Die Suche des Findens

Im Leben, würden die tiefsinnig, traurig, melancholischen Menschen sagen, geht es einzig und allein um die Liebe und wie glücklich man ist. Erfolg ist für die Karrieretanten der Fall (Yep, bekennend!). Aber im Grunde möchte ich nur in sofern erfolgreich sein, dass ich jemand werde, den man nicht so schnell vergisst. Jemand, der auch noch in 50 Jahren einigermaßen bekannt ist. Pures Wunschdenken, aber ich werde den Gedanken nicht los, dass man genau das durch das geschriebene Wort erreichen kann, denn in 50 Jahren könnte man meine Bücher schließlich immer noch lesen und man wird ja bekanntlich nicht vor dem Tod erfolgreich.

Ja, ich gebe es zu: Ich finde in Augustus Waters nicht nur einen charismatisch, attraktiven Typen, nein mein Interesse beruht auf einer ähnlichen Weltanschauung. Ich kann mich nicht mit einer Hazel Grace zufrieden geben, denn das ist nicht wirklich das, was ich unter Erfüllung verstehe und wenn Gus schon nicht sein Ziel erreichen konnte, dann werde ich das für ihn – und natürlich auch für mich – versuchen zu erreichen.

(Für alle nicht eingeweihten, ein kleiner SPOILER: Augustus Waters möchte, dass ihn so viele Menschen, wie möglich kennen und sich an ihn und seinen wunderbaren Charme erinnern. Hazel Grace hingegen ist zufrieden, wenn sich die Menschen an sie erinnern, die ihr auch wichtig waren.)

Aber bevor einen die Welt kennen lernen kann, sollte man sich erst einmal selbst kennen. Und das ist ein Kapitel, an dem wirklich nicht viele gerne rühren. Denn ehrlich, wer kennt sich selbst? Weißt du, wer du bist? Ist dein Leben und dein Ich vollkommen klar, wer der andere eigentlich ist?

Mit der Antwort auf diese Frage, habe ich gewisse Probleme und es ist eben dieses gewisse »Suchen nach dem Finden«, das mir so meine Schwierigkeiten bereitet. Ich hatte gehofft während meines Auslandsaufenthaltes in Bolivia so einige Seiten an mir zu entdecken, aber das war eher nicht so der Fall. Und auch danach, als es dann hart auf hart kam und pure Leistung gefragt wurde, als ich die Oberstufe betrat, hatte ich meine Person noch nicht voll entschlüsselt. Andererseits könnten wir in diesem Zusammenhang auch noch anmerken, ob das denn überhaupt möglich wäre? Kann man sich vollkommen erfassen? Kann man die gesamte Persönlichkeit eines selbst erfassen?

Darauf weiß ich ebenso wenig eine Antwort, wie auf die Frage, wer denn die Person hinter der Person ist. Manchmal gibt es Punkte, die ich zum Selbstkennen zähle: Ziele, eine eigene Meinung, Herausforderungen meistern und einfach darüber nachzudenken, denn wahrlich ganz wird sich niemand kennen lernen.

Mein Problem in diesem Zusammenhang besteht nur darin, dass ich wahrlich nicht bereit wäre meine Person und meinen Körper mit jemanden zu teilen, wenn ich sie selbst noch nicht kenne. Wie sollte ich mich auf jemanden einlassen, wenn mein eigener Standpunkt, mein eigener Wille und Weg noch nicht geklärt ist?

Und dann springt mir noch eine Frage ins Gesicht: Möchte ich mich überhaupt kennenlernen?

Sicherlich nicht in allen Facetten, aber zumindest die Oberfläche wäre ganz nett.

Bis die Tage und zerbrecht euch eure hübschen  Köpfchen ruhig über diese Fragen, denn dafür existieren wir, um uns zu fragen, warum wir existieren.

E.G.

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