Jane Austen – Emma: eine Rezension

28-emmaAutorin Jane Austen
Übersetzer Horst Höckendorf
Titel Emma
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 540 Seiten
Verlag Anaconda Verlag
ISBN 3866470415
Preis 7,95€ bei amazon
Genre Klassiker; Historischer Gesellschaftsroman; Liebe
Erschienen am 29. September 2006

Inhalt

Emma Woodhouse, eigenwillig, selbstsicher, jung und sehr schön, gehört zu den großen Frauengestalten der Weltliteratur. Scheinbar nur um die anderen bemüht, beschließt sie, etwas mehr Schwung in das Liebesleben ihrer Freunde zu bringen. Doch ihre Bemühungen schlagen fehl und führen zu den seltsamsten Verwicklungen. Erst am Ende gelingt die Wendung zum Guten, und auch Emma findet ihr Glück in der Liebe.

Meine Meinung

Vor einigen Jahren habe ich zu Weihnachten den Jane Austen Schuber vom Anaconda-Verlag von meiner Tante geschenkt bekommen und alle Bücher der Reihe nach verdrückt. Das Cover dieser Ausgabe ist nicht übel, ein schönes Gemälde mit dem Namen »Porträt der Madame Recamier« von François Pascal Simon Gerard. Schlicht und in einer entfernten Weise passend. Emmas Geschichte klingt wie ein verdammtes First World Problem. Madame Emma ist gelangweilit und deswegen spielen wir doch ein wenig Kupplerin. Sie ist unerfahren und vorschnell. Aber vielleicht und genau deswegen ist dieses Buch interessant. Sie lernt noch und erforscht die Umwelt. Ihr ist in erster Linie nicht ihr Liebesleben wichtig, sondern sie versucht ihrer Freundin eine gute Partie zu vermitteln. Sie handelt nicht unbedingt überlegt und auch nicht so, wie man es ihrem Alter nach erwarten würde.
Ihr Vater ist ein Mann, der eine Menge Aufmerksamkeit benötigt, der sich aber auch immer überfürsorglich um die eigene Gesundheit und die Gesundheit der anderen sorgt.
Auch Mr. Knightley, der Familienfreund und Bruder von Emmas Schwager ist ein sehr vernünftiger Mann, der trotz seines Vermögens nicht zur Verschwendung oder Hochnäsigkeit neigt. Ein wirklich sympathischer Kerl. Aber auch alle anderen Charaktere sind schön ausgearbeitet und eine recht ruhige Geschichte wird erzählt.
Jane Austens Schreibstil ist, wie immer von einem unglaublichen Gefühl für die Sprache erfüllt – wirklich gut!

Autor

Jane Austen wurde 1775 in Steventon (Hampshire) geboren. Mit sieben Geschwistern wuchs sie im Pfarrhaus von Steventon auf, zu Hause unterrichtet von ihrem Vater, der ihre literarischen Neigungen förderte. Sie blieb unverheiratet und teilte ihr zurückgezogenes Leben mit ihrer Mutter und Schwester Cassandra bis zu ihrem frühen Tod im Jahre 1817 in Winchester.

Fazit: Nicht unbedingt mein liebstes Buch von Jane Austen, aber sicher auch nicht ihr schlechtestes. Es ist sehr ruhig und nicht so spannend, wie manch einer seine Bücher gerne hat. Ein Roman über Liebe und Freundschaft, aber auch ein bisschen über das Sich-Selbst-Finden auf dem Weg zur Reife.

Plot                    ✪✪✪/5✪
Cover             ✪✪✪✪/5✪
Charaktere   ✪✪✪✪/5✪

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