Clockwork Angel – Cassandra Clare: eine Rezension

Autorin Cassandra Clare
Übersetzer Franca Fritz/ Heinrich Koop
Titel Clockwork Angel
Reihe Trilogie (1/3)
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 569 Seiten
Verlag Arena
ISBN 3401064746
Preis 18,99€ bei amazon
Genre Fantasy, Liebe, Abenteuer
Erschienen 01.Februar 2011

Inhalt

 London, 1878. Ein mysteriöser Mörder treibt in den dunklen Straßen der Stadt sein Unwesen. Ungewollt gerät Tessa in den Kampf zwischen Vampiren, Hexenmeistern und anderen übernatürlichen Wesen. Als sie erfährt, dass auch sie eine Schattenweltlerin ist und zudem eine seltene Gabe besitzt, wird sie selbst zur Gejagten. Doch dann findet sie Verbündete, und zwar ausgerechnet im Institut der Schattenjäger. Dort trifft sie nicht nur auf James, hinter dessen zerbrechlicher Schönheit sich ein tödliches Geheimnis verbirgt, sondern auch auf Will, der mit seinen Launen jeden auf Abstand hält – jeden, außer Tessa. Tessa ist völlig hin- und hergerissen, und weiß nicht, wem sie trauen soll. Schließlich sind die Schattenjäger ihre natürlichen Feinde.

Meine Meinung:

 Da die Chroniken der Schattenjäger eine Trilogie ist und bis jetzt erst den ersten Band gelesen habe, ist eine Meinung unvollständig. Doch trotz allem möchte ich hier das kundtun, was mir dieses Buch gebracht hat.

Das Cover dieser Ausgabe erscheint mir im Vergleich zu seinem in der Gegenwart spielenden Pendont nur halb so schön. Das Cover, das die Bücher vorher hatten, spiegelte viel klarer die Steampunk-Stimmung aus den Büchern und wenn wir mal ehrlich sind, niemand stellt sich Will oder Jem so vor, wie sie auf den Covern aussehen. Die Schift allerdings ist zauberhaft.

Das Buch allerdings im Gesamten hat eine tolle Aufmachung. Unter dem Schutzumschlag verbirgt sich ein Buch, mit einem roten Einband, der ein schönes Relief aufzeigt. Fast so, als wäre es Stoff oder Leder. Dazu gibt es ein Lesebändchen und das verspricht ja bekanntlich besonders großen Lesespaß. (Verzeiht mir, das ist meine erste Rezension)

Die Charaktere im Buch, vor allem die drei Hauptfiguren sind genau das, was ein jeder Leser sich wünscht: Ein Lovetriangle! Gut, da hat sich die Autorin natürlich nicht so wirklich Sympathiepunkte gesammelt, aber wir werden ja sehen. Es soll ja noch etwas besser werden.

„Bei Büchern empfiehlt es sich immer, vorsichtig zu sein,denn Worte haben die Macht, uns zu verändern.“

Aber ansonsten ist Tessa, die weibliche Protoganistin doch durchaus beeindruckend. Und das nicht nur wegen ihrer Gabe, nein, sie ist auch noch für ihre Zeit und die Umstände ungemein emanzipiert. Und dann ist sie nicht dieses kleine, zarte Ding, sondern eine wirklich große Frau. Mal was anderes. Ihr Fähigkeit sich in andere Personen zu verwandeln gab es ja jetzt schon öfters in der Literatur, aber die Autorin beschreibt das sehr detailiert, wie der Prozess von Statten geht. Theresa Gray ist also mit Verlaub, eine gut gewählte und schön ausgeschmückte Hauptfigur, die wie ich mir vorstellen könnte noch so einiges auf den Kopf stellen wird.

48-will-herondaleWill und Jem, die männlichen Protoganisten mit dem netten Paarnamen Heronstairs sind zusammen echt berauschend. Im Grunde sind die beiden ja das wahre Paar. Alleine sind sie schon coole Typen und manch ein Leserinnenherz glüht ein bisschen, wenn sie auftauchen, aber zusammen sind sie noch viel niedlicher. Ich meine, gibt es etwas besseres als Will, der sich um seinen geliebten Jem kümmert? Das ganze erinnert wahrlich an Sirius Black und Remus Lupin, ode irre ich mich? Und dann natürlich noch, wie sich die beiden um Tessa kümmern. Da wird es wirklich schwer, sich für ein Paar zu entscheiden. Denn sowohl Wessa, als auch Jessa sind interessant und würden sicher nichts anbrennen lassen. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt. Es bleiben ja zu unserem Glücke noch zwei Bücher.

„Ich watschle nicht wie eine Ente!“
„Ich mag Enten“, lenkte Jem diplomatisch ein. „Vor allem die im Hydepark.“ Er warf Will einen Seitenblick zu. Beide Schattenjäger hockten mit baumelnden Beinen auf der hohen Tischkante. „Weißt du noch, wie du mich dazu überredet hast, eine Geflügelpastete an die Stockenten zu verfüttern, um herauszufinden, ob wir eine Rasse von Kannibalen-Enten züchten könnten?“
„Und sie haben sie tatsächlich verputzt!“, schwelgte Will genüsslich in Erinnerungen. „Diese blutrünstigen kleinen Biester. Vertraue niemals einer Ente.“
„Ich muss doch sehr bitten!“, fauchte Tessa. „Wenn ihr mir nicht helfen wollt, könnt ihr genauso gut auch gehen. Ich habe eurer Anwesenheit hier nicht zugestimmt, nur um mir dann euer Geschnatter über Enten anzuhören.“

Der Plot des Buches ist spannend und naja bis zu einem gewissen Teil auch frustrierend, aber wo bliebe das die Spannung, wenn es zu leicht werden würde. Man hat wieder Feinde und Freunde, die sich als echt anstrengend entpuppen, wenn an sich nur mal die anderen Schattenjäger mal anguckt. Doch wahrlich verspricht dieses Buch noch eine ungemein tolle Fortsetzung. Die Spannung wächst!

Und natürlich könnte sich nirgends diese Geschichte besser aufhalten als im London der Industrialisierung, was? Nicht, dass London heute langweilig wäre, aber zu dieser Zeit war es ja geradezu ein Traum für jeden Abenteurer. Da gefällt mir das Setting doch wahrlich noch besser als New York in den Chroniken der Unterwelt.

Ach und apropos Chroniken der Unterwelt: Diese Bücher sind gut, geschrieben, mit klasse Charakteren und der ganzen Geschichte aber für den historisch veranlagten Leselöwe, ist der Unterschied mit den langen Kleidern und mechanischen Feinden und Dampf, nochmal ein ganz neues und noch viel aufregenderes Gefühl. Da rauscht es in unseren Adern nur so.

Und zu guter Letzt müssen wir noch Cassandra Clares Schreibstil loben, denn jede noch so gute Geschichte ist wahrlich nicht mehr gut, wenn man sie ncht gut erzählen kann. Mit genug Witz und gleichzeitig Erhabenheit vermittelt die gute Frau genau das Gefühl, das man braucht, um eine derartige Geschichte zu fühlen.

Die Autorin

Cassandra Clare wurde als Tochter amerikanischer Eltern in Teheran geboren. Einen Großteil ihrer Kindheit reiste sie gemeinsam mit ihrer Familie durch die Welt. Die ersten zehn Jahre ihres Lebens verbrachte sie unter anderem in Frankreich, England und der Schweiz. Später lebte sie in Los Angeles und New York, wo sie für Zeitschriften und die Boulevardpresse schrieb. Seit 2006 arbeitet Cassandra Clare als freie Autorin. Ihr Debütroman „City of Bones“ erschien 2008 in Deutschland. Es ist der erste Teil der auf sechs Teile angelegten Reihe „“Chroniken der Unterwelt““. Die Vorgeschichte erzählt sie in der Trilogie „Chroniken der Schattenjäger“. Cassandra Clare lebt mit ihrem Mann. ihren Katzen und einer Unmenge an Büchern in einem alten viktorianischen Haus in Massachusetts.

FAZIT: Ein geniales Buch, das wirklich jedem zu empfehlen ist, der gerne Fantasy und Abenteuergeschichten liest.

Plot – Bewertung: ✪✪✪✪✪/5✪
Cover – Bewertung: ✪✪✪/5✪
Charaktere – Bewertung: ✪✪✪✪✪/5✪

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