Manu Chao – he’s back!

Manu Chao ist wohl der Hälfte der Erde ein Begriff, oder?
Er ist ein Musiker, der in zig verschiedenen Sprachen seine Gedanken, seine Message an die Welt bringt und dabei jeden zum Fühlen und auch Tanzen bringt.

Als französischer Musiker mit spanischer Abstammung und einem wachen Geist für Ungerechtigkeit in der Welt hat er etwas zu sagen.

José-Manuel Thomas Arthur Chao ist heute 56 Jahre alt und ein Weltmusiker, ein Musiker, der die Welt erreicht.

Allerdings ist seine Meinung zu diesem „Titel“ eher vornehmlich zurückhaltend, weil er sich noch nicht bereit fühlt mit seinem Idol Bob Marley verglichen zu werden.

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Seine Eltern (Papa war Journalist und Musiker, die Mutter Künstlerin), die vor dem faschistischen Regime in Spanien unter General Franco geflohen sind haben ihn durch das Zuhause mit Besuch von lateinamerikanischen Intellektuellen, Musikern und anderen Künstlern kulturell mit dem spanischen/lateinamerikanischen Raum vertraut gemacht. Während zuhause immer Spanisch gesprochen wurde, haben er und sein Bruder Antoine auf den Straßen des Pariser Vororts Französisch mit ihren Freunden mit ganz verschiedenen Backgrounds aus allerwelt gesprochen. Ein bunter Kulturmix und genau deswegen ist er heute so, wie er ist.

Sein politisches Engangement war zu den Zeiten seiner früheren Bands Hot Pants Mitte der 1980er Jahre und Los Carayos (1986 – 1994) noch nicht wirklich bemerkbar und auch die ersten Songs von Mano Negra waren nur teilweise politisch engagiert, dennoch wurden einige davon im französischen Fernsehen zensiert, weil sie kommunistisches und revolutionäres Gedankengut aufgewiesen haben.

Manu Chao macht Musik und die ist genau die richtige Mischung aus Botschaft, Leidenschaft und Tanzen.
Seinen Musikstil bezeichnet man als Mestizo. Dabei verschmelzen traditionelle lateinamerikanische und spanische Rhythmen (Salsa, Flamenco, etc.) und Einflüsse aus Punk, Ska, Rap, Dub, Reggae, Dancehall und elektronischer Musik. Das macht Mestizo auch so ungemein tanzbar – traumhaft.

Beim Mesitzo sind die Texte fast immer politisch (ganz gleich ob es die ganze Welt angeht oder ein Land/einen Landstrich). Hauptthemen sind soziale Probleme, wie Unterdrückung, Ausbeutung und Ungerechtigkeit. Die Gruppen haben oft Mitglieder mit ganz unterschiedlichem Migrationshintergrund.

Durch die lauten und auch klingenden Töne und den Inhalt wurden Manu Chaos Lieder auch oft in Lateinamerika, vor allem aber in Mexico bei Demonstrationen gespielt.

Manu Chao zeigt aber nicht nur durch seine Musik sein Engagement, sondern ist auch seit Jahren offen politisch aktiv: Mit Mano Negra, seiner ersten Band bei der er lange Jahre Leadsänger war, hat er finanziell die ELZN (Zapatistische Armee der nationalen Befreiung) in Südamerika unterstützt und dann in 2000 deren geistigen Führer Sucmmandante Marcos auch persönlich getroffen.

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Mano Negra, eine franko-spanische Band, die er zusammen mit seinem Bruder Antoine 1987 gegründet hat, stellt den Startsprung in seine Musikkarriere dar. 1995 hat er die Band verlassen und hat dann erst einmal eine lange Reise durch Lateinamerika gemacht. Infolge seiner Erfahrungen auf seiner Reise hat er dann sein Album „Clandestino“ geschrieben und produziert.

Heute lebt Manu Chao in Brasilien, Marseille und Barcelona, hat noch einmal fünf weitere Alben aufgenommen und weltweite Bekanntheit erreicht.

Sein letztes Lebenszeichen war 2007 mit „La Radiolina“ und jetzt zehn Jahre später ist die Überraschung groß, als er im Januar drei Songs ankündigt, die alle frei zum Download auf seiner Homepage zur Verfügung stehen.

Die drei Songs „No Solo En China Hay Futuro“, „Words of Truth“ und „Moonlight Avenue“ sind alle ganz unterschiedlich. Während „No Solo En China Hay Futuro“ von der optimistischen und fröhlichen Kraft der Freundschaft und lokalem Handeln erzählt, singt Manu Chao in „Words of Truth“ eher melancholisch von der Kraft der Worte. „Moonlight Avenue“ ist ein Liebeslied.

Alle drei Lieder sind eher langsam, etwas mehr Reggae und nicht zum schnellen abtanzen, alles klingt gesetzt und auch angekommen. Als wäre der König der musikalischen Revolution zufrieden mit der Ruhe um ihn herum und es zieht ihn nicht gleich wieder raus in die Welt, um alles zu verändern. Andere aber sehr passende Töne.

Er singt für die Welt, setzt sich für die Menschen ein und lässt alle trotz der Eindringlichkeit seiner Texte für einen Moment alle Probleme vergessen, wenn man zu seinen Liedern tanzt und nur noch die Energie spürt.

P.S.: Man kann die neuen Lieder auch for free auf seiner Homepage downloaden.

 

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3 Gedanken zu „Manu Chao – he’s back!

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