Elizabeth Bennet – Seelenverwandt und einfach bezaubernd

Hallo Welt, mit Lizzy Bennet kann man nichts falsch machen. Mit der Titelfigur aus Jane Austen Roman »Stolz und Vorurteil« habe ich vielleicht nicht so viel ähnlich, wie ich gerne hätte, aber ich bewundere sie zutiefst. Als zweitälteste Tochter eines Gentleman, teilt sie sich mit Jane, ihrer älteren und manchmal zu freundlichen Schwester nicht nur ein Zimmer sondern auch die Verantwortung über die kleinen Schwestern zu wachen. Denn wengleich die Jüngste, Lydia bereits 15 ist, dreht gerade diese immer wieder so sehr am Rad, dass es fast schon eine Schande für die Familie sein könnte.

24-lizzy-bennetAber es geht ja eigentlich um Lizzy: wunderschöne braune Augen, die vor Charme und Witz nur so glänzen, eine große Vorliebe für Literatur und Bälle und natürlich auch für Amusement. Sie ist, so meine Meinung, die Heldin, die ihrer Schöpferin am nähsten kommt: eine freche und manchmal auch spitzzüngige Beobachterin, die auch gerne einmal über den stolzen Mr. Darcy lästert und am Ende erkennt, dass sie eigentlich zu stolz und vorschnell geurteilt hat. Aber vielleicht gerade diese Seite, dass sie Fehler macht, diese einsieht und bereut und dadurch am Ende ihr Glück findet, bringt sie uns so viel näher. Und schließlich muss sie manchmal auch die Menschen ein bisschen taxieren, um ihre etwas naive Schwester vor den schlimmsten Gefahren zu bewahren. Man kann nicht immer nett und freundlich sein.

»Liebste Lizzy, nun sei doch endlich ernst! Ich möchte ganz ernsthaft mit dir reden. Erzähl mir alles, was ich wissen muss. Spann mich nicht auf die Folter. Willst du mir nicht sagen, wie lange du ihn schon liebst?«
»Es hat sich so allmählich ergeben, dass ich es selbst kaum weiß. Aber ich glaube, es fing an, als ich den ersten Blick auf seinen wunderschönen Park in Permberly warf.«

Sie ist eine starke Frau, die einer Heirat mit einem Mann, den sie nicht liebt (und der auch noch enorm lächerlich ist), nicht zustimmen kann und  demnach noch eher das Leben ohne Ehe in Betracht zieht, als eine unglückliche Vermählung aussitzen zu müssen: und damit ist das Scheitern am Ende gar nicht mehr möglich.

(Nachdem ich jetzt, während meiner Facharbeit über Jane Austen fast Experte bin:) Jane Austen, der Schöpferin Elizabeths, lag nichts mehr am Herzen, als eine Heirat mit Liebe. Gerade deswegen war sie vielleicht zeitlebens single: weil der richtige entweder kein Geld hatte, oder sie ihn nicht liebte: Drama, Drama, Baby!

Und demnach endet Lizzys Geschichte mit einem Happy End, weil mit Jane Austens Sicht, dass die Liebe die 25-lizzy-und-darcyErfüllung ist auch gleichzeitig die Belohnung für die richtige Entscheidung gegeben ist.

Sie begann nur einzusehen, dass er nach Charakter und Anlagen der für sie geeignetste Mann war. Sein Verstand und Temperament, obwohl von ihren so verschieden, hätten genau ihren Wünschen entsprochen. Ihre Vereinigung wäre zu ihrer beider Vorteil gewesen: Er wäre durch ihre Zwangslosigkeit und Lebhaftigkeit weniger herrisch und reserviert geworden, und ihr wären sein Urteil, seine Weltkenntnis und seine Erfahrung noch mehr zugutegekommen.

Übrigens: Für die ganz schwarfsinnigen unter uns: Mein Avatar ist niemand geringeres, als diese junge Frau, die sich weder des exzellentem Klavirspiels, noch der Begabung fürs Malen und Zeichnen rühmt, dafür aber einfach einen entzückend sympathischen Humor versprüht, der nicht nur Traummänner, wie Fitzwilliam Darcy betört, sondern auch eine riesige Leserschaft auf der ganzen Welt!
Demnach an alle, die »Stolz und Vorurteil« oder eben im Englischen »Pride and Prejudice« noch nicht gelesen haben: Tut es jetzt und verliebt euch in dieses Traumpaar!

Herzliche Grüße

Itchy

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