Woche 19

13-header-woche

Montag, der 24. August, wir schreiben das Jahr 2015 n.Chr.

Tag 22 der unerwartet schnellen und umso schrecklicheren Reise unseres Grauens. Wir, das untergehende Schff, sitzen auf unserem Boot und fühlen die Flaute. Die absolute Windstille hat uns zur Prokastination gezwungen und ohne eine anständige Prise sind wir verdammt in diesem Teufelskreis festzusitzen und stetig und unaufhaltsam dem Untergang entgegen zu fahren. Die Unzufriedenheit und die angespannte Stimmung haben ihren Zenit erreicht. Uns steht ein grausames Ende bevor. Hier in der Kajüte des Kapitäns haben sich die leitenden Kräfte der »Holliday Evening« versammelt, um endgültig klein beizugeben. Die verzweifelten Versuche noch etwas zu retten, sind verworfen, wir warten auf unseren Untergang. Die Unruhe auf Deck lässt sich fühlen, wie Elektrizität: Uns steht eine Meuterei bevor, es brodelt und wir können es nicht verhinden. Die schleppende und erschreckende Stille spannt um unsere Gesichter, wie die ausgezerte Haut und unsere Nerven sind gespannt. SIE KOMMEN!

Szenischer Einstieg ist alles, die Einleitung ist sehr wichtig. Wenn das nicht überzeugt, will keiner weiter lesen! Wir lernen so einiges in der Schule und das ist schön. Und mit diesem dramatischen Einsteig wollte ich eigentlich nur meine enorme Unruhe darstellen: Die Hälfte der Ferien ist jetzt überschritten, wir steuern unser verdammtes Schiff mit Vollkaracho in Richtung 12. Schuljahr und sind dem Untergang geweiht. Und genau diese dumpfe Vorahnung lässt mich ein bisschen erzittern. In der vergangenen Woche war ich ungefähr so produktiv, wie ein Golfschuh! Aber das soll sich ändern, denn wir werden unseren Hinter hochbekommen und etwas schaffen: Was sind wir wieder optimistisch!

Ansonsten war eigentlich alles ruhig. Ich habe drei Bücher in jeweils drei Tagen gelesen: Die Welt sollte aufhören immer Bücher zu schreiben, die man nicht mehr weglegen kann. Schlaflose Nächte sind die Folge und das ist nicht soo angenehm. Im Moment bin ich dann wieder am Planen für das Mittelerdefest. Packlisten schreiben und und und

Aber was soll man schon groß schreiben, wenn einem durchaus bewusst ist, wie wenig man erlebt hat. Das enorm gewöhnliche Leben eben…

Aber jaha das wird schon wieder. Wir hören bald voneinander!

Itchy

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