Robin Jarvis – Dancing Jax (Zwischenspiel): eine Rezension

34-dancing-jax-2Autor Robin Jarvis
Übersetzerin Nadine Mannchen
Titel Dancing Jax – Zwischenspiel
Reihe Trilogie (2/3)
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 542 Seiten
Verlag script5
ISBN 3839001358
Preis 14,95€ bei amazon
Genre Fantasy, Thriller, Horror, Abenteure, Doom-Day-Lit
Erschienen am 16. Januar 2013

Inhalt

An die, die noch immer um jeden Preis Widerstand leisten (ich weiß, ein kleiner, verstreuter Haufen existiert noch), entweder weil ihr einen eisernen Willen habt oder einfach das Glück, so wie ich immun gegen diesen Wahnsinn zu sein: Ich rate euch dringend, das Land zu verlassen! Verschwindet von da. Ihr könnt nichts mehr ausrichten.Vor einigen Monaten tauchte ein merkwürdiges altes Buch in einer britischen Kleinstadt auf und zog all jene, die es lasen, in seinen Bann. Inzwischen wurde das Buch in großem Stil veröffentlicht und ganz Großbritannien ist ihm verfallen. Diejenigen, die sich seinem Einfluss widersetzten, wurden getötet. Doch es gibt einige, auf die das Buch keine Wirkung hat. Sie werden Abtrünnlinge genannt, werden verfolgt und gejagt, auch von ihren eigenen Familien und Freunden. Dies ist ihre Geschichte.

Meine Meinung

DER ZWEITE TEIL EINER REIHE: DIE REZENSION ZUM ERSTEN TEIL IST HIER

»Dieses Buch ist böse…
Keiner ist vor ihm sicher.
Sein dämonischer Fluch
kann jeden treffen.
Flieh, solange du noch kannst!«

Vorab sei gesagt, dass ich wieder bis 03.30 Uhr wach war, um diese Buch fertig zu lesen: danach war ich so zerstört, dass ich erst einmal ein paar Seiten der Volxbibel lesen musste, damit ich wieder runterkomme. Ich bin immer ein bisschen aufgewühlt nach dem Beenden eines Buches, aber bei diesem besonders bösen Exemplar war ich wirklich hinüber: die Angst vor dem Buch Dancing Jax ist möglicherweise mehr als gerechtfertigt.

Nachdem ich den Anfang immer Stück für Stück ein paar Seiten jeden Abend vor dem Einschlafen eingeteilt hatte, wurde sich dann kurzerhand ein Abend »freigenommen«, um es endlich zu beenden: ab einem bestimmten Punkt war ich eh nicht mehr aufzuhalten. Ich bin ihm voll und ganz verfallen, diesem Buch.
Auf amazon habe ich ein paar Rezensionen überfolgen (Anmerkung: nach Beenden dieses kostbaren Gutes) und bin dabei auf die Kritik gestoßen, dass sich der Leser/die Leserin auf vollkommen neue Charaktere einstellen musste und er/sie damit gar nicht klar kam und deswegen das Buch kurzerhand abgebrochen hat.
Tja tatsächlich werden die Charaktere aus dem ersten Buch nur noch am Rande erwähnt (Martin Baxter wird am Anfang und am Ende kurz erwähnt), aber der Ismus, der zwar nicht andauern persönlich anwesend ist, sitzt dem Leser und den Charakteren im Nacken (wahrlich unangenehm und schauderlich). Ansonsten ist dieser Teil zeitlich einige Monate nach dem Auftauchen des Teufelswerkes einzuordnen und die Hauptcharaktere sind junge Menschen, bei denen das Buch keine Wirkung zeigt. Diese werden aber nicht einfach außenvorgelassen bei diesen Teufelsanbetern, nein sie werden ganz 3. Reich-like zusammengetrieben und in sogenannte »Lager« gesteckt. Da haben die Teenager mit Tod, Gewalt und anderen abartigen Machenschaften der Anhänger des Buches und irgendwelchen Teufelsviecher aus dem Buch zu kämpfen, die immer schlimmer und schlimmer werden. Am Ende war ich fertig mit der Welt und die Auswegslosigkeit die sich uns auf den letzten Seiten aufzeigt wird nur durch einen kleinen Silberstreifen am Horizont unterbrochen. Was bin ich jetzt gespannt auf den letzten Teil und wie sie das alles wieder zu Guten wenden wollen.
Es ist blutig, es ist brutal, nichts für schwache Gemüter, absolut traumatisierend und gleichzeitig so schaurig spannend schön, weil einen das Schicksal dieser jungen Menschen nicht mehr loslässt – auch Stunde oder Tage nach dem Ende dieses Buches.

Autor

Mit dem Schreiben und Illustrieren von Büchern begann Robin Jarvis 1988. Sie wurden in Großbritannien mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und haben sich bereits mehr als eine Million Mal verkauft. Was der Autor, der in London lebt, überhaupt nicht mag, sind Geschichten, in denen er niemanden umbringen kann.

Fazit: Auch hier kann ich jedem, der gerne Bücher von Stephen King liest, nur eine warme Empfehlung weitergeben. Robin Jarvis beschreibt Grausamkeiten mit einer Nüchternheit, dass man sich gerade distanziert genug fühlt, um eben genau in den entscheidenden Momenten NICHT eingreifen zu können. Lest den ersten Teil und lasst euch in den Bann schlagen von diesem Grauen, das ganz einfach im Keller eines alten Hauses schlummert.

Plot                ✪✪✪✪✪/5✪
Cover             ✪✪✪✪✪/5✪
Charaktere  ✪✪✪✪✪/5✪

»Keiner hatte sich getraut zu widersprechen. Der Schock saß ihnen in den Knochen, sie waren wie betäubt. Ihr Leben hatte in puncto Wahnwitz einen weiteren Gang hochgeschaltet und es war nicht leicht, das zu verarbeiten.«

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3 Gedanken zu „Robin Jarvis – Dancing Jax (Zwischenspiel): eine Rezension

  1. Pingback: Februar 2016 | freigedichtung

    • Wirklich geniale Buchreihe mit sagenhaft schönen Covern (auch bei der englischen Orginalausgabe).
      Ich hab Steven King auch noch nicht gelesen, bin jetzt aber auch nicht so scharf drauf, weil mir Grusel immer zu lange im Kopf rumspukt.
      Bei dieser Geschichte hab ich schon immer den Eindruck, als würde mich das ganze Grauen auffressen.

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