»Sometimes the facts in my head get bored and decided to take a walk in my mouth. Frequently this is a bad thing.«
– Scott Westerfeld (So Yesterday)

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SEPTEMBER 2017

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Blogeinträge

6. September: Rainbow Rowell: Der Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow: eine Rezension
7. September: FSJ Kultur – es ist vorbei!
19. September: PodGedichtung #3 – wuhui!
27. September: Neil Gaiman – American Gods: eine Rezension
28. September: Lyrics: Tame Impala – Feels Like We Only Go Backwards

Gelesene Bücher

  • Neil Gaiman: American Gods
    » gibt es schon eine Rezension!
  • Andrea Schacht: Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt
    » es war ein Mängelexemplar und ich hab es früher immer länger angeschaut aber nie gekauft der gelesen. War schnell und nicht schlecht, aber leider doch typisch Dystopie. Die französischen Details fand ich super.
  • Sarah J. Maas: A Court of Wings and Ruin (englisch)
    » ich hab es gelesen, weil ich den Ausgang der Reihe noch wissen wollte. Nicht herausragend und auch nicht ihr bestes.
  • Walter Moers: Prinzession Insomnia & der albtraumfarbene Nachtmahr
    » I LOVE IT! Nicht nur dass es ein Walter Moers ist, sondern auch sonst sehr schön. Die Charaktere sind toll, die Thematik (Wörter und Wahnsinn) ist wunderbar. JEDER SOLLTE ES LESEN!
  • Walter Moers: Ensel & Krete
    » steht schon viel zu lange im Regal, aber nachdem ich dann schon im Walter Moers-Modus war, hab ich gleich weitergelesen und es genauso geliebt, wenn es auch nicht sein bestes ist.
  • Cassandra Clare, Sarah Rees Brennan, Maureen Johnson: Die Chroniken des Magnus Bane
    »innerhalb von einem Tag durch, war herzerwärmend und ich hab mehrmals laut aufgelacht; Typisch Magnus Bane eben.
  • Ulla Scheler: Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen
    » erst gekauft, weil ich bis jetzt nur gutes gelesen habe und es ein deutsches Jugendbuch ist. Hab es innerhalb eines Abends bis um 3 Uhr Morgens gelesen. Ein Nacht und Nebel-Buch eben; richtig gut und echt und etwas bedrückend aber gut!

Erhaltene Bücher

September

  • Ulla Scheler: Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen
  • Walter Moers: Prinzessin Insomnia und der albtraumfarbene Nachtmahr
  • Haruki Murakami: Die unheimliche Bibliothek

Musik

Ich hab jetzt Spotify, demnach entdecke ich gerade am laufenden Band neue Musik. Manches gefällt, anderes wieder nicht, aber hier ersteinmal die Perlen:
Ganz frisch in unserem Musikversum ist Beach House, die einfach sehr entspannt sind. (Ich muss hier anmerken, dass ich sie nicht gerade über Spotify persönlich gefunden hab, sondern vielmehr über eine gute Freundin.)
Ein weiterer Ohrenschmaus ist durch YouTube in meiner Area aufgetaucht und ich denke, dass viele sie schon kennen werden und ich bin mir auch selbst nicht ganz sicher, ob ich sie nicht eigentlich schon einmal irgendwo gehört habe. Im Moment ist sie aber intensiver da. Grace Vanderwaal macht bezaubernde Ukulelenmusik und hat eine  kratzige Stimmen, die mag ich.

Old but Gold sind natürlich immer noch Cat Stevens und Tokio Hotel.
Panic! at the Disco wurde diesen Monat auch wieder neuentdeckt, die sind schon gut!
Außerdem hat die bezaubernde Dodie Clark (ich glaub ich bin wirklich in sie und ihre Musik verknallt – mein  erster Celebritycrush *kreisch*) ein neues Album raus und durch Spotify hört man das noch viel öfter. Besonders gefällt mir »In the Middle« und »Would you be so kind«.

Serien/Filme

In diesem Monat hab ich irrsinnig wenig Serien geschaut, genau richtig, da fühl ich mich dann nach Jahren endlich wieder Herr über mein Zeitmanagement und meine Prokastination. Wie lange das wohl dauern wird?
Einzig nach dem Lesen von »American Gods« musste ich natürlich auch noch die Serie dazu schauen. Aber das hat mich scheinbar nicht so sehr geflasht und ich hab es nicht zu Ende gemacht. (Versteht mich nicht falsch; die ist schon nicht schlecht, aber auch nicht umwerfend bzw. war wahrscheinlich am falschen Ort zur falschen Zeit und ich hatte besseres zu tun).

Allerdings hab ich mit einer Freundin zusammen noch ein paar Filme geschaut.
Wir haben uns über die Schmerzempfindlichkeit der männlichen Hoden (muss man da männlich sagen? Es gibt doch keine anderen Hoden oder?) unterhalten und dann mussten wir an diese sehr amüsante Szene aus She’s the man – Voll mein Typ denken..

…und dann haben wir am Abend gleich den Film geschaut und was soll ich sagen; ich finde, der Humor ist in diesem Film tatsächlich schon gut. Auf jeden Fall unterhaltend!
Der Film war aber ziemlich kurz und deswegen haben wir uns dann spontan noch »Lissy und der wilde Kaiser« von Michael Bully Herbig angeschaut. War auch ganz witzig, da wir den Film aber zuletzt gemeinsam im Grundschulalter in der Turnhalle im Kinderkino angeschaut haben, war er irgendwie auf eine andere Art lustig. Einfach weil auch irrsinnig viele Witze drin sind, die man als Kind gar nicht versteht oder fast nicht.

Erlebtes

Wir haben September. Mein FSJ Kultur ist seit dem 2 September vorbei und jetzt  dann am 2. Oktober beginnt mein Praktikum bei einem regionalen Radiosender bei meinen Eltern in der Gegend. Ich bin jetzt also voll und ganz und absolut wieder daheim eingezogen und ich hab mir Zeit gegeben und diese auch dringend gebraucht.
Ich hab Zeit für mich gebraucht, für wieder daheim ankommen, für meine Familie, für diesen Blog und vielleicht auch ein bisschen für die Welt.
Witzigerweise sind meine Eltern eine Woche, nachdem ich wieder daheim war ersteinmal für zwei Wochen in den Urlaub nach Sizilien geflogen und ich hatte ein Haus für mich alleine – great! (Also unser Untermieter und die Katze waren auch noch da, aber ihr wisst schon!)
Demnach hab ich entspannt, hab dem prokastinieren gefröhnt, hab ganz, ganz viel Sims gespielt! Ich hab auch ein wenig gegrübelt, aber nicht zu viel.
Einmal war ich noch in der oberbayrischen Kleinstadt, für die erste Radiosendung im neuen Schuljahr und gleichzeitig für meine letzte. Es war echt schön und etwas stressig und aufregend! Am Abend danach war ich auch noch ziemlich lange bei einer Arbeitskollegin und wir haben noch eine halbe Ewigkeit geratscht, bevor ich dann wieder in die Nacht aufgebrochen und heimgefahren bin.

Außerdem war ich zwei Mal in München. Das eine Mal bei der Auftaktveranstaltung der neuen kleinen FSJler, wo ich als ehemaliger Sprecher zusammen mit den anderen eine kleine Übersicht über das Jahr vorher gegeben hab, eben was sie so erwartet und so. War sehr lustig, aber eben auch traurig und so final..
Das andere Mal in München hab ich mich mit zwei Freunden getroffen und wir waren im Kindermuseum in einer tollen Recyclingausstellung und haben ganz viel geredet – war schön 🙂

Nachdem ich meine Eltern dann wieder vom Flughafen abgeholt hab, meinte ich so aus Spaß, dass wir ja noch eine Party machen könnten mit Pizzabacken und Tanzen und Lagerfeuer und toller Musik und Freunden und das haben wir dann auch spontan gemacht. Donnerstagnacht Plan gefasst, Freitag Einladungen raus, Samstag Party.
Es war sehr lustig, wie spontan die ganzen »älteren« Freunde meiner Eltern doch waren und dann haben wir am Samstagabend Pizzas gegessen, Unsinn geredet, Karten gespielt und wieder einmal so damn viel getanzt. Praktisch dass Innere nach außen getanzt – Thema das Abends war auf jeden Fall Police 🙂

Direkt im Anschluss hat uns dann direkt eine Erkältung überrollt und das war natürlich passend zum Wahlergebnis (von allen Seiten angegriffen) genau der Anlass, um ersteinmal alles auszukurieren und vier Bücher in zwei Tagen zu lesen und allgemein sehr viel vor dem warmen Ofen und im Bett zu verbringen. Hat mir auf jeden Fall gut getan, dann kann ich jetzt perfekt in den Aktionismus treten und der Welt wieder mit fast zurückgehkehrten Kräften in den Hintern treten.

» Das sind vielleicht nicht die krassen Abenteuer, aber es war wichtig und richtig für mich, glaub ich.

Interessantes

Das viele Lesen war trotz erschöpften Körpers so erfrischend. Vor allem, nachdem ich im letzten Monat irgendwie so wenig gelesen habe, hab ich das vermisst und es hat mich aufgebaut! Very cool!

Jetzt trennt mich dann nur noch ein Wochende mit einem tollen Radioworkshop von meinem Praktikum und meiner »Zukunft« für die nächsten drei Monate.
Mir ist schon klar, dass das kein Studium oder so ist und sich das schon sehr dramatisch anhört für das, dass es jetzt ersteinmal nur ein Praktikum ist.
Allerdings hängt da trotzdem etwas dran: was ist, wenn ich es nicht kann? Was, wenn es mir doch nicht so gefällt? Was ist, wenn das doch nicht mein Ding ist?
Der rationale Teil meines Kopfes versteht schon, dass das irgendwie wird und sicher auch gut wird, aber der kleine irrationale Teil, der eben doch da ist, flüstert genau diese Fragen.
Es ist ein Kreuz, wenn man einen Traum hat und leider keinen Plan B, denn wenn das nicht funktioniert, dann hat man ganz schnell mit Vollkaracho den Erdboden gestreichelt und liegt in Scherben da. Es kann mehr kaputt werden, wenn ein langgehegter Traum kaputt geht, glaube ich. Aber das wird schon!

Außerdem ist da dieses komische Gefühl, dass ich jetzt dann wieder los muss und nicht daheim bleiben kann, sondern wieder wo anders bin – ganz merkwürdig.

So, jetzt aber zu euch! Wie war denn euer September? Habt ihr viel gelesen? Viel erlebt? Euch kreativ ausgelebt? Was habt ihr gestern Abend gegessen? Wie findet ihr die Aussicht auf Herbst? Habt ihr euch schon erkältet oder ist der Kelch noch an euch vorüber gegangen? Was ist denn euer Musikjam im Moment? Ist euere To Do Liste sehr unangenehm lang? – Lasst es mich wissen!

Beep-Beep-Boop (wie WordPress immer sagt, sehr süß) Itchy

Lyrics: Tame Impala – Feels Like We Only Go Backwards

Tame Impala ist nur dem einen oder anderen ein Begriff? Das ist tragisch, aber mit diesem Beitrag ja auch irgendwie änderbar!

Ich hab im letzten Jahr oder auch schon das Jahr zuvor, wer kann das schon unterscheiden 😉 eine Sprachlernapp verwendet, die da liebevoll »Hello Talk« heißt und wahrscheinlich ganz witzig ist, auf der anderen Seite mit diesem Namen natürlich auch nicht vielmehr verpspricht, als würdest du über die Schwelle des »Hello« sagens hinauskommen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das tatsächlich gar nicht so einfach ist. Einige tolle Gespräche haben sich aber dennoch entwickelt und unter anderem hab ich mit einem Typen geschrieben, der aus Großbritannien kam, sich Will genannt hat und mit dem ich mich ausgesprochen gut über Musik unterhalten habe.

Will hat mir eine Reihe von Liedern geschickt, die er von seiner Lieblingsband Tame Impala besonders gut fand. Ich hab dann da mal reingehört und fand es grundsätzlich eher so Mittelmaß (freundlich wie ich bin, hab ich ihm das natürlich nicht unter die Nase gerieben…). Ein Lied hat mich aber angesprochen und das war

»Feels Like We Only Go Backwards«.

It feels like I only go backwards baby
Every part of me says „go ahead“
But I got my hopes up again, oh no, not again
Feels like we only go backwards darling

I know that you think you sound
silly when you call my name
But I hear it inside my head all day.
When I realise I’m just holding onto
the hope that maybe
your feelings don’t show…

It feels like I only go backwards baby
Every part of me says go ahead.
Then I got my hopes up again, oh no, not again.
Feels like we only go backwards darling

The seed of all this indecision isn’t me, oh no
‚Cause I decided long ago
But that’s the way it seems to go when trying
so hard to get to something real
It feels…

It feels like I only go backwards, darling
Every part of me says go ahead
I got my hopes up again, no no, not again
Feels like we only go backwards darling

It feels like I only go backwards, baby
Every part of me says go ahead
I got my hopes up again, no no, not again
Feels like we only go backwards darling
It feels like I only go backwards, baby
Every part of me says go ahead
I got my hopes up again, no no, not again
Feels like we only go backwards darling

Psychadelic Progressive Rock Whatever (hauptsach Regenbogenspiralen und so) ist eine Musikrichtung, die mir nur so semi zusagt, ist ein bisschen wie mit Cloud Rap, man versteht einfach den Text nicht richtig!
Aber dieses eine Lied hier, hat irgendwas anderes, weil es nicht so klingt wie alle anderen, sondern ein bisschen mehr Rock drin hat und auch etwas sagt.

»Feels Like We Only Go Backwards« spricht von einer Angst, dass man sich nur noch zurückbewegt, obwohl man das nicht möchte. Man steht auf der Stelle und ist sich nicht mal sicher, was einen jetzt genau aufhält sich weiterzuentwickeln, sich zu verändern, sein Leben wieder in die Hand zu nehemen.
Es ist ein Hilfeschrei, weil man eben nicht mehr Backwards gehen möchte, sondern viel mehr den Weg vor einem einschlagen will.

Sänger Kevin Parker singt davon, dass er es schon vor langer Zeit festgelegt hat, dass er immer weiter geradeaus gehen wird und jetzt fühlt es sich trotzdem wieder an, als würde er rückwärts gehen. Alle Hoffnungen wurden gesammelt, alles ist bereit ins Leben, in die Zukunft zu starten.

Damn das ist wieder einmal einer dieser Songs, die mich gerade wieder sehr gut beschreiben und das ist so unheimlich und wunderschön zugleich.

— Genug interpretiert, jetzt beenden wir das mal —

Kennt ihr Tame Impala? Kennt ihr das Lied? Wie findet ihr es? Würdet ihr etwas anderes rein interpretieren? Fühlt ihr euch auch manchmal so? Gibt es Lieder, die eure momentane Stimmung genau richtig wiedergeben? – Lasst es mich wissen!

Kick it! Itchy

PodGedichtung #3 – wuhui!

Das hier ist, nach mehreren Wochen Pause die dritte Folge des beliebten und heißbegehrten Podcastes PodGedichtung, mit und rundherum um Itchy – das bin ich!

Ganz gleich, ob ihr gerade das Bad putzt, eine lange Busfahrt vor euch habt, den Abwasch macht oder einfach gelangweilt irgendwo rumliegt, hier ist die nächste Folge der PodGedichtung!

Und die versprochenen Links:

Hasta pronto, amigos!
Itchy

JULI 2017

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Blogeinträge

07. Juli: Cassandra Clare – Lady Midnight: eine Rezension
09. Juli: Tessa Gray – »If no one in the entire world cared about you, did you really exist at all?«
13. Juli: #theliterarymixtape vol 03. »Shatter-Me-Trilogie«
16. Juli: The Axis of Awesome: 4 Chords
20. Juli: Quote about humanity
23. Juli: PodGedichtung #2 – wir haben fast schon ein Konzept
28. Juli: Fleetwood Mac – I will go my own way!

Gelesene Bücher

  • Becky Albertalli: Simon vs. the Homo Sapiens Agenda
    » I love it! Es ist ein Jugendbuch über die Liebe und das Aufwachsen, wie viele andere, aber auf der anderen Seite ist es sehr, sehr niedlich 🙂
  • Bram Stoker: Dracula
    »spannend mit liebenswerten Charakteren und einigen Längen; trotzallem eben DER Vampir-Roman schlechthin
  • 1/3 von Neil Gaiman: American Gods
    » damn bis jetzt ist es soooooo gut!

Erhaltene Bücher

  • Becky Albertalli: Simon vs. The Homo Sapiens Agenda
  • Rainbow Rowell: Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow
  • Terrance Dicks: Doctor Who und der Planet der Daleks
  • Neil Gaiman: American Gods
  • April Genevieve Tucholke: All the strangest things are true
  • eine wunderschöne Ausgabe von Tristan und Isolde

Musik

The Wombats, Modest Mouse, Alt-J: das sind alles all time favorites und deswegen laufen sie wieder einmal rauf und runter. Mein werter Arbeistkollege und Bürobuddy war irgendwann so genervt, dass er nach einem Seufzer gefragt hat, ob es mich nicht langweilt immer das gleiche zu hören. Interessante Frage Watson, lass mich kurz die Antwort ausformulieren: NEIN

Außerdem hab ich nach mehrmaligen Hören auch eines der Lieder auf Harry Styles neuem Album für gut empfunden und es mir dann mehrmals zu Gemüte geführt. Grundsätzlich ist sein Stil nicht so sehr mein Ding, aber »Sign of the times« ist schon nicht schlecht.

Außerdem hat mich dieses Lied von Dodie Clark nocheinmal richtig gepackt, sodass ich es sogar auf der Ukulele lernen musste.

Serien

Kaum, also wirklich kaum hab ich mich diesen Monat in der Serienwelt aufgehalten.
Naja außer (haha!) um die zuletzt erschienene Staffel Doctor Who anzusehen und mich absolut in Bill zu verlieben. Und jetzt bin ich schon ungemein auf den nächsten Doctor gespannt. Diese abartige Diskussion darüber, dass der Doctor doch keine Frau sein kann, ist total bescheuert?!?! So viel zum Thema Feminismus brauchen wir nicht mehr und außerdem finde ich die Diskussion auch sehr bescheuert, denn ganz gleich welches Geschlecht, Farbe, Alter, Geruch, Größe oder Stimmlage der Doctor hat, es ist immer der Doctor!!

Erlebtes

Der Juli war wieder einmal einer der ganz besonders schnellen Monate, bei denen einem alles ein wenig zu viel wird, weil er gerade erst angefangen hat und dann plötzlich nur noch ein Monat zwischen dir und deinem neuem Lebensabschnitt liegt – holy no!

Wir hatten in den ersten beiden Wochen noch ganz gewöhnlich Arbeit und den Rest und unter anderem auch Betriebsausflug, mit Wandern und Bootsfahrt auf dem Königssee, wirklich schön!

Außerdem war ich das erste Mal in diesem Jahr beim Kinderschminken dabei und hab vier Stunden ohne Pause Kindern Piraten, Schmetterlinge und Mickey Mäuse auf die Gesichter gemalt. Hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn es richtig schön anstrengend war 🙂

Ja und den Tag drauf war es dann endlich so weit und ich hab mein Zimmer, in der Meh-WG endlich aufgegeben, alles mit den Eltern bis in den Tod geputzt und ausgeräumt und die Schlüsselübergabe – ihr glaubt gar nicht, welcher Stressfaktor dann ersteinmal von den Schultern gefallen ist. Bäm und plötzlich heb ich fast vom Boden ab.

Direkt im Anschluss sind wir dann heim gefahren, weg von der hässlichen Kleinstadt in Oberbayern und in die heimatlichen Gefilde für meine letzten zwei Wochen Urlaub meines FSJ Kultur!

Am Wochenende gings dann aufs Festival: es war wirklich, wirklich entspannt. Noch nie so viel geschlafen auf einem Festival und noch nie so lange gefrühstückt 🙂
Dabei haben wir Freitagnacht auch noch bei krassesten Regen zu den Bazzookas getanzt, bis wir ganz rote Gesichter hatten – so genial!
(außerdem ist dieses Video so schön dämlich, das muss man anschauen!)

Wir hatten noch das letzte Sprechertreffen vom FSJ Kultur aus (das war schön und ein bisschen traurig) und einen vier Tage Urlaub an der Ostsee beim verlorenen Waldmensch. Viel Regen, aber auch Badeabenteuer und ein alter Platten-/Bücherladen. Außerdem eine unverschämt große Ansammlung an Liebe und Lachen und schrecklichen Wortwitzen…

Ja und das letzte Wochenende ist das Vorproduktionswochenende für die Sommerradiosendungen mit meinen Radiokids.

Im August heißt es dann: eine Woche arbeiten, eine Woche Seminar, einen Tag in den Zoo, den Rest der Woche frei, Mittelerde und Chiemseecamp.

Interessantes

Ich hab jetzt auch RSS verstanden und nutze es jetzt auch sehr gerne 🙂

Außerdem kann ich euch diese bezaubernde Webserie nicht vorenthalten:

Wir war euer Juli? Was habt ihr erlebt? Was habt ihr hinter euch gelassen? Was habt ihr neues entdeckt? Habt ihr ein bezauberndes Buch gefunden, dass ihr mir empfehlen könnt? Wir fühlt ihr euch? Habt ihr ein neues Kleidungsstück, dass ihr ganz besonders liebt (ich hab mir das schönste Fischerhemd der Welt gekauft!)? Habt ihr euer Lieblingslied schon allen eueren Freunden empfohlen? Wusstet ihr, dass die Mehrzahl von Octupus OCTOPODEN ist? – Lasst es mich wissen!

Piu, piu, Itchy

Fleetwood Mac – I will go my own way!

Es ist einer dieser Momente, wenn ich den alten Plattenspieler meiner Mama wieder einmal vom Deckel befreie und dann einmal kurz versuche nur mit der Kraft meines Lungenvolumens den einen Staubflusen von der Nadel zu bekommen; dann genau dann nehme ich die Platte aus der Hülle, entferne noch den Papiereinschlag und treffe natürlich erst nach einigem Suchen den genauen Platz der Platte.

Dann putze ich mit dieser fancy Bürste nocheinmal „Rumors“ ab und platziere die Nadel kurz vor Beginn des ersten Songs.

Und los geht’s! Musik ab! Oder wie Aligatoah sagen würde: Melodie~~~

Fleetwood Mac ist mir das erste Mal begegnet, da war ich 13 Jahre alt und hab die gute Musik meines Papis noch mehr für mich entdeckt. Besonders beeindruckt hat mich »Go Your Own Way«, praktisch die Titelmelodie für mich, den rebellischen Teenager, der zur der Zeit absolut stolz darauf war, immer genau das Gegenteil zu machen, was sonst alle taten (in deinen Träumen Baby!).

Nach und nach hab ich mich in »Tusk« und »Dreams« verliebt und irgendwie auch in Stevie Nicks und den Rest der Band, die zusammen so wunderbar verschlagen und wild aussahen.

Doch ganz gleich wie lange ich diese Lieder schon rauf und runter höre, noch nie habe ich mir Gedanken zu der Entstehung, der Probleme, der Geschichte dieser Band gemacht.

Aber jetzt können wir hier gemeinsam etwas lernen, hört gut zu!

Fleetwood Mac hat seinen Namen ganz uneinfallsreich von zwei der Gründungsmitglieder bekommen. Ursprünglich war der Name noch »Peter Green’s Fleetwood Mac«, aber nachdem das dritte Gründungsmitglied Peter Green (neben Mick Fleetwood und John McVie) die Band verlässt, bleibt »Fleetwood Mac« über.

Wir haben das Jahr 1967 und die drei oben genannten Herren lernen sich durch die Bluesband »The Bluesbreakers« kennen und gründen »Peter Green’s Fleetwood Mac«, die Bluesband, die bis Ende der 60er Jahre besteht – die Mitgliederbesetzung wechselt ständig, nur Fleetwood und McVie bleiben bestehen.

Christine Perfect (Sängerin und Keyboardspielerin und spätere Frau McVies) kommt zur Band, doch die Band hat bereits eine Krise, da der Drogenkonsum bei den Mitgliedern immer mehr zunimmt und Peter Green die Gruppe deswegen verlässt. Das erste Rockalbum der Band »Kilin House« zeigt nicht die erwünschten Ergebnisse und das Verschwinden des Gitarristen Jeremy Spencer hilft da auch nicht (dass er bei der Sekte »Children of God« auftaucht macht es nicht besser – warum nur Jeremy?)

101 Fleetwood Mac

Aber vielleicht ist das mit den Schwierigkeiten auch etwas, das einen stur macht und genau deswegen bringen sie »Future Games«, eine Pop-Platte raus. Der neue Gitarist ist Bob Welch. Zwei Alben und zig Umbesetzungen später, steigert sich die Bekanntheit der Band trotzdem irgendwie.

Typisch Rockstarleben streitet die Band bei fast allen Auftritten und der Manager fasst aus Angst vor Minusgeschäften einen Plan: er stellt ein paar Musiker zusammen und verkauft diese Komposition als »Fleetwood Mac« an die  Zuschauer. Der gewonnene Gerichtsstreit gegen den Manager inspiriert zu »Heroes Are Hard To Find« und sorgt für einen neuen Aufschwung.

BÄM und plötzlich ist er da, der Erfolg, ebenso Stevie Nicks und Lindsey Buckingham und sie können sich auch Chartstürmer nennen. »Rumours« startet durch wie nochmal was, denn es sind so viele Gefühle und Tränen und Schmerz darin verarbeitet. Nach»Tusk« und ein paar Platin-Auszeichnungen trennt sich die Band vorrübergehend.

102 Fleetwood Mac

1982 gibt es eine Wiedervereinigung und 1993 verlässt nach Lindsey Buckingham auch Stevie Nicks die Band. »Behind the mask« ist das letzte Album in der erfolgreichen Combo.

Vorerst, denn April 2003 sind sie dann plötzlich wieder gemeinsam unterwegs und kündigen nicht nur eine Tour an, sondern auch ein neues Album – wow!

Was für ein Auf und Ab, das klingt nicht so romantisch wie die eine Garagenband, die sich nach Jahrelanger Freundschaft und unzähligen Jamsessions endlich in die Öffentlichkeit traut. Eher nach Geschäft und kalkulierter Liebe zur Musik. Für das Romantiker-Rockstarherz tut das weh, aber was soll man machen?

(By the way: geniales Video!)

Kennt ihr Fleetwood Mac? Was ist euer liebstes Lied? Wie empfindet ihr die Geschichte der Band? Spielt das eine Rolle für euch, ob die Band hinter der Musik eine leidenschaftliche Beziehung zur Musik und dem Bandgefüge hat oder reicht es euch, wenn die Musik gut ist? Welche Band hört ihr schon lange und wisst aber kaum etwas über deren Geschichte? – Lasst es mich wissen!

Immer der Nase nach, Itchy

PodGedichtung # 2 – wir haben fast schon ein Konzept!

Wuhu – ja wir haben es endlich geschafft in die zweite Runde zu starten.
Die PodGedichtung wurde aufgenommen und dann auch noch entsprechend verfeinert.

Hat dann doch alles wieder länger gedauert wegen Ausziehen aus dem Zimmerchen, in dem ich zur Untermiete gewohnt habe und dem darauffolgenden Wiedereinzug bei den Eltern. Außerdem hat man dann ja immer noch zehntausend andere Termine, sobald man mal nicht arbeiten muss – yeah!

Nichtsdestotrotz kommt jetzt hier die PodGedichtung #2 – verspätet aber immer noch absolut zeitgemäß.

(Disclaimer // zu aktuell kann ich nur sagen: er wurde vor Chester Bennigtons Tod aufgenommen, sonst wäre das vielleicht noch mitreingeflossen)

Entsprechende Links zu erwähnter Musik:

What to do by Zico and the Noismakers

Kontemaa (schaut sie euch an!)

Lasst mir Feedback da – was wünscht ihr euch noch zu hören? Worüber soll ich quatschen? Wie fandet ihr die ausgewählten Themen? Was sagt ihr zu den beiden Büchern? Wie findet ihr die Musik? Kennt ihr Skam? Kennt ihr das Gefühl des Dauerstroms? – Lasst es mich wissen!

Bidu, bidu!
Itchy