Der Zauberer von Oz – Lyman Frank Baum: eine Rezension

Autor  Lyman Frank Baum
Übersetzer Felix Mayer
Titel Der Zauberer von Oz
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 191 Seiten
Verlag Anaconda
ISBN 3866478569
Preis 4,95 € bei amazon
Genre Klassiker, Kinderbuch, Abenteuer, Fantasy
Erschienen am 05. August 2012

Inhalt

Ein Wirbelsturm hat die kleine Dorothy und ihren Hund Toto weit von zu Hause fortgeweht. Nun machen sie sich auf den Weg zum Zauberer von Oz, damit er ihnen hilft. Die Vogelscheuche, der ängstliche Löwe und der Blechmann werden zu ihren Gefährten, denn auch sie erhoffen sich vom Zauberer, was sie sich jeweils am meisten wünschen: Verstand, Mut und ein Herz.

Meine Meinung

Das Cover meiner Ausgabe der Geschichte aus dem Anaconda-Verlag ist nicht schlecht gezeichnet, aber etwas merkwürdig und eben auch recht unrichtig. Vor allem bei wichtigen Details, finde ich eser ein bisschen unpassend. Aber das habe ich ja schon bei meinen Jane Austen Büchern (ebenfalls von Anaconda) bemerkt. Aber was soll man machen, es war recht günstig bei rebuy.de zu ergattern und ist eben ein Kinderbuch-Klassiker.

»Ich bin der Große und Schreckliche Oz. Wer bist du, und weshalb suchst du mich auf?«

Umrahmt ist das Coverbild von eine gestreiften breien Rand, auf dessen roten Bereiche die Silhouette einer Hexe zu sehen ist. Im oberen Bereich ist in schwarzer Schrift der Titel zu lesen und darunter ist eine Szene aus dem Buch dargestellt, als Dorothy und der Löwe von der einschläfernden Wirkung des riesigen Mohnfeldes langsam ins Land der Träume entschwinden. Die Farbe von Dorothys Kleid ist ein großer Makel, dieses hat schließlich blau kariert und nicht rot zu sein. Ebenso das Fehlen des kleinen Hundes und die Existenz eines weiteren Mannes (wer ist das?) verwirrt ein bisschen, oder? Davon abgesehen haben wir ein Hardcover vorliegen und das Buch ist im Inneren sehr schlicht gehalten mit Untermalung kleiner noch unpassender Zeichnungen. Dorothy sieht aus, als wäre sie 5 Jahre alt.

»Ich finde, du bist ein sehr schlechter Mensch«, sagte Dorothy
»Nein, meine Liebe, ich bin viel mehr ein sehr gute Mensch, aber, wie ich zugeben muss, ein sehr schlechter Zauberer.«

Den Inhalt kann ich recht positiv bewerten, denn es wird Kindern doch so einiges aus der Welt gezeigt, was schlecht ist und man wird ganz gut unterhalten. Dieser Klassiker ist wohl nicht unbedingt fälschlicherweise noch so bekannt und angesagt.
Dorothy ist ein kleines Mädchen von vielleicht 14 Jahren und lebt mit ihrer Tante und ihrem Onkel in einer sehr trockenen Gegend. Als sie von einem Wirbelsturm nach Oz getragen wird, erlebt sie dort einige Abenteuer, eckt einen Schwindel auf, verhilft ihren neuen Freunden zu ihrem Begehren und kann das Land von allem Unglück befreien. Sie ist etwas naiv, aber gleichzeitig lieb und mutig. Sie möchte im Grunde niemanden etwas Böses, sondern nur nach Hause, damit sich dort niemand Sorgen machen muss.

»Ich bin sicher, dass du ausreichend Mut besitzt«, antwortete Oz. »Was dir fehlt, ist Selbstvertrauen. Kein Lebewesen ist frei von Angst, wenn es sich Gefahr ausgesetzt sieht. Wahrer Mut besteht darin, sich der Gefahr zu stellen, obwohl man Angst hat, und diese Art von Mut besitzt du reichlich.«

Ihre Freunde die Vogelscheuche, die sich nichts sehnlicher wünscht, als Verstand bemerkt gar nicht, dass sie diesen bereits besitzt. Der Blechmann stellt seine Gutherzigkeit auch nicht fest und der Löwe verwechselt Angst mit fehlendem Selbstbewusstsein. Sie sind beindruckende Gestalten und Charaktere. Die böse Hexe und Oz sind ebenso durchdachte und interessante Personen.

Für ein Kinderbuch fehlt ihnen allen die Tiefe, aber sie erscheinen trotzdem annehmbar. Aber auch die fliegenden Affen und anderen Fabelwesen sind eine wunderbare Erfindung, welche für Kinder einen Schubs in Richtung der eigenen Fantasie beeutet.
Geschrieben ist das Buch eben kindgerecht und flüssig zu lesen. Ein schönes Buch.

Autor

Frank L. Baum wird am 15. Mai 1856 in Chittanango im Staate New York geboren. Zu seinem 15. Geburtstag schenkt ihm sein Vater eine Druckerpresse. Dieses Geschenk weckt Baums Interesse am Schreiben. Allerdings versucht sich der Schöpfer von Oz vor seinem großen Erfolg in zahlreichen Geschäftsfeldern. Erst als Familienvater entschließt sich Baum, Geschichten für Kinder zu erfinden. Mit 44 Jahren schreibt er schließlich die märchenhafte Erzählung um das Mädchen Dorothy mit dem Titel Der Zauberer von Oz. Die Veröffentlichung macht ihn im Jahr 1900 schlagartig berühmt. Frank L. Baum stirbt am 6. Mai 1919 in Hollywood.

Fazit: Ich denke, ich könnte es den Liebhabern von ruhiger Literatur und Literatur insgesamt empfehlen. Die Menschen, die nur Bücher mit enormer Spannung lesen, sollten sich lieber einen Krimi zur Hand nehmen. Aber zum Vorlesen für Kinder, kann ich es nur empfehlen.

Plot – Bewertung: ✪✪✪✪/5✪
Cover – Bewertung: ✪✪✪/5✪
Charaktere – Bewertung: ✪✪✪/5✪

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