meinen Kollegen aus, die eine eigene Domain haben?
(Also ich beziehe mich da auf Isabella von chaosdiaries, Kati von Zeitzulesen und Julia von Julias Wunderland und die andere natürlich, die auch eine eigene Domain haben).

Ich war schon lange nicht mehr so stolz auf mich, wie nach dem Fertigstellen der ganzen Bildchen, denn immerhin hab ich die Woche vor Weihnachten, die Woche zwischen Weihnachten und Silvester und die Woche nach Silvester daran gearbeitet.
Der Header entspricht endlich meinen Vorstellungen!

Desweiteren hab ich dann noch von einem meiner Waldmenschen (eben jener mit dem auch das obige Gespräch entstanden ist) tatsächlich Fanart von mir bekommen.
Robin von Tintenwolken ist nämlich wirklich mein größter Fan, oder?

fanart-von-mir

Und genau damit möchte mich absolut zurückmelden – zurück zum Dienst, um euch zu begeistern mit der Kunst, der Kultur, dem Leben und meiner Person.
Auch Hallo du da hinten in der Ecke, der mich heimlich liest!
Und auch Hallo an meine Mama, die mir jetzt sogar per Mail folgt!

Bis dass die Welt sich nicht mehr dreht!
Itchy

Bitches I’m Back!?!

Anmerkung: Bitches, die ist geschlechterneutral zu werten; genauso wie Dude, Bro und Mate!

Hallo und herzlich Willkommen zurück im Bann des Wahnsinns!
Nicht ganz 3 Monate ist es her, dass ich meinen letzten bewusst geplanten Blogeintrag gepostet habe. Zwischendrin sind noch drei Posts aufgetaucht, die eben gepostet werden mussten. Aber jetzt sind wir ja hier und wir sind frei! (also wirklich: am Freitag ist noch unser Abiball und die Zeugnisverleihung und das war es dann mit der guten, alten Schule).

Die Zeit der letzten (genau) 75 Tage habe ich mich zwar durchaus im Bloggerversum augehalten und fleißig kommentiert (irgendwohin muss ja dieser Gedankenstrom hin) und geliked, aber ein Blogeintrag kam nicht, einfach weil ich mich gerne konzentriert habe auf die Schule und nicht immer mit diesem schlechten Gewissen beladen sein wollte, dass ich hier nichts Neues schreibe. Stattdessen habe ich mich dann lieber mit Analysis und Stochastik, der Dramenanalyse und Englischvokabeln beschäftigt. Lieber wäre übertrieben. Es war schön nicht andauernd darüber nachdenken zu müssen, was man als nächstes schreibt, aber gleichzeitig habe ich mein regelmäßiges feedback zu meinem Geschreibsel vermisst; ja ich bin immer noch sooo teenager, dass ich mehr Aufmerksamkeit brauche, als gut für mich ist!

Aber nachdem auch die mündlichen Prüfungen geregelt waren und die ganzen Bilder für die Abizeitung endlich auf meinem Rechner waren, konnte man sich wieder WIRKLICH notwendigen Dingen im Leben widmen: Zum einen DEM LESEN, das ich in meinem ganzen Leben noch nie so vernachlässt habe, meinem Quaos von einem ZIMMER (Schulsachen auf den Dachboden räumen ist auch viel erleichternder, als Verbrennen, das macht man nicht) und dem Quaos von einem BLOG!
Dementsprechend habe ich also in meinem Leseverhalten, in meinem Leben und meinem Bloggerleben aufgeräumt und bin doch einigermaßen zufrieden, nur das Lesen will immer noch nicht so, weil ich eben mit anderem Mist beschäftigt bin, den ich vorher immer aufgeschoben habe – meh!

Aber jetzt bin ich ja hier und ich verweise mit einer überstolzen Übertriebenheit (eigentlich eine Nötigung) auf meine neu gestalteten Seiten:

schreiberlingbüchermusik

(einfach draufklicken!! – also wirklich!)

Saß wirklich eine halbe Ewigkeit alleine da, um mit Gimp irgendwas zu basteln, mit dem ich zufrieden sein kann und auch für meine Selbstvorstellung ist etwas Neues überlegt. Das präsentierende und aktuelle Selfie fehlt: ich warte auf einen Tag, an dem ich nicht soo müde, aufgegessen und wieder ausgespuckt aussehe; vielleicht in der Zukunft!

In den nächsten Tagen soll noch so einiges kommen, dass euch wieder auf den laufenden Stand in meinem irre WICHTIGEN Leben bringt, damit wir uns durch die digitale Welt wieder verbunden fühlen!

Ach und an alle Menschen, die sich nicht so glücklich fühlen: macht das Abi fertig, das sind so viele Erleichterungsglückshormone, da platzt du fast und kannst es auch nicht so wirklich fassen, dass du es nach 12 Jahren in der Hand hältst, diesen Wisch.

Ach und weil ich gerade so in dieser Stimmung bin, genau zu erfahren, wie ihr euch fühlt (ihr, die nun bereits auf 90 Follower bei wordpress angeschwollen seit! – Chapeau)

Wie geht es euch, da draußen? Was ist euer momentanes Nahziel? Welche Beschäftigung wird gesucht, wenn man Zeit hat? Was ist Zeit? – Lasst es mich wissen!

Cheerio, Itchy

El futuro – ich bin Idealist!

Uns Teeenager beschäftigz natürlich nichts anderes, als unsere eigene Person, das ist doch wohl klar! Schließlich sind wir die egozentrischsten Menschen auf diesem Planeten:

»I feel stupid and contagious
Here we are now, entertain us«
– Nirvana: Smells like Teen Spirit

Genau deswegen beschäftigen wir uns auch nur mit unseren Problemen und alles was uns alleine betrifft – so sind wir nuneinmal!?!  Bullshit! Aber trotzdem muss man sagen, dass MENSCHEN nuneinmal so sind und ich bilde da keine löbliche Ausnahme.

Deswegen heute hier und jetzt wieder einmal ein Rumgejammer wegen der schrecklichen Zukunft – der einzigen Sache, die uns wirklich schrecken kann.

In den nächste Wochen machen wir zum letzten Mal das, was wir schon unsere Leben lang bis jetzt gemacht haben: lernen für ein paar wenige Prüfungen, die im Nachhinein keinen mehr interessieren und zwar das Wissen, dass niemand mehr später abfragen wird. Klasse. Aber damit haben wir uns schon abgefunden, schließlich ist es trotz allem noch irgendetwas, das wir in unserer kleinen Welt verkraften und nachvolziehen können. Aber die Zeit danach, das ist es, was wirklich ein flaues Gefühl am ganzen Körper verursacht:

DIE ZUKUNFT

Uns wurde schon vor Jahren und auch jetzt immer noch ein bisschen Information zugesteckt, die uns dennoch nicht weniger sondern im Gegenteil absolut panisch hat werden lassen: etwas Info lässt immerhin noch viel mehr Fragen offen!
Selbst wenn wir dann einen Plan haben, besteht immer noch eine so unwahrscheinlich große Wahrscheinlichkeit, dass wir versagen, sich alle Träume in Luft und Abgase verwandeln und die Dunkelheit über das Auenland hereinbricht.

Und dann gibt es da noch die Menschen – oh ja diese die Welt-bevölkernde Spezies mit langen Fingern – die dich noch viel »zuversichtlicher« werden lassen.
Diese elenden vom Leben gezeichneten Pessimisten, die dir vorhalten wollen, dass Sicherheit und Einkommen das Einzige sind, dass du anstreben solltest:
hau Spaß und Freude in die Tonne – Schuften bis zum Burn-out, welch eine Wonne!

Das Beste ist, wenn dir das die erzähen, die selbst so schrecklich unglücklich sind in ihren Beruf, in dem sie ziemlich gut verdienen und am liebsten etwas ganz anderes machen wollen. Oder die, die selbst darüber klagen, dass ihnen in der Schule immer nur eingetrichtert wurde, dass Sekretärin der einzige Beruf für ein Mädchen ist, rümpfen die Nase, wenn du deine blendende und supercoole (aber leider fast unerreichbare) Zukunft in der Musikjournalismusbranche beschreibst: so kann man einem wirklich fast alles schlecht reden.

Endgültig sitzen wir dann wieder über dem dicken Heft mit den Lehrberufen oder dem über die Studiengänge in Deutschland und seufzen jedes Mal aufs Neue laut auf, wenn wir die Beschreibung von Wirtschaftsinformatik durchlesen und uns schon bei dem Gedanken daran die Magensäure und der Schlaf überkommt.
Die Realisten werfen dir dann vor, wenn du ihnen alle Berufe aufzählst, die du NICHT machen möchtest, dass du immer so pessimistisch bist: Entschuldigung, wenn ich mal nicht super gelangweilt sein möchte, sondern das halbe Leben, dass ich nunmal im Beruf verbringe auch zu meinen glücklichen Stunden zählen möchte. Entschuldige, dass Lehramt nunmal nach einem der unangenehmsten Berufe im Universum klingt und dass ich auch mit Medizin oder BWL überhaupt kein Interesse verbinde. Entschuldige, dass die Geisteswissenschaften soviel verlockender klingen und meine Anpassungsfähigkeit fahneschwenkenden untergeht, wenn die sichere Alternative-Abenteuerinsel in Sicht kommt.

Ich habe manchmal das Gefühl, als würde von »Erwachsenen« absichtlich jeder Traum zerstört werden, weil alles so fürchterlich ernst ist: ich brauche kein so sicheres Einkommen, wenn ich keine Familie durchzufüttern habe und wenn der IDEALISMUS bereits bei uns jungen Menschen bei der »Telecom« oder beim »International Management« endet, wann werden wir je wieder mit frohen und mutigen Schritten einfach das tun, das uns inspiriert und antreibt?

Wenn jemand diese Berufe anstrebt, dann wir, die noch nicht wirklich viele Enttäuschungen im Leben erlebt haben und im Gegensatz zu den anderen noch fliegen und nicht auf dem Boden der Tatsachen angekommen sind. Oder?

Schließlich lerne ich hier noch Menschen kennen, die sich genau das Gleiche überlegt haben und deswegen wirklich entzückend sind, mich doch bestärken, wenn ich vollkommen vernebelt mit dem Kopf in den Wolken diesen »unerreichbaren« Träumen nacheifere: ich möchte kein freischaffender Maler werden oder Bildhauer, nein ich möchte Buchhändlerin werden und später im Kulturjournalismus über Theaterabende, neue Filme und Literatur schreiben: das klingt nicht so verrückt, aber sooo UNSICHER in den Ohren der Menschen mit ihren Berufen als Krankenpfleger/in, Lehrer/in oder Ingenieur/in.

Deswegen ist das ein Jammern und gleichzeitig ein Appell an alle da draußen, die mit sich hadern: seid mutig und versucht euch!

Nennt mich einen Idealist, denn genau das bin ich!
Itchy

Freakin 18!

Berechnet ist es in meinem Kopf natürlich schon eine Weile und es fühlt sich auch alles andere als real an, denn wir sind jetzt »unabhängig«, wie man so schön sagt. Unabhängig und frei, ich kann jetzt alle Entscheidungen im Leben ohne einen gesetzlichen Vormund treffen, ich bin das, was man im Volksmund nicht mehr halbstark, sondern VOLLJÄHRIG nennt. Ja mann, volljährig, so wie in »Volljährig und 18 Jahre alt«.

Auf dem Papier, wohlgemerkt! Ansonsten sitze ich immer noch genauso, wie vorher in meinem Zimmer herum und mit meinen Eltern beim Abendbrot. Ich hab nach wie vor »Minderwertigkeitskomplexe« aufgrund meiner relativ normalen (aber doch recht kleinen!) Größe, habe immer noch das Gefühl jeden Moment in Schnappatmung zu verfallen, wenn ich an eine eigene Wohnung, eine fremde Großstadt und mich mittendrin, ganz alleine denke. Ich bin immer noch ein wenig eingeschüchtert von der Zukunft, denn das ist jetzt, wo ich die vollkommene Verantwortung übernehmen soll, so viel präsenter und einfach beängstigend.

Ich bin jetzt »erwachsen«, ich darf alleine mit unserem kleinen klapprigen Subaru Bus in die Schule fahren, dabei lautstark (und wie ein echtes Klischee) die Eagles aufdrehen und mit absoluter Coolnes neben dem Lehrerparkplatz den Motor ausschalten. Ich kann jetzt ohne Aufsicht und absolut legal ein 18-Bändchen an Festivals tragen, ich kann an Gewinnspielen teilnehmen ohne die Erlaubnis meiner Eltern zu benötigen und ich kann mich ganz einfach selbst in der Schule entschuldigen. Das klingt in meinen Ohren wirklich nett und auch wie ein Abenteuer, das man nicht verpassen sollte. Keine Sorge, ich bin schon mittendrin, voll dabei und irgendwie sowas von verunsichert.

Seit 8 Tagen kann ich mich zu diesen Menschen zählen, die absolute Verantwortung für ihr Handeln tragen müssen. Ich soll mich jetzt verantwortungsbewusst und reif verhalten, meine Ziele und meinen Weg finden, mich mit Bahnkarten auskennen, wissen, wie man die Steuer bearbeitet, wie man einen Mietsvertrag ausfüllt… Weil ich 18 bin!

Aber, so wie man es nicht anders erwartet, fühle ich mich kein bisschen älter, gestresster vielleicht und auch ein bisschen abgehoben (ist euch schon mal aufgefallen, wie ruhig es ganz alleine in einem Auto ist? Wirklich unheimlich), immerhin bin ich jetzt in der Lage von A zu B zu kommen und dabei Unmengen an Menschen zu überfahren. Das fühlt sich ein bisschen an, wie Gott spielen – einfach abgedreht!

Gleichzeitig neben diesen neu entdeckten und beängstigenden Möglichkeiten, erscheint mir eine kleine Identitätskrise nicht weit: Wer bin ich denn jetzt? Und wie alt bin ich wirklich? Bin ich bereit für Welt und sie für mich? Und warum ist dieses Alter soviel bedeutender als alle anderen?

Seid ihr schon 18? Wie habt ihr diese »Umbruchszeit« erlebt? Wie fühlt ihr euch jetzt? Erwachsen? Habt ihr eine Antwort auf meine Fragen? – Lasst es mich wissen!

Bis dahin verbleibe ich – volljährig zwar, aber voller Selbstzweifel und mit einem bedrückenden Gefühl bei dem Gedanken an die Zukunft!
Itchy

2015 in Zahlen, weil man das eben macht :P

So und nachdem ich diesen Beitrag bei allen anderen auch interessiert beobachtet habe, zeige ich euch auch mein Jahr in merkwürdigen Zahlen und poste dann demnach meinen letzten Blogeintrag im Jahr 2015.

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 3.400 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 57 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Das war mein erstes Jahr, des Bloggens: ich habe eine Menge netter und auch interessanter Menschen kennengelernt und mich auch selbst wieder besser erkannt, schließlich sind wir auch nur ein kleines Mädchen, das gerne allen davon berichtet, was es erlebt: denn Teilen macht Spaß!

Aber bis dahin wünsche ich euch allen einen wunderbaren  Silvesterabend und einen Start in das neue Jahr ohne blöden Familienstreit oder andere Probleme, die einem ganz klar die Feier vermiesen! Erlebt die Nacht, wie ihr es wünscht und freut euch einfach auf eine neue Chance sich Unmengen an Pläne aufzuschreiben und diese auszuarbeiten, bevor wir wieder hier stehen und uns mit uns und dem vergangenen Jahr beschäftigen.

Liebe Grüße auch an dich du alte Hutschachtel in der dritten Reihe!
Itchy

Dear Diary,… von der Tagebuchkultur

Mein liebes Tagebuch,

ich möchte dir heute erzählen, von all diesen neuen und wunderbaren Techniken, die die Welt erfunden hat. Nur ist das hier mein letzter Eintrag, weil Mami mir eines dieser todschicken tablets gekauft hat und ich da viel bequemer meine Gedanken aufschreiben kann und dann ist das auch sehr platzsparend und es kann sicher niemand lesen, weil es mit einem Passwort geschützt ist. Dein kleines Metallschloss kann man schließlich ganz leicht knacken und dann findet meine große Schwester am Ende noch heraus, dass ich für Markus aus der 8. Klasse schwärme.

Wer ist Markus? Und wer bist du, der du hier mein Internettagebuch mit deinem kleinen quadratischen Papierbüchlein verwechselst hast?

Heute möchte ich euch ein  bisschen volljammern, von meinen Sorgen im Bezug auf handgeschriebene und nichttechnische Schriften, explizit dem »Tagebuch«. Denn es ist eine aussterbende Tugend, das Tagebuch schreiben.

Heute haben wir facebook oder twitter, wo wir unsere intimsten Gefühle auf der Pinnwand posten. Oder wir suchen uns soetwas, wie dieses Medium, den Internetblog. Aber wer benutzt noch wirklich regelmäßig das kleine Buch mit dem goldenen Schlösslein, das man wirklich irre einfach aufknacken kann? Niemand. Denn wie uncool ist das denn?

tagebuecher

Ich bekenne mich zum fleisigen Benutzer eines Tagebuchs. Und auch wenn meine Tagebücher nur die billige Version der moleskin-Notizbücher, eingebunden in einen selbstgestalteten Einband sind und ich die »allseits bekannten Tagebücher« nicht mehr benutze, schreibe ich tatsächlich fast täglich im Bus, in einer Freistunde oder aber am Abend im Bett meine Gedanken und Gefühle, meine Sorgen, meine Pläne, meine Ziele und natürlich sämtliche Ideen für Geschichten oder andere Dinge, die mich beschäftigen, nieder und blicke auch das eine oder andere Mal zurück. Es ist ein Notizbuch im Chaos der Gefühle. Entsprechend und an mich angepasst gestaltet, habe ich bereits 8 dieser Notizbücher im Laufe der letzten Jahre vollgeschrieben.

»At first I did not know it was your diary, I thought it was a very sad handwritten book

– Birdesmaids (2011)

Ein ständiger Begleiter, der dir helfen kann, dich aktiv mit deinen oftmals unverständlichen Gefühlen auseinanderzusetzen. Vor allem für Jugendliche ein wirkliche Hilfe, meines Erachtens.

Aber abgesehen davon, dass du nicht einmal mehr wirklich derartige Tagebücher findest in den einzelnen Schreibwarengschäften, ist die Jugend einfach zu faul Texte zu schreiben. Sie kaufen lieber die topmodel Freundebücher, damit sie Steckbriefe ausfüllen können. (Denk doch mal einer an die Fantasie, die dabei nicht weiter ausgeprägt wird!)

Tagebuch schreiben beruhigt mich und kann mir auch helfen schneller Lösungen zu meinen Problemen zu finden. Das ist wie Brainstorming nur in einem Fließtext. Zusätzlich ist das Schreiben von Hand etwas Essentielles, das nicht aussterben sollte: So und nicht anders wird seit Jahrhunderten geschrieben.

Was haltet ihr davon? Schreibt ihr ein Tagebuch? Mit der Hand oder am Computer? Würdet ihr gerne Tagebuch schreiben? Lasst mir einen Kommentar da!

Mit freundlichen Grüßen

Itchy