Cassandra Clare – City of Lost Souls: eine Rezension (ACHTUNG! – SPOILER)

13-city-of-lost-soulsAutorin Cassandra Clare
Übersetzer Franca Fritz/Heinrich Koop
Titel City of Lost Souls
Reihe Hexalogie (5/6)
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 688 Seiten
Verlag Arena
ISBN 3401505688
Preis 14,99 € bei amazon
Genre Fantasy, Young-Adult, Liebe, Freundschaft
Erschienen am 17. Juni 2014

ACHTUNG – SPOILER!

Inhalt

Kaum ist die Dämonin Lilith besiegt, fehlt von Jace, den Clary über alles liebt, jede Spur – auch ihr finsterer Bruder Sebastian ist verschwunden. Doch Jace findet wieder einen Weg zu Clary und enthüllt sein schreckliches Schicksal: Durch Liliths Magie ist er auf immer mit Sebastian und den dunklen Mächten verbunden. Um Jace zu retten, müssen sich auch die Schattenjäger der schwarzen Magie verschreiben. Clary geht dabei den gefährlichsten Weg: Sie möchte Jace’s Seele retten. Aber kann sie Jace überhaupt noch trauen?

Meine Meinung

Das diesmal orange Cover zeigt innerhalb des Kreises die detailgetreuste Darstellung eines Ausschnittes von New York von allen anderen Covern und zwei Reiher (nebenbei bemerkt das Symbol der Familie Herondale, also Jace‘ Familiensymbol).

»Vielleicht fühlt er sich ja einsam. Sebastian ist bestimmt nicht die beste Gesellschaft.«
»Das wissen wir nicht«, widersprach Magnus. »Beim Scrabble könnte er beispielsweise ganz fantastisch sein.«

Im Inneren haben wir wieder eine Geschichte, in drei Teile eingeteilt, wie bei allen Büchern der Chroniken der Unterwelt. Und dazwischen stehen tolle Zitate, die mir bei diesem Teil besonders gefallen:

Te amo como se aman ciertas cosas oscuras
(Ich liebe dich, wie man gewisse dunkle Dinge liebt)
Pablo Neruda, »Soneto XVII«

und

Alles wandelt sich ganz und gar:
Eine Schönheit kam schrecklich zur Welt.
William Butler Yeats, »Ostern 1916«

Der Plot spielt diesmal in New York und auch in einigen Städten Europas, wie Prag, Venedig und Paris. Das Finale finden wir in Irland. Das Buch wurde nach Aussagen von Cassie in Frankreich geschrieben. Ein bisschen Schade ist es, dass die meisten Szenen mit Jace nicht den »echten« Jace zeigen, sondern viel mehr den von Sebastian »verzauberten« Jace ohne seine echte Seele, aber gerade deswegen sind die Szenen mit dem echten Jace umso besser und schöner, nicht nur für Clary, sondern auch für uns, die Leser. Cassandra Clare hat die Unterschiede sauber herausgearbeitet und man merkt es nicht nur oberflächlich.

»Also wirklich, Jace!«, spottete Sebastian. »Das haut mich echt um! Hast du wirklich gedacht, du könntest mit so was davonkommen?«
Jace‘ Hände ballten sich zu Fäusten, während die kohlschwarze Iratze langsam in seine Haut sickerte. Mühsam stieß er hervor: »Wenn du das nächste Mal möchtest… dass dich was umhaut… dann helf ich dir gern. Vielleicht mit einem Ziegelstein.«

Interessant ist auch zu beobachten, wie Clary immer mehr von dem unschuldigen Mädchen aus den ersten Teilen zu einer Kämpferin wird, die demnach auch nicht mehr so unschuldig ist. Denn das ist der Punkt, je mehr böses uns wiederfährt, umso mehr Fehler können oder müssen wir begehen.

»Ich bezeichne mich lieber als bisexueller Freigeist«, ergänzte Magnus.

73-izzy-und-simonGut leiden konnte ich sie trotzdem noch, denn ihre Stärke wird immer mehr herausgearbeitet und ihre nicht ganz so netten Aktionen, machen sie in meinen Augen auch menschlicher. Und während Clary mit Jace und ihrem teuflischen Bruder durch die Welt reist, planen das Team »Gut« ihre Rettung. Simon und Izzy kommen sich immer näher und Alec und Magnus entfernen sich wieder. Manno, nehmt euch zusammen Jungs, wir lieben euch!! Und ihr liebt euch!! Was ist das Problem!?!

Leise murmelte Magnus: »Aku cinta kamu.«
»Was heißt das?«
Magnus befreite sich aus Alecs Griff. »Es bedeutet: Ich liebe dich. Nicht, dass das irgendetwas ändern würde.«

Andererseits muss ich auch sagen, dass ich Alecs Handeln verstehen kann und nachvollziehbar finde, denn wer könnte von sich sagen, dass er anders handeln würde? Derartige Differenzen muss ein Paar eben aushalten, wenn einer davon unsterblich ist.

»Das ist meine besondere magische Begabung: Ich kann dir ansehen, wenn du an etwas Schmutziges denkst.«
»Also in fünfundneunzig Prozent aller Fälle.«
Clary lehnte den Kopf in den Nacken und schaute zu ihm hoch. »Fünfundneunzig Prozent? Und woran denkst du während der restlichen fünf Prozent?«
»Ach an das Übliche – Du weißt schon: Dämonen, die ich töten könnte, Runen, die ich noch lernen muss, Leute, die mich vor Kurzem genervt haben, Leute, die mich vor längerer Zeit genervt haben, Enten.«
»Enten?«
[…]
»Enten?«, fragte sie erneut.
Ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel. »Ich hasse Enten. Keine Ahnung, wieso. Hab sie einfach schon immer gehasst.«

Und wir arbeiten uns immer weiter dem absoluten Ende entgegen. Ein Buch trennt uns vom Finale und da wird es dann zum Showkampf zwischen der bösen Seite und er guten Seite kommen. Diese Bücher zeigen schon bisweilen enormes Schwarz-Weiß-Denken auf, aber wir lassen das mal so stehen. Das Ende naht und wir sind alle dabei: Meine Damen und Herren, ich bin verdammt gespannt!

»Eine angenehme Stimme… und natürlich Muskeln aus Stahl«, erwiderte Jace und blätterte die Seite um. »Was will man mehr?«

Autorin

Schon als Kind hat Cassandra Clare viel gelesen. Bücher waren ihre treuesten Begleiter in einer Zeit, in der ihre Eltern mit ihr durch die Welt zogen. Cassandra Clare lebte, noch bevor sie zehn Jahre alt war, in vielen Ländern, darunter die Schweiz, England und Frankreich. Nach dem College ging sie nach Los Angeles und New York, um für diverse Unterhaltungsmagazine zu schreiben. Die Welt von Britney Spears und Paris Hilton war jedoch nicht wirklich die ihre. 2004 begann Cassandra Clare ihren ersten Roman zu schreiben, inspiriert vom Bezirk Manhattan in ihrer Lieblingsstadt New York. Mit ihren „Chroniken der Unterwelt“ war sie schnell so erfolgreich, dass sie 2006 den Job als Societyreporterin an den Nagel hängen konnte. Heute lebt sie mit ihrem Freund und zwei Katzen in Brooklyn, New York.

»Keine Sorge, ich werde schon nicht über dich herfallen«, stieß Clary ungeduldig hervor. »Ich kann den Anblick deines nackten Oberkörpers durchaus verkraften, ohne gleich in Ohnmacht zu fallen.«
»Bist du sicher?«, hakte Jace nach, streifte aber das Hemd von den Schultern. »Dieser Anblick hat schon bei vielen Frauen zu ernsthaften Verletzungen geführt – weil sie rücksichtslos aufeinander rumgetrampelt sind, nur um mir möglichst nahe zu sein.«

Fazit: Wirklich lesenswert, denn spannender geht’s nicht mehr. Und immerhin brauchen wir ein paar Puzzleteile, um das Ende auch wirklich verstehen zu können. Wir lernen endlich Clarys großen Bruder kennen und teilweise können wir ihn auch verstehen, denn: Was kann ein Junge, aufgezogen vom Teufel anderes sein, als ein Dämon?
Tolle Spannung und wie immer unglaublich Charaktere, Rettung in letzter Sekunde und schaurige Details, die uns für einen Moment wirklich traurig stimmen. Bücher sind grausam!

Plot ✪✪✪✪/5✪
Cover ✪✪✪✪✪/5✪
Charaktere ✪✪✪✪✪/5✪

Wo auch immer du sein magst, du bist meine beste Freundin – und wirst es immer sein.

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