JULI 2017

review-mit-wasserzeichen

Blogeinträge

07. Juli: Cassandra Clare – Lady Midnight: eine Rezension
09. Juli: Tessa Gray – »If no one in the entire world cared about you, did you really exist at all?«
13. Juli: #theliterarymixtape vol 03. »Shatter-Me-Trilogie«
16. Juli: The Axis of Awesome: 4 Chords
20. Juli: Quote about humanity
23. Juli: PodGedichtung #2 – wir haben fast schon ein Konzept
28. Juli: Fleetwood Mac – I will go my own way!

Gelesene Bücher

  • Becky Albertalli: Simon vs. the Homo Sapiens Agenda
    » I love it! Es ist ein Jugendbuch über die Liebe und das Aufwachsen, wie viele andere, aber auf der anderen Seite ist es sehr, sehr niedlich 🙂
  • Bram Stoker: Dracula
    »spannend mit liebenswerten Charakteren und einigen Längen; trotzallem eben DER Vampir-Roman schlechthin
  • 1/3 von Neil Gaiman: American Gods
    » damn bis jetzt ist es soooooo gut!

Erhaltene Bücher

  • Becky Albertalli: Simon vs. The Homo Sapiens Agenda
  • Rainbow Rowell: Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow
  • Terrance Dicks: Doctor Who und der Planet der Daleks
  • Neil Gaiman: American Gods
  • April Genevieve Tucholke: All the strangest things are true
  • eine wunderschöne Ausgabe von Tristan und Isolde

Musik

The Wombats, Modest Mouse, Alt-J: das sind alles all time favorites und deswegen laufen sie wieder einmal rauf und runter. Mein werter Arbeistkollege und Bürobuddy war irgendwann so genervt, dass er nach einem Seufzer gefragt hat, ob es mich nicht langweilt immer das gleiche zu hören. Interessante Frage Watson, lass mich kurz die Antwort ausformulieren: NEIN

Außerdem hab ich nach mehrmaligen Hören auch eines der Lieder auf Harry Styles neuem Album für gut empfunden und es mir dann mehrmals zu Gemüte geführt. Grundsätzlich ist sein Stil nicht so sehr mein Ding, aber »Sign of the times« ist schon nicht schlecht.

Außerdem hat mich dieses Lied von Dodie Clark nocheinmal richtig gepackt, sodass ich es sogar auf der Ukulele lernen musste.

Serien

Kaum, also wirklich kaum hab ich mich diesen Monat in der Serienwelt aufgehalten.
Naja außer (haha!) um die zuletzt erschienene Staffel Doctor Who anzusehen und mich absolut in Bill zu verlieben. Und jetzt bin ich schon ungemein auf den nächsten Doctor gespannt. Diese abartige Diskussion darüber, dass der Doctor doch keine Frau sein kann, ist total bescheuert?!?! So viel zum Thema Feminismus brauchen wir nicht mehr und außerdem finde ich die Diskussion auch sehr bescheuert, denn ganz gleich welches Geschlecht, Farbe, Alter, Geruch, Größe oder Stimmlage der Doctor hat, es ist immer der Doctor!!

Erlebtes

Der Juli war wieder einmal einer der ganz besonders schnellen Monate, bei denen einem alles ein wenig zu viel wird, weil er gerade erst angefangen hat und dann plötzlich nur noch ein Monat zwischen dir und deinem neuem Lebensabschnitt liegt – holy no!

Wir hatten in den ersten beiden Wochen noch ganz gewöhnlich Arbeit und den Rest und unter anderem auch Betriebsausflug, mit Wandern und Bootsfahrt auf dem Königssee, wirklich schön!

Außerdem war ich das erste Mal in diesem Jahr beim Kinderschminken dabei und hab vier Stunden ohne Pause Kindern Piraten, Schmetterlinge und Mickey Mäuse auf die Gesichter gemalt. Hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn es richtig schön anstrengend war 🙂

Ja und den Tag drauf war es dann endlich so weit und ich hab mein Zimmer, in der Meh-WG endlich aufgegeben, alles mit den Eltern bis in den Tod geputzt und ausgeräumt und die Schlüsselübergabe – ihr glaubt gar nicht, welcher Stressfaktor dann ersteinmal von den Schultern gefallen ist. Bäm und plötzlich heb ich fast vom Boden ab.

Direkt im Anschluss sind wir dann heim gefahren, weg von der hässlichen Kleinstadt in Oberbayern und in die heimatlichen Gefilde für meine letzten zwei Wochen Urlaub meines FSJ Kultur!

Am Wochenende gings dann aufs Festival: es war wirklich, wirklich entspannt. Noch nie so viel geschlafen auf einem Festival und noch nie so lange gefrühstückt 🙂
Dabei haben wir Freitagnacht auch noch bei krassesten Regen zu den Bazzookas getanzt, bis wir ganz rote Gesichter hatten – so genial!
(außerdem ist dieses Video so schön dämlich, das muss man anschauen!)

Wir hatten noch das letzte Sprechertreffen vom FSJ Kultur aus (das war schön und ein bisschen traurig) und einen vier Tage Urlaub an der Ostsee beim verlorenen Waldmensch. Viel Regen, aber auch Badeabenteuer und ein alter Platten-/Bücherladen. Außerdem eine unverschämt große Ansammlung an Liebe und Lachen und schrecklichen Wortwitzen…

Ja und das letzte Wochenende ist das Vorproduktionswochenende für die Sommerradiosendungen mit meinen Radiokids.

Im August heißt es dann: eine Woche arbeiten, eine Woche Seminar, einen Tag in den Zoo, den Rest der Woche frei, Mittelerde und Chiemseecamp.

Interessantes

Ich hab jetzt auch RSS verstanden und nutze es jetzt auch sehr gerne 🙂

Außerdem kann ich euch diese bezaubernde Webserie nicht vorenthalten:

Wir war euer Juli? Was habt ihr erlebt? Was habt ihr hinter euch gelassen? Was habt ihr neues entdeckt? Habt ihr ein bezauberndes Buch gefunden, dass ihr mir empfehlen könnt? Wir fühlt ihr euch? Habt ihr ein neues Kleidungsstück, dass ihr ganz besonders liebt (ich hab mir das schönste Fischerhemd der Welt gekauft!)? Habt ihr euer Lieblingslied schon allen eueren Freunden empfohlen? Wusstet ihr, dass die Mehrzahl von Octupus OCTOPODEN ist? – Lasst es mich wissen!

Piu, piu, Itchy

Fleetwood Mac – I will go my own way!

Es ist einer dieser Momente, wenn ich den alten Plattenspieler meiner Mama wieder einmal vom Deckel befreie und dann einmal kurz versuche nur mit der Kraft meines Lungenvolumens den einen Staubflusen von der Nadel zu bekommen; dann genau dann nehme ich die Platte aus der Hülle, entferne noch den Papiereinschlag und treffe natürlich erst nach einigem Suchen den genauen Platz der Platte.

Dann putze ich mit dieser fancy Bürste nocheinmal „Rumors“ ab und platziere die Nadel kurz vor Beginn des ersten Songs.

Und los geht’s! Musik ab! Oder wie Aligatoah sagen würde: Melodie~~~

Fleetwood Mac ist mir das erste Mal begegnet, da war ich 13 Jahre alt und hab die gute Musik meines Papis noch mehr für mich entdeckt. Besonders beeindruckt hat mich »Go Your Own Way«, praktisch die Titelmelodie für mich, den rebellischen Teenager, der zur der Zeit absolut stolz darauf war, immer genau das Gegenteil zu machen, was sonst alle taten (in deinen Träumen Baby!).

Nach und nach hab ich mich in »Tusk« und »Dreams« verliebt und irgendwie auch in Stevie Nicks und den Rest der Band, die zusammen so wunderbar verschlagen und wild aussahen.

Doch ganz gleich wie lange ich diese Lieder schon rauf und runter höre, noch nie habe ich mir Gedanken zu der Entstehung, der Probleme, der Geschichte dieser Band gemacht.

Aber jetzt können wir hier gemeinsam etwas lernen, hört gut zu!

Fleetwood Mac hat seinen Namen ganz uneinfallsreich von zwei der Gründungsmitglieder bekommen. Ursprünglich war der Name noch »Peter Green’s Fleetwood Mac«, aber nachdem das dritte Gründungsmitglied Peter Green (neben Mick Fleetwood und John McVie) die Band verlässt, bleibt »Fleetwood Mac« über.

Wir haben das Jahr 1967 und die drei oben genannten Herren lernen sich durch die Bluesband »The Bluesbreakers« kennen und gründen »Peter Green’s Fleetwood Mac«, die Bluesband, die bis Ende der 60er Jahre besteht – die Mitgliederbesetzung wechselt ständig, nur Fleetwood und McVie bleiben bestehen.

Christine Perfect (Sängerin und Keyboardspielerin und spätere Frau McVies) kommt zur Band, doch die Band hat bereits eine Krise, da der Drogenkonsum bei den Mitgliedern immer mehr zunimmt und Peter Green die Gruppe deswegen verlässt. Das erste Rockalbum der Band »Kilin House« zeigt nicht die erwünschten Ergebnisse und das Verschwinden des Gitarristen Jeremy Spencer hilft da auch nicht (dass er bei der Sekte »Children of God« auftaucht macht es nicht besser – warum nur Jeremy?)

101 Fleetwood Mac

Aber vielleicht ist das mit den Schwierigkeiten auch etwas, das einen stur macht und genau deswegen bringen sie »Future Games«, eine Pop-Platte raus. Der neue Gitarist ist Bob Welch. Zwei Alben und zig Umbesetzungen später, steigert sich die Bekanntheit der Band trotzdem irgendwie.

Typisch Rockstarleben streitet die Band bei fast allen Auftritten und der Manager fasst aus Angst vor Minusgeschäften einen Plan: er stellt ein paar Musiker zusammen und verkauft diese Komposition als »Fleetwood Mac« an die  Zuschauer. Der gewonnene Gerichtsstreit gegen den Manager inspiriert zu »Heroes Are Hard To Find« und sorgt für einen neuen Aufschwung.

BÄM und plötzlich ist er da, der Erfolg, ebenso Stevie Nicks und Lindsey Buckingham und sie können sich auch Chartstürmer nennen. »Rumours« startet durch wie nochmal was, denn es sind so viele Gefühle und Tränen und Schmerz darin verarbeitet. Nach»Tusk« und ein paar Platin-Auszeichnungen trennt sich die Band vorrübergehend.

102 Fleetwood Mac

1982 gibt es eine Wiedervereinigung und 1993 verlässt nach Lindsey Buckingham auch Stevie Nicks die Band. »Behind the mask« ist das letzte Album in der erfolgreichen Combo.

Vorerst, denn April 2003 sind sie dann plötzlich wieder gemeinsam unterwegs und kündigen nicht nur eine Tour an, sondern auch ein neues Album – wow!

Was für ein Auf und Ab, das klingt nicht so romantisch wie die eine Garagenband, die sich nach Jahrelanger Freundschaft und unzähligen Jamsessions endlich in die Öffentlichkeit traut. Eher nach Geschäft und kalkulierter Liebe zur Musik. Für das Romantiker-Rockstarherz tut das weh, aber was soll man machen?

(By the way: geniales Video!)

Kennt ihr Fleetwood Mac? Was ist euer liebstes Lied? Wie empfindet ihr die Geschichte der Band? Spielt das eine Rolle für euch, ob die Band hinter der Musik eine leidenschaftliche Beziehung zur Musik und dem Bandgefüge hat oder reicht es euch, wenn die Musik gut ist? Welche Band hört ihr schon lange und wisst aber kaum etwas über deren Geschichte? – Lasst es mich wissen!

Immer der Nase nach, Itchy

PodGedichtung # 2 – wir haben fast schon ein Konzept!

Wuhu – ja wir haben es endlich geschafft in die zweite Runde zu starten.
Die PodGedichtung wurde aufgenommen und dann auch noch entsprechend verfeinert.

Hat dann doch alles wieder länger gedauert wegen Ausziehen aus dem Zimmerchen, in dem ich zur Untermiete gewohnt habe und dem darauffolgenden Wiedereinzug bei den Eltern. Außerdem hat man dann ja immer noch zehntausend andere Termine, sobald man mal nicht arbeiten muss – yeah!

Nichtsdestotrotz kommt jetzt hier die PodGedichtung #2 – verspätet aber immer noch absolut zeitgemäß.

(Disclaimer // zu aktuell kann ich nur sagen: er wurde vor Chester Bennigtons Tod aufgenommen, sonst wäre das vielleicht noch mitreingeflossen)

Entsprechende Links zu erwähnter Musik:

What to do by Zico and the Noismakers

Kontemaa (schaut sie euch an!)

Lasst mir Feedback da – was wünscht ihr euch noch zu hören? Worüber soll ich quatschen? Wie fandet ihr die ausgewählten Themen? Was sagt ihr zu den beiden Büchern? Wie findet ihr die Musik? Kennt ihr Skam? Kennt ihr das Gefühl des Dauerstroms? – Lasst es mich wissen!

Bidu, bidu!
Itchy

The Axis of Awesome: 4 Chords

Ich hab schon vor ein paar Jahren mal davon gehört, aber es nicht weiter verfolgt und nachdem es an am letzten Zusammentreffen unserer Band von einem Kumpel leidenschaftlich auf der Gitarre gespielt und gesungen wurde, bin ich jetzt so weit, dass ich es gerne auswendig spielen (haha!) und singen wollen würde.

Der Großteil von euch wird das schon kennen, abe für mich ist es im Moment noch etwas neues und genau deswegen reden wir da jetzt ein bisschen drüber, damit ihr vielleicht sogar Hintergrundfacts lernt, mit denen ihr dann auf der nächsten Party angeben könnt 😉

The Axis of Awesome ist ein Comedy-Trio aus Australien, die seit 2006 zusammen Musik machen und dabei mit dem einen Song sogar in die britischen Charts gekommen sind!

Jordan Raskopoulos, Lee Naimo und Benny Davis kennen sich seit ihrem Studium an der Universität von Sydney.
Der Name kommt übrigens von »Axis of Evil« und nachdem Jordan sich in World of Warcraft so nennen, wurde aber von ihrem Teamleiter aufgehalten, weil es zu »cheesy« war, demnach hat sie dann einfach mit ihren Kumpels Benny und Lee ihre Comedyband so genannt und – Bäm der Erfolg hat nicht lange auf sich warten lassen.

Heute treten die drei in allen möglichen Städten Australiens, der USA, Schottlands und sogar in der Nähe der Grenze von Ägypten auf, haben schon mehrere Alben rausgebracht und über 50 Millionen Klicks auf ihrem YouTube-Channel. Neben ihrer Arbeit als Comedy-Trio arbeite sie auch als Schauspieler und Fernsehscriptschreiber.

Jordan hat in 2014 ein Video auf dem YouTubechannel hochgeladen, in dem sie erklärt, warum der Bart ab ist und warum weniger Videos kamen. Während der Tour Anfang des Jahres 2014 wird sich Jordan immer mehr bewusst, dass sich etwas ändern muss. Ihr Leben lang hat sie sich im falschen Körper gefühlt und war immer neidisch auf andere Mädchen, die so sein durften, wie sie wollten. Durch die Gesellschaft und den Druck hat sie aber ganz lange alle anderen, aber auch sich selbt über ihre inneresten Wünsche hinweggetäuscht. Nach der Tour hatte sie ihr »Coming Out« vor Familie, Freunden und Benny und Lee und alle haben es postiv aufgenommen.

Mit dem 4 Chords Song haben sie 2011 den Durchbruch, landen sogar in Großbritannien auf einer Topplatzierung für eine Woche und gehen nicht mehr aus dem Kopf. Immerhin sind es unglaublich coole und catchy Popsongs der letzten Jahre, die verdammt nocheinmal alle mit den vier Akkorden D-A-Hm-G spielbar sind und genau deswegen einen Song ergeben.
Alle müssen lachen, wenn am Anfang des Musikvideos gezeigt wird, dass Benny die vier Akkorde spielt und Jordan dann sagt »Ah that’s Don’t stop believin’« von Journey (und Lee nachsetzt »and the cast of Glee«) und dann setzt Benny nochmal an und spielt den 4ChordsSong und es klingt so verdammt cool! Verdammt cool!

Sie nehmen damit die Popindustrie aufs Korn, zeigen, dass die Welt abertausende Dollar hingelegt hat für Songs, die alle die gleiche Akkordfolge haben.
Wenn du dann am Lagerfeuer sitzt und dieses Lied spielst und zwar nicht alle durchgehend mitsingen können, aber ab und an einen Liedfetzen mitperformen, dann ist das schon ziemlich cool!

Kennst du den 4 Chords Song? Wie findest du ihn? Wie viele Lieder hast du erkannt? – Lasst es mich wissen!

Einen wunderschönen Tag, Itchy

#theliterarymixtape vol 03. »Shatter Me-Trilogie«

The Literary Mixtape

Volume 03: »Ich fürchte mich nicht/Rette mich vor dir/ Ich brenne für dich« von Tahereh Mafi

#1 Sleeping at last: Heirloom
#2 Bryan Adams: Not Romeo, not Juliet
#3 The Neighbourhood: Flawless
#4 Woodkid: Run Boy Run
#5 Incubus: Love Hurts
#6 Florence + the machine: Shake It Out
#7 The Lumineers: Falling
#8 Gabrielle Aplin: Salvation

Wie findet ihr die Reihe? Findet ihr, die Musik beschreibt die Geschichte gut? Wir fühlt ihr euch während dem Hören? Welche Lieder sind neu für euch? – Lasst es mich wissen!

Tessa Gray – »If no one in the entire world cared about you, did you really exist at all?«

Tessa Gray ist ein Mysterium für mich.
Als Heldin der Clockwork-Reihe war sie mir immer eine interessante Persönlichkeit.

09 Header Gedanken über Persönlichkeiten mit Wasserzeichen

Es gibt eine Menge starker Frauen in Büchern und auch Tessa ist eine davon, aber sie ist gleichzeitig auch nicht die einzig ware.

»Men may be stronger, but it is women who endure.«

Tessa Gray, heißt eigentlich Theresa ist in New York geboren und aufgewachsen und hat da zusammen mit ihrem Bruder Nathaniel bei ihrer Tante Harriet das Leben eines Menschen gelebt, ohne von der Existenz der Schattenjäger und Schattenweltler zu wissen. Erst als sie mit 17 Jahren zu ihrem Bruder nach London zieht, weil ihre Tante gestorben ist, wird sie hineingezogen in die dunkle und düstere Welt der Schattenjäger.

Kommen wir zu einem unglaublichen Charakterstilmittel, das man in der Literatur oft findet und hier auch genutzt wurde – ironisch, wie ich finde.

Theresa Gray (also Grau) ist ein Mädchen mit regenGRAUEN Augen und mausbraunen Haaren. Sie bezeichnet sich selbst als Durchschnitt und hat einen ernsten Gesichtsausdruck. Sie ist nicht so auffällig, weder durch Aussehen, noch durch ihr besonders extravagantes Auftreten. Sie ist eine junge Frau, die eher zurückhaltend ist, aber auch ihre eigene Meinung kundtun kann. Man könnte meinen, sie wäre eine graue Maus und genau das soll ihr Name auch implizieren. Clever Frau Clare, wirklich clever.

49-tessa-grayTessa ist also die »durchschnittliche« Hauptfigur aus einem Jugendbuch, mit der sich jeder identifizieren kann, die in ihren eigenen Augen natürlich eher weniger beeindruckend ist, aber von vielen anderen als besonders und unglaublich schön wahrgenommen wird – das ist dann wieder einmal ein Klischee!

Tessa für sich, wenn man sie auf den ersten Blick sieht, scheint also nicht wirklich aufzufallen, außer durch ihre Größe (sie ist ziemlich groß…). DOCH!

Irgendetwas muss sie haben, dass sie zu einer so beeindruckenden jungen Frau macht, dass sie nicht nur einige Bösewichte Londons für sich haben möchten, sondern sich auch zwei der besten Freunde auf dieser Welt wegen ihre voneinander »distanzieren«.

Denn Tessa hat nicht nur alle anderen Schattenjäger des Londoner Instituts verzaubert, sondern auch Will Herondale und Jem Carstairs, die besten Freunde und Parabatei, die die Welt je gesehen und gerochen hat vollkommen für sich gefangen.

Will, der sich geschworen hat, dass er niemanden mehr an sich heranlässt und der schon für Jem eine Außnahme gemacht hat, öffnet sein Herz und bringt es nicht über dieses so gemein und fies zu Tessa zu sein, wie er eigentlich möchte.

Auch Jem, der nie jemanden die Bürde seiner Krankheit mitauflegen wollte, war Tessa so weit verfallen, von Kopf bis Fuß, dass er gar nicht mehr in der Lage war, selbstaufopfernd zu sein.

Theresa Gray – ein magisches Mädchen mit ganz wundersamen Fähigkeiten. Die einzige ihrer Art und einfach amazing. Sie verzaubert Menschen, nicht nur durch ihr Aussehen, sondern viel mehr durch ihre Schlagfertigkeit und ihrer starken Liebe und Zuneigung.

Außerdem ist sie auch noch ein ungemein großer Bücherwurm, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ein Leben wie in einem ihrer Lieblingsromane zu leben.
Lucie, ihre Tochter wurde nach einer der Figuren aus Charles Dickens Roman »Eine Geschichte von zwei Städten« benannt, das nenn ich mal librophil!

Tessa Gray soll uns den Eindruck vermitteln, sie wäre eine graue Maus und nichts besonderes, aber jeder der ihr gegenübersteht und mehr als nur fünf Minuten mit ihr verbringt, der erkennt, dass das nicht stimmt: das sie eine fantastische, intelligente, warmherzige, selbstbewusste und starke junge Frau ist, die in einer männerdominierenden Gesellschaft trotz widriger Umstände ihren Willen durchsetzt und Berge versetzt!

Kennt ihr Tessa? Habt ihr die Clockworkreihe gelesen? Was haltet ihr denn davon? Was denkt ihr über das Setting? Wie empfindet ihr Tessas Darstellung im Buch? – Lasst es mich wissen!

Lasst das Licht an, Itchy