Michael Ende – Die unendliche Geschichte: eine Rezension

19-die-unendliche-geschichteAutor Michael Ende
Titel Die unendliche Geschichte
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 480 Seiten
Verlag Thienemann
ISBN 3522176847
Preis 19,99€ bei amazon
Genre Fantasy, Freundschaft, Abenteuer
Erschienen am 15. Juli 2014

 

Inhalt

Bastian Balthasar Bux gerät in einem Antiquariat an ein Buch, das ihn auf magische Weise anzieht: Die unendliche Geschichte. Er stiehlt es und liest auf dem Schulspeicher vom grenzenlosen Reich Phantásien, in dem sich auf unheimliche Weise das Nichts immer weiter ausbreitet. Ursache dafür ist die Krankheit der „Kindlichen Kaiserin“, die einen neuen Namen braucht, um gesund zu werden. Den kann ihr aber nur ein Menschenkind geben. Bald merkt Bastian, dass er mehr und mehr in die Handlung um den jungen Krieger Atréju und dessen Aufgabe, ein solches Menschenkind zu finden, hineingerät. Sollte er selbst jenes Menschenkind sein?

Meine Meinung

»Wer niemals ganze Nachmittage lang mit glühenden Ohren und verstrubbeltem Haar über einem Buch saß und las und las und die Welt um sich her vergaß, nicht mehr merkte, dass er hungrig wurde oder fror –
Wer niemals heimlich im Schein einer Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen hat, weil der Vater oder die Mutter oder sonst irgendeine Person einem das Licht ausknipste mit der gutgemeinten Begründung, man müsse jetzt schlafen, da man doch morgen so früh aus den Federn sollte –
Wer niemals offen oder im geheimen bitterliche Tränen vergossen hat, weil eine wunderbare Geschichte zu Ende ging und man Abschied nehmen musste von den Gestalten, mit denen man gemeinsam so viele Abenteuer erlebt hatte, die man liebte und bewunderte, um die man gebangt und für die man gehofft hatte, und ohne deren Gesellschaft einem das Leben leer und sinnlos schien –
Wer nichts von alledem aus eigener Erfahrung kennt, nun, der wird wahrscheinlich nicht begreifen können, was Bastian jetzt tat.«

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Das Kinderbuch, der Kinderbücher und meiner Meinung nach wirklich eines der besten Bücher von Michael Ende und ich finde eigentlich alle seine Bücher klasse. Das erste Mal gelesen habe ich es trotzdem erst mit ca. 14 Jahren. Damals habe ich es mir noch aus der Schulbibliothek ausgeliehen und zwar diese wunderschöne Ausgabe, die ich nun endlich, nach langer Suche auch selbst besitze. Das war wirklich einer dieser Glücksgriffe. Ich habe es, als ich das erste Mal in Köln war, in einem kleinen Antiquariat in der Nähe des Doms entdeckt (zusammen mit »Große Erwartungen« von Charles Dickens und »Die drei Schwestern und andere Jugendwerke« von Jane Austen). Und ich war so glücklich, weil diese Ausgabe so nicht mehr hergestellt und verkauft wird, sondern wenn dann über ebay oder eben anderweitig eben gebraucht erworben werden muss. Das tolle an dieser Ausgabe ist nämlich, dass es in zwei Tintenfarben geschrieben wurde: In Weinrot und Dunkelgrün. Und am Anfang jedes Kapitels ist eine wunderschöne Illustration abgebildet. Ich bin wahrlich verliebt in dieses Buch!!

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Die Geschichte sollte jedem bekannt sein und ich habe auch mit Begeisterung eine Art »Vorgeschichte« von Ralf Isau gelesen, die dieser, inspiriert von Michael Endes großem Werk mit Karl Konrad Koreander als Hauptfigur geschrieben hat. Es trägt den Titel »Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz« und ist auch gut.
Die Figuren im Roman: Bastian (die Hauptfigur möchte ich meinen) und auch Atréju sind ebenso sympathisch, wie auch Furchur oder die kindliche Kaiserin oder eben Karl Konrad Koreander. Und ich möchte auch nicht viel weiter darauf eingehen, aber ich empfehle jeden, der nicht weiß wohin mit seiner Fantasie, dass er sich aufmachen soll, in das Land Phantásien, das Michael Ende nur dafür geschaffen hat, um dich und mich und uns alle zu entführen. Der Schreibstil ist natürlich noch ein kleiner Bonus ;).

Der Autor

Zunächst versucht er sich als Schauspieler, Filmkritiker und Sketchautor zu etablieren. Als diese Versuche scheitern, schreibt der 27-Jährige sein erstes Buch. Keiner will es drucken – es ist Michael Endes späterer Welterfolg „Jim Knopf“. Am 12. November 1929 kam Michael Ende in Garmisch-Partenkirchen zur Welt. Sein Vater war Kunstmaler, die Mutter Preziosenhändlerin. Der Junge wächst im Atelier des Vaters in München-Schwabing auf; und so gehörten Kunst, Kultur und Politik von früh an zu seinem Leben. „Die Geschichte von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer“ (1960), „Momo“ (1972) und „Die unendliche Geschichte“ (1979) waren seine größten Erfolge. Michael Ende starb 1995.

Fazit: Ein Klassiker, wie man ihn tatsächlich lesen sollte. Und nur weil es als Kinderbuch bezeichnet wird, ist es ja noch lange nicht ein Tabu für Erwachsene. Denn gute Geschichten sind das, was uns ausmachen und diese hier ist ein ganz großes Stück. Denn ihr wisst doch: »Geschichten, die man in seinen jungen Jahren liest, die bleiben für immer!« LEST ES!

Plot             ✪✪✪✪✪/5✪
Cover         ✪✪✪✪✪/5✪
Charaktere ✪✪✪✪✪/5✪

»TU WAS DU WILLST«

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2 Gedanken zu „Michael Ende – Die unendliche Geschichte: eine Rezension

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