Alice Schwarzer – »Nachteule mit dem Sex-Appeal einer Straßenlaterne«

»Gedanken über Menschen«

Im Leben einer jeder Frau ist sicher schoneinmal die Tatsache, dass sie eine Frau ist zu ihren Nachteil gerechnet worden. Menschen, die sich gegen diese Benachteiligung des Geschlecht wegens und für eine Gleichberechtigung der Geschlechter aussprechen, das sind Feministen. Und nicht etwa, wie die Welt denkt: Frauen, die die Weltherrschaft an sich reisen wollen.

Feministen sind für die Gleichheit aller Menschen, vor allem im Bezug auf das Geschlecht!

Und in Deutschland, aber auch weltweit gibt es eine Frau, die für diesen Begriff steht und meist auch im gleichen Atemzug genannt wird: Alice Schwarzer

Im Wuppertal ist sie als uneheliches Kind zur Welt gekommen und wurde von ihren Großeltern aufgezogen. In dieser Familie gab es eine Rollenumverteilung, denn während ihr Großvater die fürsorgliche und pflegende Position einnahm, war ihre Großmutter die Dame mit der politischen Meinung und dem Fachwissen.

04-alice-schwarzerIm Laufe des Erwachsenwerdens hat sie in Frankreich gelernt und sich der Frauenbewegung angeschlossen, hat Freundschaft mit Simone de Beauvoir und Satre geschlossen und ihr erstes Buch geschrieben, das den Bezugspunkt »Verbot von Abtreibung« hatte. Sie hat begonnen Essays zu schreiben, wurde durch die Diskussion über Feminismus mit der deutsch-argentinischen Autorin Esther Vilar im Fernsehen als »Hexe mit dem stechenden Blick« bekannt und gründete ihre feministische Zeitung »EMMA« im Januar 1977. Seit dem hat sie noch zahlreiche Bücher veröffentlicht und diese wurden auch in mehrere Sprachen übersetzt.

Alice Schwarzer vertritt den Gleichheitsfeminismus und schreibt Atrikel über Schwangerheitsabbruch, freie Sexualität, finanzielle Unabhängigkeit der Frau, gegen Sadomaso und Gewalt gegen Frauen und noch vielen weiteren politisch-brisanten Themen.

Ihre feministischen Ansichten vertritt sie, wie eh und jeh sehr laut und aktiv und dafür ist sie auch bekannt. Für manch einen mag das vielleicht ein bisschen zu viel auf der Spitze des Feminismus sein, aber jeder hat das Recht seine Position offen zu vertreten und man muss ja nicht in allem einer Meinug mit dieser Frau sein. Doch in meinen Augen ist sie bemerkenswert, denn sie hat nie aufgehört und immer weiter an ihrer Überzeugung festgehalten, was ihr auch in den weg gelegt wurde. Sie hat in Zeiten, in denen es noch problematisch war, alleine für ihre Sache gekämpft und hat sich ein Netz aus Menschen aufgebaut, welche ihren Weg gutheißen und ebenso leben. Sie hat ein eigenes Magazin aus dem Nichts heraufbeschworen und obwohl sie mittlerweile 71 Jahre alt ist, bestreitet sie ihr Leben als Chefredakteurin und Vorsitzende zahlreicher feministischen Verbände, eine echte Power-Person.

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Was ich von ihr halten soll, weiß ich nicht recht. Sie beeindruckt mich aber andererseits hat sie auch diese enormen Seiten, die mich ein bisschen stutzig machen. Wer weiß, wer weß.

Cheerio und bis bald, Itchy

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