J.R.R. Tolkien – Genie und Familienmensch, das geht wohl doch!

Tolkien, dieser Name, der wirklich jedem etwas sagt: einer der bekanntesten und berühmtesten Fantasy-Schriftsteller der ganzen Welt. Mit seinen Werken hat er sich wahrlich unsterblich gemacht und demnach auch einen Platz in meiner Reihe »Gedanken über Menschen« und auf meinem Treppchen »Beeindruckende Menschen, die ich sehr bewundere« verdient.

Im total krassen Afrika geboren und dann nach Birmingham umgezogen. Mit 12 Jahren sind sein Bruder und er dann schon Vollwaisen und er erkennt immer mehr sein großes Interesse an Sprachen. Er lernt in seiner Schulzeit umfangreiches Wissen, dass er alles in seine Werke einbindet. Laut Tolkien-Forschern war er sehr gläubig und lebte auch nach der Bibel, indem er seine Weltsicht danch richtete:

»Wir wissen: Wir sind aus Gott, aber die ganze Welt steht unter der Macht des Bösen.« (1 Joh. 5,19)

26-j-r-r-tolkien-bildDemnach muss das Gute immer gewinnen, damit das Böse zurückgehalten wird. Und während er dann auch immer mehr eigene Sprachen entwickelt hat und Mittelerde sich in seinem Kopf eingenistet hat, gründet er mit ein paar Freunden in der Schule einen Literaturclub (wie cool ist das denn?) den T.C.B.S. (Tea Club – Barrovian Society). Das hat ihn dann auch zu seinen ersten Gedichten inspiriert. Das Studium konnte er sich durch ein Stipendium leisten und während ihn sein wirkliches Fach Classics (mit Griechisch und Latein und anderem toten Zeug) langweilte, beschäftigte er sich mehr mit zahlreichen anderen Sprachkursen, darunter auch Finnisch. Während seiner Jugend hatte er ein Mädchen mit dem Namen Edith kennengelernt und ihm wurde der Umgang bis zu seiner Volljährigkeit verboten. Am Tag seines 18. Geburtstags hat er sie dann angeschrieben und nach einigem Drama noch geheiratet. (Wie ROMANTISCH ist das denn bitte? Er hat auf sie gewartet, weil er sie so toll fand. Und da sag mir einer das passiert nur in Büchern!!)

Der ernorme Einfluss auf seine literarische Karriere allerdings war ein Gedicht mit dem Titel »Crist« von dem angelsächsischen Dichter Cynewulf und zwar mit der Zeile:

„Eala Earendel engla beorhtast
ofer middangeard monnum sended“

„Heil dir Earendel, strahlendster Engel,
über Mittelerde den Menschen gesandt“

An der Front im ersten Weltkrieg konnte man von Glück reden, dass er sich am Fleckfieber ansteckte und demnach 28-j-r-r-tolkiennach Hause geschickt wurde. Einer seiner Kollegen aus dem Literaturclub überlebte nicht und dessen letzten Zeilen, bitten Tolkien darum, genau das zu schreiben, was dieser nie schreiben konnte. Und genau das machte er sich dann zum Schicksal. Amazing!

Nach mehreren erneuten Rückfällen und der Geburt seines ersten Sohnes, war er wohl enorm glücklich und nachdem der Krieg nun sein Ende gefunden hatte, ohne diesen grandiosen Schriftsteller mit sich zu nehmen, suchte er Arbeit und fand diese auch mit Hilfe eines alten Dozenten von Oxford. Und zwar die Mitarbeit am »New English Dictionary«.

Später als Dozent an der Uni erreichte er noch einige Leistungen, die ihn sowohl unter seinen Kollgen, wie auch seinen Studenten sehr beliebt machten. Zusätzlich machte er die Bekanntschaft mit C.S. Lewis, niemand geringeres, als dem Autor von »Die Chroniken von Narnia«, der ein guter Freund von ihm wurde.

Mit dem Erzählen von fantasievollen Geschichten für seine Kinder begann die Arbeit an seinen Werken. Nebenher spann er seine Welt weiter und schrieb den Hobbit. Nachdem dieser dann erst einmal als Kinderbuch verlegt wurde, setzte er sich nach zahlreichen Unterbrechungen an »Der Herr der Ringe«. Die Veröffentlichung war dann erst 1954 und hat ihn noch durch einige Probleme geführt: Die Verläge, die einfach sein Werk »kürzen« wollten, das enorm teuere Papier durch den 2. Weltkrieg und dem daraus resultierendem Problem, dass manche Menschen es als Trilogie ansehen, obwohl es doch ganz klar eine Hexologie ist. 😀

27-j-r-r-tolkien-grabNebenbei bemerkt war er dann auch noch ein Perfektionist und das trägt bestimmt nicht gerade zu einem ruhigen Gemüt in solch einer Lage bei, armer Kerl. Allerdings war er nach einiger Zeit bereits so bekannt, dass er gleich unter seinen Studenten echte FANS hatte.

Nachdem seine Frau dann gestorben war, wurde er auch noch zum »Commander of the Order of the British Empire« von der Queen geschlagen, war allerdings kein Ritter und ohne Adelstitel…

Am 2. September 1973 starb er in Oxford und wurde dort auch neben seiner Frau begraben. Neben ihren Namen stehen auch die Namen Lúthien und Béren, zwei von Tolkiens Sagenfiguren, deren Liebe den Tod überwand. Herrlich romantisch und wunderschön, oder?

 

Gesagt sei noch, dass Tolkien einer der Menschen war, deren Fantasie und sprachliche Fähigkeiten genau das sind, was sich anzustreben, wirklich lohnen würde. Toller Mann! Allerdings wurde über ihn gesagt, dass kaum jemand wirklich gerne mit ihm spazieren ging, weil er manchmal einfach stehen blieb und für mindestens eine halbe Stunde ein und denselben Strauch betrachtete. Niedlich oder?

29-elbisch

Hasta pronto!
Itchy

Advertisements

2 Gedanken zu „J.R.R. Tolkien – Genie und Familienmensch, das geht wohl doch!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s