Cassandra Clare – Lady Midnight: eine Rezension

55 Lady MidnightAutorin Cassandra Clare
Sprecher Simon Jäger
Titel Lady Midneight (Die Dunklen Mächte 1)
Dulogie/Trilogie (1/3)
Hörbuch
Zeit
28 Stunden 7 Minuten
Verlag dhv der HÖRverlag
ISBN  3844521283
Preis 15,95 € bei buecher.de
Genre Jugendbuch, Fantasy, Romance, Abenteuer
Erschienen 13. Mai 2016

[WENN DU CHRONIKEN DER UNTERWELT UND CHRONIKEN DER SCHATTENJÄGER NOCH NICHT GELESEN HAST, DANN WIRST DU IN DIESER GESCHICHTE GESPOILERT – DAMN!]

Inhalt

Emma und die Blackthorne-Geschwister sind ein eingeschworenes Team, denn immerhin mussten sie seit dem dunklen Krieg alleine  überleben und erwachsen werden und dabei nicht eingehen wie die kleinen Pflänzchen. Denn Julien ist seit er zwölf Jahre alt ist nunmal Vater und Mutter für seine jüngeren Geschwister und nebenher muss er auch noch auf die impulsive, risikofreundliche und alles andere als pflegeleichte Emma aufpassen, denn das ist es, was Parabatai füreinander machen. Wenn dann die Mordserie durch Los Angeles gar kein so weit entferntes Problem mehr ist, sondern auch für die jungen Schattenjäger des dortigen Institutes von enormer Bedeutung wird, da folgt eins dem anderen und wir sind wieder ein der Welt der Schattenjäger und Schattenweltler und Dämonen.

Meine Meinung

Ich war ein Kind und sie war ein Kind
Am Meeresufer allhie,
Doch wir liebten uns heißer als Liebe liebt,
Ich und schön Annabel Lee,
Liebten uns so, dass die Engel im Blau
Bedräueten mich und sie

Das ist ein ziemlich langes Hörbuch mit unglaublich vielen Stunden an Hörzeit und zahlreichen Autofahrten, in denen ich dann immer noch ein bisschen im Stillstand sitzen musste, damit ich noch weiter in Emmas und Juliens und Marks und Christinas Welt reinhören kann.

Ich hab dieses wunderbare Hörbuch vom Bloggerportal bekommen (wofür ich mich auch jetzt einige Wochen später noch sehr herzlich bedanke) und dann eben wegen der 28 Stunden Hörzeit ziemlich lange gebraucht, bis ich fertig war mit dieser verrückten und aufreibenden Geschichte.

Ich mag das Cover nicht. Punkt.

Die Geschichte hinter den Worten im Gegensatz sehr gerne. Wir haben eine bezaubernde Familiengeschichte mit viel Liebe und Kampf, um Zeit und Verantwortung und Zusammenhalt. Wir haben nicht nur Liebesgeschichten, die an manchen Ecken etwas zu schnell gehen für meinen Geschmack. Mitreisen tun sie trotzdem, aber so richtig. Wir haben einen Bösewicht mit einem ausgezeichneten Plan und wirklichen Motiven, wir haben das Gegenspiel zweier Parteien in einem ausgewogenen Mächteverhältnis mit einer guten Lösung für den Konflikt. Es gibt einen ausgezeichneten finalen Kampf und das nicht nur nach außen, sondern auch im Herzen und im Kopf und überhaupt.

Lady Midnight trägt eine ähnliche tragische Hintergrundstimmung mit, wie schon Clarys und Jace‘ Geschichte und der von Tessa und ihren beiden liebsten Menschen.
Aber gleichzeitig schafft es Cassandra Clare auch wieder, verdammt lustige Dialoge zu schreiben, bei denen man auch gerne herzhaft lachen darf, wenn man sich traut.
Vor allem Emma ist so wunderbar unverblümt und sarkastisch, dass ich sie nur lieben kann.

»Ich dulde dich in meiner Nähe, weil ich Publikum für meine geistreichen Bemerkungen brauche.
– S. 310

Emma und JulienEmma ist die natural Beauty und nicht so ganz wie Clary das Kindchenschema, sondern eher die Art von Mensch, vor der man ruhig Angst haben kann. Gleichzeitig zeigt sie hier so viele weiche und verletzte Seiten, die uns daran erinnern, dass sie nuneinmal erst 17 Jahre alt ist und nur ein sehr großes Mundwerk hat. Sie ist ein bisschen wie Jace Herondale in weiblich – sarkastisch, arrogant und verdammt verletzt.

Julien ist das ruhige und beständige Gegenstück zu Emma, der viel zu schnell erwachsen werden musste, um seinen Geschwistern der große Bruder zu sein, der ihnen alles das geben kann, was sie durch den Verlust ihrer Eltern nicht haben können.
Außerdem ist Julien Künstler und spricht viel mehr durch Farben und Pinselstrichen über seine Gefühle.

Die Blackthorne Geschwister sind hillarious – Ty ist mein Kieren und Markspecial precious potatoe-boy, der in seinen übergroßen schwarzen Hoodies und den Röhrenjeans einfach immer nur sehr punkig und nerdig ist. Livvy würde alles für ihren Bruder tun, denn nichts auf dieser Welt liebt sie mehr. Dru und Tavy sind ebenfall absolut entzückend!

Christina ist abgefahren cool, mit spanischen Schimpftiraden und einem gebrochenen Herzen und so viel Mut!

Cassandra Clares Schreibstil ist wie immer grandios (ich mag den wirklich sehr, sehr gerne!) und Simon Jägers Stimme passt super in diese Welt von Meer, Sonne, Schatten und den dunklen Seiten der Lebenden.

Autor

Schon als Kind hat Cassandra Clare viel gelesen. Bücher waren ihre treuesten Begleiter in einer Zeit, in der ihre Eltern mit ihr durch die Welt zogen. Cassandra Clare lebte, noch bevor sie zehn Jahre alt war, in vielen Ländern, darunter die Schweiz, England und Frankreich. Nach dem College ging sie nach Los Angeles und New York, um für diverse Unterhaltungsmagazine zu schreiben. Die Welt von Britney Spears und Paris Hilton war jedoch nicht wirklich die ihre. 2004 begann Cassandra Clare ihren ersten Roman zu schreiben, inspiriert vom Bezirk Manhattan in ihrer Lieblingsstadt New York. Mit ihren „Chroniken der Unterwelt“ war sie schnell so erfolgreich, dass sie 2006 den Job als Societyreporterin an den Nagel hängen konnte. Heute lebt sie mit ihrem Freund und zwei Katzen in Brooklyn, New York.

Fazit: Lady Midnight ist anders, als erwartet. Du merkst den Charakteren ihr Alter an, kannst dich in ihren Problemen verlieren und fieberst mit bei dem Abenteuer, das so schrecklich schön dramatisch ist. Ein Buch für alle, die bereits die Chroniken der Schattenjäger und die Chroniken der Unterwelt super fanden, für alle, die gerne Bücher über absolut liebenswerte Charaktere lesen, ein Buch für die Feuerherzen unter uns, denn Emma ist so Badass!

Plot                          ✪✪✪✪/5✪
Cover                         ✪✪✪/5✪
Charaktere         ✪✪✪✪✪/5✪

Marie Lu – Legend #1 (Fallender Himmel): eine Rezension

54 Legend Fallender HimmelAutorin Marie Lu
Übersetzerinnen Sandra Knuffinke, Jessika Komina
Titel Legend – Fallender Himmel
Trilogie (1/3)
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl  368 Seiten
Verlag Loewe Verlag
ISBN  3785579403
Preis 9,95 € bei amazon
Genre Dystopie, Romance, Jugendbuch
Erschienen 10. März 2014

Inhalt

Das Setting ist die Republik, die schon seit gefühlt immer im Krieg mit den Kolonien ist.
Alle Kinder legen mit 10 Jahren den Großen Test ab und werden anhand ihrer erreichten Punktzahl entsprechend gefördert. June hat den Test als einzige mit voller Punktzahl bestritten und wird als Wunderkind in der Welt der Reichen und Schönen gefeiert. Trotzdem sind es nur ihr großer Bruder und ihr Hund Ollie, die ihr geblieben sind.
Day hingegen ist durch den Test gefallen und ist geflohen, um dem Arbeitslager zu entkommen. Er ist der meistgesuchteste Verbrecher des Landes und lebt in den Slums der Republik.
Als die beiden aufeinandertreffen, wissen sie nicht, wer der andere ist, aber sie wissen, dass sie einander mögen, Day und June aber verabscheuen.
Ja und da passt dann tatsächlich der Satz aus der Werbung »Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende!«

Meine Meinung

Legend ist eine Jugendbuchreihe, an der ich immer wieder vorbeigelaufen bin, weil es einfach »ein weiteres Jugendbuch mit einer Liebesgeschichte und einer Rebellion ist«.
Aber weil wir natürlich Geschichten eine Chance geben, habe ich mir dann den ersten Teil doch mitgenommen und hab es jetzt für zwischendurch gelesen.

Was war Legend denn nun? Rasant, atmosphärisch, aber leider auch etwas inhaltsarm.Day

Wir haben eine Liebesgeschichte, die wieder einmal etwas zu schnell geht, um entfernt realistisch zu sein, wir haben zwei Haupcharaktere, die ganz nach der »Good Girl« und »Bad Boy« Methode gehandhabt wurden, wir haben eine korrupte Regierung, einen Krieg, ein mieses, menschenverachtendes System und es brodelt, alles riecht nach Revolution und natürlich haben wir ganz besondere Hauptpersonen, die da so damn wichtig sind!

»Jeder Tag bedeutet vierundzwanzig neue Stunden. Jeder Tag bedeutet, dass alles möglich ist. Man lebt den Moment oder man stirbt darin, aber man lebt sein Leben einen Tag nach dem anderen.‘ Er sieht zur offenen Tür des Waggons, wo dunkler Regen die Welt verschleiert. ‚Und man versucht immer, auf die Sonnenseite zu gelangen. Ins Licht.«

JuneNatürlich hat der erste Band einer Reihe immer die ungeliebte Aufgabe erst einmal ein Gefühl für die Welt und die Charaktere zu vermitteln und damit kann das ganze schnell langatmig und nicht so actionreich werden, aber dennoch muss etwas passieren.
Legend war so schnell wieder am Ende, dass ich mir nicht sicher war, ob überhaupt etwas passiert ist. Sie haben mir zwar ein Kennenlernen geliefert, ein paar dramatische Ankündigungen, Militärauftritte und irgendwo auch einen spannenden Countdown, aber das leider alles in viel zu wenig Sätzen, es fiel alles übereinander und das hat der Geschichte so viel genommen, weil nichts verarbeitet wurde, weil nichts einen Moment bekommen hat und alles nur ineinander verwickelt war – die Substanz war damit nicht da.Wir lernen weder June, noch Day richtig kennen, haben an Nebencharakteren nur drei Stück mit Namen behalten, wenn überhaupt und ich kann dir nicht versprechen, dass ich in einem halben Jahr noch den Inhalt von »Legend – Fallender Himmel« wiedergeben kann und das schaffe ich bei fast jedem Buch!

»June hat noch nie s schön ausgesehen wie in diesem Moment, unverfälscht und ehrlich, verletzlich und gleichzeitig unbesiegbar. Als ein Blitz über den Himmel zuckt, funkeln ihre dunklen Augen wie Gold.  ›Weil du recht hattest‹, flüstert sie. ›Mit allem.‹

June ist unseren typischen Jugendbuchheldinnen nicht unähnlich: sie ist überdurchschnittlich intelligent und talentiert, hat immer Adrenalin in den Adern und einen wachen Geist, liebt ihren Bruder und ihren Hund Olli sehr, aber mehr ist da leider nicht – schade!

»Er sieht aus wie ein Engel, wenn auch wie ein gefallener.«

Day ist ebenfalls sehr talentiert, hat ein helles Köpfchen und ist rebellisch, liebt das Abenteuer und hat einen recht starken Gerechtigkeitssinn. Außerdem sieht es er natürlich wieder unglaublich schön aus und ist einfach irre attraktiv – von den grünen Augen will ich gar nicht erst anfangen!
Marie Lus Schreibstil ist schnell und locker, typisch Jugendbuch eben, aber sonst leider nichts besonderes.

Autor

Marie Lu wurde 1984 in Shanghai geboren und lebte für einige Zeit in Texas, bevor sie an der University of Southern California studierte. Das Wetter hat sie überzeugt dortzubleiben und nun wohnt die New-York-Times-Bestsellerautorin mit ihrem Mann und drei Hunden in Santa Monica, nahe dem Meer. Marie Lu verbringt ihre wenige Freizeit mit Lesen, Zeichnen, dem Spielen von Assassin´s Creed und Im-Stau-Stehen.

Fazit: Hat mich leider nicht so sehr überzeugen können. Sollte man die Reihe weiterverfolgen, weil da noch etwas ganz großartiges auf einen zukommt?
Eine Jugendbuchdystopie, wie wir sie schon zu oft gelesen haben, die leider inhaltlich eher schwach ist und auch von den Charakteren nicht absolut überzeugen kann.

Plot                          ✪✪✪/5✪
Cover                   ✪✪✪✪/5✪
Charaktere         ✪✪✪✪/5✪

Davide Morosinotto – Die Missisippi-Bande (Wie wir mit drei Dollar reich wurden): eine Rezension

53 Die MissusippibandeAutor Davide Morosinotto
Übersetzerin Cornelia Panzacchi
Titel Die Missisippi-Bande: Wir wir mit drei Dollar reich wurden
Hörbuch
Zeit
428 Minuten
Verlag cbj audio
ISBN 3837138240
Preis 13,99€ bei amazon
Genre Abenteuer, Freundschaft, Kinder-/Jugendbuch
Erschienen 23. Januar 2017

Inhalt

Vier Kinder – ein Abenteuer! Als De Trois, Eddie, Julie und Tit ihren Einbaum fertig gebaut haben, gehen sie ersteinmal angeln im Bajou und dort entdecken sie eine Dose mit drei Dollar und als sich die Kinder noch darum streiten, wie sie das Geld am besten aufteilen, wissen sie noch nicht, in welches Abenteuer sie da reinschlittern. Was der bekannte Versandhauskatalog Walker & Dawn, eine kaputte Taschenuhr und eine eifrige Journalistin damit zu tun haben, könnt Ihr euch entweder selbst zusammenreimen oder reinlesen.

Meine Meinung

Ein Hörbuch, ein wunderschönes Hörbuch: und das nicht nur inhaltlich, sondern auch das Kostüm, das es extra für uns Leser oder Zuhörer angezogen hat.

Beschreibung

»Die Missisippi-Bande: Wie wir mit drei Dollar reich wurden« ist ein gekürztes Hörbuch auf einer CD. Die Hülle der CD besteht aus festen Karton und der Hintergrund soll wohl entfernt an altes und benutztes Papier erinnern. Die Ähnlichkeit mit einem Schokoriegel ist wohl kaum zu leugnen. In der Mitte steht in großen Lettern »MISSISIPPI«, darunter sind eine Laterne, eine Tasche, eine Taschenlampe und eine Taschenuhr abgebildet. Die beiden vorherrschenden Farben sind rot und hellblau. Außerdem sind die vier Hauptfiguren im rechten unteren Bereich abgebildet.

Wenn man die Hülle aufschlägt ist auf der ersten Seite nocheinmal die Zeichnung der Titvier Kinder zu sehen und zu jedem ist eine kurze Beschreibung angefügt.

Auf der anderen Seite ist die Beschreibung der vier Hörbuchsprecher und die Auflistung der Kapitel.

Wirklich schön, es hat den Charme der Geschichte auf jeden Fall widergegeben.

Oh ja und die Geschichte. Wir starten mit De Trois, Eddie, Julie und Tit im Bajou, mit seinen abenteuerlichen Bewohnern und Geschichten. Die freche Stimme von De Trois begleitet uns, wenn er von eben jenem besonderen Moment berichtet, als sich alles geändert hat und erst als die Freunde richtig zu ihrem Abenteuer aufbrechen, wird er abgelöst von der ruhigen, kraftvollen Stimme von Eddie. Den vorletzten Teil, den Höhepunkt der Geschichte berichtet uns Julie und erst viele Jahre später meldet sich auch der schweigsame Tit zu Wort.

Die Geschichte bietet komplexe Charaktere, die alle mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen haben, eine spannende und auch lustige Reise, die die Zeit und die Gepflogenheiten der Menschen sehr gut widergibt.

De TroisEinzig an manchen Stellen finden sich Längen, die – vor allem in einer bereits gekürzten Version – nicht unbedingt sein müssen.

Empfohlen wird die Geschichte für Kinder ab zehn, mit den vorhandenen Gewaltszenen würde ich allerdings das empfohlene Alter auf zwölf/dreizehn Jahre heraufsetzen.

Natürlich ist es ein Buch für die Jüngeren und weist entsprechend nicht den ultimativen Spannungsbogen des Todes auf, allerdings kann man auch an ein Buch für Heranwachsende entsprechende Forderungen stellen und genau deswegen ist mir die Geschichte und deren Ausgang zu offensichtlich. Das Ende zeigt nicht vollständig auf und es sind zwei Fragen, trotz der einfach gehaltenen Auflösung offen geblieben.

Trotz der Schwächen ist eine wirklich niedliche Geschichte, die gerade mir, als Abenteuergeschichtenliebhaber wirklich zugesagt hat. Das Feeling wurde auf jeden Fall vermittelt, der Geruch nach etwas Aufregenden lag in der Luft und ich hab mit Freude das Hörbuch wieder angeschalten.

Die vier Freunde sind so unterschiedlich, wie sie nur in einer Kinderbande in einem Abenteuerbuch sein können. Trotz des altbedienten Musters fand ich alle vier Charaktere sympathisch und sehr gut gezeichnet.

CD

De Trois oder Peter, wie er eigentlich heißt, nimmt die typische Anführerrolle an, die er als dritter von fünf Brüdern im Elternhaus nicht inne hat. Er ist der Sohn einer Farmerfamilie und Halbwaise. Er ist ein unglaublicher Adrenalinjunkie, nimmt mit Vorliebe die gefährlichsten Herausforderungen an und macht sich nicht so viele Sorgen – planen ist doch was für Langweiler!

Eddie, die Grille ist ein Doktorensohn und als einziger der Gruppe aus einem reicheren Eddie die GrilleElternhaus aus der Stadt. Sein Augenlicht ist unglaublich schlecht und genau deswegen ist er der einzige im Bajou, der eine Brille hat. Er wurde von seinen Eltern so verhätschelt, dass er über 100 Ängste immer mit sich herumschleppt und sich immer Sorgen macht, über alles. Er hält sich selbst für einen Scout, weil er von einem alten Indianer einiges über die Natur gelernt hat. Was an seinen Fähigkeiten dran ist, das kann dir niemand genau sagen, aber er selbst glaub ganz fest daran.

JulieJulie ist ein hübsches Mädchen mit langen roten Haaren und einer Zahnlücke zwischen den Zähnen, sie hat einen starken Gerechtigkeitssinn und ist sich auch sehr sicher in dem, was sie will oder nicht. Julie ist eine echte Überlebenskünstlerin und liebt bedingungslos, vor allem ihren kleinen Bruder Francis.

Francis wird von allen nur Petit oder Tit genannt, weil er so klein ist. Im Gegensatz zu seiner großen Schwester hat er dunkle Haare und auch einen dunkleren Hautton, weswegen ihre Mutter und damit die ganze Familie nicht so sehr angesehen ist. Tit spricht nicht und deswegen ist niemanden bekannt, wie intelligent er ist. Doch hinter Tits Schweigen steckt ein klarer Kopf, der die perfekte Ergänzung zu seinen Freunden bietet.

Jeder einzelne Charakter lernt unglaublich viel dazu während des Abenteuers. Aus den vier Freunden aus dem Bajou werden erfahrene junge Menschen, die auch im Chaos der Großstadt überleben können. Besonders schön fand ich, dass jeder einmal zu Wort kam und wir deswegen den Hauptcharakteren noch besser auf den Grund gehen konnten.

Der Schreibstil ist leicht verständlich.

Die Stimmen der vier Sprecher sind charakteristisch und passen zu De Trois, Eddie, Julie und Tit sehr gut.

Autor

Davide Morosinotto wurde 1980 in Norditalien geboren. Bereits mit 7 Jahren veröffentlichte er seine erste Kurzgeschichte, die auf der Auswahlliste des renommierten italienischen Literaturpreises „Premio Campiello“ stand. Seitdem hat er über 30 Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, für die er zahlreiche Preise erhalten hat. Davide Morosinotto lebt als Autor, Journalist und Übersetzer in Bologna.

Die Mississippi-Bande erzählt ihre Geschichte selbst: Den Anfang macht Peter, gesprochen von Marco Eßer (Gregs Tagebuch), Teil zwei übernimmt Eddie, gelesen von Patrick Mölleken (Seventh Son, Die Sneakers) und im dritten Teil schlüpft Mia Diekow (Die drei !!!, Yakari) in die Rolle von Julie. Reinhard Kuhnert (Das Lied des Eisdrachen) schließt die Erzählung als erwachsener Tit ab.

Fazit: »Die Missisippi-Bande: Wie wir mit drei Dollar reich wurden« ist ein Abenteuer, das ich gerne miterlebt habe und obwohl es an einigen Stellen ein paar Längen aufweist und zusätzlich auch nicht ein Meisterwerk an komplexen Plotbau  darstellt, sind die Charaktere sehr schön gezeichnet und auf jeden Fall Sympathieträger.
Eine Geschichte für die, die Tom Sawyer und Huckleberry Finn nicht aus den Händen legen konnten und für alle die, die gerne von tollen Freundschaften lesen und von eigenen Abenteuern träumen.

Plot                       ✪✪✪ ½✪ /5✪
Cover                     ✪✪✪✪✪/5✪
Charaktere              ✪✪✪✪/5✪

#the literary mixtape vol 01. »Die Bücherdiebin«

Lieder erinnern uns an etwas – immer! Sei es an den ersten Moment, als wir es gehört haben, an eine ganz bestimmte Person, an diese eine Party, den einen Geruch, eben jenes Gefühl!

Ich liebe Mixtapes und da ich leider nunmal mittlerweile nicht mehr befähigt bin, tolle Lieder auf eine Kasette für meine Freunde zu spielen, bin ich zu Mixcds übergegangen und da kam die Idee:

[Die Person, die eigentlich immer für richtig geniale Mixtapes verantwortlich ist, ist wordbuzZZ und genau deswegen müsst (!) ihr da vorbeischauen, bevor ihr hier weiter scrollt! Das neuste Werk ist für Ostern.]

The Literary Mixtape

Volume 01: Die Bücherdiebin von Markus Zusak

#1 Pocahontas: Colours Of The Wind
#2 Foreigner: Cold As Ice
#3 The Cranberries: Ode To My Family
#4 Greg Laswell: Comes And Goes (In Waves)
#5 The Beatles: With A Little Help From My Friends
#6 Monsters Calling Home: Growing Up
#7 Katzenjammer: A Kiss Before You Go
#8 Pixies: Dead

Hier ganz problemlos als YouTube-Playlist, zum Anhören und dabei an die Saumenschen denken, den Jungen mit dem Zitronenhaar und den Erzähler der Geschichte.

Da ich kein großer Fan von YouTube in Kombination seiner Playlisterstellungsfunktion bin, hab ich die gesamte Playlist auch noch auf 8tracks hochgeladen und ihr könnt sie problemlos anhören – einfach mit google oder facebook anmelden, wenn ihr noch nicht dabei seid.

Gibt die Playlist gut den Kern der Geschichte wider? Was sagt sie euch? Habt ihr »Die Bücherdiebin« von Markus Zusak überhaupt gelesen? Wie fandet ihr das Buch? Was fandet ihr besonders traurig? Was besonders schön? Wie findet ihr die Idee? – Lasst es mich wissen!

Stephen Davies – Blood & Ink (Die Bücher von Timbuktu): eine Rezension

52 Blood and InkAutor Stephen Davies
Übersetzerin Katharina Diestelmeier
Titel Blood & Ink: Die Bücher von Timbuktu
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl  288 Seiten
Verlag Aladin
ISBN  3848920727
Preis 14,95 € bei amazon
Genre Contemporary, Rebellion, Lebenslust, Romance
Erschienen 28. Juli 2016

Inhalt

Kadija ist ein junges Mädchen aus Timbuktu mit einer scharfen Zunge und viel Selbstbewusstsein. Sie ist die Sängerin einer Band und telefoniert gerne nachts lange mit ihrer besten Freundin. Als Timbuktu von den »Verteidigern des Glaubens« angegriffen und übernommen wird, ist Kadi ganz vorne dabei die wertvollen Schriftrollen mit Geschichten aus aller Welt in Sicherheit zu bringen.

Ali liebt Allah und hat ein großes Problem damit, wenn etwas nicht haram (also im Sinne von rein und nach dem Koran) ist. Eigentlich ist er nur ein Hirtenjunge, der unter Rotbart, dem Führer der »Verteidiger des Glaubens« verinnerlicht hat, dass alle Ungläubigen streng bestraft werden müssen und er ein Ninja ist, der hilft, das alles auch eingehalten wird.

Aber der liebe Ali hat auch Struggle, besonders wenn er die bezaubernde Kadi wirklich bezaubernd findet, obwohl er ziemlich genau weiß, dass sie illegale Sachen macht und im Koran steht, dass Männer und Frauen nicht zusammen alleine sein sollen…

Meine Meinung

Dieses Buch ist das einzige Buch, das ich auf der Leipziger Buchmesse erstanden habe, einfach weil es mich wirklich angesprochen hat, aus dem Bauch heraus.

Es ist schmutzig und schemenhaft, hat den Titel in Krakelschrift notiert und die Oberfläche ist so wunderbar rau und robust. Hat wirklich Charakter das Buch!
Aber ich hab es nicht unbedingt deswegen aus dem Regal gezogen, vielmehr war es ein Gefühl, obwohl ich die Jugendbücher beim Carlsenverlag immer so semigut finde (das ist dann schon viel in die Richtung »Obsidian« und das ist nicht meine Präferenz). Dieses Gefühl, etwas wildes in den Händen zu halten.

Im Endeffekt habe ich noch am Sonntagabend, nachdem ich wieder von der Buchmesse zurück war bereits 100 Seiten gelesen und die Woche darauf wurde es dann schneller als man schauen konnte verschlungen. Aber es sind nun mal auch nur knapp 300 Seiten und ziemlich gut geschrieben und sehr turbulent.

Karte

»Blood & Ink« spiegelt das Leben zweier Jugendlicher wider, die bei der Übernahme der Stadt Timbuktu durch die »Verteidiger des Glaubens« ganz unterschiedliche Ausgangspunkte haben und es dementsprechend auch ganz unterschiedlich erleben.
Die Geschichte erzählt von der Übernahme, schildert die strenge Führung der Glaubenskämpfer, die Gewalt, das offene Aufbegehren und den heimlichen Widerstand der Bevölkerung von Timbuktu – gut recherchiert, wie es in 2012 wirklich in Timbuktu war.
Doch wir haben es hier nicht mit einer Art Dokumentation zu tun, sondern vielmehr einer Geschichte aus dem Herzen der wahren Begebenheit. Eine rasende Geschichte mit viel brennenden und brechenden Momenten, mit viel Widersprüchen und Erkenntnis.
Eine fiktive Geschichte über die Liebe in der Familie, bei Freunden, zu Geschichten und die Liebe zu völlig Fremden. Eine Geschichte in der Wirklichkeit über machthungrige, gewalttätige Menschen und über den ungebrochenen Geist von Menschen der Freiheit. Eine Geschichte über Religion und wie verschieden sie ist und gelebt werden kann, eine Geschichte für die verwirrten Geister unserer Zeit.

»Im März 2012 gab es einen Militärputsch in Mali. Der Präsident floh aus seinem Palast, das Land stürzte ins Chaos. Und Chaos bedeutet Verletzlichkeit. Die Tuareg-Rebellen sahen darin eine Gelegenheit, den Norden Malis zu erobern, um ihr glorreiches Land Azawad zu errichten. Die Verteidiger des Glaubens witterten die Chance, den Islamischen Staat zu errichten, von dem sie immer geträumt hatten. Beide Gruppen beschlossen zusammenzuarbeiten, um ihre Ziele zu erreichen.
Am 30. März nahmen sie Kidal ein.
Am 31. März überfielen sie Gao.
Am 1. April sammelten sich ihre Kämpfer in der Wüste nördlich von Timbuktu und machen sich zum Angriff bereit…«

Eine Geschichte, die die Wirklichkeit gut abbildet, was die äußeren Umstände angeht (meinem begrenzten Wissen nach) und dann eine fiktive Geschichte von zwei Teenagern dazu setzt, die etwas überwinden und das natürlichste (NICHT) tun, was man eben in solch einer Situation tut, einander vertrauen.

Kadija oder Kadi, wie sie von ihren Freunden genannt wird ist ein freiheitsliebender KadijaMensch, der gerne die Stimme erhebt, um zu genießen, was das Leben eben bietet. Sie singt in einer Band, liebt es zu tanzen und macht gerne Unsinn mit ihrer besten Freundin (die Freundschaft ist wirklich bezaubernd). Kadis Familie ist niedlich und so wunderschön eng miteinander. Ihr Vater ist ein kleiner Geschichtensammler und hat etwas Verschmitztes an sich, verdammt mutig, loyal und sturköpfig. Er hat des Öfteren damit zu kämpfen, dass Kadi tut was sie will und er ein sehr weiches Herz hat und seine Tochter über alles liebt, sodass er sie nicht einschränken kann in ihrem Leben.

Ali ist ein Junge aus Fulbe, als Ziegenhirte sehr geschickt und robust, aber auch leicht beeinflussbar, obwohl er ein Vielleser ist. Als er von seinen Eltern getrennt wird und zu den Ninjas der »Verteidiger des Glaubens« kommt, wo er einen neuen Namen aus dem Koran bekommt und ausgerechnet nach dem mutigsten Kämpfer benannt wird, da wird aus dem kleinen Ziegenhirten ein gläubiger junger Mann, der Fußball immer über alles liebte und jetzt überzeugt ist, dass der einzige Weg zum Paradies der Islamische Staat ist. Er betet viel, liest in den Schriften, würde sich wohl auch zum Märtyrer machen, wenn es soweit ist.

Als Timbuktu eingenommen ist und er wie alle anderen Ninjas durch die Stadt patrouilliert, trifft er auf Kadi und obwohl er sich selbst dafür hasst, übt sie etwas auf ihn aus und er versucht das mit aller Kraft zu überwinden, durch Gewalt durch das Erzeugen des Hasses auf ihn bei Kadi, durch Beten und durch unglaubliches Kämpfen mit dem eigenen Herzen.

AliAli verwandelt sich Stück für Stück wieder zu etwas, das er sein kann, ohne sich vollkommen aufgeben zu müssen, er erkennt, dass Glauben nicht immer so erdrückend sein muss, um wirklich wahrhaftig zu sein – eine unglaubliche Charakterentwicklung!

Einzig das etwas zu happy happy ending war schon ziemlich  weithergegriffen!
Außerdem sind 300 Seiten viel zu wenig, um diese bezaubernden Charaktere ganz auszuschöpfen und eine abgerundete Geschichte zu erzählen, die nicht zu schnell wirkt.

Die Schreibstil ist fließend, schnell, Metaphernreich.

Autor

Stephen Davies lebte für dreizehn Jahre unter den Fulani-Nomaden in Burkina Faso als Missionar und Englischlehrer. Während seiner Zeit dort schrieb er für »The Guardian Weekly« und »Sunday Times«. Davies ist Autor zahlreicher Kinderbücher, die in Westafrika spielen. Seit 2014 lebt er mit meiner Familie in London.

Fazit: Ein Buch, das mich wirklich wieder einmal aufgeweckt hat, einen Beigeschmack hinterlassen hat, der mich zwickt und gleichzeitig meine Sinne wieder einmal geschärft hat. Eine Geschichte für alle, die gerne von der Freiheit lesen, Spannung und witzige Wortgefechte mögen. Für alle, die gerne gegensätzliche Charaktere miteinander tanzen sehen.

Plot                       ✪✪✪✪/5✪
Cover                   ✪✪✪✪/5✪
Charaktere         ✪✪✪✪/5✪

Eoin Colfer – WARP:eine Rezension

alle drei Bücher front

Autor Eoin Colfer
Übersetzerin Claudia Feldmann
Titel WARP (Der Quantenzauberer/Der Klunkerfisch/Die Katzenhexe)
Seitenzahl  347/388/336 Seiten
Verlag Loewe Verlag
ISBN  3785582854/ 3785579489 / 3785582617
Preis TEIL 1 : 16,95 €/ TEIL 2: 16,95€/ TEIL 3 : 17,95€ bei amazon
Genre Fantasy, Science Fiction, Abenteuer, Zeitreisen, Freundschaft

Inhalt

Chevron Savano ist ein hochbegabtes Teenagermädchen aus der Gegenwart, das Probleme mit Unterordnung hat und genau deswegen hat sie, als Junior-Agentin des FBI erst einmal einiges an Zeit außerhalb von den USA zu verbringen, denn wer Mist baut, wird versetzt: nach London in einen Keller, wo sie auf eine merkwürdige Weihnachtsbaumkapsel  aufpassen muss und sich dabei zu Tode langweilt.

Riley ist ein armer Wicht aus London 1898 mit dem einzigen Wunsch frei zu sein und seine
Familie zu finden. Doch er ist der Lehrjunge unter dem Auftragsmörder und Zauberer Albert Garrick und ist diesem auf Gedeih und Verderben ausgeliefert.
Als die Kapsel plötzlich alles im Umkreis zum Beben bringt, ist Chevie, nach 9 Monate des Wartens drauf und dran in eines der größten Abenteuer ihres Lebens zu schlittern…

Meine Meinung

Ohhhhh I love it! (nur, um das vorneweg klar zu stellen!)

»Wofür steht WARP überhaupt?«, fragte Chevie.
Witmeyer ging gerade die Mails auf seinem Bildschirm durch. »Äh… Witness Anonymus Relocation Programme – anonymes Zeugenschutzprogramm.«
»Wieso anonym? Na, wahrscheinlich haben sie das nur reingenommen, damit man die Abkürzung aussprechen kann. Sonst hieße es WRP, und das klingt, als hätte sich jemand verschluckt.«
– S.20 Der Quantenzauberer

Damals im Sommer (erinnert ihr euch noch?) war ein lustiges Bloggertreffen in München und bei dieser Gelegenheit hab ich den Texxt kennengelernt und war dann mit Moana, Theresa und Sandra nochmal im November da.
Bei dieser Gelegenheit habe ich diese wunderbare Reihe im Top-Zustand und für wenig, wenig Geld direkt nebeneinander gefunden und war direkt alleine schon der Gestaltung und des Gefühls wegen verliebt. Aber so richtig schlimm mit Bauchkrämpfen!

Die Bücher sind ganz im Stil von London 1898 mit einer Prise 60er Jahre (weil da die Zeitmaschine gebaut wurde) gehalten und sehen fabelhaft aus. So Steampunk und dunkler mit extrem schönen und coolen Zeichnungen vorne drauf. Ich liebe sie!

»Manchmal hab ich das Gefühl, keiner hört mir zu. Ich stehe anderthalb Stunden hier vorn, rede über die Gefahren des Zeitreisens und rate Ihnen dringend, die Finger davon zu lassen, und die erste Frage, die mir gestellt wird, lautet: Glauben Sie, Zeitreisen warden irgendwann für jedermann erschwinglich sein? Andererseits bin ich von morgens bis abends mit Quantengleichungen beschäftigt, also höre ich mir wohl selbst nicht zu.«
Professor Charles Smart
S. 283 Der Klunkerfisch

Außerdem stehen hinten tolle Sprüche drauf, wie »Der böseste Zauberer des Universums Der Quantenzaubererund die geheimen Fälle des FBI«, »Ein haarsträubendes Abenteuer im Herzen Londons, das die Zukunft verändern wird.« und der beste bei Band 3: »Bei Teufelswerk und Hexerei hilft nur das FBI«.

Wenn euch diese Sätze noch nicht überzeugt haben diese Reihe zu lesen, dann kommen jetzt die harten Argumente:

Diese Geschichte ist so nervenaufreiben, lustig, unheimlich, traurig, unangenehm und schön und das alles zusammen!

»Was ist mit Professor Smart passiert?«
»Er fand heraus, dass Einsteins Quantentheorie im Wesentlichen stimmt und dass er ein transversibles Raum-Zeit-Wurmloch stabilisieren konnte, indem er exotische Materie mit negativer Energiedichte verwendete.«
»Ich dachte schon, dass irgendwann jemand darauf kommen würde.«
– S. 43 Der Quantenzauberer

Der KlunkerfischIn erster Linie muss ich klar stellen, dass das hier kein Zeitreisen à la Edelsteintrilogie ist, sondern richtig waschecht mit Wissenschaft, Wurmloch, Quantenphysik und einer Maschine (deren Erfinder übrigens Charles Smart ist). Wir haben ein großes Abenteuer, das in drei kleine Teile einteilbar ist und ein krasses und fast schon filmreifes Ende!

Ich liebe nun mal Abenteuerbücher für die jüngeren Leser (z.B.: Percy Jackson, Harry Potter, Skullduggery Pleasant, His Dark Materials oder Die unendliche Geschichte) und der Klapptext hat so viel in diese Richtung versprochen, dass meine Erwartungen hoch waren und zwar richtig hoch!

Erfüllt? Auf jeden Fall! Wenn nicht sogar noch übertrumpft.

Dennoch bin ich mir nicht so ganz sicher, ob diese Geschichte von Eoin Colfer wirklich schon so für die Jüngeren geeignet ist, denn wir haben nicht nur einen waschechten Soziopathen, sondern auch richtig krasse Drohungen von Foltermethoden und auch den einen oder anderen abartigen Tod.

»Doch über die Einzelheiten der Vorgeschichte braucht sich niemand der Kopf zu zerbrechen. Es genügt, wenn ihr wisst, dass unsere beiden außergewöhnlich begabten und einfallsreichen jungen Helden gerade erfahren haben, dass Rileys lange verschollener Halbbruder Tom gerade im Gefängnis von Newgate sitzt, und dorhin geeilt sind, um ihn zu befreien.
Ihr könnt euch wahrscheinlich denken, dass das fürchterlich schiefgeht und eine Menge tödlicher Gefahren auf sie lauern.
Keine Sorge, es gibt auch was zu lachen.
Aber ich will ehrlich sein: Meistens geht es um tödliche Gefahren.
Wer von euch also von zartbesaiteter Natur ist, möge dieses Buch beiseite legen und sich lieber eines über Ponys oder dergleichen besorgen.
Ich habe euch gewarnt.
Zartbesaitet ist übrigens ein altmodischer Begriff für empfindlich. Ich wollte euch nur schon mal auf die Zeit einstimmen, in der unsere Geschichte spielt.
Mir war gerade danach.«
S. 11 Die Katzenhexe

Die Geschichte hat so viel zu bieten! So viel Wunderschönes! Vor allem hat es ein tolles Gefühl: es ist magisch und lustig und spannend und nervenaufreibend!

»Wenn du die Macht gespürt hast, kannst du mein Juniorpartner im Familienunternehmen werden, sagte Garrick oft. Vielleicht sollten wir uns Visitenkarten zulegen, was, mein Junge?
Garrick und Sohn – Auftragsmörder. Wir sind willig, aber nicht billig.«
– S. 11 Der Quantenzauberer

Wir haben einen Zauberer in der Geschichte, so richtig mit Bühnenshow und Tricks und Täuschungsmanövern, der nicht ganz so freundlich ist!
Sondern eigentlich ein richtiger Auftragsmörder und der Teufel höchstpersönlich (ihn mögen wir übrigens nicht, er ist DAS BÖSE!)

»Wow, das klingt ja toll. Zwei Jahre Babysitten. Wie gut, dass ich die ganzen Schusswaffenkurse gemacht habe.«
Orange verließ den Kapselraum, ohne sich noch einmal umzusehen.
»Versuchen Sie’s ruhig weiter, Agent Savano!« , rief er über die Schulter. »Eines Tages fällt Ihnen bestimmt etwas ein, das wirklich witzig ist.«
Ich hasse den Kerl jetzt schon, dachte Chevie.
– S. 25 Der Quantenzauberer

Wir haben ein junges Mädchen, das die letzte Nachfahrin eines Indianerstammes ist und Chevieals Waisenmädchen schon den einen oder anderen Mist wegstecken musste, bevor sie vom FBI aufgenommen wurde und jetzt als Junioragentin arbeitet.
Chevie ist der absolute Wahnsinn (ich liebe sie!), denn sie hat ein loses Mundwerk und kann es auch in den brenzligen Situationen nicht halten. Außerdem ist sie blitzgescheit, denkt schneller als man selbst atmen kann und hat auch im Nahkampf, trotz ihrer eher geringen Größe ein wirklich beeindruckendes Geschick, mit dem sie auch die großen Kaliber aus Londons Untergrund noch mal richtig den Schädel brummen lassen kann!
Sie hat Mut und eine Menge Selbstbewusstsein, fast schon eine Selbstverliebtheit, die aber ungemein gut zu ihrem Auftreten passt. Aber Chevie ist auch mitfühlend, hat einen großen Gerechtigkeitssinn und leider auch einen kleinen Hang zum Heldentum und damit auch der Dramatik!

Riley und Chevron Savano fanden sich im Keller eines viktorianischen Hauses wieder, und beide lächelten, weil sie noch im Bann dessen waren, was Charles Smart die »Zen-Pause« genannte hatte.
[…]
»Silberdollar«, sagte sie beiläufig und deutete auf das wirbelnde Wurmloch.
Riley nickte.
»Männer mit Säcken«, sagte er und deute auf zwei Männer, die in den Kellerraum gekommen waren und auf Zehenspitzen näher schlichen, jeder einen leeren Mehlsack in den Händen.
Chevie bemerkte einen dritten Mann, der mt vollem Mund mampfend aus einer Ecke auftauchte. »Nicht alle. Der da hat einen Hähnchenflügel … und eine Keule.«
»Ich nehme den Flügel«, sagte Riley.
Chevie lachte immer noch, als der Sack über ihren Kopf gezogen wurde.
– S. 181 – 183 Der Quantenzauberer

RileyWir haben einen jungen Mann, der ein sehr sanftes Wesen hat, aber Zeit seines Lebens nur Verlust und Unterdrückung bzw. Schrecken und anhaltende Todesangst unter dem Auftragsmörder Albert Garrick erleben musste und dadurch hat Riley wohl auch seine Ernsthaftigkeit. Er scheint auf den ersten Blick nur wie ein armer Straßenjunge und ist auch erst 14 Jahre alt, aber trotzdem kann er, ganz wie sein Meister Bühnentricks, Kampftechniken und das Wissen um das Überleben!
Riley hat immer Angst, weil ihm genau das schon unglaublich oft das Leben gerettet hat, er weiß, was es bedeutet ein Nichts zu sein und trotzdem zu kämpfen und genau diese Härte des Lebens hat ihn nicht nur zu einem Jungen gemacht, sondern den Mann in ihm schon sehr, sehr früh herausgeholt.
Im Laufe der Reihe bemerkt man auch deutlich, wie sich Riley nach und nach immer mehr findet und aus den Weben der Angst entkommt. Furchtlos ist niemand, aber Riley schüttelt das ab, was ihn immer am Boden gehalten hat.

»Wenn du in der Zeit zurückreist und Rasputin tötest, gibt es keinen Grund, in die Zeit zurückzureisen und Rasputin zu töten.
Also ist der alte Grigori nun tot oder nicht?«
Professor Charles Smart
– S. 12 Der Klunkerfisch

Wir haben eine wirklich interessante aber auch wirklich unheimliche Figur, die ab dem zweiten Band ins Spiel gebracht wird und die Welt mit seinem Schaffen so verändern könnte, dass alles anders kommt! Genau diese Person, der Colonel Box ist ein Sozipath, der mir bei fast jedem Auftritt die Gänsehaut über den Rücken hat laufen lassen (den mögen wir auch nicht, der ist auch UNHEIMLICH!). Trotzdem kommt man nicht umhin Colfer dafür zu bewundern, dass er so eine Gestalt in seine Geschichte integriert hat und damit einen weiteren Bösewicht entworfen hat, den man nicht so schnell vergessen kann.
Neben dem immer wieder wichtigen Wort des Colonels »effizient« bringt er auch noch eine Meute an Knackerveteranen mit, die alle knallhart sind und deswegen auch irgendwie traurig.

Durch Box Auswirkungen auf die Zukunft ist dieser Teil des Abenteuers natürlich noch einmal speziell brisant, denn wenn Colonel Box seinen Plan durchführen kann, entsteht eine Diktatur mit dem Namen »Boxitenreich« in dem alle den Colonel anbeten, wie manch einer es bei Göttern tut, das hat sowas von 3. Reich und alles ist grau und schlicht – einfach irre unheimlich!

»Das ist ein Hund!«. sagte Chevie und fuhr aus dem Liegen hoch. »Ein Hund mit Menschengerede.«
»Das ist aber eine merkwürdige Ausdrucksweise«, sagte der Hund. »Außerdem bin ich kein Hund, und du solltest mal lieber einen Blick in den Spiegel werfen.«
»Ähhhh«,sagte Chevie erneut, gefolgt von: »Ohhhhh.«
Professor Smart hob seine durchsichtigen Hände. »Ganz ruhig, meine Liebe. Ich kann alles erklären.«
»Na klar«, schnaubte der Hund. »Er kann alles erklären. Das ist aber auch alles, was er kann.«
Chevie zeigte mit dem Finger auf Pointer. »Hund!«
»Katze!«, gab Pointer zurück. »Und wieso ist ein schwebender Geist kein Problem, aber ein sprechender Vierbeiner? Du solltest aufpassen, was du sagst, Kleine.«
– S. 125 Die Katzenhexe

Außerdem bringt die Zeitmaschine und die verschiedenen Teilchen, die im Wurmloch auf Die Katzenhexedich losgehen die eine oder andere Mutation zutage, da werden Menschen dann mit Gorillaarmen oder Tyrannussaurusrex-Schädeln wieder ausgespuckt und es gibt plötzlich sprechende Hunde, aber auch coole Gidgets, wie schnelle Heilkraft, einen Röntenblick oder verbesserte Sehkraft und Sinnesschärfung durch die Teilveränderung in einen Katze.

Wir haben einen unglaublichen Charme in der Geschichte, der natürlich von den Charakteren ausgeht, aber auch vom Schauplatz: dem London von 1898! London hat schreckliche Armutsviertel und viel, viel Kriminalität und fast schon eine Klassengesellschaft.

Es gib den Untergrund mit allen Bösewichten und jeder liebt die Königin Victoria und alle glauben irgendwie noch an Magie und es gibt Bühnenshows und eine wirklich witzig, schöne Sprache!

»Sie [Chevie] fragte sich kurz, was wahrscheinlicher war: dass sie irgendwo in der Klapse lag und sich das alles nur einbildete, oder dass sie eine durch die Zeit reisende FBI-Agentin war, die sich mit einem jungen Zauberer verbündet hatte.«
– S. 140 Der Klunkerfisch

Das viktorianische London, aus dem Riley kommt und in das Chevie purzelt hat mit der mächtigsten kriminellen Bande »Die Rammböcke« eine Gefahr, aber die wären alle auch nur Kleinkriminelle, wenn sie nicht ihren großartigen König Otto Malarkey hätten, der mit seinen fabulösen Haaren und seinen funky Stiefeln einfach nur ein echter Lebemann sein möchte.
Er ist so selbstverliebt und dabei noch so bärenhaft brummig (und auch ein bisschen böse), dass man ihn einfach lieben muss!

Es gibt tieftraurige Momente, verdammt unheimliche Momente und zum totlachen lustige Momente und nebenher ist es einfach so spannend, so spannend, dass man sofort den nächsten Band braucht!

Mein einziger Kritikpunkt: es gibt die Andeutung bzw. die relativ klare Darstellung einer Liebesgeschichte, die in meinen Augen nicht notwendig war, aber wenn man das große Ganze betrachtet, ist es in Ordnung – ich nehme es hin, weil es außerdem keine Instalove ist und ja auch ganz andere Umstände reinspielen.

»Wir stechen sie, wir filzen sie, verhauen sie, beklauen sie.
Ob Ärger mit dem Zaster oder Rache für ein Laster,
uns ist nichts zu dumm.
Nur zu, schaun Sie vorbei,
die Rammböck kümmern sich drum.«
S. 294 Der Klunkerfisch

Nebenbei haben wir noch coole Actionszenen, Verfolgungsjagden und Schießereien und die Wissenschaft, die hinter dem ganzen Zeitreisen ist, die wird auch für Wissenschafts- und Physik-Noobs richtig gut erklärt (aber auch nicht zu viel, weil man sonst ja den Lesefluss ein wenig unterbricht).

Hab ich schon das viktorianische London erwähnt? Und Chevie, die so hinreißend und cool ist ?!?

»Was die Leute bei ihren Berechnungen immer vergessen, ist die Persönlichkeit. In dieser Hinsicht verhält sich die Zeit wie Wasser: Große Leute verursachen einen großen Platscher.«
Professor Charles Smart
– S. 202 Der Klunkerfisch

By the way hat Eoin Colfer so meinen Geschmack getroffen, bei seine Schreibstil! Er hat genau den richtigen Ton getroffen, zwischen lustig, poetisch und auf den Punkt gebracht!

Autor

1965 in Wexford an der Südostküste Irlands geboren, wuchs Eoin Colfer mit seinen vier Brüdern und Eltern, beide Lehrer, in seiner Geburtsstadt auf. Bereits in der Grundschule begann er vom Geschichtsunterricht inspirierte Wikingergeschichten zu schreiben. Nach einem Lehramtsstudium heiratete er 1991 und verbrachte die nächsten vier Jahre in Saudi-Arabien, Tunesien und Italien. Sein erstes Buch aus dem Jahre 1998, „Benny und Omar“, gründet auf seinen Erlebnissen in Tunesien und wurde in viele Sprachen übersetzt. Mit dem Erfolg seiner Bücher hörte Eoin Colfer 2001 auf, als Lehrer zu arbeiten. Er lebt mit seiner Frau und den beiden Söhnen in Irland.

Fazit: Eine Geschichte, die von Freundschaft und Abenteuern in der Vergangenheit in unserer liebsten britischen Stadt erzählt. WARP ist für alle, die gerne von reisenden Abenteuern, Zeitreisen, Bandenkriegen, verschiedenen Persönlichkeiten und Bösewichten und einer unglaublich schönen, magischen Stimmung ganz ohne Magie lesen!
Für alle Fans von Percy Jackson, Skullduggery Pleasant, Harry Potter und His Dark Materials! Ich werde auf jeden Fall noch die Artemis Fowle – Reihe von Eoin Colfer lesen, einfach weil ich den Autor jetzt schon liebe.

Plot                       ✪✪✪✪✪/5✪
Cover                   ✪✪✪✪✪/5✪
Charaktere         ✪✪✪✪✪/5✪

»Der Zauberer spürte, wie der Hut von seinem Kopf flog, aber er scherte sich nicht darum, sondern ließ sein langes Haar im Wind flattern. Es gab ihm das Gefühl, wild und durch nichts zu stoppen zu sein.«
– S. 317 Der Quantenzauberer

Crescent Moon Darnel – a damsel in distress? You wish!

Klein, aber fantastisch! – oh yeah, wir, die Angehörigen der »Allianz der kleinen Leute« kennen uns da gut aus, wir wissen, dass wir unglaublich sind und das ganz unabhängig von unserer Größe, duh!

Klein und fantastisch ist auch eine unserer liebsten Hacker des fiktiven Universums, denn Cress ist galaktisch cool! Sie kann in Sekundenschnelle durch sämtliche Firewalls und Staatssysteme virtuell wandern, sie kann ein ganzes Schiff (aka Iko) vom Radar einer Übermacht des Weltalls nehmen und damit ihre neuen Freunde und Retter vor den Bösen beschützen.

»She would be brave. She would be heroic. She would make her own destiny.«

80-cress-2Marissa Meyers Universum um die Luna-Chroniken ist unglaublich, mit einer Vielfalt an atemberaubenden Charakteren, aller Größe, Form, Farbe, Geruch und Temperament und ich will mich gar nicht entscheiden, wen ich am allercoolsten finde, denn sie sind alle gleich berauschend und inspirierend.

Allerdings hab ich mit niemanden so sehr mitgefiebert, wie mit Cress und dem Captain, denn die beiden sind einfach genial! Carswell Thorne ist so oder so nocheinmal ein Kapitel für sich, aber heute reden wir ja über das kleine Mädchen aus dem All.

Cress wurde auf Luna geboren und das ohne die Fähigkeiten der anderen Lunarier, sie war eine Hülle und damit weniger wert. Das kleine Ding hat schon früh erleben müssen, was es bedeutet nichts wert zu sein und hat wohl bis zu dem Tag, an dem sie ihre neue Familie (die Rampion Crew) gefunden hat nicht wirklich gewusst, was es bedeutet geliebt zu werden.

Auf Luna werden die Hüllen eigentlich einzig dafür benutzt den Impfstoff gegen Letumose aus ihrem Blut herzustellen, da die kleine Crescent allerdings schon früh besondere Hacker-Fähigkeiten gezeigt hat, wurde sie von Levana und ihren Tramaturgen in einen einsamen Sateliten ins weite Weltall gesetzt und durfte die Erde ausspionieren.

Ein kleines Ding alleine in einem Turm, die einzig und alleine von Mother Gothel (aka Sybil der Tramaturgin) besucht wird und sich so eine ganz eigene Welt zurecht legt, die Menschen und ihre Besonderheiten betrachtet und von nichts stärker träumt, als von ihrem güldenen Prinzen in strahlender Rüstung.

Genau solch einer tritt dann auch in ihren Satelit und gleich darauf stürzen sie ab und landen in der Wüste und das ist eine der ganz großen Liebesgeschichten, denkt die kleine Cress und ist furchtbar aufgeregt, als sie plötzlich ihren großen Schwarm vor sich sieht, den absolut lässigen, gutaussehenden und irgendwie gar nicht so heldenhaften Carswell Thorne.

Ja und dann beginnt ein Abenteuer, das derartige Ausmaße annimmt, dass nicht einmal 79-cress-1Cress mit ihrer Art sich Szenen in ihrem Kopf auszumalen, erträumen hat können.

Cress ist verdammt mutig und eigentlich nicht in der Lage bei einem Duell zu siegen, aber sie kann ganz andere Dinge: das Sicherheitssystem des Palastes von Neu-Peking lahmlegen oder den immer lässigen, kriminellen Captain plötzlich weiche Knie bekommen lassen.

Crescent ist nicht nur eine Hülle mit Hackerfähigkeiten, nein sie ist socially akward und nicht so wirklich in der Lage an den richtign Stellen zu lachen, weil sie es einfach nicht gewohnt ist mit anderen Menschen abzuhängen.

It would be like those epic love affairs that exploded into existence and burned white hot for all eternity. The type of love that time and distance and even death couldn’t separate. Because if there was one thing Cress knew about heroes, it was that they couldn’t resist a damsel in distress.
And she was nothing if not in distress.«

Sie hat eine Vorliebe für Kleider und irgendwie auch Stalking, einen starken Gerechtigkeitssinn, sie ist ein kleiner Sonnenschein, obwohl sie die meiste Zeit ihres Lebens alleine war. Sie schaut gerne Web-Serien und hört gerne Musik, wie jeder andere auch. Ja und wenn die schüchterne Cress zum Vorschein kommt, in der Revolution aber gerade nicht gebraucht wird, dann verwandelt sich Cress in ihrem Kopf in jemanden, der diese Aufgabe meistern kann. Genau diese Fähigkeit hat ihr sicher schon oft ihr Leben gerettet.

Ja und dann kenne ich niemanden, der die Erde faszinierender findet, als das Space-Girl, denn soetwas bezauberndes wie unseren Planeten immer nur von der Ferne oder auf Bildern zu sehen, das kann nicht ausreichen, sie muss sie fühlen und schmecken und riechen.

Cress ist das, was man gerne an seiner Seite hätte, weil sie gut zuhören kann und schon von den kleinsten Dingen sehr begeistert ist, sie kann niemanden so ernsthaft böse sein und bei den Menschen, die sie liebt, da ist sie so absolut leidenschaftlich dabei, dass sie sogar Thornes Nervigkeit kaum bemerkt! Bemerkenswert!

Kennt ihr die Lunar-Chroniken? Mögt ihr Cress auch so gerne, wie ich? Wie findet ihr die Welt? Wie findet ihr die Märchen-Idee? Habt ihr mit Cresswell auch sehr mitgefiebert?  Lasst es mich wissen!