Von Streichen und anderen irre witzigen Dingen

Hallo Welt,

heute war der Tag, an dem die diesjährigen Abiturienten ihren sogenannten Abistreich vollzogen haben. Für alle, denen das nicht bekannt ist: An unserer Schule bekommen alle, die ihr Abi bestanden haben die Erlaubnis die Nacht in der Schule zu verbringen und diese so herzurichten, dass sie den Unterricht am nächsten Tag ein bisschen auffrischt. Eine schrecklich langweilige Sache, die sie auch noch jedes Jahr durchziehen, ist diese Show, wo immer jeweils zwei Lehrer gegeneinander in einer Wettbewerbssparte gegeneinander antreten müssen, wie zum Beispiel eine besonders blöde RedOx-Gleichung auszurechnen oder auf dem Bobbycar ein Wettrennen fahren. Der Verlierer bekommt dann immer entsprechend eine Bestrafung. Die ganze Schule darf zugucken und bisweilen ist das auch ganz kurzweilig, aber dieses Jahr war das Schulhaus schon nicht so wirklich durcheinander gebracht, sondern nur abistreich-15ein bisschen mit Klopapier beschmutzt, Absperrband war ein bisschen aufgehängt und die Treppen waren mit lauter Plastikbecher, voll mit Wasser gestellt. Wir konnten wahrlich und geradezu überpünktlich mit dem Deutschunterricht anfangen. Das Foto, das am Abend zuvor viral ging, hatte deutlich mehr versprochen, als es dann am nächsten Morgen war. Enttäuschend. An diesem Abistreich allerdings konnte man trotzdem ein paar gute Dinge finden:

Die eh schon irre empfindliche Schulleitung wird nach diesem milden Schuljahr wohl unseren Streich überhaupt nicht absagen, wie sollen sie das auch begründen, wir sind doch ganz lieb 🙂

Und meine lieben so schrecklich unkreativen Klassenkameraden sind alle hochmotiviert dieses langweilige Jahr zu toppen und auf jeden Fall in die »Geschichte einzugehen«. Da trotz allem noch so viele Unterrichtsstunden ausgefallen sind und wir den Tag absolut gelangweilt halb vegitierend im Oberstufenzimmer verbracht haben, wurden bereits ein paar Pläne geschmiedet, die ich euch noch gerne darlegen wollte:

Die größte Freude können wir auch unseren Mitschülern machen (den Lehrern vielleicht auch), wenn wir die Schule oder auch die Klassenräume so verbarrikadieren, dass der Zugang und somit auch der Unterricht kaum bis gar nicht möglich ist. Somit hatten wir die Idee, dass wir die Türen mit Ziegelsteinen zustellen oder anders verstellen. Sehr beliebt war auch schon das Ausräumen der Klassenräume und das Zustellen der einzelnen Gänge und Treppenaufgänge mit Stühlen und Tischen und Schränken.

Über eigene oder die Lautsprecher der Schule in der lautesten aller lautesten Stärken Lieder, wie »School’s Out« von Alice Cooper oder »Hurra Hurra die Schule brennt« von Extrabreit in Dauerschleife den ganzen Tag abspielen.

Und natürlich die jedes Jahr beliebte Wasserschlacht mit Wasserspritzpistolen oder Wasserbomben. Sodass auch jeder Schüler bis auf die Knochen tropft. In diesem Zusammenhang könnte ich noch von einen Traum eines jeden Veranstalter eines Abistreichs an unserer Schule berichten, den wir uns wirklich gerne erfüllen würden. So ziemlich in der Mitte des Hauptgebäudes unserer Schule befindet sich die sogenannte »Sitzmulde«, wo man, wie der Name schon sagt »sitzen« kann. Im Grunde ist es nichts anderes als ein Loch im Boden, das mit Filzteppich ausgelegt und großen Treppenstufen als Ablage für die Taschen in der Pause dient. Jüngerer Schüler verbringen dort im Schummerlicht ihre Freistunden und die ganz Jungen spielen dort so lange mit irgendetwas Fußball, bis ein Lehrer vorbeikommt und sie Stress bekommen. Und genau dieses etwas größere Loch wollen wir, mit einer großen Plane ausgelegt, voll mit Wasser füllen. Einfach genial!

Die Idee von der dunklen Schule war auch angebracht. Alle Fenster sollten mit Planen abgedunkelt werden und wir laufen mit Taschenlampen herum und es soll ein paar Lichterketten und Diskokugeln geben, aber ansonsten ist der Strom weitgehend in unserer Hand. Hehe, come to the dark side, we have cookies!

Die Lehrer zu verschonen, würde uns natürlich nicht in den Sinn kommen und deswegen wäre es doch nett, wenn diese ein bisschen Impro-Theater, eine Simulation einer mündlichen Schulaufgabe, Tabu-spielen oder Let’s Dance und Singstar vorführen dürfen.

Uns für immer unsterblich zu machen, wäre natürlich auch mit einer riesigen Skulptur möglich, was das dann genau wird, werden wir sehen.

Und mit dem Gedanken, dass das sicher niemanden interessiert, werde ich diesen Blogeintrag jetzt damit abschließen, dass ich euch für das nächste Jahr tolle Bilder und wunderbare Geschichten über den tatsächlichen Abistreich unseres Jahrgangs erzähle.

Cheerio und bis die Tage!

Itchy

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2 Gedanken zu „Von Streichen und anderen irre witzigen Dingen

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