Jane Austen – Stolz und Vorurteil: eine Rezension

24-stolz-und-vorurteilAutorin Jane Austen
Übersetzer Ursula und Christian Grawe
Titel Stolz und Vorurteil
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 395 Seiten
Verlag Reclam Verlag
ISBN 3150098718
Preis 7,60 € bei amazon
Genre  Klassiker; Gesellschaftsroman; Liebesroman
Erschienen 1977 im Verlag

Inhalt

Mr und Mrs Bennet müssen nicht weniger als fünf Töchter möglichst vorteilhaft unter die Haube bringen. Die kluge und stolze Elizabeth erweist sich dabei als Problemfall. Um Aristokratenstolz und bürgerliches Vorurteil dreht sich ein wild wirbelndes Heiratskarussell.

Meine Meinung

Stolz und Vorurteil ist nicht nur Jane Austens beliebtester Roman, sondern auch mein Ein und alles! Ich liebe Darcy (aber wer tut das nicht?) und in Elizabeth habe ich mich nicht nur selbst erkannt, sondern auch mein Vorbild, so gesehen die optimierte Version meines verkorksten Selbstbewusstseins 😉
Ich besitze diesen Roman zwei Mal und könnte mir durchaus vorstellen, dass ich auch ein drittes Mal zugreifen werde, wenn mich das Cover anspricht.

»Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht, als eine Frau.«

Die liebste Übersetzung ist allerdings die von Ursula und Christian Grawe in der Reclam Ausgabe. Und außerdem ziehe ich diese Ausgabe natürlich auch vor, weil sie so wunderschön klein ist und demnach auch problemlos in jede Tasche passt: immer ein Buch dabei und alles ist top!
Die Geschichte ist ein Klassiker und gleichzeitig nur eine Geschichte über das Leben einer jungen Frau, die am Ende heiratet. So würden das jetzt unwissende Kritiker hinstellen, aber Stolz und Vorurteil ist so viel mehr: es ist eine wunderbar detaillierte Darstellung der Gentry zu Jane Austens Zeiten und wir sehen zwei Menschen, die ihre Fehler erkennen und dadurch schlussendlich zueinander finden. Und trotzdem ist es nicht diese »Oh, wie kennen uns erst drei Tage und die hast mein Land in einen Krieg gestürzt, um mich zu retten, ich liebe dich!« Geschichte. Es ist eine Liebesgeschichte, die einfach nur ganz simpel und in wunderbarer Sprache beschreibt, wie sich zwei Menschen finden, die füreinander geschaffen sind.
Ich liebe auch die Verfilmung mit Keira Knightley und Matthew Macfadyen, ich liebe die YouTube-Show »The-Lizzy-Bennet-Diary« und auch »Austenland« finde ich so sprühend schön und auch witzig.  Kritik sämtlicher Jane Austen Fans bitte unten hin, wir werden diskutieren!
Die Personen sind umwerfend klar und tiefgründig:
25-lizzy-und-darcyElizabeth Bennet, die Heldin dieser Geschichte ist zu Beginn von gewissen Vorurteilen gegenüber dem Adel geschlagen, ist aber witzig und intelligent, sie ist im Grunde zu gut, um irgendjemanden zu beleidigen, höchst belesen und auch mit ihren nicht ganz fähige Eltern im Reinen, deren Erziehungsrolle sie mit ihrer Schwester Jane zusammen recht gut meistert. Sie liebt ihre Familie, ihre Freunde und eigentlich auch ihr Leben.

»Also, meine Liebe«, sagte Mr. Bennet, als Elizabeth den Brief vorgelesen hatte, »wenn deine Tochter jetzt schwerkrank wird oder stirbt, ist es wenigstens ein Trost, dass sie auf der Jagd nach Mr. Bingley und auf deine Anordnung hin verschieden ist.«

Fitzwilliam Darcy gehört die deprimierende Hälfte von Derbyshire und ist als einziger Sohn eines reichen Herren nicht nur im Besitz eines stattlichen Anwesens, sondern auch von Macht und Stolz. Stolz gegenüber den Bürgern und den unteren Ständen. Er ist ein intelligenter Mann, hat viel gelesen, ist gereist, ein guter Freund und eigentlich auch kein schlechter Bruder. Nur in ihm unbekannter Gesellschaft ist er ein bisschen zurückhaltender, geradezu unfreundlich schüchterner, als es bei den meisten Menschen der Fall ist.
Jane Bennet und Charles Bingley sind im Grunde das Hufflepuff-Paar der ganzen Geschichte, weil sie immer in jedem das Gute sehen und sich nicht unterkriegen lassen. Wer sie nicht mag, ist ein böser Mensch oder einfach nur sehr, sehr anspruchsvoll.
Jane Austens Schreibststil sprüht gerad zu vor Poesie. Ihr beliebtestes Stilmittel, die Ironie ist eben auch wie in ihren anderen Romanen mehr als ein bisschen genutzt und lässt uns Leser des Öfteren schmunzeln!

Autorin

Jane Austen (1775-1817) gilt als die große Dame der englischen Literatur, der es als erster gelang, die Komik des Alltäglichen zu gestalten. Nach außen hin führte sie ein ereignisloses Leben im elterlichen Pfarrhaus. Ihre Romane jedoch – neben ›Mansfield Park‹ (1814) sind dies vor allem ›Verstand und Gefühl‹ (1811), ›Stolz und Vorurteil‹ (1813), ›Emma‹ (1816), ›Northanger Abbey‹ (1817) und ›Anne Elliot oder Die Kraft der Überredung‹ (1817) – erfreuen sich heute weltweit einer millionenfachen Leserschaft. Fast alle sind mehrfach erfolgreich verfilmt worden.

Fazit: Stolz und Vorurteil ist nicht nur etwas für die, die gerne Klassiker lesen. Auch Menschen, die gerne eine gute Liebesgeschichte hören und sich einen heißen Darcy im Kopf wünschen, sind bei diesem Roman an der richtigen Adresse! Ich habe schon Menschen, die verhältnismäßig wenig lesen, sagen hören, wie gut dieser Roman ist! Bitte lest hinein und lasst euch verzaubern!

Plot               ✪✪✪✪✪/5✪
Cover                  ✪✪✪/5✪
Charaktere ✪✪✪✪✪/5✪

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