We were liars – E. Lockhart: eine Rezension

03-we-were-liarsAutorin E. Lockhart
Titel We were liars
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 240 Seiten
Verlag Delacorte Press
ISBN 0385741262
Preis 14,96€ bei amazon
Genre Familiengeschichte; Young Adult; Mystery; Liebe
Erschienen 13. Mai 2014

Inhalt
A beautiful and distinguished family.
A private island.
A brilliant, damaged girl; a passionate, political boy.
A group of four friends—the Liars—whose friendship turns destructive.
A revolution. An accident. A secret.
Lies upon lies.
True love.
The truth.

Der Text auf der Rückseite des Büchleins verrät nicht wirklich viel über die Geschiche:
Es geht um eine reiche, weiße Demokratenfamilie, die eine eigene Insel besitzt und diese jeden Sommer besucht. Cadence, die Hauptfigur, Johnny und Mirren, ihr Cousin und ihre Cousine und ein Freund der Familie Gat sind jeden Sommer zusammen, denn sie sind die »liars«. Im Sommer ihres 15 Lebensjahres hat Cadence einen Unfall, an den sie sich aber nicht erinnerrt. Im Sommer 17 kommt sie zurück auf die Insel und versucht sich zu erinnern.

»This island is ours. Here, in some way, we are young forever.«

Meine Meinung

Dieses Buch hat es in sich!
Das Cover zeigt ein verschwommenes Bild einer Gruppe Jugendlicher, welche bis zum Bauchnabel im Meer steht. Die Sonne blendet und sie sehen recht zufrieden aus, was man allerdings nicht wirklich erkennen kann, da das Bild verschwommen erscheint. Eine Parallele zu Cadence demolierter Erinnerung. Ansonsten ist das Buch eben ein Buch. Es ist in einzelne Abschnitte/ Teile eingeteilt und auf diesen Grenzen, sind verschwommene graue Wellen zu sehen.
Der Plot ist einfach unglaublich. Ich habe das Buch für die Schule als englische Lektüre vorgeschlagen und wir haben jetzt angefangen es zu lesen und dann habe ich es am Samstag der vergangenen Woche in der Nacht ganz durchgelesen und war am Ende geflasht. Ich hab mit viel gerechnet, aber nicht mit diesem Ende. Mir war richtig übel. aber trotzdem ist es einfach nur großartig!

»There is not even a scrabble word for how bad I feel.«

20161231_162353Da das Buch ja erst auf Englisch erschienen ist, habe ich es auch nur dementsprechend lesen können und das lief recht locker und leicht, nicht zu kompliziert. Und trotzdem verwirrt einen auch alles noch einmal mehr, weil die Hauptperson schließlich eine »liar« also eine Lügnerin ist und sie die Geschichte so zum einen sehr subjektiv und zum anderen auch noch mit teilweise verwirrenden Satzkonstruktionen erzählt, die schön aber für jemanden, der nicht Muttersprachler ist auch nicht so einfach sind.
Die Charaktere sind, wie schon berichtet die Familie Sinclair, welche aus den Großeltern Harris und Tipper besteht, welche drei Töchter haben: Penny, Carrie und Bess. Diese sind mittlerweile alle wieder geschieden von den Väter ihrer Kinder und nur Carrie hat einen neuen Mann kennengelernt. Ed, der Kunsthänder ist und dessen Neffe eben der Familienfreund Gat ist. Penny ist die Mutter von Cadence, welche keine weiteren Geschwister hat und im größten der drei Häuser auf der Familieninsel Beechwood Island über den Sommer wohnt. Carrie hat zwei Söhne, Johnny und Will. Und Bess hat neben der ältesten Tochter Mirren noch die Zwillinge Bonny und Liberty und den jüngsten Taff, der in Wills Alter ist. Verwirrend, was? Aber eigentlich nicht so schwer.
Cadence, Johnny, Mirren und Gat sind alle in etwa dem gleichen Alter und nennen sich selbst die Liars. Sie sehen sich immer nur im Sommer und leben sonst weit voneinander entfernt. Penny und Cadence in Burlington, Carrie in New York City und Bess in Cambridge.
Cadence ist vor ihrem Unfall das typische Sinclairmädchen, zumindest äußerlich: groß, blond, sportlich und schön. Sie liest gerne Bücher und schreibt auch selbst gerne Geschichten.

»Always do what you are afraid to do.«

Als ihr Vater die Familie verlässt, bricht sie zusammen, wird aber von ihrer Mutter immer gemahnt, sie solle sich zusammenreisen, weil sie es kann und als Sinclair auch muss, denn es gibt keine Fehler in der »beautiful Sinclair family«.
Gat hat einen indischen Hintergrund und hat seinen Vater bereits früh verloren. Er hat auf Cadence schon seit ihrer ersten Begegnung ein Anziehung ausgeübt. Gat ist im Gegensatz zur ganzen Sinclairfamile ehrlich, er gibt nicht vor jemand anders zu sein und bringt die Menschen dazu nachzudenken. Er ist einer dieser Weltoffenen Veränderer, der Probleme gerne besser macht.

»Do not accept an evil you can change.«

78-gat-und-cadenceBücher hat er ebenso gerne, wie Cadence und dann ist es wohl kein Wunder, dass diese beiden Jugendlichen sich im Sommer 15 das erste Mal küssen und lieben. Sie schreiben immer ihre Namen auf die Hand des anderen und sind total auf den anderen fixiert. Große erste Liebe und so, ne?
Mirren und Johnny sind eher flache Charaktere, beide typisch Sinclair, nur Johnny ist wegen seinem Vater etwas kleiner.

»Never eat anything bigger than your ass.«

Er ist der Spaßvogel und laute Jungen im Vergleich zu Gat. Mirren ist nach Cadence »sugar, curiosity and rain«. Amerikanische Teenager eben.

»Be a little kinder than you have to.«

Autorin

E. Lockhart wollte schon immer Schriftstellerin werden. In der dritten Klasse hatte sie bereits zwei Romane geschrieben. Später studierte sie Schreiben und Literatur an der Vassar und an der Columbia University. Ihre Bücher sind in zehn Sprachen übersetzt worden, bei Carlsen erschienen bisher die Reihe „Ruby und die Jungs“ und „Die unrühmliche Geschichte der Frankie Landau-Banks“. Letzteres wurde von der New York Times auf die Liste der bemerkenswertesten Jugendbücher 2008 gesetzt.

»Better than chocolate, being with you last night. Silly me, I thought that nothing was better than chocolate.«

Fazit: Gut gelungen, klasse geschrieben. Unglaubliche Charaktere und eine wirklich erregende Geschichte, die mich mit Gänsehaut zurücklässt. Wirklich umwerfend, wie man auf nur 240 Seiten so viel in den Lesern verändern kann.

Plot – Bewertung: ✪✪✪✪/5✪
Cover – Bewertung: ✪✪✪/5✪
Charaktere – Bewertung: ✪✪✪✪/5✪

»The universe is seeming really huge right now. I need something to hold on to.«

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