Victoria Aveyard – Die Rote Königin: eine Rezension

16-die-rote-koeniginAutorin Victoria Aveyard
Übersetzerin Birgit Schmitz
Titel Die Rote Königin
Reihe Trilogie (1/3)
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 512 Seiten
Verlag Carlsen
ISBN 3551583269
Preis 19,99€ bei amazon
Genre Fantasy, Young-Adult, Liebe, Revolution, Klassendenken
Erschienen am 28.Mai 2015

Inhalt

Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz … — Fesselnd, vielschichtig und voller Leidenschaft: Victoria Aveyard entwirft eine faszinierende Welt mit einer starken Heldin, die folgenschwere Entscheidungen treffen muss. Es geht um Freundschaft, Liebe und Verrat, um Politik, Intrigen und Rebellion, um Gut und Böse – und jede Schattierung dazwischen.

Meine Meinung

Die Rote Königin von Victoria Aveyard ist ein Buch, das meine Wenigkeit schon bereits vor der Veröffentlichung in Deutschland immer wieder in amerikanischen Kreisen herumgeistern gesehen hat. Geteilte Meinungen gibt es ja praktisch zu jedem Buch (Harry Potter ausgenommen – das lieben sie alle) und genauso war es hierbei. Die einen fanden es großartig, die anderen einfach »überhypt«. Aber nachdem ich es dann im Buchladen meines Vertrauens gesehen habe, hab e ich ihm eine Chance gegeben und es einfach mal mitgenommen.

»Seit Hunderten von Jahren wandeln die Silbernen wie Götter auf der Erde und sind die Roten nur die Sklaven zu ihren Füßen. Bis jetzt, bis du kamst. Wenn das keine Veränderung ist, dann weiß ich nicht, was eine ist.«

Das Cover ist gut gemacht, immerhin hat es etwas mit dem Inneren gemein und es glänzt auch ganz schön in meinem Bücherregal. Und auch das Buch ohne Schutzumschlag sieht sehr edel aus: Ganz schlicht in Weiß mit silberner Schrift.
Die Geschichte ist im Großen und Ganzen eine der typischen Zukunftszenarien, in der eine Gruppe Menschen von einer anderen Gruppe unterdrückt wird und ein Mädchen plötzlich etwas ganz besonderes wird und deswegen den Ausweg aus diesem Problem der menschenunwürdigen Zustände ist. Liebe darf nicht fehlen, ein paar direkte Feinde und natürlich der tolle Satz: »Traue niemanden!«. Und um dem »Prinzessinnen-Traum« sämtlicher Teenagermädchen noch zu befriedigen, ist sie nicht nur etwas Besonderes, sondern wird auch Prinzessin. Das Ende war unerwartet, das muss ich zugeben und mein Interesse auf den zweiten Teil ist auch geweckt: Krieg!

»Diese Welt ist silbern, aber sie ist auch grau. Es gibt weder Schwarz noch Weiß.«

Die Charaktere sind vielfältig und größtenteils recht sympathisch. Angefangen mit der Hauptfigur Mare Barrow aus dem kleinen Ort Stilts, haben wir eine Person, die ich ganz in Ordnung finde: Sie ist zu Anfang mehr so die Antiheldin und entwickelt sich zusehends in ein Mädchen, dass aber auch verdammt viele Entscheidungen treffen muss. Sich vor Augen zu halten, dass sie genauso alt ist, wie ich, vergrößert meine Bewunderung. Zusätzlich hat sie einen tollen Gerechtigkeitssinn und auch einen ziemlich guten Instinkt. Wenngleich sie natürlich klischeehaft als Prinzessin glorreich versagt.

Walsh überrascht mich, indem sie mir um den Hals fällt. »Ich weiß zwar nicht, wie«, murmelt sie, »aber ich hoffe, dass du eines Tages Königin wirst. Stell dir nur vor, was du dann bewirken könntest. Als rote Königin!«

Cal, der Thronfolger hat seinen irren Spaß an Strategiespielen, Kämpfen und Motorradfahren. Er kann ausgesprochen gut tanzen und hat mit Sicherheit alles Gute zum Königsein mitbekommen. Als Halbwaise hat er nicht ganz so tolle Karten, in Sachen, wie Wie-gehe-ich-mit-Mädchen-richtig-um, aber das lernt er sicher noch. Seine Schüchternheit hilft ihm da sicher noch ein bisschen, bei den Ladys zu punkten.

»Hast du Angst, Maven?«, fragte ich leise. Meine Stimme ist kaum mehr als ein Flüstern. »Ich schon.« Sein Blick wird hart und plötzlich sehen seine Augen stahlblau aus. »Ich habe Angst, dass ich versage. Dass ich diese Gelegenheit vorbeiziehen lasse. Und ich habe Angst vor dem , was passiert, wenn sich nichts in dieser Welt je ändert.« Seine Entschlossenheit sorgt dafür, dass seine Haut unter meinen Fingern heiß wird. »Das fürchte ich mehr als den Tod.«

Sein kleiner Bruder Maven ist so der typische »Kleine« und seind Neid, gegenüber seinem großen Bruder lässt ihn jetzt vielleicht nicht unbedingt gut aussehen, aber immerhin menschlich. Vor allem, wenn dein Vater auch immer nur den großen Bruder sieht und dich gar nicht wahrnimmt. Armer Maven. 🙂

»Ihr silberner Krieg wird mit rotem Blut bezahlt.«

Der Schreibstil ist flüssig und auch mit Übersetzung gut zu lesen.

Autorin

Victoria Aveyard wuchs im Osten der USA auf, in einer Kleinstadt in Massachusetts. Von dort zog sie an die Westküste, um in Los Angeles an der University of Southern California Drehbuchschreiben zu studieren. Sie hat ein Faible für Geschichte, für Explosionen und für taffe Heldinnen – und schreibt am liebsten Bücher, in denen sie alles drei kombinieren kann. Außerdem liebt sie Road Trips, Filmegucken in Endlosschleife und das große Rätselraten, wie es bei der Serie „A Game of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer“ weitergeht.

Fazit: Bestimmt jedem zu empfehlen, der starke Heldinnen mag und auf Gewitter steht. Und für alle, die eine Romanze und ein bisschen Aktion in Verbindung lieben, bietet das Buch genauso viel!

Plot : ✪✪✪✪✪/5✪
Cover : ✪✪✪✪✪/5✪
Charaktere: ✪✪✪✪/5✪

»Wir erheben uns. Rot wie die Morgendämmerung!«

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2 Gedanken zu „Victoria Aveyard – Die Rote Königin: eine Rezension

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