Rainbow Rowell – Fangirl: eine Rezension

fangirlAutorin Rainbow Rowell
Titel Fangirl
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 461 Seiten
Verlag Macmillan
ISBN 1447263227
Preis 7,04€ bei amazon
Genre Young-Adult, Liebe, Freundschaft, Erwachsenwerden
Erschienen 2012

Inhalt

Cath und Wren sind eineiige Zwillinge und bis jetzt haben sie alles gemeinsam erlebt. Jetzt sind sie beide auf die Universität gegangen und Wren hat für sich entschieden, dass sie nicht mehr die andere Hälfte eines Paars sein möchte – sie möchte tanzen, Jungen treffen, auf Partys gehen und einfach frei sein. Doch das ist nicht so einfach für Cath. Sie ist schrecklich schüchtern und hat sich immer lieber hinter den fanfictions versteckt, die sie schreibt, wo sie immer genau weiß, was sie sagen soll und über Rommantik schreiben kann, die intensiver ist, als alles, was sie bis jetzt im echten Leben erlebt hat. Ohne Wren ist Cath vollkommen auf sich alleine gestellt und außerhalb ihrer Komfort-Zone. Sie hat eine griesgrämige Zimmernachbarin mit einem festen Freund, der immer da ist, eine Lehrerin, die Kreatives Schreiben unterrichtet und denkt, dass fanfiction das Ende der Welt sind, einen netten Klassenkameraden, der nur über Wörter reden möchte … und sie kann nicht aufhören, sich um ihren Vater zu sorgen, der liebevoll und fragil ist und nie wirklich alleine war.
Aber jetzt hat Cath sich zu entscheiden, ob sie bereit ist, ihr Herz für neue Menschen und neue Erfahrungen zu öffnen, und sie muss bemerken, dass sie noch mehr über Liebe lernen kann, als alles das, was sie bis jetzt für möglich erachtet hat…

Meine Meinung

Fangirl und ich haben uns wieder einmal durch die allseits bewährte Plattform in Sachen »Gute Bücher« in der Buchbloggerszene von tumblr getroffen. Obwohl das andere Jugendbuch von Rainbow Rowell »Eleanor & Park« mittlerweile auf Deutsch erhältlich ist und ich dieses auch so gelesen habe, erschien Fangirl bis jetzt nur auf Englisch – da allerdings in zig verschiedenen Versionen und sämtlichen »Sammlereditions«.

»Just…isn’t giving up allowed sometimes? Isn’t it okay to say, >this really hurts so I’m going to stop trying?<«
»It sets a dangerous precedent.«
»For avoiding pain?«
»For avoiding life.«

Zusätzlich muss ich sagen, das das hier mein erstes Rainbow Rowell Buch war und auch mein erstes englisches Buch nach langer Zeit: Ich hab in der Zwischenzeit wieder so einiges gelesen, aber mit diesem hier hat mich wieder der Ehrgeiz gepackt, einfach mal wieder ins englische Lesen abzutauchen. Demnach war es Weihnachten 2014 dann so weit und ich hatte es auch kurz nach Silvester fertig – einfach genial!!

»There are other people on the Internet. It’s awesome. You get all the benefits of >other people< without the body odor and the eye contact.«

Das Cover und das Design hat wirklich Qualität. Natürlich kann ich Büchern aus amerikanischer Produktion nicht immer so viel abgewinnen, weil diese einfach so irre komisches und qualitativ niedrigwertiges Papier verwenden, aber einmal davon abgesehen, sind sowohl das Cover, als auch die beiden Innenseiten des Umschlags einfach cool.

»I choose you over everyone.«

Denn bei meiner Ausgabe haben wir nicht nur alle Hauptpersonen gezeichnet, sondern auf der letzten Seite auch58-simon-und-baz noch eine kleine Szene in Comic umgewandelt. Zwischen den einzelnen Kapitel kann man Zwischensequenzen aus Caths Fanfiction finden und diese sind dann entsprechend gleich mit einer anderen Schriftart geschrieben, wirklich schön 🙂

»Have you ever seen an alpaca, Cather? They’re like the world’s most adorable llamas. Like, imagine the cutest llama you can, and then just keep going.«

Die Geschichte ist schön und auch berührend, für jeden Teenager (ja ich gebe es zu: Ich gehöre auch zu dieser Spezies!!), der sich selbst noch nicht kennt, der auch noch Erfahrungen machen muss, die ihn in eine neue Welt werfen und der dann dort droht unterzugehen. Für eben jene junge Leute ist das eine Geschichte, die uns zeigt, dass wir nicht alleine sind. Wir haben hier einen rettenden Ring, der uns zugeworfen wird und der uns sagt: »Diggah, warum denn so durcheinander, ist doch alles Banane!?«

»I always get lost in the libary«, he said, »no matter how many times I go. In fact, I think I get lost there more, the more that I go.«

69-levi-und-cathUnd dann erst die Charaktere, oh ja die Personen, die diese Welt bevölkern sind einfach wunderbar schön und sympathisch und lebensecht. Natürlich denke ich da in erster Linie an Cath Avery, das Mädchen mit den hochgesteckten Haaren und den flauschigen Cardigans, der Brille und den »Keep calm and carry on Simon«-T-shirts mit ihren liebsten Figuren Simon Snow und Baz. Sie, ganz das Fangirl, das tausende Menschen aus dem Internet mit ihren Geschichten begeistert. Wohlgemerkt nur mit geborgten Figuren. Aber Cath ist schüchtern und introvertiert, ein echter Internetmensch eben.

»Happily ever after, or even just together ever after, is not cheesy«, Wren said. »It’s the noblest, like, the most courageous thing two people can shoot for.«

Wren, ihre Zwillingsschwester möchte jetzt als eigenständiger Mensch gesehen werden und eröffnet Cath deswegen, dass sie nicht das Zimmer teilen. Und das ist für das menschenscheue Mädchen ein Problem. Sie denkt nur daran, dass das doch der Vorteil an einer Zwillingsschwester ist, man ist nie alleine. Wren sieht das anders, weil Wren ein bisschen anders ist. Während sie früher gemeinsam fanfictions geschrieben haben und in Simon Snow- Foren unterwegs waren, möchte sich Wren jetzt loslösen vom fandom, sie möchte das College-Leben genießen und Cath bleibt alleine zurück. Und wäre das noch nicht genug, hat sie jetzt eine griesgrämige Zimmernachbarin Reagan, deren Freund Levi auch die ganze Zeit im Zimmer herumhängt.

»You give nice like it doesn’t cost you anything.«

Und Levi ist ein toller Junge, möglicherweise genau das, was man braucht, wenn man sich so alleine und verloren70-wren-und-cath fühlt, ein echter Sonnenschein, vielleicht die Inkarnation des Sunny-Boys. Riesengroß und blonde Haare, dazu ein echter Ranch-Boy und Flanell-Hemden. Vielleicht einer dieser absolut liebsten fiktiven Charaktere, weil er so Hufflepuffig ist. ♥

»I’m scared of everything. And I’m crazy. Like maybe you think I’m a little crazy, but only ever let people see the tip of my crazy iceberg. Underneath this veneer of slightly crazy and socially inept, I’m a complete disaster.«

Aber auch Caths und Wrens Papi ist ein wunderbar süßer, etwas verplanter Typ, der wirklich goldiger nicht sein könnte. Der Schreibstil ist wunderbar und das Englisch auch für Nicht-Muttersprachler gut zu lesen.

»You’re so helpless sometimes. It’s like watching a kitten with it’s head trapped in a Kleenex box.«

Autorin

Rainbow Rowell lebt in Omaha, Nebraska mit ihrem Ehemann und zwei Söhnen. Sie ist auch die Autorin von Landline, Eleanor & Park und Attachments.

Fazit: Ein Muss für jedes Fangirl, das endlich ein Buch sucht, indem fiktive Figuren in einer fiktiven Welt über fiktive Figuren in einer fiktiven Welt schreiben und dann sind sie auch noch schwul!! Tolle Charaktere, schöne Liebesgeschichte und eine Geschichte über das Erwachsenwerden.
Als zusätzliche Information sei angemerkt, das eben jene oftmals erwähnte fanfiction aus diesem Buch in Amerika am 2. Oktober veröffentlich wird: Wir freuen uns alle auf »Carry on« von Rainbow Rowell!!

Plot ✪✪✪✪✪/5✪
Cover ✪✪✪✪✪/5✪
Charaktere ✪✪✪✪✪/5✪

»Tomorrow and tomorrow and tomorrow«, he said.

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3 Gedanken zu „Rainbow Rowell – Fangirl: eine Rezension

  1. Hallo 🙂 Ich finde deine Rezension super! Fangirl steht auf meiner Wunschliste, aber bis jetzt habe ich mich nicht wirklich drüber getraut. Ist es schwer zu lesen oder relativ „gutes“ Englisch? Cath erinnert mich an mich selbst, ich habe keine Brille, aber ansonsten in alle Punkten (ja, und Zwillingsschwester hab ich auch keine xD)
    LG, Karo

    Gefällt 1 Person

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