Phobie, die (altgriechisch φόβος ; »Furcht«)

Laut dem Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder (aka das gute alte Wikipedia, das einem die Lehrer und auch alle anderen so suspekt machen) steht dieser Ausdruck für eine Angststörung, eine Abneigung und die Neigung eines Stoffes sich nicht mit Wasser, Ölen oder Fetten zu vermischen.
Ich werde heute wohl eher nur über ersteres zu sprechen kommen, aber wenn Bedarf besteht, wird das andere auch noch auszuführen sein. Alles ist schließlich irgendwie machbar und wir glauben ja bekanntlich an uns selbst!
Auf dieses Thema bin ich gekommen, als ich vorhin in der Badewanne saß und gerade meine Haare mit der schäumenden Art des Fettes (auch bekannt als Seife bzw. Shampoo) einseifte. Denn plötzlich und für mich auch ungemein erschreckend, trieb vor mir durchs Wasser eine naja nicht gerade kleine Spinne (beziehungsweise sie war klein und ihre Füße waren lang, man weiß ja immer nicht, wie man sie dann nennen soll). Erschrocken war ich natürlich, wegen des plötzlichen Auftauchens der Spinne. Ernsthafte Fragen stellt man sich und der toten Spinne dann: »Wo kommst du jetzt her? Warst du schon in der Badewanne oder im Wasser? Passt du durch den Wasserzufluss? Oder warst du in meinen Haaren? Hast du noch Freunde mitgebracht? Und wenn du aus meinem Haar kommst, wo habe ich dich dann eingesammelt?«
Und während man noch das Universum analysiert, treibt das tote Insekt sehr lebendig mit den langen Beinchen in der leicht erschütterten Wassermasse in der Wanne und man ist sich nicht sicher, ob man eine Spinne, die so groß ist, dass sie mit ihren langen Beinen deinen Handteller überspannt, jetzt sofort nehmen soll und dann am Beckenrand ablegen soll oder ob man sie doch lieber erst mit einem Gefäß hochnimmt. Bevor es noch unangenehmer wird, weil man eben doch irgendwie hektisch versucht, die Spinne nicht unbedingt zu berühren, entscheidet man sich schnell für Möglichkeit 1 und nimmt das Tier auf die Hand. Das tote Tier bewegt sich natürlich keinen Zentimeter aber von meiner Hand möchte ich es trotzdem schnell wieder abhaben.
Ich habe keine Angst vor Spinnen. Meine Gefühle für diese Tiere sind einfach nicht besonders warmherzig. Aber wenn ich das so sehe, stelle ich mir dann die Frage, was Spinnen für uns Menschen so abstoßend und beängstigend macht. Vielleicht empfinden wir es als besonders einschüchternd, dass diese Tiere mit 8 Beinen schneller laufen können, als wir mit 2 Beinen. Oder aber, die Horrorfilmindustrie hat uns die mächtigen Gräueltaten der Spinnen schon so ins Gehirn gepflanzt, dass wir es glauben. Vor allem diesen Bösewichtcharakter kriegen weder die Spinnen, noch die Schlangen wieder los. Die Schlange wurde einfach in der Religion und in der Bibel zum Miststück auserkoren und die Spinne, die war uns eben doch suspekt, einfach weil sie so anders war…
Eigentlich ist das eine ungemeine Gemeinheit aber wirklich was dagegen tun können wir eh nicht und ist auch nicht notwendig, weil Spinnen auch nur im Fressen-oder-gefressen-werden-Zyklus der Welt gefangen sind. Sie sind schließlich auch Fleischfresser. Aber diesen Gedanken könnte ich auch noch ewig fortführen, hehe. Spiders rules!
Cheerio et une bonne nuit
Itchy

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