Tanzen am Abgrund – weiterspringen #umzug

Was für ein poetischer Titel, der vielleicht aber auch notwendig ist für die poetischen Enden und Anfänge, für die poetischen Änderungen und für die poetischen Umzüge.

Mein Name ist Itchy und das hier war die erste Internetplattform, auf der ich mich ausgedrückt habe, meine Gedanken, meine Leidenschaften und meine Interessen in Worte und Bilder verpackt an die Welt geschickt habe.

[verdammt das klingt wie ein Rap ;)]

Dieser Beitrag ist der letzte Beitrag, der unter der Domain
http://www.inspirierendefreigedichtung.wordpress.com
gepostet wird, denn nach Wochen der Arbeit und Umstellung und so einem Kram, kommt jetzt hier mein neuer Platz im WWW.

Vor knapp acht Monaten war ich zu der Überzeugung gelangt, dass es an der Zeit war, das komplette Layout, die graphischen Inhalte und natürlich das Header zu ändern.
War ein fetter Aufwand und meinen genauen Schaffensprozess hab ich hier dokumentiert.

Zu diesem Zeitpunkt [vor acht Monaten damn!] war mein Gedanke, dass ja jetzt nur noch meine eigene Domain fehlt, um alles so zu machen, wie ich es möchte.
In weiser Vorraussicht hab ich dann auch schon auf jedes Bild das Wasserzeichen mit dem simplen Schriftzug freigedichtung.com gesetzt und das schon seit acht Monaten, schrecklich.

TschüssidaIm Juli hab ich mich dann endlich getraut das alles ein bisschen ins Rollen zu bringen und hab mir die neue Domain gekauft. Dann kam ganz viel dazwischen und schließlich hab ich ewig gebraucht, bis ich ein passendes Theme gefunden habe.
Eigentlich wollte ich noch ein bisschen mehr in die HTML-Richtung schlauer werden, hab mir sogar ein Buch gekauft und eifrig Sachen anmarkiert.
Weiterverfolgt wurde das aber nur so semi und ich hab auch wieder bemerkt, dass ich zwar ein Computermensch bin und die Möglichkeiten des Internets auch sehr gerne für die Inspiration nutze, aber trotzdem nicht wirklich IT bin.
Ich werde das natürlich trotzdem weiterverfolgen, steht aber nicht an erster Stelle.

Jetzt möchte ich euch aber zeigen, wie es weitergeht; denn von diesem Zeitpunkt an, werden wir uns nicht mehr hier treffen, sondern vielmehr auf dieser Plattform:

www.freigedichtung.com

Keine Sorge, alle Inhalte wurden übertragen und auch äußerlich hat sich nicht die Welt verändert. Genauso wird auch inhaltlich alles beim alten bleiben und nur die natürliche positive Veränderung vollziehen, die eben alles so inne hat.

Hi ich bin Itchy und das hier ist jetzt die Vergangenheit, die Zukunft wartet schon!

Komm doch mit 😉

xoxo Itchy

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Walter Moers – Prinzession Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr: eine Rezension

58 Prinzession Insomnia & der alptraumfarbene NachtmahrAutor Walter Moers
Titel Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 334 Seiten
Verlag Albrecht Knaus Verlag
ISBN 3813507858
Preis 24,99 €
Genre Fantasy
Erschienen 28. August 2017

Inhalt

Wir haben eine Prinzessin mit viel Wissen und wenig Schlaf, einen Nachtmahr und ein Abenteuer, ein Abenteuer, an dessen Ende nur der Wahnsinn lauern kann. Mehr muss man wohl nicht wissen, denn es ist unglaublich! Unglaublich schön, spannend und unglaublich gut!

Meine Meinung

Professionell wie wir sind, haben wir das Buch in unserem Podcast »Die PodGedichtung« bereits groß angekündigt, obwohl wir es da noch gar nicht gelesen haben.
Jetzt haben wir das und ich ziehe nichts zurück! Gar nichts!
Walter Moers hat ein neues Buch rausgebracht und nachdem ich eigentlich Katzenmilch und Katzenfutter kaufen wollte, ist es mir eben vor die Füße gelaufen und ich wäre ein Unmensch, wenn ich es einfach da so liegen lassen würde! Es braucht Wärme und Liebe und Zuneigung. Und natürlich jemanden der es liest…

»Zwielicht ist ein schönes Licht
Im Zwielicht sieht man nämlich nicht
wie ringsherum die Welt zerbricht.

Nebel ist auch wunderschön
Im Nebel kann man nicht mehr seh’n
Wie alle Dinge untergeh’n.

Am schönsten ist die Dunkelheit
Im Dunkeln sieht man gar kein Licht
Zerträumt sich blind die Einsamkeit.«

– S.22

Das Cover ist schlicht, im typischen Walter Moers-Stil und da ich seine ganzen Bhttps://wordpress.com/post/inspirierendefreigedichtung.wordpress.com/12260ücher in der Hardcoverversion besitze (n möchte) – außer Rumo, weil das so schwer ist da für nicht sooooo viel Geld ein Hardcoverexemplar zu finden – wurde auch dieses in wunderbarem überdimensionalen Hardcover gekauft und mein Walter Moers Schrein wird immer bezaubernder!

Gedächtnisspinne

Auf dem Cover sieht man den Nachtmahr, wenn man den Schutzumschlag entfernt, sieht man Prinzession Dylia und der obere Papierschnitt ist hellviolett.
Walter Moers‘ Bücher sind immer berauschend cool illustriert und so ist es auch in diesem Exemplar. Allerdings hat dieses Büchlein nicht er selbst illustriert, sondern eine Dame mit dem Namen Lydia Rode und im Gegensatz zu den restlichen Büchern nicht nur in schwarz-weiß, sondern in FARBE – ich wiederhole –  IN FARBE! Es ist so damn cool!

Bevor man das Buch also liest, blättert man durch, weil die Bilder einen magisch anziehen und da wir eine bunte Seite im Papierschnitt haben, knackt es beim Öffnen jeder neuen Seite, das ist der pure Ohrenorgasmus sag ich euch!

»Es gibt genügend praktische Erfindungen, die uns keinen Trost spenden«, hatte Dylia einmal ihren Brüdern mitgeteilt. »Aber viel zu wenige trostspendende Erfindungen, die überhaupt keinen praktischen Nutzen haben.«

– S. 45

Beim Durchblättern bin ich auf eine kurze Anmerkung gestoßen, die ganz am Ende desZwielichtgeister Buches steht, worin Walter Moers erklärt, warum jetzt gerade dieses Buch kommt und nicht etwa, wie schon sehr lange angekündigt »Das Schloss der träumenden Bücher« und es hat mir die Sicht auf das Buch verändert und ich bin mir nicht sicher, ob ich das Buch so gelesen hätte, wenn ich das erst am Ende gelesen hätte.
(Wenn Walter Moers das ans Ende setzt, kann es aber auch heißen, dass man es eben erst am Ende lesen soll, wer kann das schon wissen? – mir hat es auf jeden Fall dadurch einen anderen Blickwinkel gegeben).

Die Geschichte ist verglichen mit seinen anderen Werken (man kann Walter Moers nur mit ihm selbst vergleichen, das geht nicht anders) durchaus spannend, aber nicht so mitreißend, wie »Rumo« oder »Die Stadt der träumenden Bücher«, aber auch nicht so langsam wie der »Blaubär«, sondern irgendwo dazwischen drin. Für die erzählte Geschichte ist es aber nicht schlecht, sondern die richtige Geschwindigkeit.

Regenbogentornado

[Ich verrate etwas: Walte Moers liest man nicht wegen der Spannung, sondern wegen der Fantasie]

Die Charaktere, das sind allen voran Prinzession Insomnia und Havarius Opal (recht viel mehr trifft man gar nicht, die wirklich etwas zu sagen haben) mit denen wir ein Abenteuer nach dem anderen in einem großen Abenteuer erleben und die großartige Diskussionen führen und sich in Schlagfertigkeit in nichts nachstehen.

»..ein Palindrom [war], ein Wort, das man von vorne nach hinten genauso lesen konnte, wie von hinten nach vorne, wie Rentner und Kajak. Prinzession Dylia musste allerdings tadeln, dass das Wort Palindrom selbst kein Palindrom war. Man hätte es doch Mordilidrom nennen können oder so, dann wäre es ein Palindrom, aber wenigstens ein richtiges. Aber diese Linguisten waren für ihre Einfallslosigkeit und Denkfaulheit genauso bekannt wie die meisten anderen Akademiker. Alles musste man selber machen!«

– S.34

Prinzession Dylia ist die einzige Tochter eines Königs in Zamonien und leidet an der DER KRANKHEIT, die unter anderem das Syndrom der Schlaflosigkeit aufweist. Infolgedessen ist sie manchmal bis zu 20 Tagen wach. Dylia ist schlagfertig, nachdenklich, mondsüchtig, unglaublich kreativ, liebt Wörter und ist dem Wahnsinn sehr nahe. Ihr liebster Satz ist »Ach geh mir doch weg.«.

»Prinzessin Dylia wollte etwas fragen, aber es gelang ihr nicht.
Der Gnom legte den Kopf schief, sah sie jetzt beinahe mitleidig an und sprach mit leiser, fast flüsternder, aber überraschend wohlklingender und eindringlicher Stimme: ›Schhh… du brauchst dich nicht anzustrengen, um es auszusprechen. Ich weiß ganz genau, was du sagen willst. Es sind zwei Fragen.‹ Er hob seine rechte fleckenfarbige Hand und streckte zwei Finger aus, die mit gelblichen Krallen bewehrt waren. ›Die eine lautet Wer bist du? Und die andere: Was willst du von mir?‹ Er rückte seinen Kopf wieder gerade und lächelte.«

– S. 71

Havarius Opal ist ein Nachtmahr aus dem Traumversum, der sich von den Ängsten der Menschen ernährt. Er ist altklug, selbstbewusst, wenn nicht sogar arrogant wie nichts und mit einer unglaublich großen Klappe ausgestattet. Ihr seht, die beiden passen viel zu gut zusammen, denn wenn sie sich begegnen, da gibt es Wortgefechte! Puh.

Amydala

Walter Moers schreibt, wie ein Irrer, als wäre er dem Wahnsinn schon verfallen und das dann so wunderbar schön und mit einer ganz speziellen Note.
Allerdings ist das ausgeprägteste Merkmal wohl, dass er überschäumt mit Kreativität und man jedes Mal den Hut vor dem Einfallsreichtum dieses Mannes ziehen möchte.

Autor

Er ist der geistige Vater von „Käpt’n Blaubär“ und „Kleines Arschloch“. Walter Moers, 1957 in Mönchengladbach geboren, hat weder Kunst studiert noch eine grafische Ausbildung genossen. Dennoch gehört er seit 1985 zu den besten deutschen Comicautoren. 1994 erhielt er für das Konzept der TV-Sendung „Käpt’n Blaubärs Seemannsgarn“ den renommierten „Adolf-Grimme-Preis“. Im gleichen Jahr bemühte sich das Landesamt für Jugend und Soziales, eines der „Kleines-Arschloch“-Bücher auf den Index zu setzen. Ohne Erfolg. Mittlerweile hat sich der Zeichner mit Werken wie „Die Stadt der träumenden Bücher“ auch als Autor von Romanen und Erzählungen etabliert. Die Leser lieben seine Geschichten aus Zamonien, dem Kontinent der Fantasie – und des Humors, natürlich.

Fazit: LEST ES! Man muss kein Zamonien-Vorwissen für diesen Roman besitzen, man muss nicht mal durchschnittlicher Käpt’n Blaubär-Schauer gewesen sein. Im Gegenteil: schlag es noch jetzt auf und werde Teil der Zamoniencrew.
Uneingeschränkte Leseempfehlung für alle und jeden, denn es rockt!

Plot                       ✪✪✪✪✪/5✪
Cover                   ✪✪✪✪✪/5✪
Charaktere         ✪✪✪✪✪/5✪

»Meine Gedanken sind meine Freunde«, dachte die Prinzessin.»Deswegen bin ich niemals allein.«
– S. 14

#myfandomidentity »Herr der Ringe«

Ursprünglich sollte der letzte Podcast mit dem übergalaktischen Überthema »Herr der Ringe« eine entspannte Einleitung in ein wunderbares Fandom bieten.

Tja, aufgrund fehlendem Hirnschmalzes und meiner Vergesslichkeit, springen wir einfach so mittenhinein.

fandom identity

Herr der Ringe und der Hobbit – das Tolkienuniversum, das Fantasy geprägt hat.
Ich hab alle Bücher gelesen, alle Filme mehrmals gesehen und auch schon das eine oder andere mal – vollkommen nerdig – auf einem Mittelerdefest noch krassere Nerds getroffen.
[Ich bin verglichen mit denen ein krasser Noob im Tolkienuniversum, aber das passt schon so; ich muss das nicht zu meiner Lebensphilosophie machen].

Bei #myfandomidentity stellen wir uns die Frage, in welcher Personengruppe aus Mittelerde wir uns wiederfinden. Um kurz die Regeln zu erklären:
Wir erörtern anhand drei schrecklicher Tests und dann noch unserer eigene Einschätzung was wirklich in uns steckt (nicht so, ihr Perverslinge!).
Bin ich nun ein Mensch, ein Zwerg, ein Elb, ein Ork, ein Ent, ein Waldläufer oder doch ein Hobbit?

Let’s do it!


Test 1 meinte nach äußerst aufschlussreichen Fragen (die in keinster Art und Weise vorhersehbar waren), dass ich zu keiner anderen Völkergruppe gehören könnte als:

Herr der Ringe 1


Test 2 – ebenso hochkratig professionell – hat ein ganz anderes Ergebnis…

Herr der Ringe 2


Schlussendlich haben wir uns noch mit einem anderen ebenso vertraulichen Test erneut testen lassen und sind mit Test 3 zu diesem Ergebnis gekommen:

Herr der Ringe 3


Drei eher wenig verlässliche Tests mit drei absolut unterschiedlichen Ergebnissen – meh!

[Ein kurzer Einwurf für alle die, die das Tolkien Universum bis dato immer nur aus der Ferne beobachtet haben:

Es gibt in Mittelerde verschiedene Völker, die mehr oder weniger friedlich miteinander leben; im folgenden ein kurzer Überriss über die Einprägendsten:

  1. Mensch, der
    nichts anderes als wir Menschen auch. Sie haben sich zur Zeit des Ringkrieges ähnlich weit entwickelt wie viele europäische Länder zur Zeit des Mittelalters. Viele Burgen und Monarchie und sowas
  2. Elb, der
    haben spitze Ohren und sind unfassbar arrogant, besondere Vorliebe für Ästhetik und sind ziemlich krasse Kämpfer mit Bogen und Schwert (manchmal reiten sie gerne auf Elchen)
  3. Zwerg, der
    haben eine Menge Gesichtsbehaarung (Frauen und Männer) und eine eher kantige Persönlichkeit; bevorzugte Waffen im Kampf sind Streitäxte und ähnlich Kraftvolles; loyal und einem guten Essen und Trinken nicht abgeneigt
  4. Ent, der
    das sind Bäume
  5. Ork, der
    rauer Umgang, wenig Sprachbefähigung, Kriegervolk vom Feinsten, lassen sich gerne auf die dunkle Seite der Macht ziehen; essen gerne kleine Hobbitse
  6. Hobbit, der
    leben im Auenland im friedlichen Umgang miteinander, feiern gerne, sind Fremden aber eher misstrauisch gegenüber, lesen lieber von Abenteuern, als weche zu erleben, laufen immer Barfuß herum, haben keinen Bartwuchs, essen ausgesprochen, ausgesprochen gerne und viel!

FAZIT: Laut den drei Tests bin ich scheinbar ein ungemein vielfältiger Bewohner Mittelerdes, denn ich kann nicht nur Mensch oder Hobbit sein, nein auch ein Ent!
Umwerfend, ich liebe diese Tests!

EIGENE EINSCHÄTZUNG:

Ich bin jetzt schon das dritte Mal in eine andere Haut geschlüpft und es fühlt sich durchaus legitim an, wenn man mir zuschreibt, dass ich dem Völkchen der Hobbitse angehöre. Ich bin nicht sonderlich groß, hab ziemlich große Füße für meine Größe, (keinen Bartwuchs leider – Bärte sind toll!), ich finde ein zweites Frühstück sehr erfreulich und mein Tanzstil ist mit »blödes Rumgehopse« am besten zu beschreiben.

Mein Hobbitname ist übrigens Belba/Rudigar Mugwort 😉

(Ich komm mir mit diesem Format immer sehr billig vor, weil es keinen Mehrwert hat, aber was hat schon Mehrwert? – vergebt mir, immer kreativ wäre ja auch langweilig…)

Kennt ihr Herr der Ringe? We deep seid ihr denn im Fandom drin? Habt ihr einen Lieblingscharakter? Habt ihr die billigen Tests gemacht? Wo steht ihr denn in Mittelerde? – Lasst es mich wissen!

miiiiiiaauuu Itchy

SEPTEMBER 2017

review-mit-wasserzeichen

Blogeinträge

6. September: Rainbow Rowell: Der Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow: eine Rezension
7. September: FSJ Kultur – es ist vorbei!
19. September: PodGedichtung #3 – wuhui!
27. September: Neil Gaiman – American Gods: eine Rezension
28. September: Lyrics: Tame Impala – Feels Like We Only Go Backwards

Gelesene Bücher

  • Neil Gaiman: American Gods
    » gibt es schon eine Rezension!
  • Andrea Schacht: Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt
    » es war ein Mängelexemplar und ich hab es früher immer länger angeschaut aber nie gekauft der gelesen. War schnell und nicht schlecht, aber leider doch typisch Dystopie. Die französischen Details fand ich super.
  • Sarah J. Maas: A Court of Wings and Ruin (englisch)
    » ich hab es gelesen, weil ich den Ausgang der Reihe noch wissen wollte. Nicht herausragend und auch nicht ihr bestes.
  • Walter Moers: Prinzession Insomnia & der albtraumfarbene Nachtmahr
    » I LOVE IT! Nicht nur dass es ein Walter Moers ist, sondern auch sonst sehr schön. Die Charaktere sind toll, die Thematik (Wörter und Wahnsinn) ist wunderbar. JEDER SOLLTE ES LESEN!
  • Walter Moers: Ensel & Krete
    » steht schon viel zu lange im Regal, aber nachdem ich dann schon im Walter Moers-Modus war, hab ich gleich weitergelesen und es genauso geliebt, wenn es auch nicht sein bestes ist.
  • Cassandra Clare, Sarah Rees Brennan, Maureen Johnson: Die Chroniken des Magnus Bane
    »innerhalb von einem Tag durch, war herzerwärmend und ich hab mehrmals laut aufgelacht; Typisch Magnus Bane eben.
  • Ulla Scheler: Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen
    » erst gekauft, weil ich bis jetzt nur gutes gelesen habe und es ein deutsches Jugendbuch ist. Hab es innerhalb eines Abends bis um 3 Uhr Morgens gelesen. Ein Nacht und Nebel-Buch eben; richtig gut und echt und etwas bedrückend aber gut!

Erhaltene Bücher

September

  • Ulla Scheler: Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen
  • Walter Moers: Prinzessin Insomnia und der albtraumfarbene Nachtmahr
  • Haruki Murakami: Die unheimliche Bibliothek

Musik

Ich hab jetzt Spotify, demnach entdecke ich gerade am laufenden Band neue Musik. Manches gefällt, anderes wieder nicht, aber hier ersteinmal die Perlen:
Ganz frisch in unserem Musikversum ist Beach House, die einfach sehr entspannt sind. (Ich muss hier anmerken, dass ich sie nicht gerade über Spotify persönlich gefunden hab, sondern vielmehr über eine gute Freundin.)
Ein weiterer Ohrenschmaus ist durch YouTube in meiner Area aufgetaucht und ich denke, dass viele sie schon kennen werden und ich bin mir auch selbst nicht ganz sicher, ob ich sie nicht eigentlich schon einmal irgendwo gehört habe. Im Moment ist sie aber intensiver da. Grace Vanderwaal macht bezaubernde Ukulelenmusik und hat eine  kratzige Stimmen, die mag ich.

Old but Gold sind natürlich immer noch Cat Stevens und Tokio Hotel.
Panic! at the Disco wurde diesen Monat auch wieder neuentdeckt, die sind schon gut!
Außerdem hat die bezaubernde Dodie Clark (ich glaub ich bin wirklich in sie und ihre Musik verknallt – mein  erster Celebritycrush *kreisch*) ein neues Album raus und durch Spotify hört man das noch viel öfter. Besonders gefällt mir »In the Middle« und »Would you be so kind«.

Serien/Filme

In diesem Monat hab ich irrsinnig wenig Serien geschaut, genau richtig, da fühl ich mich dann nach Jahren endlich wieder Herr über mein Zeitmanagement und meine Prokastination. Wie lange das wohl dauern wird?
Einzig nach dem Lesen von »American Gods« musste ich natürlich auch noch die Serie dazu schauen. Aber das hat mich scheinbar nicht so sehr geflasht und ich hab es nicht zu Ende gemacht. (Versteht mich nicht falsch; die ist schon nicht schlecht, aber auch nicht umwerfend bzw. war wahrscheinlich am falschen Ort zur falschen Zeit und ich hatte besseres zu tun).

Allerdings hab ich mit einer Freundin zusammen noch ein paar Filme geschaut.
Wir haben uns über die Schmerzempfindlichkeit der männlichen Hoden (muss man da männlich sagen? Es gibt doch keine anderen Hoden oder?) unterhalten und dann mussten wir an diese sehr amüsante Szene aus She’s the man – Voll mein Typ denken..

…und dann haben wir am Abend gleich den Film geschaut und was soll ich sagen; ich finde, der Humor ist in diesem Film tatsächlich schon gut. Auf jeden Fall unterhaltend!
Der Film war aber ziemlich kurz und deswegen haben wir uns dann spontan noch »Lissy und der wilde Kaiser« von Michael Bully Herbig angeschaut. War auch ganz witzig, da wir den Film aber zuletzt gemeinsam im Grundschulalter in der Turnhalle im Kinderkino angeschaut haben, war er irgendwie auf eine andere Art lustig. Einfach weil auch irrsinnig viele Witze drin sind, die man als Kind gar nicht versteht oder fast nicht.

Erlebtes

Wir haben September. Mein FSJ Kultur ist seit dem 2 September vorbei und jetzt  dann am 2. Oktober beginnt mein Praktikum bei einem regionalen Radiosender bei meinen Eltern in der Gegend. Ich bin jetzt also voll und ganz und absolut wieder daheim eingezogen und ich hab mir Zeit gegeben und diese auch dringend gebraucht.
Ich hab Zeit für mich gebraucht, für wieder daheim ankommen, für meine Familie, für diesen Blog und vielleicht auch ein bisschen für die Welt.
Witzigerweise sind meine Eltern eine Woche, nachdem ich wieder daheim war ersteinmal für zwei Wochen in den Urlaub nach Sizilien geflogen und ich hatte ein Haus für mich alleine – great! (Also unser Untermieter und die Katze waren auch noch da, aber ihr wisst schon!)
Demnach hab ich entspannt, hab dem prokastinieren gefröhnt, hab ganz, ganz viel Sims gespielt! Ich hab auch ein wenig gegrübelt, aber nicht zu viel.
Einmal war ich noch in der oberbayrischen Kleinstadt, für die erste Radiosendung im neuen Schuljahr und gleichzeitig für meine letzte. Es war echt schön und etwas stressig und aufregend! Am Abend danach war ich auch noch ziemlich lange bei einer Arbeitskollegin und wir haben noch eine halbe Ewigkeit geratscht, bevor ich dann wieder in die Nacht aufgebrochen und heimgefahren bin.

Außerdem war ich zwei Mal in München. Das eine Mal bei der Auftaktveranstaltung der neuen kleinen FSJler, wo ich als ehemaliger Sprecher zusammen mit den anderen eine kleine Übersicht über das Jahr vorher gegeben hab, eben was sie so erwartet und so. War sehr lustig, aber eben auch traurig und so final..
Das andere Mal in München hab ich mich mit zwei Freunden getroffen und wir waren im Kindermuseum in einer tollen Recyclingausstellung und haben ganz viel geredet – war schön 🙂

Nachdem ich meine Eltern dann wieder vom Flughafen abgeholt hab, meinte ich so aus Spaß, dass wir ja noch eine Party machen könnten mit Pizzabacken und Tanzen und Lagerfeuer und toller Musik und Freunden und das haben wir dann auch spontan gemacht. Donnerstagnacht Plan gefasst, Freitag Einladungen raus, Samstag Party.
Es war sehr lustig, wie spontan die ganzen »älteren« Freunde meiner Eltern doch waren und dann haben wir am Samstagabend Pizzas gegessen, Unsinn geredet, Karten gespielt und wieder einmal so damn viel getanzt. Praktisch dass Innere nach außen getanzt – Thema das Abends war auf jeden Fall Police 🙂

Direkt im Anschluss hat uns dann direkt eine Erkältung überrollt und das war natürlich passend zum Wahlergebnis (von allen Seiten angegriffen) genau der Anlass, um ersteinmal alles auszukurieren und vier Bücher in zwei Tagen zu lesen und allgemein sehr viel vor dem warmen Ofen und im Bett zu verbringen. Hat mir auf jeden Fall gut getan, dann kann ich jetzt perfekt in den Aktionismus treten und der Welt wieder mit fast zurückgehkehrten Kräften in den Hintern treten.

» Das sind vielleicht nicht die krassen Abenteuer, aber es war wichtig und richtig für mich, glaub ich.

Interessantes

Das viele Lesen war trotz erschöpften Körpers so erfrischend. Vor allem, nachdem ich im letzten Monat irgendwie so wenig gelesen habe, hab ich das vermisst und es hat mich aufgebaut! Very cool!

Jetzt trennt mich dann nur noch ein Wochende mit einem tollen Radioworkshop von meinem Praktikum und meiner »Zukunft« für die nächsten drei Monate.
Mir ist schon klar, dass das kein Studium oder so ist und sich das schon sehr dramatisch anhört für das, dass es jetzt ersteinmal nur ein Praktikum ist.
Allerdings hängt da trotzdem etwas dran: was ist, wenn ich es nicht kann? Was, wenn es mir doch nicht so gefällt? Was ist, wenn das doch nicht mein Ding ist?
Der rationale Teil meines Kopfes versteht schon, dass das irgendwie wird und sicher auch gut wird, aber der kleine irrationale Teil, der eben doch da ist, flüstert genau diese Fragen.
Es ist ein Kreuz, wenn man einen Traum hat und leider keinen Plan B, denn wenn das nicht funktioniert, dann hat man ganz schnell mit Vollkaracho den Erdboden gestreichelt und liegt in Scherben da. Es kann mehr kaputt werden, wenn ein langgehegter Traum kaputt geht, glaube ich. Aber das wird schon!

Außerdem ist da dieses komische Gefühl, dass ich jetzt dann wieder los muss und nicht daheim bleiben kann, sondern wieder wo anders bin – ganz merkwürdig.

So, jetzt aber zu euch! Wie war denn euer September? Habt ihr viel gelesen? Viel erlebt? Euch kreativ ausgelebt? Was habt ihr gestern Abend gegessen? Wie findet ihr die Aussicht auf Herbst? Habt ihr euch schon erkältet oder ist der Kelch noch an euch vorüber gegangen? Was ist denn euer Musikjam im Moment? Ist euere To Do Liste sehr unangenehm lang? – Lasst es mich wissen!

Beep-Beep-Boop (wie WordPress immer sagt, sehr süß) Itchy

Lyrics: Tame Impala – Feels Like We Only Go Backwards

Tame Impala ist nur dem einen oder anderen ein Begriff? Das ist tragisch, aber mit diesem Beitrag ja auch irgendwie änderbar!

Ich hab im letzten Jahr oder auch schon das Jahr zuvor, wer kann das schon unterscheiden 😉 eine Sprachlernapp verwendet, die da liebevoll »Hello Talk« heißt und wahrscheinlich ganz witzig ist, auf der anderen Seite mit diesem Namen natürlich auch nicht vielmehr verpspricht, als würdest du über die Schwelle des »Hello« sagens hinauskommen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das tatsächlich gar nicht so einfach ist. Einige tolle Gespräche haben sich aber dennoch entwickelt und unter anderem hab ich mit einem Typen geschrieben, der aus Großbritannien kam, sich Will genannt hat und mit dem ich mich ausgesprochen gut über Musik unterhalten habe.

Will hat mir eine Reihe von Liedern geschickt, die er von seiner Lieblingsband Tame Impala besonders gut fand. Ich hab dann da mal reingehört und fand es grundsätzlich eher so Mittelmaß (freundlich wie ich bin, hab ich ihm das natürlich nicht unter die Nase gerieben…). Ein Lied hat mich aber angesprochen und das war

»Feels Like We Only Go Backwards«.

It feels like I only go backwards baby
Every part of me says „go ahead“
But I got my hopes up again, oh no, not again
Feels like we only go backwards darling

I know that you think you sound
silly when you call my name
But I hear it inside my head all day.
When I realise I’m just holding onto
the hope that maybe
your feelings don’t show…

It feels like I only go backwards baby
Every part of me says go ahead.
Then I got my hopes up again, oh no, not again.
Feels like we only go backwards darling

The seed of all this indecision isn’t me, oh no
‚Cause I decided long ago
But that’s the way it seems to go when trying
so hard to get to something real
It feels…

It feels like I only go backwards, darling
Every part of me says go ahead
I got my hopes up again, no no, not again
Feels like we only go backwards darling

It feels like I only go backwards, baby
Every part of me says go ahead
I got my hopes up again, no no, not again
Feels like we only go backwards darling
It feels like I only go backwards, baby
Every part of me says go ahead
I got my hopes up again, no no, not again
Feels like we only go backwards darling

Psychadelic Progressive Rock Whatever (hauptsach Regenbogenspiralen und so) ist eine Musikrichtung, die mir nur so semi zusagt, ist ein bisschen wie mit Cloud Rap, man versteht einfach den Text nicht richtig!
Aber dieses eine Lied hier, hat irgendwas anderes, weil es nicht so klingt wie alle anderen, sondern ein bisschen mehr Rock drin hat und auch etwas sagt.

»Feels Like We Only Go Backwards« spricht von einer Angst, dass man sich nur noch zurückbewegt, obwohl man das nicht möchte. Man steht auf der Stelle und ist sich nicht mal sicher, was einen jetzt genau aufhält sich weiterzuentwickeln, sich zu verändern, sein Leben wieder in die Hand zu nehemen.
Es ist ein Hilfeschrei, weil man eben nicht mehr Backwards gehen möchte, sondern viel mehr den Weg vor einem einschlagen will.

Sänger Kevin Parker singt davon, dass er es schon vor langer Zeit festgelegt hat, dass er immer weiter geradeaus gehen wird und jetzt fühlt es sich trotzdem wieder an, als würde er rückwärts gehen. Alle Hoffnungen wurden gesammelt, alles ist bereit ins Leben, in die Zukunft zu starten.

Damn das ist wieder einmal einer dieser Songs, die mich gerade wieder sehr gut beschreiben und das ist so unheimlich und wunderschön zugleich.

— Genug interpretiert, jetzt beenden wir das mal —

Kennt ihr Tame Impala? Kennt ihr das Lied? Wie findet ihr es? Würdet ihr etwas anderes rein interpretieren? Fühlt ihr euch auch manchmal so? Gibt es Lieder, die eure momentane Stimmung genau richtig wiedergeben? – Lasst es mich wissen!

Kick it! Itchy

Neil Gaiman – American Gods: eine Rezension

57 American GodsAutor Neil Gaiman
Übersetzer Hannes Riffel
Titel American Gods
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl  672 Seiten
Verlag Eichborn Verlag
ISBN  3847905872
Preis 14,00 €
Genre Mystery, Mythologie, Fantasy
Erschienen 15. Mai 2015

Inhalt

Shadows Welt sieht plötzlich ganz anders aus, als er frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird. Seine Frau Laura ist verstorben und nach der Beerdigung nimmt er das Jobangebot des etwas komischen Mr Wednesday an. Ab diesem Moment widerfahren ihm Menschen und Erlebnisse, die er sich nie hätte erträumen können. Brutal wird er hineingezogen in die Welt der Opfergaben, der Huldigungen und der Götter Amerikas.

Meine Meinung

Es war ein Notfall! Ich hatte mein Buch daheim liegen lassen und eine sehr lange Zugfahrt vor mir, demnach musste bei einem Zwischenstopp in einer Bahnhofbuchhandlung irgendein Buch innerhalb von zwei Minuten erworben werden und meine Wahl fiel dann eher intuitiv auf ein Buch von Neil Gaiman. Nach »Der Fluch der Spindel« wollte ich unbedingt noch einmal etwas von ihm lesen und deswegen hab ich dann genau dieses Prachtexemplar gekauft. Ein Drittel des Buches wurde dann gleich auf der Zugfahrt verschlungen, für den Rest hab ich etwas länger gebraucht, weil die 600 Seiten mit wenig freier Zeit nicht so leicht aufgenommen werden können.

Die Geschichte hinter dem Cover – das durchaus passt, aber das passt ja Mr Wednesdaybekanntlich viel – hat durchaus einen roten Faden und hält auch den einen oder anderen Plottwist bereit, wirkt aber sonst eher durchwachsen. Ist sicher nicht für jeden etwas, wenn die Sprünge zwischen den einzelnen Kapiteln immer wieder so groß sind. Es werden mehr als einmal neue Charaktere eingeführt, die allerdings nie wieder eine Rolle spielen, in diesem Einschieber aber,  die Hauptfigur sind.
Es hat durchaus gepasst, weil durch diese Charaktere die Geschichte rund um die Götter Nordamerikas von noch ganz anderen Seiten beleuchtet wird, sehr cool!

Die Geschichte um Shadow ist da schon eher leicht verständlich, mit vielen Metaphern, aber leicht verständlich. Das Ende war für mich unerwartet, aber alles wurde erklärt und hat so einen runden Bogen geschlossen.

ShadowShadow ist die Hülle, in der wir mit Mr Wednesday und ihm durch Amerika reisen, er nimmt nicht so viel Platz ein in diesem Roman, obwohl er die Hauptperson ist. Es ist aber auch schwer, sich Gehör zu verschaffen, wenn um einen herum absolut exzentrische Wesen und Menschen wuseln. Shadow ist ein typischer Hauptcharakter, mit dem man sich schon irgendwie identitfizieren kann. Er hat eine krass coole Charakterwandlung!

Mr Wednesday ist ein unglaublicher Schlack, er könnte einen Mafiaboss spielen, wenn er nicht etwas ganz anderes wäre. Aber auch andere Charaktere sind super ausgebaut, haben mit Liebe zum Detail alle ihre Macken und ihre Lebendigkeit.

Neil Gaimans Schreibstil ist wohl einer der Hauptgründe, warum ich mir dieses Buch gekauft habe, einfach weil er ungemein angenehm schreibt, aber auf eine wirklich gute Art und Weise. Nicht etwa wie zahlreiche Jugendbücher in diesem sehr einfachen Schreibstil geschrieben sind, der eben nicht so anspruchsvoll ist. Das ist bei Neil Gaiman anders, er schreibt anspruchsvoll, aber noch so, dass es nicht anstrengend ist.

WARNUNG
Es werden schon durchaus mehrere erotische Szenen und starke Gewaltszenen beschrieben, steht aber nicht im Mittelpunkt. Leichte Kost ist es trotzdem nicht, muss man schon aushalten können.

Autor

Der Engländer Neil Gaiman, 1960 geboren, arbeitete zunächst in London als Journalist und wurde durch seine Comic-Serie Der Sandmann bekannt. Neben den Romanen Niemalsland und Der Sternwanderer schrieb er zusammen mit Terry Pratchett Ein gutes Omen und verfasste über seinen Kollegen und Freund Douglas Adams die Biographie Keine Panik!. Er lebt seit einigen Jahren in den USA.

Fazit: Ist für die Mythologieheinis da draußen etwas, für die Fantasyfreunde, für die Abenteuergeschichtenliebhaber, für die Neugierigen. Das ist schon deepe Fantasy bzw eben ganz viel Mythologie mit einem ungemeinen Wissensschwank, den man noch mit raus nimmt.

Plot                       ✪✪✪✪✪/5✪
Cover                          ✪✪✪/5✪
Charaktere             ✪✪✪✪/5✪