John Green – »The world is not a wish-granting-factory.« Vielleicht, aber gut ist es trotzdem!

Wir haben uns in einem Buchladen das erste Mal getroffen. Es war wie der Beginn einer dieser ganz großen Liebesgeschichten. Wie der Beginn einer Liebesgeschichte, die die Welt in ihren Grundfesten erschüttern wird, einen Moment innehalten wird und sich dann wieder weiterdrehen wird. Es war eine dieser Liebesgeschichten!

09 Header Gedanken über Persönlichkeiten mit Wasserzeichen

Er hat mich lange begleitet, seine Worte ganz oft und ganz viel in meinem Kopf und ein bisschen wie tanzende Strichermänner, nur weniger rätselhaft, als die bei Sherlock Holmes. Es waren fröhliche, sarkastische und manchmal auch sehr, sehr traurige Strichmänner – die volle Bandbreite an Emotionen in den Strichmännern.

98 John Green 2Doch die, die mir die Wörter eingeflüstert haben, das waren nicht etwas 2D-Strichmännchen, sondern runde, volle Charaktere, die in den Moment ihres Lebens eingefangen wurden und von ihm auf weiße Seiten gedruckt wurden.

Ich hab mich auch nicht zuerst in ihn verliebt, sondern in seine Geschichten, in seine Flüsterfreunde: in Hazel und Gus, in die Katherines, in Colin, in Lindsay, in Will und Will, in Tiny, in Margo und Quentin, in Miles und Alaska und auch in die drei aus »Let it snow«, Tobin, JP und den Herzog und alle anderen, die dabei waren!

Hals über Kopf verliebt!

John Green, der Magier mit den sooooo traurigen Jugendbüchern, den lustigen Typen, der ein bekannter YouTuber ist, aber auch nach 10 Jahren Vlogbrothers und Nerdfighteria noch nicht wirklich Videos schneiden und bearbeiten kann, genau der!

John Green, der immer auf die beiden Fragen »Wer war dein Lieblings-Beatle?« und »Was ist deine Lieblingsfarbe?« mit John und Green antwortet. Er wird in diesem Jahr noch 40 Jahre und das glaubt man wahrlich nicht, wenn man ihn so reden hört, weil er eben doch ein Kind ist. Auch wenn er in einem Interview (Blaue Seite, 2012) sagt:

Bist du jemals erwachsen geworden?
»Ich bin sehr viel erwachsener als ich es einmal war. Viel lieber würde ich auf diese Frage mit „Nein“ antworten. Aber wenn man erst einmal ein Kind hat, wird man sehr schnell erwachsen.«

97 John Green 1Er ist New York Times Bestseller Autor und vor allem durch »Das Schicksal ist ein mieser Verräter« bekannt geworden, aber auch seine anderen Werke, wie »Eine wie Alaska«, »Margos Spuren« und »Die erste Liebe: Nach 19 vergeblichen Versuchen« sind Werke, die fast jeder schon einmal im Buchladen stehen hat sehen. Er schreibt laut einigen Stimmen, pseudotiefsinnig, mit »Das Schicksal ist ein mieser Verräter« auch noch SickLit und überhaupt eher so durchschnittliche Jugendbücher, aber das stimmt nicht!

Denn der Typ kann schreiben – hat laut eigenen Aussagen in seiner Kindheit viel geschrieben, in seiner Schulzeit dann weniger, aber dafür wieder im College – und wie! Er hat einen Schreibstil, der einem leicht fällt und zum umfallen lachen lässt und dabei so wunderbar ironisch ist und nicht auf die gezwungene kitschige Art, sondern auf eine sehr natürliche Art tiefsinnig ist. Irgendwo trieft es dann natürlich ein bisschen, aber es sind ja nunmal auch immer Geschichten von der ersten Liebe und die ist immer ein bisschen kitschig.

»I’ve always liked quiet people: You never know if they’re dancing in a daydream or if they’re carrying the weight oft he world.«
– Looking for Alaska, John Green

99 John und Hank GreenJohn Green ist aber nicht nur ein ziemlich bekannter und damit auch erfolgreicher Autor von Jugendbüchern, die ein bisschen kitschig sind, sondern betreibt auch mit seinem Bruder Hank seit nunmehr 10 Jahren einen YouTube Channel mit dem Namen »Vlogbrothers«, dessen ursprüngliche Idee es war, dass die beiden immer abwechselnd ein Jahr lang ein Video, also einen Vlog drehen und das dann hochladen und nur so kommunizieren. Nach dem Jahr hatten sie so viele Zuschauer, dass sie weitergemacht haben und bis heute einer der erfolgreichsten YouTubechannel der USA betreiben. Ihre Fans nennen sich Nerdfighteria und haben auch eine eigene Homepage.

Er hat Englische Literatur und Vergleichende Religionswissenschaften studiert und wollte ursprünglich Pastor werden, hat das dann aber doch abgebrochen und hat stattdessen eine Weile Buchrezensionen für ein Magazin geschrieben. Zeitgleich hat er seinen ersten Roman »Eine wie Alaska« verfasst und nachdem der dann eingeschlagen hat, wie eine Bombe, war er eben Autor.

»My thoughts are stars I cannot fathom into constellation.«
– The faults in our stars, John Green

Sein Hund heißt »Fireball Wilson Roberts«, das sagt einfach auch schon zu viel.

John Green ist ein fantastischer Autor und wahrscheinlich auch überhypt und in vielen Fällen auch ein wenig zu oft erwähnt worden, aber er ist und bleibt ein Autor, der mein Leseverhalten, meine Liebe zu Büchern, die eine oder andere Beziehung zu Menschen und ein wenig die Einstellung zum Leben maßgeblich beeinflusst hat und genau deswegen muss dieser »Liebesbrief« hier endlich einmal gepostet werden, verdammt!

John Green, schreib doch wieder einmal ein Buch 😉

In Liebe,
Itchy

Habt ihr schon was von ihm gelesen? Was war euer Liebstes? Wie findet ihr seinen Schreibstil? Gehört ihr zur Nerdfighteria? Wer ist eure liebste John Green Figur? Habt ihr ein Lieblingszitat? Habt ihr einen Autor/eine Autorin, der/die euch so ans Herz gewachsen ist? – Lasst es mich wissen!

Rainbow Rowell – sympathisch, herzlich, berauschend!

Heute möchte ich euch eine meiner allerliebsten Autorinnen dieser Welt vorstellen, die sich durch ihre Romane in mein Herz geschrieben hat!

Rainbow Rowell, die Dame mit dem fröhlich bunten und zugleich eigentlich lächerlichen Namen (ihr Bruder heißt übrigens Forest mit Vorname) ist die Mutter von zwei Söhnen und hat ein unglaubliches Gefühl für Sprache, für Figuren, für Teeanger und für Gefühle.

Sie lebt mit ihrer Familie in Nebraska und ist ein wirklich krasser Nerd! Mit Leib und Seele, ein Büchernerd, ein Comicnerd, ein Star Wars Geek und ein Fangirl.

In ihre Büchern steckt so viel von ihr und ihren Gefühlen und wenn du diese Bücher liest, dann merkst du wieder, was es bedeutet am Leben zu sein und wie dich etwas berühren kann.

»But she always writes about people who talk a lot. And people who feel like they’re screwing up. And people who fall in love.«

54-rainbow-rowellSie schreibt über besondere Figuren, in deren Geschichten nicht die krassesten Dramen (à la Coleen Hoover) ablaufen, um den Leser so richtig mitzunehmen; nein in den Geschichten von Rainbow Rowell ist es einfach ehrlich: es ist das Leben, das da abläuft, aber auf eine poetische und sehr wirkliche Art und Weise.

Und nicht nur ihre Bücher sind herrlich zu lesen, auch ihre Twitter-Nachrichten und tumblr-Anmerkungen sind bisweilen zum Schreien komisch.

Ja und sie macht wunderbare Playlists für ihre Charaktere, wie für Eleanor und Park (erst nach dem Lesen anhören, wegen Spoiler-Gefahr!) oder Baz und Simon! Sie sagt, das hört sie dann beim Schreiben und es spiegelt so ziemlich die Gefühle während der Geschichte wider –  wirklich großartig; vor allem für Bücher, wie »Eleanor & Park«, die ja auch von der Musik leben.

Außerdem schreibt sie auf ihrer Seite auch tolle Artikel über Diskussionsthemen, wie zum Beispiel Eleanors Gewicht oder warum Park Koreaner ist und sie beantwortet sie so ungezwungen und genau richtig – diese Frau muss man einfach lieben!

Ihre Bücher zeigen mir immer wieder, dass Jugendbücher nicht unbedingt immer nach dem gleichen Schema verlaufen müssen und sie nicht, wie viele andere Autoren immer noch mehr Profit machen muss, in dem sie eine unnötige Fortsetzung schreibt. Sie meint, wenn eine Geschichte in ihrem Kopf steckt, dann muss sie raus und wenn sie dann draußen ist, dann ist sie draußen. Weitererzählen dürfen dann noch fanfictions.

Kennt ihr Rainbow Rowell? Habt ihr schon Bücher von ihr gelesen? Nein? Dann aber schnell! Findet ihr Playlists zu Büchern auch so toll, wie ich? – Lasst es mich wissen!

Bis die Tage, Itchy

Krasse Poesie über Magie

Meine Damen, meine Herren, treten Sie zurück!
denn es ist Magie, die sie zugleich verzückt.
Mein Zylinder sitzt gerade, mein Cape… steckt im Bühnenboden fest
und ich vergesse meinen Text!
Eigentlich wollte ich eine Jungfrau zersägen,
Münzen hinter Ohren hervorziehen
und majestätisch aus brennenden Fesseln entfliehen!

ABER: Ich bin nunmal magisch vollkommen untalentiert,
richtiggehend ein Tollpatsch, ein Trampeltier.
Ich kann nicht mal einfache Kartentricks
und keine farbigen Satintücher aus dem Ärmel ziehen,
nein ernsthaft, wie soll das gehen?
Und überhaupt, was ist daran Magie?

Magie, das ist doch eigentlich Staub und alte Sprüche,
alte Männer mit spitzen Hüten und langen Bärten
DUMBLEDOR!
Apropos Harry Potter – die magische Nerdliebe am Firnament!
Schließlich gibt es fliegende Besen und Zauberstäbe
und Liebe, Freundschaft und Abenteuer.
Magie, das sind Hexen mit Warzen und langen Nasen,
die mischen zusammen Krötenschleim und Babyhasen
und brannten im Mittelalter lichterloh.

Aber die wahre Magie, die glitzert und funkelt nicht,
wahre Magie, das ist die Familie,
die schon nach einer halben Stunde im Urlaub streitet
oder sich komisch für Geburtstagsmottoparties verkleidet.

Wahre Magie, das sind Freunde,
die verdammt nochmal unentschlossen sind
oder des Nachts ganz blind
blöde Lieder singend durch den dunkeln Wald irren.

Wahre Magie, das ist die Liebe zum Leben,
das sind Gedanken und Worte, der Sternenhimmel
das ist ein langes Gespräch nach Mitternacht,
das ist, wenn man Tränen lacht.
Ein Crêpes mit Schockolade und Marzipan.
Wahre Magie ist eine laue Sommernacht
am Lagerfeuer, an der Gitarre zupfen, mit Bedacht.
Das Gefühl nach dem perfekten Auftritt deines Theaterensembles,
wenn alle vor Freude heulen und jeder jeden umarmt.
Magie ist ein Festival, ein Lied und das Schreiben,
ein letzter Sommer bevor der Ernst des Lebens beginnt
ja und Bücher, oh Bücher!

Denn in Büchern, da lerne ich wirklich zaubern,
kann höher fliegen als Seidenschnabel
besser kämpfen als Thorin Eichenschild gegen ein Orkheer
und fast so gut Lügengeschichten erzählen, wie der Blaubär!
Aus Büchern schnapp ich mir die Essenz des Lebens,
die wahre Magie, die in uns fliest,
die Träume, die du aus diesen Zeilen liest.

Denn diese Magie ist überall,
in dir, in mir, im freien Fall
in Gesprächen, in Büchern und einer Sinfonie
denn das ist krasse Poesie, über Magie!

von MIR

(Der Text von meinem allerersten Poetry Slam; es war supercool und hat sehr viel Spaß gemacht!)

The show must go ooooon!

Wir haben ein halbes Jahr an diesem Stück gearbeitet und vor einer Woche war Premiere. Es war bunt und witzig und wundervoll und der eine oder andere, der mich und mein Leben schon länger verfolgt (auch du mein lieber Stalker bist gemeint!), weiß von unserem tollen Theaterstück.

Jetzt sind wir fertig, hatten die letzte Aufführung und sind am Ende (nicht mental zum Glück). Genau deswegen ist es jetzt an der Zeit das Kunstwerk mit euch zu teilen, ob es jetzt interessiert oder nicht.

Ich war schon von der 5.-7. Klasse Mitglied der Theater-AG, konnte aber die Jahre dazwischen immer nicht mitmachen, weil ich an den entsprechenden Terminen immer Pflichtnachmittagsunterricht hatte – YEAH!

In der 12. Klasse bestand dann die Möglichkeit, die Proben wurden auf den Freitag gelegt und ich konnte wieder Teil eines tollen Schauspielensembles sein (wir haben Schüler von der 5. – 12. Klasse!!).

Das erste halbe Jahr haben wir dann rumgerätselt, was wir spielen wollen und wurden dann wieder mehr oder weniger gezwungen ein selbstgeschriebenes Stück aufzuführen. Selbstgeschrieben ist dabei witzig, denn das Stück gab es noch nicht, das mussten wir selbst schreiben (damdamdam).

Nach zahlreichen Abstimmungen waren wir am Ende bei den inspirierenden Geschichten: West Side Story (Yep das Musical) und Peter Pan! Also eine Art Mix aus den beiden!
Erst im Februar (in den  Winterferien hier in Bayern) waren wir (die ältesten Mitglieder der Gruppe) zu viert bei zahlreichen sehr, sehr langen Skypesessions dabei den Plot vollständig zu entwickeln. Die Dialoge haben wir dann gemeinsam mit den Lehrern gemeistert.

DER PLOT

Es existieren die Realität und Nimmerland nebeneinander in Frieden.
Die Realität, bevölkert von ergeizigen, konservativen und fantasielosen Menschen hat der Fantasie abgeschworen.
Nimmerland beherbergt Fantasiegestalten aus Kinderabenteuern (Indianer, Feen, Piraten, einen Römer mit einer nicht vorhandenen Armee und die verlorenen Kinder mit Pan).
Als eine besonders nüchterne Professorin öffentlich über die Fantasie wettert, entstht ein Schatten, der die Realität noch grauer macht und Nimmerland und seine Bewohner so in Gefahr bringt, dass sie versuchen zu fliehen.  Bei dem Versuch werden sie von einem Unwetter überrascht und in die Realität gebracht. Dort müssen sie sich mit der neuen Situation abfinden und es entsteht ein Konflikt zwischen den Menschen aus der Realität und den Nimmerland-Bewohnern. Der Schatten nährt sich von aller aufkeimender Hoffnung und wird immer stärker. Am Ende kommen alle noch zu wichtigen Erkenntnis, dass man zusammenarbeiten muss, um den alles verzehrenden Schatten zu besiegen.

Soviel dazu, nicht neu aber durchaus spannend und irgendwo auch tiefsinnig mit einer Menge Platz für Interpretation. Sehr kindlich, aber wir hatten immerhin einen großen Haufen an kleinen Kids dabei und für die und ihre ersten Schaupielerfahrungen war es genau richtig.

Meine Wenigkeit hat Pan gespielt, das Anführerkind der Verlorenen Kinder, welches sich am Ende mit dem Schatten zu einer vollwertigen Person (fantasievoll und verantwortungsbewusst) verbindet. Wohl die krasseste Hauptbotschaft:

» Fantasie alleine kann nicht existieren, aber auch eine Welt ohne Fantasie ist nicht möglich.«

Am letzten Wochenende waren wir dann auf einem Schultheaterfestival. Das Festival an sich war enttäuschend (wir waren vor 5 Jahren schon einmal da und das war großartig!), aber immerhin konnten wir unser Stück auf einer echten großen Theaterbühne aufführen und wir sind alle nochmal schön zusammengewachsen! Vor allem der letzte Abend war trotz aller Strapazen schön: die Veranstalter hatten uns merkwürdigerweise nicht mehr miteingerechnet für das letzte Stück und hatten uns das auch nicht gesagt, demnach saßen wir eine halbe Ewigkeit am Theater fest. Statt uns zu langweilen, ist ein kleiner Teil auf Improvisationstheater in der Stadt gekommen und wir haben eine Safari durch die Innenstadt unternommen, auf der wir uns vor DOINGS (eine wilde Rasse, welche auch aggressiv werden kann – also Menschen) in Acht nehmem mussten. Vor allem für die Kleinen war es sehr amüsant.

Die anderen drei Mal haben wir es dann an unserer Schule – zuerst zwei Mal vor den Schülern und im Anschluss noch einmal vor den Eltern aufgeführt. Das hat alles ganz wunderbar funktioniert und hat auch einfach riesen Spaß gemacht. Das zeigt auch, wie sehr man als Schauspieler zusammenwachsen kann und wie viel Spaß es macht!

Schlussendlich bleibt mir noch zu sagen: The show must go ooooon!

Wie findet ihr die Theater? Sowohl selbst gespielt, als auch anzusehen? Spielt ihr selbst auch? Welche Rollen habt ihr bereits verkörpert? Wie arbeitet ihr euch ein in die Rollen? – Lasst es mich wissen!

Bis dahin und auf bald, Itchy

Wir schreiben #1: eigene Songs

Wie wahrscheinlich im Leben der meisten Blogger, spielt auch für meine Person das Schreiben eine mehr oder weniger große Rolle, denn Schreiben tun wir immer und überall und das ist auch wichtig und wunderschön, denn Schreiben kann dich fortbringen und lässt dich kommunizieren, sogar einen Therapeuten kannst du dir sparen!
Ich habe mir eine Art Reihe überlegt, bei der ich auf verschiedene Aspekte des »Kreativen Schreibens« oder des »Schreibens« eingehe und meine Gedanken, Erlebnisse und Ideen in Form eines geschriebene Texts mitteile.

Den Beginn macht die Musik, oder vielmehr der Text zur Musik. Ich denke, es ist an der Zeit mich endlich zu offenbaren: ich spiele Gitarre, gerne und auch mit Gesang, vielleicht nicht unbedingt perfekt, aber durchaus so, dass es nicht in den Ohren schmerzt, wenn man mich spielen hört, hehe.
Und neben dem Gitarre spielen, singe ich auch gerne, sogar im Oberstufenchor und auch so freizeitlich am Lagerfeuer oder bei Nachtwanderungen mit Freunden durch den Wald.

Dies zusammen, kombiniert mit dem Drang der Kreativen, gibt eine gute Voraussetzung, um Songs zu schreiben, mal lustige, mal rockige oder diese schmalzig Schönen, die man den Liebsten zum Geburtstag oder zu Weihnachten dichtet.

Und auch schon früher, wenn ich mit einer meiner Freundinnen aus der Grundschule (wahrlich der Gitarre noch nicht fähig), wie wild auf dieser rumgestrichen habe und dabei eine ruhmvolle Hymne auf »Die biesten Biester« verfasst habe (ihr wisst schon, die Feinde der Wilden Kerle im 3. (?) Teil mit ihren grünen mini,mini Röcken).
Oder als mein Papa irgendwann nur noch genervt war, als ich eine schrecklich schiefes Lied auf das Nuss-Schockoladen-Müsli mit dem Namen »Die Harmonie« jedes Mal angestimmt habe, wenn ich in der Küche am Schrank vorbeigelaufen bin.
Letzte Weihnachten, habe ich »Die Ode der Freundschaft« für meine Waldmenschen verfasst, die zwar mit einfachen Akkorden, aber durchaus nicht schlecht sogar aufgenommen wurde, mit einem billigen Aufnahmegerät. Jeder hat eine Strophe bekommen und dazu gab es einen Refrain, der (vielleicht ein bisschen zu) emotional gezeigt hat, wie sehr ich sie als Freunde schätze.

Und vielleicht wegen dieser frühen oder auch jetzt späteren Ergüsse der Kreativität, meiner Leidenschaft für die Musik und das Schreiben und dem Wunsch, Teil einer coolen Band zu sein, habe ich dann zusammen mit meinen eher weniger musikalischen Waldmenschen (nur eine Querflöte ist noch am Leben) mehr aus Spaß am Planen, als am eigentlichen Durchführen, in unserem gemeinsamen Mallorca-Urlaub unsere abartig coole Girl-Group-Band »GOOSE-OUT« gegründet. Ihr könnt euch jetzt vorstellen, dass der Name wahrscheinlich auf einer irre witzigen Gänse-Geschichte basiert (nicht wirklich! – viel banaler, aber nicht weniger witzig) und wir eine Art Punk-Rock-Genre spielen, aber weit gefehlt: in unseren Vorstellung sind wir eine bunte Musikmischung von Heavy Metall, über guten Rap, Reggae, Classic Rock, Folk und Ska. Wir covern Kinderlieder und singen Songs zu unserer sadistischen Seite und Vampirismus und in den blödesten Situationen kommen wir auf die Idee, dass wir doch eine Hymne auf Erbsen schreiben können (auch wenn Erbsen nur nach Erbsen riechen).
Und obwohl mir klar ist, dass das nicht wirklich Wirklichkeit werden kann und wir niemals die absolute Coolheit von 4nonblondes haben werden (abgesehen davon, dass wir 2 Blondinen dabei haben), ist diese Vorstellung irre witzig und rein aus der Freude daran, werde ich, bei Zeiten eben genau diese Lieder schreiben.
In der Zukunft, wenn ich groß bin (ha!) und mir die Zeit nicht mehr so durch die Finger rinnt (also in weiter Zukunft), werde ich mir das Piano aneignen und sicher Teil einer coolen Rockband sein! Träume sind erlaubt und nicht von irgendwelchen Realisten zu zerstören!!

Und wie sieht es bei euch aus? Spielt ihr ein Instrument? Und habt ihr schon mal ein Lied oder mehrere Lieder geschrieben? Wie fändet ihr das, wenn ihr Teil einer Musikband wärt? Oder seid ihr viel mehr Solokünstler? Wie würde euer Bandname lauten?

Lasst euch nicht unterkriegen, lasst euch nicht den Mund verbieten!

Itchy

Janosch – vom Gänsewein und der Kochlöffelgeige

Einer der bedeutendsten Kinderbuchautoren Deutschlands und auch ein Mann, der meine Kindheit in der Hinsicht stark geprägt hat, das ich manchmal nichts lieber vorgelesen bekommen habe, als die eine Geschichte, als Schnuddel mit der Hilfe seines Freundes, dem Kanarie dem wilden (?) Hund entkommt. Geprägt wurde ich in dieser Hinsicht 63-tiger-und-baer-und-panamaschildganz klar von meinem Papi, dem Quittenbaummann, dessen liebster Autor demnach auch mir ans Herz gelegt wurde. Und nicht nur die Texte sind gut und individuell geschrieben, auch die Untermalung durch die wunderschönen Aquarellzeichnungen ist ein wunderbares Meisterwerk. Bei uns zu Hause findest du ein Weihnachtsbuch von ihm,  »Schnuddels Gute-Nacht-Geschichten«, ein Janosch-Atlas und natürlich »Oh, wie schön ist Panama!«. Für dieses Buch hat er auch noch den Jugendliteraturpreis bekommen.

Aber er erscheint mir auch grundsätzlich wie ein irre witziger und sympathischer Kerl, einfach weil er nach einigen Jahren ackern die geniale Idee hatte, seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen und einfach nach Teneriffa zu ziehen.

Angefangen hat sein Leben 1931 in Nordschlesien, von wo er dann weg gezogen ist, um 1953 nach München an die Akademie der bildenden Künste zu gehen. Und diese armen Schweine haben sein Studium dann wegen »mangelnder Begabung« beendet. Denen kann er das Bundesverdienstkreuz, dass er erhalten hat, auf jeden Fall unter die Nase reiben. 1956 hat er dann mit dem Schreiben angefangen, auf den Rat eines Freundes hin und sein erstes Kinderbuch nennt sich »Die Geschichte von Valek dem Pferd«. 1970 erschien der erste Roman »Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm«. Und neben Kinderbüchern hat er auch noch zahlreiche Theaterstücke über Religion und Umweltschutz und andere Themen, die die Menschheit beschäftigen, geschrieben. Sein richtiger Name ist übrigens Horst Eckert. 🙂

34-die-tigerenteIn meinen Augen ist er ein wunderbarerer Künstler, der so bezaubernd, wie schwarzhumorige Kinderbücher schreibt. Außerdem hat er einen unwahrscheinlich tollen Schnurbart (ich hab doch diesen Faible für beeindruckende Bärte) und so zauberhafte Charaktere, wie den kleinen Tiger, Schnuddel und den Quasselkasper aus Wasserburg.

Kennt ihr Janosch auch schon aus euerer Kindheit? Habt ihre seine Bücher gelesen? Was ist euer liebstes Buch von ihm?

Mit freundlichen Grüßen

Itchy

Kerstin Gier – Bereit wenn du es bist!

Gut ich muss ehrlich gestehen, dass ich, bevor ich auf die Edelsteintrilogie gestoßen bin (vor 5 Jahren oder so?), noch nie in meinem Leben von dieser Frau gehört habe. Denn ganz gleich was man sagt, Frauenromane (wie sie das Interent und die Buchbranche betitelt – absolut bescheuert) standen im Alter von 12 Jahren noch nicht wirklich auf meiner Leseliste.

18-kerstin-gierDie meisten Menschen in meinem Alter haben Kerstin Gier sicherlich auch erst durch ihre Jugendromane »Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten«, »Saphirblau – Liebe geht durch alle Zeiten«, »Smaragdgrün – Liebe geht durch alle Zeiten« und die »Silbertrilogie« kennen gelernt. Alles tolle Bücher mit einem noch besseren Schreibstil und herzlichen Humor, der einen teilweise fast aus dem Bett fallen lässt vor Lachen.

»Ich und meine Begleiterin müssen den Meister sprechen. In einer dringenden Angelegenheit.« »Der Esel nennt sich selbst zuerst«, murmelte ich. »Die Parole?« Quark edit bisquitis. Oder so ähnlich. »Qua redit nescitis«, sagte Gideon. Na, fast.

Nach Angaben des Internets ist sie 1966 geboren und das Abitur hat ihr die Wege zum Studium in Germanistik, Musikwissenschaft und Anglistik eröffnet. Nachdem das aber scheinbar nicht so der Bringer war, hat sie sich doch lieber für Betriebspädagogik und Kommunikationspsychologie entschieden und tatsächlich auch noch ein Diplom draufgesetzt. Und bis es dann endlich so weit war, dass Kerstin Gier die Autorin 1995 in Erscheinung trat, arbeitete sie bei Zeitarbeitsfirmen als Sekretäin und gab Mutter-Kind-Kurse.

»Bereit, Gwendolyn?«, fragt er schliesslich. Ich lächelte ihn an. »Bereit, wenn du es bist.«

1996 erschien der Debütroman »Männer und andere Katastrophen« (wurde sogar und tatsächlich auch verfilmt) Und heute lebt sie zusammen mit ihrer Familie in Bergisch Gladbach und schreibt und schläft und macht die Wäsche und hat schon Unmengen an Erfolgen eingeheimst. Und das ist schön, weil sie wirklich eine tolle Autorin ist und sie das unbedingt mit der ganzen Welt weiterhin teilen muss. Schließlich ist sie nicht nur Inspiration für alle kleinen Menschen, die noch am Anfang von allem stehen, nein sie ist auch ein Vorbild zu dem wir gerne aufblicken und ihr unseren vollen Respekt zollen. Denn ein solcher Humor mit diesem Schreibstil zusammen, das findet man nicht an jeder Straßenecke. Mach weiter so!

Und für alle Blogger:

Kerstin Gier – Autorenblog

Der Tittle-Tattle-Blog zur Silber-Trilogie

Und damit verabschiede ich mich wieder, habt einen schönen Tag noch.

Itchy