Wolfgang Amadeus Mozart – Idiot und Wunderkind

»So wie Mozart früh in seiner Kindheit ein Mann wurde, so blieb er in fast allen übrigen Verhältnissen ein Kind.«

So lautet der Titel der ersten Biographie über einen der größten Komponisten Europas, die bereits zwei Jahre nach seinem Tod veröffentlicht wurde. Wunderkind und Showstar: »Ganz klarer Fall von Überförderung und Kinderarbeit« geht mir immer wieder durch den Kopf, wenn ich sein Leben zusammengefasst betrachte. Das Lernen des Klaviers und der Geige mit drei und vier Jahren klingt noch so, als hätte er das selbst gewollt, oder als ob es einfach so gesagt wurde, damit es noch mehr nach »Wunderkind« klingt. Aber sollten wir das für bare Münze nehmen, dann ist das schon ziemlich beachtlich, schließlich saßen wir da noch herum und haben vielleicht gerade gelernt unseren Playmobilmännchen Namen zu geben.

Aber dieses ewige Herumreisen und Vorführen der Kinder ist doch wirklich abartig. Nichts gegen Förderung von Talenten, aber die beiden ernährten in der Art die ganze Familie mit ihrer Arbeit.

Trotz allem hat er im Alter von 13 Jahren bereits eine sechstündige Oper komponiert und sein Leben lang über seine Verhältnisse gelebt, Künstler- und Geniecharme eben. Keine Ahnung, wie man mit Geld umging und immer ruhelos, also Sicherheit empfand er wirklich als einengend für sein Schaffen und Werken. Das ist dann wohl genau das, was uns auch, neben seinen Werken, so an ihm so fasziniert hat. Die Freiheit und der Wille alles das zu bekommen, was er wollte. Wolfgang Amadeus Mozart wäre einer der Figuren, die ich zu meinem Dinner mit historischen Personen einladen würde: Denn nicht nur seine musikalischen Talente, seine wundervollen Stücke, nein auch seine Person ist wirklich fesselnd und einfach urkomisch. Wenn du als Genie immer mit Schulden und wenig Geld unterwegs bist, dann bist du ganz klar das Vorbild aller mittellosen Künstler. Aber wenn wir Werke, wie die »Eine kleine Nachtmusik« spielen hören, fühlt man sich mitgerissen und ganz fern und genau deswegen erwähne ich ihn hier, weil er mit seiner Kunst FÜHLEN auf ein ganz anderes Level setzt.

Wie findet ihr diesen Mann? Ein Künstler oder totaler Chaot? Wie kann man mit dem Titel »Wunderkind« umgehen? Erzählt mir eure Gedanken!

Bis die Tage

Itchy

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