Jane Austen – Überredung: eine Rezension

26-ueberredungAutorin Jane Austen
Übersetzerin Gisela Reichel
Titel Überredung: Die Liebe der Anne Elliot
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 320 Seiten
Verlag Anaconda Verlag
ISBN 3866475543
Preis 6,95€ bei amazon
Genre Klassiker, Liebesroman, Historischer Roman
Erschienen 31. Juli 2010

Inhalt

Vor acht Jahren schlug Anne Elliot auf Anraten ihres Vaters den Heiratsantrag des jungen Heißsporns Frederick Wentworth aus und entschied sich für ein ruhiges Leben auf dem Familiengut. Doch fad schmeckt der Alltag in den Kreisen des Landadels, der in leerem Standesdünkel verharrt. Als sie dem inzwischen gereiften Frederick überraschend wiederbegegnet, bahnt sich nur zögerlich eine zarte Romanze an … Jane Austens letzter Roman (1818) zeigt eine Heldin, die ihr Schicksal schließlich unmissverständlich in die eigenen Hände nimmt.

Meine Meinung

Vor einigen Jahren habe ich mir zum Weihnachtsfest den Jane Austen-Schuber vom Anaconda Verlag gewünscht und auch bekommen. Voller Ungeduld und Freude habe ich mich dann drauf gestürzt und mit Stolz und Vorurteil begonnen, auch Verstand und Gefühl und Emma fand ich nicht schlecht. Bei Mansfield Park hing ich ein wenig fest, aber »Überredung«, Anne Elliots Geschichte hat mir wieder sehr gut gefallen. Müsste ich Jane Austens Werke nach Vorliebe ordnen, würde es hinter Stolz und Vorurteil stehen.
Das Cover zeigt, wie alle anderen Bücher aus dem Schuber eine gemalte Dame, die still und gesittet ein wenig zu streng den Maler ansieht. Grundsätzlich ein wirklich schönes Bild.
Überredung ist mir fast genauso lieb, wie »Stolz und Vorurteil«, obwohl die Geschichten nicht verschiedener sein könnten. Schließlich geht es hier viel mehr um zweite Chancen, Verzeihen und die Stärke einer unglaublichen Frau. Denn der Kampf gegen das Vergangene ist ganz klar etwas, dass sich nur schwer gewinnen lässt.
Anne Elliot ist die Tochter eines Gutsbesitzers, dessen Schulden die Familie belasten. Sie ist, wenn ich so frei sein kann, in meinen Augen fast verbittert und deswegen zeigt uns das, dass wir in erster Linie auf unser eigenes Gefühl hören sollen. Laut dem Buch ist ihre Schönheit in herkömmlicher Weise »verblüht« und sie sitzt nun zwischen ihren Verwandten und Freunden und denkt voller Wehmut an das, was hätte sein können. Als Louisa sich schwer verletzt, kümmert sie sich vollkommen aufopfernd darum.
Eben genau dieses Handeln beeindruckt Frederick Wentworth so sehr, dass er sich erneut in sie verliebt und somit entwickelt sich wieder etwas ganz neues und wunderbares zwischen diesen beiden – nicht mehr ganz so – jungen Leuten. Der Schreibstil ist hier in Janes Austens letztem Werk ganz klar am ausgereiftesten und klingt demnach ganz und gar wunderbar mit ihrer Ironie und der bildhaften Sprache.

Autor

Jane Austen wurde 1775 in Steventon (Hampshire) geboren. Mit sieben Geschwistern wuchs sie im Pfarrhaus von Steventon auf, zu Hause unterrichtet von ihrem Vater, der ihre literarischen Neigungen förderte. Sie blieb unverheiratet und teilte ihr zurückgezogenes Leben mit ihrer Mutter und Schwester Cassandra bis zu ihrem frühen Tod im Jahre 1817 in Winchester.

Fazit: Ebenfalls einer dieser Jane Austen Romane, die man auch lesen kann, wenn man kein Jane Austen Fan ist. Aber eben auch für jeden Fan ein wunderbarer Zeuge für das Genie dieser Dame aus der Regency-Zeit.

Plot                  ✪✪✪/5✪
Cover               ✪✪✪/5✪
Charaktere ✪✪✪✪/5✪

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